Eine Anfrage der größten Oppositionspartei, die Tichys Einblick exklusiv vorliegt, entlarvt jetzt die hohe Summe von rund 188.000 Euro für das optische Herrichten und die Fotografen des umstrittenen SPD-Finanzministers Lars Klingbeil. Es ist ein dekadentes Verprassen von Steuergeld.
IMAGO
Mit ungeschminkten Wahrheiten mag die Bundesregierung den Wählern nicht gerne vor die Augen treten. Nebelkerzen und Propaganda sollen das Wahlvolk ruhig halten. Nichtsdestotrotz wollte die größte Oppositionsfraktion im Bundestag endlich einmal wissen, was es den deutschen Steuerzahler kostet, wenn die Regierenden der schwarz-roten Koalition den Bürgern ein X für ein U verkaufen – zumindest rein optisch.
Für die neue Volkspartei Alternative für Deutschland Anlass genug, einmal direkt bei der Bundesregierung schriftlich nachzufragen. So wollte der nordrhein-westfälische AfD-Bundestagsabgeordnete Hauke Finger mit seiner Frage Nr. 339, die Tichys Einblick exklusiv vorliegt, die Kosten des optischen Herrichtens für die Kameras und die Fotografen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erfahren.
„Wie hoch beliefen sich die Ausgaben des Bundesministeriums der Finanzen für Dienstleistungen von Visagisten, Maskenbildnern, Stylisten sowie Fotografen seit dem Amtsantritt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil im Mai 2025 bis heute (aufgeschlüsselt nach den Kalenderjahren 2025 und 2026 sowie nach den genannten Leistungskategorien), und auf welcher vertraglichen Grundlage (Werkverträge, Rahmenverträge oder Festanstellung) wurden diese Leistungen vergeben?“
Nun musste das Bundesfinanzministerium mit einer Antwort seines Parlamentarischen Staatssekretärs Dennis Rohde (SPD) Farbe bekennen. Danach sieht es in Klingbeils Finanzressort folgendermaßen aus: „im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nimmt das Bundesministerium der Finanzen (BMF) zur Bebilderung seiner Kommunikation u. a. Dienstleistungen externer Fotografinnen und Fotografen in Anspruch und hat hierfür einen eigenen Rahmenvertrag mit einer Fotoagentur geschlossen“.
Soweit für die fotografischen Dienstleistungen erforderlich, würden darüber auch Dienstleistungen von Visagisten beauftragt. Bei bestimmten Kommunikationsanlässen würden visagistische Dienstleistungen zudem auch über Dienst- oder Werkverträge in Anspruch genommen.
Laut den jetzt zugegebenen Zahlen seines Finanzministeriums verschwendet Bundeskassenwart Klingbeil rund 188.000 Euro Steuergeld für Fotos und Schminke – ein krasser Gegensatz zu notwendiger Sparpolitik. Während Sozialdemokrat Klingbeil öffentlich über Konsolidierung und Sparzwang schwadroniert, steigen gleichzeitig seine Ausgaben für die persönliche Image-Pflege.
Die steuerzahlenden Bürger könnten sich jetzt fragen, ob deswegen auch die Steuererhöhungen bei Zucker, Schaumwein und Tabak nötig geworden sind?
Linksgrün macht sich gern die Haare schön
Besonders bei linksgrünen Bundesministern scheint Geld zum Aufhübschen für Kameras und Termine keine Rolle zu spielen, vor allem wenn die Steuerzahler dafür aufkommen müssen.
Wir erinnern uns: Die grüne Außenministerin Annalena Baerbock, fachlich ein teilweise wirr redender Totalausfall, verursachte im Jahr 2022 allein Kosten von rund 136.500 Euro für eine professionelle Maskenbildnerin bzw. Visagistin, die sie auf ihren Reisen und Terminen begleitete. Etwas später wurden im Mai 2024 zudem monatliche Kosten von teils über 11.000 Euro für einzelne Monate (November und Dezember 2023) für Haare und Make-up bekannt.
Selbst die grünorientierte Ex-Kanzlerin Dr. Angela Dorothea Merkel (CDU) verursachte seit ihrem Amtsende Kosten, um sich die Haare schön machen zu lassen. Insgesamt bezahlte der Steuerzahler allein von Juli 2024 bis März 2026 üppige 64.677 Euro für Friseur- und Visagistenleistungen.
Lars Klingbeils Steuerzahlerkosten fürs schöne Abbild

Auf diesem Weltniveau kann das Ex-Antifa-Mitglied Klingbeil selbst als umstrittener SPD-Minister nun locker mithalten.
Im Gespräch mit Tichys Einblick kritisierte AfD-Finanzexperte Hauke Finger das elitäre Verhalten des Bundesministers: „Klingbeil hat satte 188.000 Euro Steuergeld für Fotos und Schminke verbrannt, während er öffentlich wenig glaubwürdig über die ausgehebelte Schuldenbremse, die fehlende Haushalts-Konsolidierung und den wachsenden Sparzwang schwafelt.“
Gleichzeitig gebe der Finanzminister immer mehr von unserem Geld für seine persönliche Image-Pflege aus. Das sei ein klassischer Politiker-Fall von „Wasser predigen, Wein trinken“. Besonders peinlich dabei: „Seine Styling-Kosten sind um heftige 50 Prozent gestiegen. So sieht keine glaubwürdige Finanzpolitik aus“, urteilt Hauke Finger.
Ex-Antifa-Mitglied Klingbeil wandelt also jetzt auf den Spuren der doch recht eitlen Annalena Baerbock oder seines früheren Kollegen mit linksextremer Vergangenheit, Josef Fischer. Besonders der grüne Außenminister neigte zur bourgeoisen Überheblichkeit privat wie auch in seiner Amtsführung.
Allerdings wirkt Klingbeil mit seinen begrenzten Fähigkeiten im Amt noch wie ein Fischer für Arme. Doch Hochmut kommt wie so oft vor dem Fall.



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Wer im Kleinen so mit dem anvertrauten Staatsvermögen umgeht, macht das auch im Großen.
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