Der neue Green Deal – oder das große Bauernlegen

Deutschlands mächtiger Naturschutzverein NABU sorgt immer wieder für Skandale, wenn seine Tierquälereien Schlagzeilen produzieren, weil er seine Tiere häufig genug verhungern lässt.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner übt sich zwar noch in markigen Sprüchen: »Wunschkonzerte mach‘ ich nicht mit!«. Sie betont, dass Kernaufgabe der Landwirtschaft die Produktion von Nahrungsmitteln ist und nicht Landschaftspflege zu betreiben. Doch ob sie das auch noch verkündet, wenn ab Juli Merkel im Namen von Deutschland für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft in der EU übernimmt, darf man amüsiert verfolgen. Zu laut dröhnen schon jetzt aus Brüssel Forderungen nach einem »Green Deal« und einer neuen »Farm-to-Fork«-Politik sowie einer weitreichenden »Biodiversitätsstrategie«. Ein drastischer Eklat gegen die Landwirtschaft.

Denn die EU-Kommission will den Pflanzenschutz um die Hälfte reduzieren und Kartoffelkäfer, Schildlaus und Maiszünsler freie Bahn zu lassen, die Düngemengen reduzieren sowie in den kommenden zehn Jahren den Ökolandbau um 25 Prozent anheben. Der hat zwar in Deutschland mit zehn Prozent Anteil offenbar seinen Peak erreicht, soll dennoch mit aller Gewalt, sprich mit Millionen Euros, hochgehalten werden.

Den Landwirten klingeln bei Worthülsen wie Nachhaltigkeitsstrategie, neue Düngeverordnung, Nitratrichtlinien, Blühstreifen, Insektenschutz, Nutztierhaltungsverordnung nur noch die Ohren, kommen sie doch schon jetzt kaum mehr mit, was an neuen Verordnungen aus Brüssel und Berlin über sie hereinschwappt. Allein für eine Düngeplanung mit ausführlicher Düngebedarfsrechnung müssen sie rund 250 Seiten Antragsformulare ausfüllen. Dazu kommen Pflanzenschutzdokumentationen im Umfang eines Romans und vieles mehr.

Die meisten Landwirte bewältigen den irrsinnigen Bürokratiewust schon jetzt nicht mehr und übergeben ihn den Landwirtschaftskammern. Bei denen tummeln sich mittlerweile Heerscharen neuer Sachbearbeiter, die den Formularberg erledigen. Geringere Düngemengen, zurückgehende Ernteerträge – dafür Wachstum im Bürokratiebereich. Immerhin erklären jetzt die CDU-Funktionäre des Bauernverbandes sogar einen »Generalangriff auf die Landwirtschaft«, nachdem sie zu den Bauernprotesten laut geschwiegen haben.

Politik und Umweltverbände preisen den »niedersächsischen Weg«. In einem Arbeitspapier mit diesem volltönenden Namen »verpflichten sich alle Beteiligten zu großen Anstrengungen bei Natur- und Artenschutz, bei Biodiversität und beim Umgang mit der Ressource Landschaft«.

Das Konzept hat der niedersächsische NABU vor einiger Zeit auf den Jahrmarkt der grünen Versprechungen gebracht und droht nach bayerischem Vorbild mit einem Volksbegehren »Artenvielfalt. Jetzt!« Allein diese Drohung hat bei der bisherigen Vertretung der Landwirte, dem Landvolk, für ein eilfertiges Abnicken gesorgt und ihm sogleich erhebliche Kritik der betroffenen Bauern eingebracht.

Dieser merkwürdige »Weg« sieht nichts anderes vor, als dass Landwirte aus vorgeblichen Tier- und Artenschutzansprüchen ihren Betrieb immer weiter einschränken müssen und weniger produzieren dürfen. Besonders bedrohlich für die Bauern die Präambel: Die stellt erst einmal die Landwirte an den Pranger und weist ihnen die Schuld für einen angeblichen Verlust der Biodiversität und vermeintlichen Gewässerverunreinigung zu. Lassen die sich darauf ein, haben sie keine Klagemöglichkeiten mehr. Sie haben ja schriftlich »gestanden«.

Ihnen wird als Ausgleich Geld aus dem Steuerbeutel versprochen: »Die Landesregierung wird – auch unter Berücksichtigung von Entwicklungen im Markt sowie auf EU- und Bundesebene – einen geeigneten und fairen Ausgleich wirtschaftlicher Nachteile, die z.B. den Landwirten oder den Niedersächsischen Landesforsten entstehen, sicherstellen.«

In der Regel, so die Erfahrung der Bauern, bleiben Entschädigungszahlungen nach zwei oder drei Jahren aus, Auflagen werden höher geschraubt und damit letztlich die Bauern von einem räuberischen Staat und Umwelt-NGOs enteignet. 30 Millionen Euro sollen im Rahmen des niedersächsischen Weges in den kommenden drei Jahren unter anderem für »Managementmaßnahmen für Natura-2000-Gebiete« fließen. Die weitere Finanzierung solle danach sichergestellt werden. So werden die Natur-NGOs mit neuen Stellen in »15 weiteren Einrichtungen zur Gebietsbetreuung« wie ökologische Stationen bei Laune gehalten. Statt Getreideanbau Wiesenvögel beobachten.

BUND, NABU & Co wiederum wissen nicht mehr so recht, wohin mit ihren Fördermitteln. Sie kritisieren zwar die EU-Agrarsubventionen, allein der NABU kassiert jedoch allein 5,3 Millionen Euro Agrar-Ausgleichszahlungen aus dem Topf, den eigentlich Landwirte für Lebensmittelproduktion bekommen sollten.

In Niedersachsen schwimmen die »Naturschützer« in Geld zum Ankauf von Land für sogenannte Natur- und Landschaftsschutzflächen. Sie suchen händeringend nach neuen Flächen. Schlechter sieht es allerdings mit ihrer fachlichen Praxis aus. Sie müssen immer wieder bei Bauern nachfragen, die nach einigen Jahren vollkommen verwilderten Flächen von Büschen und Bäumen zu befreien.

Deutschlands mächtiger Naturschutzverein NABU sorgt zudem immer wieder für Skandale, wenn seine Tierquälereien Schlagzeilen produzieren, weil er seine Tiere häufig genug verhungern lässt. Zuletzt im Dithmarscher Speicherkoog, in dem elf von 70 Wildpferden verendeten, der Rest stark unterernährt war, und jetzt Bauern die überlebenden Wildpferde fachkundig aufpäppeln müssen.

In Thüringen verhungerten im vergangenen Jahr in einem Naturschutzgebiet Rinder, weil sich niemand vom NABU zuständig fühlte. Kein Einzelfall, 14 Rinder verendeten bereits im Jahr davor auf der Weide wegen Futtermangels. Die «Naturschützer« von NABU fütterten nicht zu und sahen auch nicht die herumliegenden Kadaver verendeter Rinder. Jedem Bauern hätten die Behörden wegen grober Tierquälerei die Höfe geschlossen.

Den Umwelt-NGOs ist es jedoch gelungen, die städtische Bevölkerung mit ihren geringsten Ahnungen von Landwirtschaft in Angst und Schrecken vor einer Zerstörung der Natur zu versetzen.

Jetzt sollen sich Politik mit Umweltminister Lies (SPD) mit Landvolk und Landwirtschaftskammern sowie BUND und NABU auf der anderen Seite Verordnungen und Gesetze für ihren Weg ausdenken. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast, die es eigentlich besser weiss, betont dennoch: »Unser gemeinsamer Weg ist ein starkes Signal für den Artenschutz. Landwirte haben als Teil der Lösung den Schlüssel in der Hand. Wenn wir sie als Bauern fordern, müssen wir sie auch fördern.«

Eine NGO wie der NABU droht mit einem Volksbegehren wie in Bayern, jenem berühmten »Bienenvolksbegehren«, das die Umwelt-NGOs in Bayern mit dem professionellen PR-Aufwand von gut gemästeten Umwelt-NGOs losgetreten haben.
Doch die bayerischen Bauern beklagen, dass sie bisher keinen Ausgleich bekommen haben. Sie müssen »Gewässerschutzstreifen« anlegen, also Land abgeben und können weniger Flächen bewirtschaften. Begründung: Diese Streifen seien gesetzlich gefordert, also könne es keine Entschädigung geben.

Mehr Bauernlegen und an der Nase herumführen geht kaum. Kein Wunder, dass Bauern reihenweise aus ihren traditionellen Verbänden austreten – auch aus der CDU. Immer mehr planen ihren Abschied aus der Landwirtschaft, Lebensmittel können ja dann importiert werden. Zum Beispiel aus China.

Eine gelungene Satire lieferte jetzt Bundesumweltministerin Schulze in ihrer Informationsschrift über die Zukunft auch der Landwirtschaft »Wir schafft Wunder«.

»Das Ziel von 20 Prozent Ökolandbau ist ‚längst überschritten‘. Im Ackerbau geht ‚Anpassungsfähigkeit vor Ertrag‘, gewährleistet wird das durch alte Sorten, Mischkulturen und Fruchtfolgen. Die Tierbestände wurden soweit verringert, dass sich im Ökobereich die Düngung mit »lange gereiften, rein pflanzlichen Komposten« durchgesetzt hat. Und schwere Technik wird immer mehr durch kleine Maschinen ersetzt«, macht sich die Fachredakteurin von agrarheute über diesen neuesten schulzeschen Unsinn lustig.

Ein Muskelmann bedient einen vorsintflutlichen Trecker ohne Kabine. Und sein Weibchen stapelt mit der Gabel beschwingt und barfuß im knöchellangen Kleid Heu auf eine Hocke.« Die Redakteurin fragt leicht verstört: »Svenja Schulze, ist das Ihr Bild von Bauern und vor allem von Bäuerinnen der Zukunft? Ernsthaft?«

Raten wir einmal, wann so Nahrung produziert wurde und in welchen Ländern dies heute noch so geschieht.

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Kommentare ( 108 )

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108 Comments
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Agrophysiker
3 Monate her

Vielen Dank auch für diesen gelungenen Beitrag! Eigentlich könnte man das Ganze was hier abläuft auch als Grüne Konterrevolution bezeichnen. Nroman Borlaug als Vater der Grünen Revolution hat Milliarden von Menschen vor dem Verhungern gerettet und dafür wirklich zu Recht den Friedensnobelpreis erhalten. Nun zielt die Politik der „Ökos“ (ganz besonders in Deutschland) darauf ab, alle diese Errungenschaften rückgängig zu machen. Würde die Agrarwirtschaft die sich die deutsche Politik wünscht weltweit umgesetzt, dann hätte dies zwangsläufig Tod und Elend für Milliarden von Menschen zur Folge. Dies würde damit selbst das Unheil das Hitler, Stalin und Mao angerichtet haben weit in… Mehr

Ben Goldstein
3 Monate her

Danke für die tolle Arbeit!

Es ist absolut erschreckend. Meiner Meinung nach ist das Landwirtschaftszerstörungsvorhaben eine der wichtigsten politischen Themen überhaupt. In den meisten Publikation hört man nichts, weil man sich ja mit Chemikalien und Realität und Bäh befassen muss. Mit Natur und Naturwissenschaften. Sozialisten können nur verhungern lassen und, wie Pferde und Rinder nun wissen, sind die NABUzialisten auch dazu im Stande.

Kaltverformer
3 Monate her

Linksgrüne Ideologen und Gesellschaftszerstörer haben das Umweltministerium übernommen.
Auch sehr schön bei den Abgasgrenzwerten und den „Klimaschutz“-Zielen zu sehen.
In Büroräumen kann der Wert x-mal so hoch sein, aber wehe er überschreitet im Freien ca. 40 Mikrogramm, dann stirbt wohl das Klima. Komisch das ich noch lebe, wenn ich 10 Stunden und mehr in so einem verseuchten Büroraum arbeiten darf.
Aber wahrscheinlich bringen mich die 2 Sekunden bei der Messstelle um.

Wie wenn man Klima „schützen“ könnte…….

Thorsten
3 Monate her

Dies Alles tut der Beleibtheit von Angela Merkel ihrer Statistentruppe kaum Abbruch. Wo also ist das Problem? Ist es die Trägheit oder dass der Wähler sich ver*rschen lassen zwill?

GerdF
3 Monate her

Eine merkwürdige Arithmetik welche hier von Ministerium, NABU und diversen NGOs betrieben wird: Weniger Anbaufläche für Agrarprodukte, weniger wirksame Düngemittel, weniger chemische Unkraut- und Ungezieferverhütung führt zu einem höheren Enteertrag?? Ein höherer Gesamt-Ernteertrag wie auch der per Flächeneinheit wäre jedoch notwendig, da die Bevölkerung durch die politisch veranlasste, ungesteuerte Massenzuwanderung weiterhin zulegt. Durch den weiteren Ausbau von Solar- und Maisfeldern für die Strom und Biosprit-Produktion, werden die verfügbaren Agrarflächen zusätzlich reduziert. Die Folgen eines blinden Verbots chemischer Wirkstoffe für die Bekämpfung von Schädlingen (hier: Heuschreckenplage), lässt sich derzeit sehr gut in Äthiopien und weiteren ostafrikanischen Staaten beobachten; dort wird der… Mehr

Kassandra
3 Monate her
Antworten an  GerdF

Nun ja. Wenn wir den in Polen oder Frankreich produzierten Strom einkaufen ist die Milchmädchenrechnung ja auch, dass in Deutschland dadurch kein Co² „verbraucht“ würde.
Es fehlt, hier wie da, die Gesamtbetrachtung.
Aber dazu scheinen sie nicht fähig.

GerdF
3 Monate her
Antworten an  Kassandra

Naja, was den in Fankreich zugekauften Strom betrifft, ist dieser allemal verträglicher für das Klima (wenn man an die große Erzählung der Klimaschützer glauben möchte), da Atomstrom.

Eat more possum
3 Monate her
Antworten an  GerdF

Ist es nicht eher umgekehrt, dass die „BRD“ ihren Stromüberschuss in Spitzenzeiten starker Wind- und Sonnenaktivität ins Ausland verscherbelt oder dort u.U. „kostenpflichtig“ entsorgen muss, um eine Überlastung ihrer Netze zu vermeiden?

jopa
3 Monate her

Dummheit regiert. Ein typisches Beispiel für Pech beim Denken: Seit Gründung der /des Nationalparks Harz ist der ein geschüzter Rückzugsraum des Borkenkäfers. Im Kernbereich wird der Käfer gar nicht, am Rand nur halbherzig bekämpft. Und nun wundert man sich, daß im ganzen Harz die Fichten sterben. Denn da verläßt der Borkenkäfer so einfach seinen Schutzraum und zerstört Wälder, die nicht zerstört, neudeutsch umgebaut, werden sollten. Offiziell werden die Fichten durch die andauernden Dürren gemeuchelt und die böse Klimakatastrophe ist schuld. Aber in Realität gilt: geliefert wie bestellt, auch wenn der Besteller sich durch komplette Inkompetenz auszeichnet oder einfach nur viel… Mehr

MaKna
3 Monate her
Antworten an  jopa

Da haben Sie wohl die Realitäten aus dem Augen verloren. Die Fichten als Brotbaum der Forstwirtschaft sind auch im Harz da angebaut worden, wo sie gar nicht hingehören. Lasst die Borkenkäfer die Fichten auffressen und pflanzt dann standortgerechte Laubbäume bis in die entsprechenen Höhenstufen. „Waldumbau“ heißt die Nummer. Das hat man bereits vor dreißig Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald erfolgreich praktiziert, gegen die Proteste von Leuten wie Ihnen. Heute protestiert keiner mehr, es ist ein standortypischer Vorzeigewald geworden, Forstfachleuten sei Dank.

jopa
3 Monate her
Antworten an  MaKna

Komisch! Da sollten sich doch die Qualitätsmedien voll von Jubelarien über den beschleunigten Waldumbau sein. Nur, solche finde ich nicht. Nur Gejammer über Waldsterben und Borkenkäfervermehrung auf allen Kanälen und von den Forstleuten vor Ort. Wie gesagt, viel Pech beim Denken oder Wasser predigen und Wein saufen.

Lizzard04
3 Monate her

Was diese sogenannte Umweltministerium regelmäßig vom Stapel lässt, untermauert den Eindruck, dass hier jemand nur knapp der Debilität entkommen ist. Der abgesonderte Unfug richtet dabei gigantischen Schaden an der (deutschen – traue ich mich schon nicht mehr zu schreiben) Volkswirtschaft an. Wer stoppt diesen ideologisch motivierten Politikwahnsinn in diesemLand endlich? Genau: Niemand! Das wird einem klar, wenn man die teilweise völlig irrwitzigen Diskussionen im Bundestag verfolgt. Das Land ist kaum noch zu retten! Besonders bitter, dass dabei der noch Steuern-zahlende Teil der Bevölkerung bis zum Erbrechen ausgepresst wird!

Andreas aus E.
3 Monate her
Antworten an  Lizzard04

Nachdem ich mich eben etwas kalauernd hab abreagieren müssen nun wieder ernsthaft: Es ist tatsächlich eines der ganz großen Rätsel der Menschheit wie a) in einem Land mit wenigstens teilweise denkenden Menschen und b) einem noch halbwegs gesunden Landvolk eine wie Schulze im Umweltministerium schalten und walten kann, ohne längst… weiter denke man selbst.

humerd
3 Monate her

Leider sind es gerade die Bauern selbst, die derartigen Volksbegehren die Grundlagen schaffen und den Erfolg deratiger Volksbegehren sichern. Im Projekt „Grünlandforschung Niederbayern“ wird untersucht, ob statt der Monokultur Mais für Biogas auch andere Pflanzungen möglich wären und sie wären es. Bezeichnend ist die Haltung des Bauern im folgenden Beitrag, der sein Feld zur Verfügung stellte. Er fordert einfach nur Ausgleichszahlungen, sonst baut er weiter Mais an. https://www.br.de/mediathek/video/gruenlandforschung-gras-ist-nicht-gleich-gras-av:5ee3ae2118d764001be8e90a Fahre ich so durch Niederbayern, dann könnte ich schreien. Kilometerlange Maisfleder dieses Jahr, letztes Jahr auch schon, nur unterbrochen von Biogasanlagen oder riesegen Mastställen auf freier Flur. Fahre ich dann in den… Mehr

horrex
3 Monate her
Antworten an  humerd

Ein ziemlich konträrer Bericht aus OBB. Obiges halte ich für eine ziemlich „verzerrte“ Darstellung. Ein Landwirt mit dem ich neulich auf einer Wanderung länger sprach beschrieb die Situation so: Wir betreiben Landwirtschaft (bauen irgendwas an) NICHT um vom Verkauf (vom pejuniären Ergebnis der Herstellung unserer Produkte) zu leben. – DAS geht so etwa null/null auf. – Wirklich l e b e n können wir letztlich nur von der „Zuteilung“ von Subventionen die wir aus diversen EU-Töpfen (fast die Hälfte des EU-Etats) für „umwelttechnisch erwünschte Tätigkeiten“ (aber jedem gesunden Bauerwissen Hohn sprechen) erhalten. Geld bekommen wir also – letztlich – für… Mehr

Andreas aus E.
3 Monate her

Endlich geht es denen an den Kragen.
Es ist wirklich nervig, auf der Landstraße hinter so einem Stinktrecker zu hocken.
Zumal eine moderne, grüne Economy auch gar keiner Bauern mehr bedarf.
Die Lebensmittel kommen aus nachhaltigen Betrieben, wo umsichtige Leiterinnen das anbauen, was wirklich gebraucht wird, ohne männliche Hahnenkämpfe um den größten Kürbis.
Und was sonst noch gebraucht wird, liefert der Welthandel im Fair-Trade-System.

Petrus55
3 Monate her
Antworten an  Andreas aus E.

Sie haben wirklich keine Ahnung von Ackerzucht und Viehbau….

Wasdennun
3 Monate her
Antworten an  Andreas aus E.

Satire? Stimmts?

Gruenauerin
3 Monate her
Antworten an  Andreas aus E.

Sie hätten vielleicht dazu schreiben sollen: Sarkasmus aus oder Ironie aus oder sollte spaßig sein. :), denn es ist wirklich witzig, was Sie schreiben. Genau so stellen es sich die Linksgrünen Ökos vor.

Kassandra
3 Monate her
Antworten an  Andreas aus E.

Ja. Alles kommt von Aldi. Und dort schaut der Einkäufer den Bauern durch die vorgelegte Kalkulation auf die Finger und sagt ihnen, was was kosten darf – bis zur genehmen Verpackung.
Für „fair trade“ wird auch dort ein kleiner Aufschlag gezahlt.

Julius Schulze-Heggenbrecht
3 Monate her

Überall in der Welt setzt man darauf, durch wissenschaftliche Methoden die Ernteerträge zu steigern, um den Hunger zu besiegen. Nur in Deutschland geht man den entgegengesetzten Weg: weniger Düngung, also weniger Stickstoff im Boden, also deutlich weniger Ertrag. Dazu wird vehement der Verzicht auf moderne Maschinen gefordert. Das wiederum ordnet sich ein in den Gesamtzusammenhang: Die „Energiewende“ zerstört unsere bisher stabile Stromversorgung, der „Kohleausstieg /Atomausstieg“ zerstören die Grundlagenunserer Energieversorgung, die „Verkehrswende“ zerstört unsere Infrastruktur und die einheimische Fahrzeugproduktion, und die „Agrarwende“ zerstört unsere ertragreiche Landwirtschaft. Folge: Deutschland wird definitiv abhängig von Strom- und Gasimporten, Deutschland wird sehr wahrscheinlich abhängig von… Mehr