Verstand aus, Ideologie an, Wasser marsch: Während Deutschland über explodierende Strompreise jammert und die Industrie um ihre Existenz bangt, bereitet der RWE-Konzern das größte Begräbnis der deutschen Energiegeschichte vor.
picture alliance/dpa | Oliver Berg
Im rheinischen Tagebau Hambach liegen Braunkohlevorräte, die für mindestens 100 Jahre energetische Unabhängigkeit sichern könnten. Doch anstatt diese Reserven als strategisches Pfand für Krisenzeiten zu begreifen, wird die Flutung vorbereitet. TE berichtete mehrfach.
Energievorräte und Kraftwerke sollen in Rheinwasser ertränkt werden. Auf immerdar. Einmal geflutet, ist die Kohle für immer verloren. Es gibt kein Zurück, wenn in 20 Jahren das nächste Energiedilemma vor der Tür steht.
Im Land der einstürzenden Brücken, der maroden Schienen und zerfallenden Infrastruktur träumen sie von „unumkehrbar“, bekommen kein funktionierendes Staatssystem mehr hin, nehmen aber in Anspruch, auf „ewig“ angelegte Entscheidungen zu treffen.
Ausgerechnet NRW. Dort werden Unternehmen, die zwei Weltkriege überstanden haben, unter der Schirmherrschaft der grünen Wirtschaftsministerin Mona Neubaur in die Knie gezwungen. Insolvenzen, Werksschließungen und Investitionsstopps sind an der Tagesordnung, ohne dass Ministerpräsident Wüst und Neubaur sich sonderlich gestört fühlen. Wüst war übrigens vorher als Verkehrsminister für Straßen verantwortlich.
Bei Dormagen soll also ein Pumpbauwerk entstehen. Von dort sollen energiefressende Pumpen bis zu 18 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Rhein absaugen, durch die 45 Kilometer lange Leitung in den Tagebau Hambach leiten und ab Mitte der 2030er-Jahre dann auch in den Tagebau Garzweiler.
Dort stehen die drei modernsten Braunkohlekraftwerke der Welt, die noch 75 Jahre Strom produzieren können. In Neurath hatte noch Merkel 2006 den Grundstein gelegt. Sie stehen direkt an der Quelle neben den Tagebauen, so kann die Kohle direkt ohne größere Transporte zur Stromerzeugung verfeuert werden.
In den Tagebauen liegen Energievorräte, die noch mindestens 100 Jahre förderfähig sind. Geschätzte Wertschöpfung: 1.000 Milliarden Euro. Das passt nicht in eine links-grüne Landschaft, die Deutschland deindustrialisieren will – koste es, was es wolle.
Politisch getragen wird das Ganze vor allem von der NRW-Landespolitik rund um den vorgezogenen Kohleausstieg und damit zuerst von der damaligen schwarz-gelben Landesregierung unter Hendrik Wüst, die 2021 die maßgebliche Leitentscheidung für das Rheinische Revier vorgelegt hat. Darin wurde die Nachnutzung der Tagebaue mit Seenbildung ausdrücklich als Ziel festgeschrieben.
Seit 2022 läuft das Projekt unter der schwarz-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen weiter. Die konkrete fachrechtliche Genehmigung erteilte Ende Januar 2026 die Bezirksregierung Arnsberg für den von RWE Power beantragten Bau und Betrieb der Rheinwassertransportleitung. Im Herbst soll entschieden werden, ob geflutet werden darf.
CDU und Grüne wollen jetzt nach dem Sprengen von Kernkraftwerken das Ende der Kohle in Deutschland zementieren, während in anderen Ländern diese billige und verfügbare Energie dazu dient, den Energiehunger zu stillen.
Mit dem ersten Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung im rheinischen Braunkohlerevier wird nicht nur ein technisches Infrastrukturprojekt begonnen. Es ist ein politisches Signal – und zwar ein endgültiges. Denn mit der Flutung der riesigen Tagebaue Hambach und Garzweiler wird eine Rückkehr zur Nutzung der dort lagernden Braunkohle praktisch unmöglich gemacht.
Mit diesem politischen „Nero-Befehl“ wird Infrastruktur bewusst so verändert, dass künftige Generationen keine Möglichkeit mehr haben, eine andere energiepolitische Entscheidung zu treffen – selbst wenn sich die Lage einmal dramatisch ändern sollte.
Der Spatenstich im Rheinischen Revier ist deshalb weit mehr als ein Bauprojekt. Er steht für eine politische Entscheidung, die CDU und Grüne gemeinsam durchsetzen: Das Kapitel „Kohle“ soll endgültig geschlossen werden – und zwar so, dass niemand es jemals wieder aufschlagen können soll.
Klar, nichts ist unumkehrbar, allerdings dürfte der Aufwand gigantisch sein. Jetzt kostet die Zerstörung der Ressourcen übrigens bereits rund eine Milliarde Euro. Noch nicht eingerechnet mögliche hohe Kosten für Filteranlagen, die das Rheinwasser aufbereiten sollen für die Seen der Zukunft. Denn im Rheinwasser lassen sich viele Chemikalien nachweisen, darunter auch sogenannte Ewigkeitschemikalien wie die PFAS. Was sonst so heftig bekämpft wird, soll sich in einen Badesee ergießen. Bisher sind keine Anforderungen an die Qualität des Wassers aufgestellt worden.
Und was sind schon Milliarden in grünen Hirngespinsten!
Noch allerdings hat RWE für die Einleitung des Rheinwassers in den Tagebau Hambach keine Genehmigung. Das Prüfverfahren soll im Herbst beginnen. RWE übrigens demonstriert dabei eine beeindruckende Form von subventionierter unternehmerischer Tiefenentspannung. RWE will einen Tagebau fluten, hat aber weder das „Darf“ noch das „Wie“ geklärt. Das Genehmigungsverfahren startet erst im Herbst.
Besonders hanebüchen ist die Debatte um Filteranlagen. Dass man ernsthaft darüber diskutieren muss, ob ungeklärtes Flusswasser in ein künstliches Ökosystem gekippt werden darf, grenzt an ökologische Super-Naivität. Es wirkt, als hoffe der Konzern darauf, dass die Behörden angesichts der schieren Größe des Projekts schon ein Auge (oder beide) zudrücken werden. Ein See als grünes Denkmal?
Völlig Entrückte schwärmen bereits jetzt schon vom „Rheinischen Seengebiet“ mit dem zweitgrößten See nach dem Bodensee. Stechmücken statt Stahlwerk. Gab’s in früheren Zeiten schon mal.



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Und in der Nähe wird ein Microsoft-Rechenzentrum gebaut. Die Bergheimer Politprominenz freut sich wie Bolle. Und ein NRW- Minister (?) sagte gestern (ich habe es mit halben Ohr vernommen) sinngemäß: die KI-Rechenzentren sind die (Industrie)Fabriken des 21. Jahrhunderts. Wer solche Politiker hat braucht keine Feinde mehr. Und jede Wette: die meisten begreifen den Unsinn dieser Aussage nicht. Die wirtschaftliche und finanzielle Kompetenz ist in D – vor allem bei der autochthone Bevölkerung -, im Hinblick auf seine nicht vorhandene Wirtschaftskraft, extrem unterentwickelt und sie sind stolz darauf, weil sie nur die Guten (Grüne u.ä.) wählen müssen.
Nach erfolgreicher Deindustrialisierung wird Deutschland kaum noch Energie brauchen. Bullerbü für alle – mit dem entsprechenden Lebensstandard! Aber dann bitte nicht jammern!
Ich halte es für komplett verantwortungslos, diese Reserven unzugänglich zu machen. Und sie vergessen sogar, dass sie dort eigentlich dringend benötigte Energiespeicher einbauen wollten. Die irgendwann still gelegten Braunkohletagebauten seien prädestiniert dafür, so hieß es immer. Ob Höhenkraftwerk, Pumpspeicher oder Unterwasserdruckkugeln, sie haben etliche diesbezügliche Forschungen und Studien finanziert. Wie es auch im Fall des ursprünglich geplanten Speichers in der ehemaligen Zeche Prosper-Haniel kam: am Ende werden trotz aller teuren Studien und Forschungen keine Energiespeicher realisiert und einfach alles zugeschüttet und unbrauchbar gemacht. Das energiegewendete Deutschland kann demnächst von November bis Februar kollektiv Winterschlaf einüben, da es in dieser Zeit… Mehr
Man braucht nicht über die Grünen zu reden,denn diese hätten alleine gar keine Macht und Handhabe.
Es sind die CDU/CSU,die dieses Land planmaessig zerstören,warum auch immer und in wessen Auftrag auch immer(ok,man könnte mal nachfragen,warum gerade diese Partei von den Siegermächten zugelassen wurde,hatte die Vorgängerpartei doch dem Ermächtigungsgesetz zugestimmt).
Diese Parteienfamilie ist der Untergang des Deutschlands,da gibt es kein Vertun
Man scheut halt keine Kosten, wenn es um die Sabotage an der Energieversorgung geht.
Im Namen des Klimaschutzes, der in den Lehrplänen mancher Schulen nun im Religionsunterricht durchgenommen werden soll.
In der Schweiz ist das Bildungsniveau ja auch sehr niedrig. Letztens hat hier eine sozialistische Partei Faltzettel verteilt, wonach sich das Klima in der Schweiz doppelt so schnell erhitzt wie im Rest der Welt.
Aber Flußwasser für eine Tagebauflutung vorher zu filtern ist nochmal eine Steigerung.
Ich finde, die 1000 Milliarden verbrannten deutschen Volksvermögens sind gut angelegtes Geld, um die Völker der Welt zu mahnen, wie man möglichst nicht untergehen sollte.
Warum lassen wie uns von durchgeknallten Idioten alles gefallen? Was sind wir doch für ein blödes Volk.
Mit Verlaub, ich kann diese durchgeknallten woken Wichtigtuer, die in Wahrheit nur Sch…. anrichten, nicht mehr ertragen. Die mit dem Spatenstich auf dem Foto zum Beispiel. Die glauben, weil bei ihnen selbst die Kohle einfach vom Konto kommt, dass es auch für die Menschen draußen völlig egal ist, was sie für Energie und Sonstiges zu zahlen haben. Ist es aber nicht, denn es geht bei nicht wenigen um die nackte Existenz. Auch bei mir. Dennoch verhelfen die Naiven solchen Figuren ohne charakterliche Tiefe immer wieder zu lukrativen Posten. Es ist doch so einfach, zum Teufel: Keine Altparteien mehr wählen!
Der Gipfel der Frechheit von CDU-Spahns Bundestagstirade gegen die AfD war die haltlose Behauptung, dass alle Energieverteuerungen in Deutschland seit Jahren auf Putin zurückzuführen seien und die AfD dies unterstütze.
So absurd das auch ist – der Erfolg gibt Spahn recht, denn 80% der Westwähler glauben ihm diesen Schwachsinn.
Der Zweck des bedingungslosen Machterhalts und der Verschleierung eigener Fehler der letzten 20 Jahre heiligt offensichtlich jedes Mittel, auch das der Unwahrheit. Und seien diese noch so primitiv und haltlos.
Wer an „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“ glaubt, der benötigt keine strategischen Reserven. Der benötigt fachärztliche Hilfe.