Blackbox KW 34 – Spione wie wir

Landunter für die Volksfront in Sachsen-Anhalt, wo ausgerechnet die Spezialdemokraten der Deich gegen die AfD sein wollen. Am Ende muss der Geheimdienst helfen. Der sucht übrigens Spione. Realschule reicht.

Seit nunmehr fünfzig Jahren steht die These schwergewichtig im Raum: „Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm, er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken“ (TV-Figur Alfred Tetzlaff in „Ein Herz und eine Seele“). Gegenargumente ließen sich in den vergangenen Jahrzehnten wenige anführen, selbst heute, 14 Tage vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, spricht alles für die treffende Beschreibung. Nachdem das Spitzenduo Lars & Bas die einstige Volkspartei auf 12% heruntergerockt haben, meinten die Landesgenossen dennoch, es sei eine gute Idee, ausgerechnet Parteichef Lars Klingbeil in den Ostwahlkampf einzubeziehen, wo die SPD viel Glück und noch mehr Briefwähler (😉) braucht, um überhaupt ins Parlament zu kommen. Vielleicht hatten sie aber auch nur Mitleid, und so erschien der sensible Lars tatsächlich im Bitterfelder Restaurant „Treibgut“, nachdem die anwesenden Genossen im Vorfeld ermahnt worden waren, „bitte nicht zu hart“ mit ihrem Chef zu sein, denn der Lars sei „auch nur ein Mensch“.

♦ In Bitterfeld hielten sich die knapp 24 Gäste eisern an die vorgegebene Marschrichtung. Auch in Halle (230.000 Einwohner) ließ man Klingbeil gar nicht erst auf potentielle Wähler los, sondern fand sich unter dem Slogan „Wir sind der Deich“ zum geselligen Stuhlkreis mit 50 Genossen in der kleinen Parteigeschäftsstelle ein.

♦ Das war noch so ein Geistesblitz der Genossen. Denn „Wir sind der Deich“ ist eine prägnante Zeile eines Liedes des Reichsarbeitsdienstes mit dem Titel „Wir tragen das Vaterland in unsern Herzen“. Aber das will sich der Spitzenkandidat der SPD, Willingmann, nun nicht vorwerfen lassen. Man wird doch noch „Wir sind der Deich“ sagen dürfen! Schließlich hätten selbst die „Omas gegen Rechts“ die Formulierung verwendet. Bitteschön, wir mischen uns da nicht ein. Wir sind ja überhaupt erst durch die geschichtsfeste Staatsanwaltschaft Bamberg (Verfolgt Sätze wie „Alles für…“ Sie wissen schon) so sensibilisiert.

♦ So dumm, ihren Parteichef als Wahlhelfer einzuladen, sind die Unionisten in Sachsen-Anhalt nicht. Die erklärten Kanzler Fritz kurzerhand zur unerwünschten Person und luden stattdessen seinen ärgsten Widersacher Wüst vom Homeland NRW ein, quasi als Parteichef der Herzen.

♦ Ob der Wüst nun kommt oder nicht, ist dem Kommunalpolitiker Bernd Prange, seit 35 Jahre in der CDU, herzlich egal. Prange, Bürgermeister einer kleinen Gemeinde bei Stendal, hat der AfD 10.000 Euro überwiesen und fest versprochen, die Alternative zu wählen. Außerdem findet er, Merz müsse abgesetzt werden.

♦ Auch in Berlin wird gewählt, aber da muss sich die Volksfront keine Sorgen machen. Die AfD kommt gerade mal auf 18%, damit bleibt alles, wie es ist. Trotzdem ist es ärgerlich, dass ausgerechnet, nachdem es CDU-Bürgermeister Kamerad Kai so gründlich vergeigt hat, nun auch noch CDU-Bundesvorständin Fedor Badenberg in die Schusslinie gerät. Dabei bringt sie eigentlich alle Pluspunkte mit, die man heute in der Politik überhaupt nur haben kann. Sie ist Frau, promovierte Akademikerin, hat Migrationshintergrund und sie ist eine Frau, aber das hatten wir ja schon. Nun kommt Plagiatsjäger Stefan Weber zu dem Schluss, Fedor habe in ihrer Doktorarbeit „unsauber gearbeitet“. 83 Textstellen seien abgeschrieben, fremde Textteile zusammenmontiert worden, selbst die Danksagung am Textende sei schlicht geklaut. Frechheit. Badenberg will ihre Arbeit von der Universität Köln überprüfen lassen. Gut, dass sie da einen Lehrauftrag hat.

♦ Hatten wir erwähnt, dass Fedor Badenberg Berliner Justizsenatorin und Vizepräsidentin des Verfassungsschutzes ist und maßgeblich an der Einschätzung beteiligt war, die AfD sei ein „rechtsextremer Verdachtsfall“? Nein? Jedenfalls sind die Unionisten gleich auf den Trichter gekommen, die AfD stecke hinter den Vorwürfen. Klare Sache und damit hopp.

♦ Weil die AfD überall immer stärker und der Russe immer frecher wird, wurde ordentlich Geld beiseitegelegt, um unsere Geheimdienste aufzurüsten. Für den Fall, dass Sie sich beruflich verändern wollen, aber vorher genau wissen wollen, was so ein Geheimagent eigentlich macht, erklärt der BND: „Wir suchen Terroristen (m/w/d).“ Aber zunächst suchen die Geheimdienste erst einmal Sie (für „bis zu 4.849 Euro“). Übrigens: „Realschule reicht“. Mit Akademikern hat man wohl zuletzt zu viele schlechte Erfahrungen gemacht.

♦ Die Gasspeicher sind so leer wie zuletzt 2011, mahnen Experten, denn nach der Hitzewelle droht im Winter die Kälte (jahreszeitlicher Klimawandel). Zuständig für die Füllstände und Versorgungssicherheit ist die Bundesnetzagentur. Deren Chef: Klaus Müller. Doch, doch, den kennen Sie, genau, Müller ist ein Grünschnabel aus dem Hause Habeck. Der hat alles im Griff. Wie einst der Robert.

♦ Wenn Sie einen Blick in Ihre Zukunft und die Ihrer Kinder werfen wollen, empfehlen wir einen Besuch der Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen. Migrantenanteil 90 Prozent, tägliche Polizeieinsätze, die beim Aushandeln des Zusammenlebens zur Hand gehen. Sie müssten sich allerdings beeilen, denn zwei Wochen nach Schulbeginn meldete sich bereits ein Drittel der Lehrerschaft krank. Wie? Nein, es spielt definitiv keine Rolle, ob die SPD oder die CDU dem „Bildungsministerium“ vorsteht. Beide Parteien setzen auf „moderierte Veranstaltungen zur Konfliktbewältigung, Mediationsangebote, Dienstgespräche mit einzelnen Lehrkräften sowie in Gruppen, verbindliche Vereinbarungen und umfangreiche Absprachen mit der Schulaufsicht“. Neueste Idee: Den Laden dichtmachen und die Schüler auf andere Schulen verteilen. Damit die es dann auch so schön haben.

♦ Wanderer, kommst du nach Wattenscheid, wundere dich nicht, dass du kein Kino und keinen deutschen Metzger mehr findest, wie das Gesetz es befahl. Selbst wenn jeder illegale Migrant aus Deutschland abgeschoben würde, wird sich an vielen Stellen im Stadtbild nichts verändern. Es wird nie wieder ein Kino in Wattenscheid geben, und der Metzger ist jetzt halal. Gewöhnt euch dran, so sinngemäß Dennis Radke, CDU. Ludwigshafen, Duisburg oder Wattenscheid? Egal, Hauptsache Absurdistan.

Schönen Sonntag!

Nicht genug? Lesen Sie Stephan Paetow täglich auf
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Kommentare ( 60 )

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Rechts_ist_angesagt
16 Tage her

Kann man die Kinder von Problemschulen anhand des Wahlverhaltensregeln der Stadtbezirke aufteilen. Mehr Links-Grün = mehr Quote? Gibt es eigentlich eine Statistik, was die Eltern von Privatschülern wählen?

Else Schrammen
17 Tage her

Nein, nein, der Müller macht das schon richtig, der denkt mit (ist schließlich ein Grüner und somit der bessere Soze). Stellt euch vor, er lässt JETZT die Gasspeicher für teuer Geld vollaufen und im Herbst kommt die Meldung: Das mit dem Wasserstoff in Namibia hat doch geklappt. Wir bekommen jetzt Wasserstoff in Massen und das für nen Appel und ein Ei. Wohin damit? Das teure Gas wieder wegkippen? Der Müller denkt halt alles – wie Merkel – vom Ende her!

Kassandra
17 Tage her
Antworten an  Else Schrammen

In Namibia hat Habeck 10 Milliarden Euro Steuergeld in den Sand gesetzt – aber entstanden ist das nichts, um H2 zu produzieren – zumal der Transport zu uns gar nicht gesichert werden konnte.
Schon zur Amtszeit der Ampel hat fdp und dann nicht mehr fdp Wissing die Forschungsgelder hinsichtlich Wasserstoffs zudem gestrichen.
Und bald fluten sie die Kohlegruben, so dass sicher ist, dass da auf Dauer nicht weiter abgebaut werden kann.

Satter Buerger
17 Tage her

Erratum:
Lieber Herr Paetow, es scheint noch nicht aufgefallen zu sein (warum auch, ist ja eigentlich schnurz). Die Kopistin Badenberg heißt mit Vornamen „Felor“, nicht „Fedor“.
Nicht dass Sie noch wegen böswilliger und menschenverachtender Verfälschung von Namen aus dem Migrantenmilieu belangt werden!
Ansonsten, Daumen hoch!

Last edited 17 Tage her by Satter Buerger
Juergen Semmler
17 Tage her

NOMEN EST OMEN ! Wenn die Auswahl des RESTAURANTS namens „TREIBGUT“ mal nicht ein WINK MIT DEM ZAUMPFAHL in Richtung des BLONDEN SOZEN BONZEN war. „Treibgut“ in Gewässern wird häufig mit ZIVILISATIONS-MÜLL assoziiert und geistigen „MÜLL“ generiert der akadämliche linksaußen POLITSOZIOLOGE bekanntlich am laufenden Band. Auffällig auch, wie fett und aufgedunsen der LARS mittlerweile aussieht. Daher wird SEIN nächster Auftritt in kleinster Runde bestimmt im Restaurant „ZUM FETTEN OCHSEN“ stattfinden, um sowohl das PHYSISCHE als auch GEISTIGE NIVEAU des GRÖẞTEN FLOPPS ALLER ZEITEN ins rechte Licht zu stellen. Und da sage noch mal einer , die Ossis hätten keinen HUMOR… Mehr

November Man
17 Tage her

Da die Frau Badenberg Berliner Justizsenatorin und auch noch Vizepräsidentin des Verfassungsschutzes ist, und zudem bei der Universität Köln einen Lehrauftrag hat, kann sie ja völlig beruhigt eine Überprüfung ihrer Doktorarbeit anordnen und sich zurücklehnen. Die Universität Köln wird selbstverständlich ihren Doktortitel bestätigen und die Aufdeckungen des Herrn Dr. Stefan Weber als rechtsradikal bezeichnen. „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“ ist ein deutsches Sprichwort. Es bedeutet, dass Gleichgesinnte, Kollegen oder Partner sich gegenseitig schützen und einander keinen Schaden zufügen, besonders wenn sie Fehler oder unfaire Dinge tun.  

Kassandra
17 Tage her
Antworten an  November Man

Die Frau hat ein weiteres Problem auf unsere Kosten an der Backe – keine Ahnung, ob das inzwischen tatsächlich ausgeräumt werden konnte: https://www.welt.de/politik/deutschland/article698c25c8eede709fcb6b6c0a/felor-badenberg-justizsenatorin-macht-auffaellig-viele-dienstreisen-in-ihre-heimat-sie-spricht-von-unterstellung.html

Mausi
17 Tage her

Frau Badenberg und „Gut, dass sie da einen Lehrauftrag hat.“: Nicht nur das! Sie hat dort promoviert. Sie legt also ihre Doktorarbeit demjenigen vor, der ihr vorher den Doktor zuerkannt hat. Vgl. wikipedia: „1997 begann sie ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln und legte 2002 das Erste Staatsexamen ab. Schwerpunkt ihres Studiums war das Staats- und Verfassungsrecht.[3] 2005 wurde sie an der dortigen Rechtswissenschaftlichen Fakultät bei Arnulf Schmitt-Kammler und Wolfram Höfling mit der Dissertation über „Das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung unter Berücksichtigung der Problematik der anonymen Geburt“ zum Doktor der Rechtepromoviert.“

Kassandra
17 Tage her
Antworten an  Mausi

Die Beschäftigung mit solchem Thema berechtigt natürlich ungemein zu allen weiteren Themen des Verfassungsschutzes und insbesonders die AfD Stellung zu nehmen.

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
17 Tage her

Herrlich. „Bild“ berichtet von Lars Klingbeils „Wahlkampfauftritt“ vor 50 handverlesenen Getreuen in Bitterfeld-Wolfen:

Gitta (81) und Thilo Kühlewind (83): „Bei Herrn Klingbeil hatten wir das Gefühl, dass wir ihn bereits gut kennen. Er sieht unserem Enkel sehr ähnlich, im Aussehen und in der Art, wie er auftritt.“

Sehr beruhigend, zu lesen, dass durch die Demographie das Problem SPD bald gelöst sein wird.

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
17 Tage her

Na, immerhin verlangt der BND für seine Rekrutierungskampagne den Realschulabschluss. Irgendwo müssen die stolzen Absolventen der Ludwigshafener Karolina-Burger-Realschule ja unterkommen.

Für den Verfassungsschutz bleiben dann noch die Hauptschüler. Die erfüllen die Anforderungen (Zeitungsschnipsel ausschneiden und in einen Ordner kleben) locker.

Dieter Rose
17 Tage her

Nehmen die das Abschlusszeugnis einer nach einer Frau genannten Schule überhaupt ernst?

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
17 Tage her

Wie man hört, plant die SPD am Wahlsonntag die Verteilung buntgefärbter Eier vor den Wahllokalen.

Denn:

So’n Ei, das geht vom Rückenmark ins Gehirn und dann wirst du blöde und dann wählst du die SPD!“

Alfred Tetzlaff, bedeutender deutscher Philosoph des 20. Jahrhunderts

Also Obacht, liebe Sachsen-Anhaltiner: Timeo Sozis et dona ferentes!

Ho.mann
17 Tage her

„Wer nicht will deichen, der muss weichen“. Diesen Spruch sollten die „Spezialdemokraten“ vor ihrem Deichbau wegen ihrer asozialen Wahlangebote dringlichst überdenken. Für deren Angebots-Palette gibt’s einfach keinen Deich, der weder in Form noch in seiner Größe das garantierte Absaufen verhindern könnte. Wenn die Flut kommt, dann hängen die sich selbst lieber einen Sandsack um den Hals, ein Rettungsring wäre für die wahren Befürworter der Volksherrschaft ohnehin nicht mehr zweckdienlich und wünschenswert.