Blackbox KW 25 – Willkommen in der Idiotokratie

Der englische Pöbel, die Angel-SACHSEN (!) haben gesprochen – und die „Elite“ hat verstanden: Nie wieder Volksbefragungen! Das Pack soll dankbar sein. Ist doch schön so wie es ist, in Duisburg-Marxloh, im Viernheimer Kino oder beim Wirtschaftsrat der CDU.

Demokratie ist prinzipiell eine feine Sache, da stört nur der Demos, das Volk. Vielleicht sollte sie einfach ihren Namen ändern? Meritokratie? Geht leider nicht, denn Verdienste haben unsere politischen „Eliten“ nicht vorzuweisen. Lassen wir jeden Etikettenschwindel beiseite, dann bleibt festzustellen, dass wir mitten in einer Idiotokratie leben.

Der EU-Internetbeauftragte Oettinger lernt gerade, dass es Schwarmintelligenz nicht nur im WWW, sondern auch in GB gibt. Eine neue Begeisterung für Europa wollen ausgerechnet hauptamtliche Stimmungskanonen wie der küssende Schluckspecht Juncker und Abstinenzler Schulz entfachen. Das wird wohl eine überschaubare Party.

Und unsere medialen Beobachter bleiben ihrem Regietheater treu und setzen die Publikumsbeschimpfungen fort, auf dass auch ihnen der Subventionstopf winke.

Dass die senilen Alten gegen die progressive Jugend gewonnen haben, analysieren Schreiber, die selber kurz vor der Pensionierung stehen. Den DAX-Absturz als Menetekel malen Autoren an die Wand, die nicht einmal Charts lesen können – die zeigen einen Wochenverlust, inkl. Brexit, von unter einem Prozent. Komischerweise sind die Wählerverächter noch gar nicht auf einen sehr ernsten Zusammenhang gekommen: Die Dunkel-Briten sind Angel-SACHSEN!

Von einem Sieg der Angst wird gefaselt, obwohl die einzigen, die wirklich Angst haben, schlotternd in Brüssel und leider auch in Berlin sitzen. Angst vor Nexit, vor Fünf Sternen, vor Podemos. Und Angst vor dem Wähler, welche Sprache er auch spricht.

Bleibt der neidische Blick auf das Mutterland der modernen Demokratie und die Erkenntnis, dass unsere Jung-Demokraten – Jahrgang 45 – leider immer noch zu rotgrün hinter den Ohren sind, als dass sich etwas zum Guten wenden könnte.

Hoffnung macht bislang nur, dass Siggi und seine Freunde ihren Verein auf Schrebergartengröße zusammenschrumpfen lassen.

Und in der Tat, nach Konsultation mit seinem Rechenschieber spielt der schulisch nicht gerade als Hochbegabter aufgefallene mit der Rot-Rot-Grün-Option. Er träumt von einer zukünftigen SED mit Windrad und Elektromotor. Hoffentlich lässt er sich nicht vom CDU-General Tauber aufhalten, der Siggi Simplizissimus als „dummdreist“ bezeichnete. Denn Siggis lupenreine Demokratiespielchen dürften das von uns ins Leben gerufene „Projekt 18“ deutlich beschleunigen, womit Gabriel Deutschland dann doch noch einen guten Dienst erweisen würde.

♦ Leider droht dem „Projekt 18“ aber auch Gefahr – in Person von Frank-Walter Steinmeier. Der Außenminister geißelte die Aggression der NATO und äußerte Sympathien für Moskau. Natürlich wurde er von den im Ringelpiez tanzenden Medien sofort als Putin-Troll geschmäht, aber bei früheren Sozialdemokraten keimt Hoffnung auf: Hat doch noch einer in der Parteispitze alle Tassen im Schrank?

Zugegeben, wir haben den leisen Mann der Sozialdemokratie unterschätzt. Entweder war sein Plan, auf den Gauck-Posten weggelobt zu werden, das dürfte damit wohl klappen. Oder er bringt sich als Kanzlerkandidat in Stellung. Wohl wissend, dass die Wähler zwei Dinge zutiefst ablehnen: Unkontrollierte Migration und Kriegsspiele gegen Russland. Chapeau!

♦ Auf jeden Fall geht dem sozialdemokratischen Erzbengel Gabriel mächtig die Düse, und er wollte sich ganz spontan auch Richtung Russland auf den Weg machten. Aber leider, wegen des für Gabriel völlig ausgeschlossenen Brexits, entfällt der Trip.

♦ Damit in der Idiotokratie der Nachwuchs nicht ausgeht, müssen schon die Kleinsten lernen, was wirklich wichtig ist in der kunterbunten Republik. „Kinder sollen Analsex in der Schule spielen“ titelte die Welt über pädagogische Innovationen in Köln. Es wäre durchaus nicht uninteressant zu beobachten, wenn in einer Klasse mit mehrheitlich nur peripher Integrierten der Tanz losgeht. Zeit für solche Neuerungen hätten auch die Schüler in Berlin, wo Schulabschlussprüfungen in Mathematik die Gesamtnote „pillepalle“ erhielten.

♦ Wichtiger als alles andere ist in diesen Tagen natürlich die EM! Leider wissen wir nie, ob „die Mannschaft“ In oder schon Out ist, wenn diese Zeilen ins gegnerische Tor geschossen werden. Mit einer Regelung sollte allerdings Schluss gemacht werden: Dass die Briten mit drei Mannschaften (Wales, Nord-Irland, England) auflaufen dürfen. Sonst kommen wir demnächst mit „der Mannschaft“ plus dem FC Bayern!

♦ Besonders sparsam reisen die Berichterstatter von ARD und ZDF an. Im Privatjet, für lumpige 14.000 Euro pro Flug. Was total billig sei, versprechen die Verantwortlichen. Man spare schließlich das Hotel. Und die Präsidentensuiten waren wohl eh alle ausgebucht.

♦ Während die enthemmte Mitte am TV rassistische Ballspiele verfolgte, hielten sich Claudia Roth und andere Fußballmuffel an der Hand und feierten den „Weltflüchtlingstag“. Der rotgrüne Sonntagsspaziergang mit Kirchengebimmel und Gewerkschaftstrara brachte in über zehn Städten gerade mal 40.000 Gläubige zusammen. Die hätten nicht mal ein einziges Fußballstadion gefüllt …

♦ Das Rassismus-Geschrei wird zunehmend auch für die sogenannte „heisse Sanierung“ genutzt. Ein geplantes Asylbewerberheim war abgefackelt und sachgerecht mit Hakenkreuzen verziert worden – fertig ist der Versicherungsbetrug. Es wurden die üblichen Messen gegen Rechts gelesen, dann ermittelte die Polizei. Leider die bayerische, die noch kein linksgenageltes Brett vorm Kopf hat. In Berlin, Bremen oder NRW wäre der Bauunternehmer jetzt wohl um eine Million reicher …

♦ Die frühere Sozialhilfe heißt ja heute bekanntlich Hartz IV. Großzügig zeigt sich auch die EU – sie vergibt seit Jahren eine „Heranführungshilfe“, so eine Art Schulz IV. Die kassiert zum Beispiel die Türkei. Was aber nicht automatisch zu Dankbarkeit oder Freundlichkeit führt. So wurde einer Delegation vom EU-Nettozahler Deutschland ein Besuch bei der Bundeswehr in Incirlik untersagt. Vielleicht sollte man den Strafenkatalog von Hartz IV auch auf Schulz IV übertragen …

♦ Immer Ärger für Ursula! Die adrette Truppenführerin sucht händeringend Soldaten für ihre vielen Abenteuer. Unverständlich! Denn, wie man zwischen den Zeilen unserer Hofberichterstatter lesen kann, sind doch in den letzten Monaten jede Menge Infanteristen mit Kampferfahrung eingereist.

♦ Die Kanzlerin wird wohl in Zukunft keine Selfies mit glücklichen Migranten mehr in die Welt schicken, weil sie gelernt hat, dass die „Menschen in Afrika“ über die hiesigen Sozialleistungen „sehr gut informiert sind.“ Dann hat sie irgendwo gelesen, dass es über eine Milliarde reisefreudige Afrikaner gibt. Und bei einem Blick auf die Landkarte war ihr aufgefallen, dass „wir Europäer eine geografisch komplizierte Lage“ haben. Im Gegensatz zu den USA liegt „nämlich kein Ozean zwischen Afrika und uns“. Deshalb hat die Kanzlerin beschlossen: „Wir müssen uns zentral mit Afrika beschäftigen“. Dafür hat sie jede Menge Kapazitäten, denn „die Probleme in Syrien und dem Irak könnten in absehbarer Zeit gelöst sein.“ Herr, steh’ uns bei!!!!!

Die weisen Worte sagte sie übrigens auf dem Wirtschaftstag der CDU, und die CDU-Wirtschaftsweisen waren mal wieder völlig platt über den tiefen Kenntnisstand ihrer Großen Führerin. Afrika sanieren? Ein Klacks für das Land der Flughafen- und Brückenbauer!

♦ Gut gewöhnt haben sich unsere Medien inzwischen an Messerstecher oder schwer bewaffnete Kinogänger mit psychopathischem Hintergrund. Wichtig ist allein, dass es sich nicht um Sie-wissen-schon-Sympathisanten handelt.

♦ Unser Bundesverfassungsgericht hat ja schon seit geraumer Zeit den Justixit angetreten. Schwierige Themen wie die Totalenteignung deutscher Sparer durch Mario Draghi werden einfach nach Brüssel geschoben. Nicht unser Cup of Tea!

♦ In Duisburg-Marxloh wurde noch schnell gefegt, denn es kamen SPD-Landtagsabgeordneter Frank Börner und der Stellvertretende Hamborner Bezirksbürgermeister Claus Krönke (SPD), um sich ein „ungeschöntes Bild“ zu machen von ihrem Integrationsbiotop. Riesige Müllhaufen auf Hinterhöfen, wo sich Ratten tummeln, zugemüllte Keller. Auch den säuerlichen Geruch verwesender Lebensmittel lernten die Sozis kennen. Dazu noch den Pater Oliver, zu dem wöchentlich „1200 Südosteuropäer pilgern, die Rat und Hilfe benötigen“.

Zwar geißelten die mutigen Zwei „skrupellose Vermieter“, aber es rutschten ihnen doch Sätze raus wie: Bei manchen Menschen müsse man „die Fähigkeit zu wohnen in Frage stellen“.

Bleibt nur zu hoffen, dass solch rassistische Äußerungen ein Parteigerichtsverfahren nach sich ziehen!

Heiko der Woche

Nun hat der Bundespräsident wahrlich genug Auszeichnungen umgehängt bekommen, da würde er nicht einmal bemerken, wenn er unseren Preis nicht erhielte. Aber Verdienst bleibt Verdienst. Immer wieder hat das Staatsoberhaupt klargemacht, was es vom Staatsvolk hält – nämlich gar nix. „Die Eliten sind nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem“. Dass alle Staatsgewalt von ebendiesem Volke ausgeht, hat der Pfarrer im Katechismus-Unterricht nie gelernt, aber auch Unkenntis von Artikel 20 GG schützt vor unserem Preise nicht.

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