Blackbox KW 22 – Komplett im Eimer – und stolz darauf!

Deutsch lernen mit Angela Merkel, Jägerlatein aus Düsseldorf, Asylanten als Schein-Helfer in Schwäbisch Gmünd. Und Siggi ist stolz auf das Elend seiner Partei.

Bellevues (schöne Aussichten): Ganz neues After-Gauck-Show-Programm im Bundespräsidenten-Palais in Vorbereitung! Schon träumen einstige Jubelperser von einem gemeinsamen Kandidaten aus dem rotrotgrünen Kader. Gemein! Merkel will doch auch mitmachen. Warum nicht ein Kandidat für’s ganze „Bündnis Kunterbunt“?

♦ Merkel und Gabriel besuchen Hochwassergebiete. Sie haben halt doch ein Herz für die, die schon länger hier leben. Ach ne, halt! Die Gummistiefel-Foto-Safari war vor zwei Jahren in Sachsen…
Apropos: Der konvertierte Grüne Kretschmann kam vorbei, allerdings ohne finanzielle Hilfsangebote. Und ohne Schaufel. Wollte nur mal schauen und für ein paar Fotos posieren. Und deutlich machen: Ein Alt-Kommunist kann nicht „wie früher der Kaiser mit dem Geldsack kommen“.

Also sprach die Kanzlerin: „Es wird viel gut recherchiert und auch viel interessantes angeboten in den Medien. Die Bundesregierung hat die Aufgabe, die Vielfalt der Presse zu ermöglichen durch gute Rahmenbedingungen, die wir schaffen. Und junge Leute mit Zeitunglesen zusammenzubringen ist unsere Aufgabe. Wir müssen Medien gut informieren, damit die sachgerecht schreiben können.“

In der Däderedä war das wohl so: Durch „Rahmenbedingungen“ wurde die marxistisch-leninistische Presse am Leben gehalten. Und die Honecker-Jugend zum Zeitunglesen animiert. Und ja, das Neue Deutschland wurde stets gut informiert und hat dann sachgerecht geschrieben. Aber sagten wir nicht schon lange „Good bye Lenin!“, Frau Staatsratsvorsitzende?

Nun stehen wir also nach Zwangsbeglückung durch Marionetta Slomka und Claas Clever kurz vor dem Zwangsabo für die „Bild“-Zeitung – wenn es nach Erichs Wiedergeburt geht. Da seien die nächsten Wahlen vor!

♦ So lange, bis Merkel die Rahmenbedingungen geschaffen hat, muss sich auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung anders über die Runden helfen und setzte dabei auf einen altbewährten Verkaufsschlager: „Nachbarschaftsstreit“, ein Klassiker in unserem Land. Geht immer. Wie Rücken. Hat jeder, kennt jeder. Interessiert jeden.

Der jüngste Dreh der FAS: Man kombiniere Maschendrahtzaun mit Rassismus und AfD und erhält höchst explosiven medialen Plastiksprengstoff. Und richtig, die Empörungsdruckwelle war noch in Kiel zu spüren. Überall im Lande empfahlen sich unzählige neue Lieblingsnachbarn dem Herrn Boateng, und die bestehenden stellten dem Fußballer gut-nachbarliche Zeugnisse aus. Wir lernten, dass Volker Beck als Nachbar längst nicht so erwünscht ist, wie er wohl glaubt, vom Genossen Heiko ganz zu schweigen. Und der Autor dieser Zeilen gibt gerne zu, dass er niemals neben Claudia Roth wohnen möchte: zu laut, zu bunt, zu doof!

Der FAS brachte die Aufregung herzlich wenig, denn die Empörungsspirale drehte sich nur im Netz. Die Autoren werden schon als die Ludolfs des Schrott-Journalismus bezeichnet. Der leitende Redakteur hat das Thema zwar „Aufreger“-mäßig hochgejazzt, auflagentechnisch aber völlig falsch verkauft.

♦ Wo wir schon beim verkauften Wort sind: Woran denken Sie bei „Männergruppe“?
An die „Männergruppe Schwul in München“? Oder „Schwul in Darmstadt“? „Männergruppen“, steht auf einschlägigen, nicht zwingend homosexuellen Webseiten, „sind eine der besten Gelegenheiten, seine eigene Männlichkeit zu stärken und sich somit als Mann persönlich weiter zu entwickeln“.
Was lernt Mann nun für die persönliche Weiterentwicklung? In vielen Zeitungen steht als Antwort: „Antanzen“. Wieder so ein interessanter Begriff aus der Rubrik „Worte haben viele Schatten“. Wie die Medienkanzlerin so richtig merkelte: „Es wird viel gut recherchiert und viel interessantes angeboten.“

♦ Nicht viel gut, sondern viel schlecht ist das, was eine Männergruppe in Düsseldorf plante. Selbstmordattentate und Massenerschießungen. Unverdrossen weiter spielt die Leier „Willkommen, Bienvenue, Welcome “. „Au SPD-Cabaret“ möchte man hinzufügen, wenn man dem Spezialdemokraten und Innenminister Jäger zuhört:
„Wir dürfen uns von diesen Leuten nicht einschüchtern lassen, wie wir leben.“ Nicht nur, weil es semantischer Unsinn ist. Wo ein solcher Jägersmann für die Sicherheit zuständig ist, will man weder Großmutter noch Rotkäppchen sein…

♦ Sehr fest an das Gute glauben muss einer, der den erstaunlichen Lebensweg des „deutschen“ Islamisten Mohammed Haydar Zammar verfolgt. In Hamburg integriert (mit Mohammed Atta und Co.), in Marokko von der CIA geschnappt, Abstecher nach Afghanistan, schließlich in Syrien beim IS. Dahin werden sie ihm wahrscheinlich demnächst die Briefwahlunterlagen zustellen.

♦ Apropos: Gar nicht glauben mag Karl Kardinal Lehmann, was er beim Katholikentag (Motto: „ecce homo“) in Leipzig erlebte. Kaum Homos bei der frommen Sause! „Halbleere Hallen trotz prominenter Politiker!?“ wehklagte der heilige Mann. Nicht trotz, Bruder! Wegen!

In ganz neue Märkte der Andachtskultur ist jetzt der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki vorgestoßen. Im Dom steht nun ein „Flüchtlingsschiff in der Ecke der Barmherzigkeit“. Halleluja! Dom-Licht aus! Spott an! Bald kleine Flüchtlingsschiffchen in jedem katholischen Klassenzimmer? (Kann es sein, dass jemand Opium ins Weihrauchschälchen getan hat?)

♦ Wer also demnächst begrapscht und beraubt die wenigen Schritte vom Hauptbahnhof zum Dom geschafft, und vor dem heiligen Schifflein auch die Reste von Glauben verloren hat, dem spendet – ex oriente lux – eine andere Heiligkeit Licht am Ende des Tunnels:
„Deutschland ist Deutschland. Und kann kein arabisches Land werden!“ So der Dalai Lama in der FAZ. Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland sei mittlerweile zu hoch.
Leider kennt der Dalai unsere moralisch und finanziell gierige Willkommensmaschinerie nicht. (Die katholische Sozialindustrie ist größer als die Autoindustrie!)

♦ Dass der deutsche Bundestag sich zur Aufgabe gemacht hat, anderer Völker Geschichte aufzuarbeiten, soll hier als das bezeichnet werden, was es ist: Moralische Angeberei vom Feinsten. Die Ethik-Apostel Merkel, Gabriel und Steinmeier fehlten bei der Abstimmung im „dem deutschen Volke“ geweihten Hause zum Thema „Völkermord Armenien“. Die Amis spielen „Weltpolizist“, wir geben den „Weltmoralist“!

♦ „Unwetter bringt ARD und ZDF in Erklärungsnot“ mault Spiegel Online über die öffentlich-rechtlichen Brüder im Geiste. Vergessen? ARD/ZDF warnen vor Rechts und nicht vor Regen! Und im Moment suchen sie noch einen Wissenschaftler, der das Unwetter der AfD in die Schuhe schiebt.

♦ Hochbegabten empfiehlt die FAZ-Berufsberatung sich besser dumm zu stellen, um keinen Neid auf sich zu ziehen. Sei klug, stell dich dumm. Wie das geht, zeigt Sigmar Gabriel. „Wenn schon 20 Prozent, dann stolze 20 Prozent“ schlaumeiert der SPD-Vorsitzende. Offen bleibt, ob er sich nur dumm stellt.

♦ Nachgewiesen ist hingegen, dass seine Partei immer wieder versucht, die Wähler für dumm zu verkaufen. Zum Beispiel mit dem Märchen vom deutschen Jobwunder. Arbeitsstatistiken werden zurechtfrisiert wie die Mähne von Donald Trump (nicht schön, hält aber warm), und die meisten neuen Arbeitsplätze sind solche mit
„kapazitätsorientierten variablen Arbeitszeiten“. (klingt schön, hält aber nicht warm)

♦ Die schönste Posse zur Merkel-Marke „Medien gut informieren, damit die sachgerecht schreiben können“ lieferte Parteifreund Richard Arnold, CDU-OB aus Schwäbisch Gmünd. Nach dem Unwetter hatten Einsatzkräfte und freiwillige Helfer alles schnell aufgeräumt, als ein österreichisches Kamerateam noch ein paar Katstrophenbilder brauchte. Spontan karrten Stadtbedienstete Asylanten heran, räumten den Mist aus den Containern wieder auf die Straße, um die Mär vom hilfsbereiten Flüchtling kameragerecht zu inszenieren. Nun wird mächtig hin- und hergerudert: Der OB soll von nichts gewusst haben, man habe es nur gut gemeint. Welche Stories der letzten Monate waren wohl sonst noch so „gut gemeint“?

♦ Oberin Ursula von den Teilzeitstreitkräften, Brunnenbauern und KITA-Truppen will Sturmgewehre kaufen, die ohne Ladehemmung überall geradeaus schießen, wo jetzt und demnächst Deutschlands Freiheit verteidigt wird: in sibirischer Kälte, afghanischer Hitze und malischen Wüsten. Dagegen klagt der Hersteller des alten G36, das nur zur Heimatverteidigung angeschafft wurde. Wenn das kein Witz ist: Ausgerechnet Waffenhersteller berufen sich auf den Spruch „Nie wieder soll von deutschem Boden ein Krieg ausgehen!“

♦ Baden-Württembergs SPD-Landeschef Nils Schmid legt sein Amt nieder. Hat er endlich einen richtigen Job gefunden?

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