Die Reise von US-Präsident Donald Trump zum Weltwirtschaftsforum in der Schweiz begann mit einem Zwischenfall: Die Präsidentenmaschine Air Force One musste am Dienstagabend kurz nach dem Start umkehren und zur Joint Base Andrews bei Washington zurückfliegen.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Evan Vucci
Dutzende X-User posteten in der Nacht auf heute die Aufzeichnungen des Flugportals Flightradar 24 über die 180-Grad-Schleife des Präsidenten-Jets, sogar über einen politischen Hintergrund zu dieser prompten Umkehr wurde spekuliert. Der Grund dafür war aber nach Angaben des Weißen Hauses ein technisches Problem, das vorsorglich eine Rückkehr erforderlich machte.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte, die Entscheidung sei kurz nach dem Abheben getroffen worden, nachdem die Crew ein „kleineres elektrisches Problem“ festgestellt habe. Aus Sicherheitsgründen habe man sich entschlossen, den Flug abzubrechen. Details zur genauen Ursache wurden zunächst nicht bekanntgegeben.
Nach der sicheren Landung kündigte das Weiße Haus an, dass Trump für seine Weiterreise ein anderes Flugzeug nutzen werde. Der Präsident will dennoch wie geplant am World Economic Forum in Davos teilnehmen, wo er mit Staats- und Regierungschefs sowie führenden Wirtschaftsvertretern zusammentreffen soll. Eine zeitliche Verzögerung des Besuchs gilt als wahrscheinlich.
Politisch fiel der Zwischenfall in eine Phase provokativer Wortmeldungen des US-Präsidenten: Kurz vor dem Start hatte Trump bei einer ausgedehnten Pressekonferenz zum ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit erneut europäische Spitzenpolitiker kritisiert. Dabei nahm er unter anderem den britischen Premierminister Keir Starmer sowie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron ins Visier. Beide seien, so Trump, „ein bisschen ruppig“, wenn er nicht persönlich anwesend sei. Sobald er vor Ort sei, ändere sich der Ton jedoch deutlich, fügte er hinzu.
Besonders scharf äußerte sich Trump über Macron. Er stellte dessen politische Zukunft infrage und verwies auf die Präsidentschaftswahl in Frankreich im kommenden Jahr, bei der Macron nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren darf. In Paris gebe es, so Trump, wenig politische Beständigkeit.
Auch der Streit um Grönland war erneut Thema. Trump zeigte sich zwar versöhnlicher als in früheren Aussagen, betonte jedoch, dass er eine Lösung im Rahmen der NATO anstrebe. Man arbeite an einer Vereinbarung, mit der sowohl das Bündnis als auch die Vereinigten Staaten zufrieden sein würden, sagte der Präsident, ohne Details zu nennen.
Nun wird Trumps Auftritt in Davos mit Spannung erwartet – nicht zuletzt wegen seiner deutlichen Worte gegenüber europäischen Partnern und seiner Vorstellungen über die Zukunft der Weltordnung.



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Ich erinnere mich gerade an die Eskapaden der ehemaligen Trampolinspringerin, die zwischendurch aussenministrieren durfte.
Deren „Flugstaffel“ war mindestens einmal nicht in der Lage, sie von A nach B zu transportieren und ein Flieger musste in der Luft Kerosin ablassen! Nicht auszudenken, wenn es damals auch schon um Grönland, oder „Davos on the Rocks“ gegangen wäre.