Selbst ist der Mann: Im steirischen Bad Mitterndorf sieht ein Mann, wie sich ein Einbrecher durchs Fenster davonmacht. Das Einbruchsopfer springt aufs Fahrrad und setzt dem Täter bis zum Bahnhof nach. Dort verhindert er dessen Flucht.
IMAGO
Bad Mitterndorf in der Steiermark. Eine Frau kommt mit ihrem Enkel nach Hause, sperrt die Eingangstür auf und betritt die Wohnung im ersten Stock. Ihr Mann Ossi ist noch im Garten aktiv. Dort bemerkt er plötzlich einen fremden Mann, der aus dem Fenster der Erdgeschosswohnung seiner Mutter springt und vom Tatort flüchtet. Das berichtet die Kleine Zeitung.
Ossi Grick zögert nicht: er schnappt sich sein Fahrrad und stellt dem Flüchtenden hinterher. Weil der Einbrecher in westlicher Richtung verschwunden ist, sucht Grick die umliegenden Straßen ab. Währenddessen alarmiert er über den Notruf 133 die Polizei und hält sie über die Verfolgung auf dem Laufenden.
Am Bahnhof Bad Mitterndorf-Heilbrunn entdeckt Grick den Mann schließlich wieder. Der Zeitpunkt könnte für den Kriminellen kaum günstiger sein: am Bahnsteig steht gerade ein Zug vor der Abfahrt, in den er einsteigen will wie zuvor in die Wohnung von Gricks Mutter. Grick fährt hinterher, steigt vom Rad und schneidet ihm den Weg ab. Die Flucht mit der Bahn ist damit vereitelt.
Der Einbrecher rennt schließlich vom Bahnsteig und flüchtet in die umliegenden Gärten, schließlich versteckt er sich in einer Hecke. Inzwischen ist auch die alarmierte Polizei am Bahnhof eingetroffen. Die Beamten suchen das Gelände ab, spüren den Einbrecher nach einiger Zeit in seinem Versteck auf und nehmen ihn fest. Der Festgenommene hat das gesamte Diebesgut noch bei sich. Auf dem Polizeiposten erkennt Grick ihn bei der Gegenüberstellung sofort wieder.
Offenbar war der Einbrecher schon kurz vor dem Raub bei Gricks bereits in unmittelbarer Nachbarschaft unterwegs gewesen: Überwachungskameras eines anderen Hauses hatten ihn auf dem dortigen Grundstück aufgezeichnet. Die Bilder lieferten eine weitere Spur zu dem Mann, dessen Flucht wenige Minuten später am Bahnhof durch die beherzte Aktion seines Verfolgers Ossi Grick scheiterte.
Der Polizeiposten Bad Mitterndorf gibt nach der Festnahme noch einen Sicherheitshinweis aus. Wer einen Verdächtigen verfolgt, solle Abstand halten und mit der Polizei in Verbindung bleiben. Einen Flüchtenden dürfe man keinesfalls in die Enge treiben. Die eindringliche Formulierung der Beamten: „Nicht den Helden spielen!“ Solche Situationen könnten gefährlich werden.
Ossi Grick hatte an diesem Vormittag allerdings genau das getan, was den entscheidenden Unterschied machte. Er sah den Einbrecher fliehen, verständigte sofort die Polizei und blieb wie ein Schießhund an ihm dran. Was für eine Geschichte!


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Anfang der 2000er war ich in Südtirol am Ortler (der höchste Berg Deutschlands) Skifahren mit Leihskiern. Ich hatte die die Ski vor einer Hütte abgestellt. Als ich rauskam waren die Ski weg, gestohlen. Daraufhin hat die Polizei die Strasse gesperrt um die Diebe zu fangen. Hat auch geklappt, es waren Osteuropäer.
Heile Welt damals.
Zitat: „Der Zeitpunkt könnte für den Kriminellen kaum günstiger sein: am Bahnsteig steht gerade ein Zug vor der Abfahrt, in den er einsteigen will“
> Na, da es sich hier anscheinend um keinen ortsansässigen und stattdessen um einen sehr reisefreudigen Einbrecher handelt, dann doch mal so reinweg nuuur aus Neugierde gefragt: ob dann wohl auch bekannt gegeben wurde,ob dieser Langfinger vielleicht ein schon länger hier lebender oder doch eher ein osteuropäisch oder südländisch aussehendes Bürschchen war?
Da sag‘ mal noch einer was gegen die Ossis :o)