Mateusz Morawiecki: Wir wollen solche Szenen nicht auf polnischen Straßen

Es ist ein Aufstand der Unwissenden, so mag man sich trösten. Aber sie rufen die Mobilisierung der letzten Sicherheitsreserven Frankreichs hervor. Ihre Aggression richtet sich gegen öffentliche Güter, Schulen, Bibliotheken und die Kultur des Landes. Der polnische Ministerpräsident bekräftigte einmal mehr, dass sein Land diesen Weg nicht gehen wolle und nicht werde.

IMAGO/SNA

Die Bürgermeister von Lyon und Marseille haben weitere Spezialkräfte und einfach Sicherheitskräfte aller Art angefordert. In Lyon ist es der Grüne Grégory Doucet, der sich zu diesem Schritt durch „nie gesehene Unruhen“ gezwungen sah. Am Samstagabend soll die CRS 8 (Compagnie républicaine de sécurité) in Lyon ankommen. Es handelt sich um eine neue Spezialeinheit für den Kampf gegen städtische Unruhen.

Mehr als 1.300 Festnahmen in einer Nacht. Das ist die Bilanz vom Samstagmorgen. Allein 406 Personen wurden in Paris und seinen Banlieues festgenommen, 752 andernorts durch die Polizei, 153 von der Gendarmerie, die eher für den ländlichen Bereich zuständig ist. Es gab 2.560 Brandstiftungen im öffentlichen Raum, 1.350 Mal wurden Fahrzeuge angezündet, 266 Gebäude wurden zum Opfer der Flammen, darunter 26 Rathäuser und 24 Schulen. 31 Polizeihauptwachen (Kommissariate) wurden angegriffen, 16 kommunale Polizeiwachen und elf Kasernen der Gendarmerie. 79 Polizisten und Gendarmen wurden verletzt, allein 27 in Lyon.

Damit sei die Gewalt im Vergleich mit der vorherigen Nacht leicht zurückgegangen, sagte Innenminister Gérald Darmanin. Trotzdem gleichen die Zahlen dem Tagesbericht aus einem Bürgerkrieg. Darmanin hatte am Freitagnachmittag noch einmal weitere 45.000 Polizisten, Gendarmen und Elite-Kämpfer mobilisiert. Nach der Bestattung des 17-jährigen Nahel M. am Samstag werden weitere Unruhen erwartet.

Erstaunlich viele Clicks hatte eine Meldung des TV-Senders CNews, in der Staatspräsident Emmanuel Macron am 27. Juni die Errichtung eines neuen Militärkrankenhaus in Marseille ankündigte, mit dem Frankreich „auf einen möglichen Krieg von hoher Intensität“ vorbereitet werden soll.

Orte der Kultur und des Lernens angegriffen

Nach der größten Bibliothek von Marseille, zentral im ehemaligen Alcazar-Theater untergebracht, brannte eine Mediathek im lothringischen Metz.

Es war die weniger bedeutende Mediathek Jean Macé im Stadtteil Borny, die zum Glück keine alten Manuskripte oder Bücher aufbewahrte. Denn was sie enthielt, ist nun zerstört. Dennoch und trotzdem gehört diese Vernichtungstat zu den unverkennbar krampfhaften Seiten dieser Revolte, die sich gegen die Güter wendet, die auch jungen Migranten einen Aufstieg aus der eigenen Misere erlauben könnten. Bibliotheken und Mediatheken sind Orte, an denen Kulturgüter zu relativ bescheidenem Preis oder gar gratis angeboten werden. Einige Bekanntheit erlangte dieses Video von einer Schule bei Lyon, in dem eine Frau entsetzt ausruft: „Bitte nicht die Schule!“

Bemerkenswert ist die Aufmerksamkeit vieler Inder für die Unruhen in Frankreich. Die indischen Kommentatoren fühlen sich an die Verwüstungen durch Muslime in der Kultur ihres Landes erinnert – auch wenn diese mehr als 800 Jahre zurückliegen. Inder beklagten daher in Echtzeit die Ausschreitungen gegen Ordnungskräfte, die Brandstiftungen, die Verbreitung von Terror in einst halbwegs friedlichen Straßenzügen.

Besonders aber zeigten sie sich durch die Brandstiftung an der Marseiller Bibliothek beeindruckt. Ein Nutzer schreibt: „830 Jahre, nachdem neun Millionen Bücher in Nalanda von Islamisten verbrannt wurden…“ Die buddhistische Universität von Nalanda – vielleicht die erste Institution weltweit, die diesen Namen verdient – war im 5. Jahrhundert gegründet worden und bestand etwa 700 Jahre bis zum Jahr 1202 (andere meinen 1193), als ein islamischer Eroberer sie mitsamt ihren neun Millionen Texten niederbrannte.

Muslimischer Aufstand gegen das weiße Frankreich?

Daneben gehören auch öffentliche Verkehrsmittel zu den beliebten Zielobjekten der Täter. Geht man davon aus, dass es sich zumeist um jugendliche Täter handelt, so wird deutlich, dass sie zunächst ihre eigene „Lebenswelt“ attackieren: Busse und ÖPNV, Schulen und Supermärkte werden angezündet, angeeignet, ausgeplündert. In diesem bekannte Umfeld fühlen sich diese Leute offenbar sicher. Die Luxusläden als Objekte der Begehrlichkeit kommen danach, aber mit großer Sicherheit. Und über allem thront die sinnlose Gewalt.

Auch in Marseille herrscht, wie angedeutet, inzwischen das Chaos: Auf eine evangelische Kirche wurden die Worte „der letzte Prophet ist Mohammed – Jesus ist nicht Gott“ geschmiert.

Arabischstämmige Jugendliche, offensichtlich von der kriminellen Sorte, versuchten das Sicherheitsrollo eines Juweliers aufzuschweißen. Einer sagt doch glatt noch: „Das ist zu gefährlich, wallah.“ Tatsächlich wurden Berichten zufolge dutzende Geschäfte geplündert. Zudem gab es anlasslose Explosionen auf der Straße. Oder vielmehr: Zum Zweck der Plünderung wurden Feuerwerkskörper eingesetzt, um die normale Bevölkerung zu verschrecken und zu terrorisieren.

Auch in diesen Videos kann man die „Wallah“-Rufe der kriminellen Unruhestifter hören.

Angeblich wurde auch ein Waffen- und Munitionsdepot der Polizei – wohl schon das zweite – und ein Waffenladen geplündert. So bewaffnet sich eine kriminelle Chaoten-Miliz zum Kampf.

Doch in Marseille greifen auch Spezialeinheiten der Polizei (RAID) durch, und der Bürgermeister der Stadt hat klargemacht, dass er jede Unterstützung durch weitere Sicherheitskräfte annehmen wird.

In Angers sollen sich diese Szenen zugetragen haben, in denen einige französische Jugendliche einen Angriff von Vermummten abwehren.

Stimmen von außen: Polen will nicht Frankreich werden

Interessant sind weiterhin die Stimmen von außen. Eine Bengalin fragt, ob Polen es besser getroffen hat oder Frankreich in Sachen Immigration.

Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki konnte sich im Umfeld von EU-Beratungen über das „gemeinsame Asylsystem“ nicht eines Kommentars über die Geschehnisse in Frankreich enthalten: „Geplünderte Geschäfte, in Brand gesetzte Polizeiautos, Barrikaden auf den Straßen – das geschieht jetzt im Zentrum von Paris und vielen anderen französischen Städten. Wir wollen solche Szenen nicht auf polnischen Straßen. Wir wollen solche Szenen in keiner Stadt in Europa.“ Polen wolle daher an der bisherigen, 2018 gefundenen Lösung zum EU-Asylstreit beharren und weiterhin „den Grundsatz der freiwilligen Aufnahme von Einwanderern verteidigen“. Morawiecki schließt seinen Tweet mit den Worten: „Stoppen Sie die illegale Migration. Sicherheit geht vor.“

Der italienische Außenminister Antonio Tajani hob in einem Statement hervor, dass es sich um eine innere Angelegenheit Frankreichs handele, sagte dann aber: „Es gibt offensichtlich ein Unbehagen vor allem in den großen französischen Banlieues, und das ist explodiert, als es diese sehr traurige Episode gab, die nicht hätte passieren dürfen.“ Der Außenminister warnt wie alle seine Kollegen in Europa davor, sich den Ausschreitungen zu nähern.

Sandrine Rousseau: Armut und Ausgrenzung als Grund für die Unruhen

Derweil plagen die französische Linke Gewissensnöte. Sandrine Rousseau, Abgeordnete der Grünen (EELV) in der Nationalversammlung, stellte in den Raum, dass die Plünderungen etwas mit der „Armut“ der Plünderer zu tun hätten. Außerdem könnten, so Rousseau weiter, die Brandstiftungen auch durchaus mit der vorausgegangenen „Ausgrenzung“ zusammenhängen.

Kürzlich hat ein Satiriker in der Revue des deux mondes dieses spekulative ‚Kalenderblatt‘ aus dem September 2027 https://www.revuedesdeuxmondes.fr/les-cent-jours-de-sandrine-rousseau/ geschrieben: „30. September 2027. Hundert Tage, seit Sandrine Rousseau in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen den Kandidaten der weißen Suprematisten (François Bayrou) besiegt hat. Hundert historische Tage, da Frankreich – nunmehr eine inklusive, soziale und ökologische Republik – zum ersten Mal von einer menstruierenden Person regiert wird.“

Es ist vielleicht charakteristisch, dass in dem kritischen Text kaum vom Verhältnis der französischen Wokery zum Islam die Rede ist. Bisher beschäftigen sich auch die französischen Grünen eher mit den schützenswerten „Minderheiten“ – den edlen Indigenen und „rassisierten Frauen“ – und übersehen die Gewalt und Bereitschaft zur Revolte bei muslimischen Jugendlichen geflissentlich. Mit ihrem Tweet hat Sandrine Rousseau einen wichtigen Schritt hin zu einer grünen Islam-Politik in Frankreich gemacht. Wahlerfolge sind so keineswegs garantiert. Laut einer Umfrage befürworten inzwischen 70 Prozent der Franzosen den Einsatz der Armee gegen die Unruhestifter.

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Kommentare ( 138 )

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LRH
11 Monate her

Macron hat dem Polizisten der den Schuss abgegeben hat, von Anfang an das Messer in den Rücken gestochen.Somit hat Frankreich sich entschuldigt weil ein Jugendlicher das Gewaltmonopol des Staates nicht anerkannt hat ! Hätte er würde er noch leben !

Jens Frisch
11 Monate her

Bibliotheken und Schulen zünden nur Barbaren an: Es ist höchste Zeit für Deportationen, denn niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, will solche Zustände.
Warum will unserer Regierung noch mehr Analphabeten und Scharia Barbaren importieren?
– Sie führen Krieg gegen das eigene Volk, oder hat jemand eine bessere Erklärung?

EddyNova3122
11 Monate her

Wir werden diesen Krieg verlieren – da bin ich sicher ! Nicht nur das wir nicht handeln , wir verweigern sogar selbst im Internet das Offensichtliche – die Wahrheit zu sagen ! Es ist ein Krieg den DER ISLAM im Abendland GEGEN DAS ABENDLAND führt.Ich sehe auf Seiten der Beutemuslime kein Militär – auf Seiten der französischen Polizei sehe ich aber auch keine französischen bewaffneten Patrioten ! Da liegt der Fehler – im Abendland sind Abendland Polizisten in der Minderheit gegen marodierende Beutemuslime ! Der Konflikt der bereits Brüssel erreicht hat wird sich zum Flächenbrand ausbreiten wenn den MUSLIM MIGRANT… Mehr

Kassandra
11 Monate her
Antworten an  EddyNova3122

Wenn die jungen Männer mit den Schiffen übers Mittelmeer transferiert werden schreien welche auch beständig Allahu Akbar – was durchaus als Ruf zur Eroberung des Abendlandes verstanden werden kann.
Ich kann seit 2015 nicht verstehen, dass hier das Leben einfach so weiter geht als wäre nichts – trotz der beständig einlaufenden „Gotteskrieger“.

Peter Silie
11 Monate her

Mehr Kindergeld führt immer nur im Präkariat zu mehr Kinder. Und die haben schon so viele. Der Untergang des Westens durch die Dummheit seiner Menschen ist nicht mehr aufzuhalten.

Mike
11 Monate her
Antworten an  Peter Silie

Der Film Idiocracy beschreibt genau das. Als der damals rauskam, habe ich das für vollkommen übertrieben gehalten. Heute ist es Realität.

Peter Silie
11 Monate her

Wird Polen, wie schon 1683 vor Wien, wieder zum Retter des Abendlandes?

GefanzerterAloholiker
11 Monate her

EU-Bürger können bei uns jederzeit Einreisen und Arbeiten. Warum machen die das nur nicht? Trotz dieser Situation.
Weil es bei uns bergab geht, noch schneller als sonst wo.

Auswanderer
11 Monate her

Meine Kritik gegen Indien ist gleich Null und ich sehe auch kein Problem bei den Uiguren! Warum? Wieso sind diese Menschen dort Muslime? Wie wurden die vom Islam überzeugt? Mit einem runden Tisch? Der Islam in seiner Reinform ist Unterdrückung und wer da raus will hat die Probleme, dass da zu viele sehr konservative Kräfte sehr viel Geld haben!

fatherted
11 Monate her
Antworten an  Auswanderer

Eine Kritik an den Chinesen letztens im ÖR-TV….die Uiguren würden gezwungen Chinesisch zu lernen…..naja….in China Chinesisch zu können sehe ich da eher als Vorteil. Klar ist….China lässt sich nicht von anderen Kulturen auf der Nase herumtanzen….und hat klar erkannt….das islamische Bürger durchaus ein Problem darstellen können. Was im ÖR natürlich nicht gesagt wird…dass die Uiguren gerne die Unabhängigkeit von China hätten…..tja…bei uns in der EU ist man ja gegen Unabhängigkeitsbestrebungen auch nicht gerade freundlich eingestellt….siehe Spanien.

Haeretiker
11 Monate her
Antworten an  fatherted

Unabhängigkeit ist für den Westen nur da von Interesse, wo er keinen freien Zugang zu Ressourcen hat. Das nennt er regelbasierte Ordnung.

Fawlty
11 Monate her

Das Video mit dem tödlichen Schuss, der die Basis dieser „Unruhen“ ist, kann sich jeder an der Wahrheit Interessierte ansehen. Laut Aussage der Polizei war der 17-jährige (!) und damit illegale Fahrer des gelben und mutmaßlich sehr potenten A-Klasse Mercedes (der Farbe nach ein AMG 45s – geliehen, gestohlen?) bereits zuvor einem Anhalteversuch der beiden Motorradpolizisten einfach davongefahren und hatte damit eine wilde Verfolgungsjagd provoziert. Kurz vor dem tödlichen Schuss haben die beiden Motorradpolizisten den Wagen erfolgreich angehalten, beide auf der Fahrerseite, der eine Polizist hat die Waffe IM ANSCHLAG AUF DEN FAHRER GERICHTET, beide reden oder schreien auf den… Mehr

Index
11 Monate her
Antworten an  Fawlty

Begründung für die Empörung? (Meiner Ansicht nach) Die Herkunft, Hautfarbe und Religion, in Verbindung mit dem aktuellen Aufenthaltsland all der Sichempörer, und in Verbindung mit den jeweils vorherrschenden politischen Verhältnissen — falls ich das halbwegs richtig kapiere. Es läuft in Sachen Migration viel zu viel aus dem Ruder. Viel zu viel. Gewisse Politiker meinen aber weiterhin, über den Realitäten zu stehen. Das endet dann .. siehe vorerst Nanterre. Frankreich hat in den letzten Jahren abartig viele Erfahrungen sammeln müssen. In den USA (ich denke je nach Ort/Bundesstaat, bin da aber nicht(!) mehr auf dem aktuellen Stand) hätte der Fahrer nicht… Mehr

Mike
11 Monate her
Antworten an  Index

Ich denk mal, dass das einen Aderlass bei der Polizei geben wird. Bei so wenig Rückendeckung muss man ja bescheuert sein, in einem solchen Pulverfass an Migration seinen Kopf hinzuhalten. Wofür? Um nachher noch am Pranger zu stehen?
Wer das hier, zumal noch als Ausländer in den Philippinen macht, überlebt schon das erste Mal nicht.

Der Winzer
11 Monate her
Antworten an  Fawlty

Sie brauchen keinen Grund – sie brauchen nur einen Anlass … .
Der Algerier hatte keinen Führerschein, war „einschlägig polizeibekannt“, hatte vor und nach dem ersten Anhalteversuch mehrere Passanten und weitere Verkehrsteilnehmer gefährdet und hat dann das Gaspedal des AMG-Mercedes trotz der auf ihn gerichteten Waffe durchgetreten … .
Der Polizist hat in meinen Augen richtig gehandelt. Die Stellungnahmen der französischen Regierung hierzu sind eine Schande.

Last edited 11 Monate her by Der Winzer
Pe.Es
11 Monate her

Ich möchte hier ein Buch vorschlagen da dieses mich stark zum nachdenken brachte.Wir werden mit Nachrichten überschüttet zu denen wir kommentieren dürfen(noch)nur leider tikt die Uhr weiter und viele Diskussionen sind nichts als heiße Luft.Dabei werden echte Informationen die über Gesellschaft,der Realität und Grundlagen der Kultur die uns formte,gezielt versteckt oder mit falschen Vorurteilen in Verbindung gebracht.Dieses Buch beschreibt den momentanen Zustand der Gesellschaft.
https://historiaantykultury.pl/product/3

leonaphta
11 Monate her

Es gab mal einen Artikel in der FAZ, es ist vielleicht 7 oder 8 Jahre her, über 50 Bibliotheken in Frankreich, die von Anhängern des Islam zerstört wurden.
Ich habe den Artikel irgendwo noch, es wäre interessant, wieviele in Deutschland davon überhaupt wissen.. Wie schrieb R. Barthes „Über Reichtum wird nicht geschrieben“? Ja, es gibt Einiges, worüber nicht geschrieben wird, außer in speziellen Artikeln.

stefan4712
11 Monate her
Antworten an  leonaphta

Die schrecken aber auch nicht davor ab, ihre eigenen Schriften zu vernichten.

https://www.zeit.de/kultur/2013-01/timbuktu-mali-unesco-welterbe-zerstoerung

Kassandra
11 Monate her
Antworten an  leonaphta

74 in 20 Jahren: https://presses.enssib.fr/sites/presses.enssib.fr/files/critiques/201509_Bub-en-allemand.pdf
Der Artikel wurde im Juni 2018 veröffentlicht – es werden also in den letzten 5 Jahren weitere dazu gekommen sein – wobei es an Deutlichkeit zu fehlen scheint.
Auch bei uns brennen Kirchen, Schulen und Universitätsgebäude – oder werden verwüstet, indem man Wasser im obersten Stock laufen lässt und den Abfluss verstopft, so dass große Wasserschäden zu beklagen sind. Keine Ahnung – aber vor 2015 erinnere ich so etwas nicht.