Linke Gruppe geht immer heftiger gegen konservative Supreme-Court-Richter vor

Nach einer Abtreibungsentscheidung gibt es Mordversuche gegen die verantwortlichen Richter – eine linke Gruppe zeigt besonderen Eifer im Einschüchtern. Der öffentliche Aufschrei bleibt aus.

IMAGO / UPI Photo

Schon seit Wochen terrorisieren linke „Aktivisten“ konservative Richter des höchsten US-Bundesgerichts. Hintergrund ist das Urteil im Fall Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization, mit dem wiederrum das umstrittene Abtreibungsurteil Roe v. Wade aus den 70ern aufgehoben wurde und damit jeder US-Bundesstaat wieder selbstständig Abtreibungsregeln treffen kann. Zuvor war unter Roe allen Staaten ein selbst im Vergleich mit Deutschland sehr liberales Abtreibungsrecht vorgeschrieben worden.

Nach Abtreibungsentscheidung:
USA: Linksradikale Demonstranten belagern Bundesrichter vor ihren Wohnhäusern
Bereits der Leak des Urteilsentwurfs im Fall Dobbs führte zu heftigen Protesten. Seitdem wird immer wieder vor den Wohnhäusern der sechs konservativen Supreme-Court-Richter demonstriert. Zunächst war die Hoffnung, man könne mit dieser unverhohlenen Einschüchterungstaktik das Urteil doch noch verhindern. Nachdem das Urteil nun allerdings offiziell verkündet wurde, geht die Kampagne gegen die Richter weiter und wird wohl immer heftiger.

Vergangene Woche musste Richter Brett Kavanaugh ein Steak-Restaurant der Kette Morton’s in Washington D.C. durch den Hinterausgang verlassen, nachdem eine wütende Menge linker Demonstranten vor dem Restaurant auftauchte. Das Restaurant verurteilte die Aktion in einem Statement: „Der ehrenwerte Richter des Obersten Gerichtshofs, Kavanaugh, und all unsere anderen Gäste im Restaurant wurden von wilden Demonstranten unangemessen belästigt, als sie in unserem Morton’s Restaurant zu Abend aßen. Die Politik, unabhängig von Ihrer Seite oder Ihren Ansichten, sollte die Freiheit des Rechts, sich zu versammeln und zu Abend zu essen, nicht mit Füßen treten. Es gibt für alles eine Zeit und einen Ort. Das Abendessen aller unserer Kunden zu stören, war ein Akt der Selbstsucht und der Anstandslosigkeit.“

Nach linken Drohungen:
Erster Attentatsversuch auf konservativen Supreme-Court-Richter Kavanaugh
Die Gruppe „ShutDownDC“ (zu deutsch etwa „D.C. zum Stillstand bringen“), die den Protest organisiert hatte, feierte die Aktion im Anschluss als Erfolg. „Keine Rechte, kein Frieden“, twitterte man in Richtung der Richter. Jetzt solle es mit der Jagd auf konservative Richter erst so richtig losgehen, so das Signal. Auf Twitter erklärten sie außerdem: „Wenn du Kavanaugh, Alito, Thomas, Gorsuch, Coney Barrett oder Roberts siehst, schick uns die Details per Direktnachricht!“ Es gäbe 50 Dollar Belohnung für eine „bestätigte Sichtung“ eines der sechs konservativen Richter und 200 weitere Dollar, wenn sie eine halbe Stunde noch an besagtem Ort sind, vermutlich weil man in letzterem Fall genügend Zeit hat, um eine Gruppe linker „Aktivisten“ heranzukarren.

Von linker Seite hört man indes viel Verständnis für die Einschüchterungstaktiken gegen die obersten Richter. Verkehrsminister Pete Buttigieg aus dem Biden-Kabinett, der auf Seiten der Demokraten als einer der Top-Kandidaten für die nächste Präsidentschaftswahl gehandelt wird, sollte der Präsident nicht wieder antreten, verteidigte das Verhalten der Demonstranten. Als Staatsbediensteter dürfe Kavanaugh nicht erwarten, „frei von Kritik oder friedlichem Protest zu sein“, erklärte der Demokrat. „Dieser Richter war Teil des Prozesses, das Recht auf Privatsphäre abzuschaffen“, rechtfertigte Buttigieg die Aktion in Anspielung auf das Abtreibungsurteil. „Also, ja, die Leute sind verärgert. Sie werden ihre Rechte aus dem Ersten Verfassungszusatz ausüben.“

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Kommentare ( 15 )

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Mausi
26 Tage her

Wie gut, dass deutsche Richter in der Mehrheit richtig gepolt sind.

bkkopp
26 Tage her

Die ganze Welt weiß, dass auch der 6. Januar 2021 ein linkes Gewaltprojekt war. Die Toten und Verletzten, und überhaupt das ganze Chaos, sind von Linken zu verantworten. Selbst die mehr als 400 Millionen Waffen in Privatbesitz, und alles was links und rechts immer damit passiert, sind ein linkes FreiheitsProjekt. Die fehlende, unzureichende, und eigentlich nicht bezahlbare Krankenversicherung für zusammen mindestens 100 Milionen Amerikaner ist auch ein linkes Projekt. Die auch im internationalen Vergleich sehr schlechte Lebenserwartung der sozio-ökonomisch unteren Hälfte der Bevölkerung, ist auch ein linkes Projekt. Der Afghanistan- und der Irakkrieg, auch mit seinen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die… Mehr

Kassandra
26 Tage her

Man müsste recherchieren, wie viel „Geschäft“ hinter dem Abtreibungsverbot steht – und wer sich dadurch in seinen „Geschäften“ gestört fühlt. Und man müsste recherchieren, was mit den abgetriebenen Föten im Anschluss geschieht. Gestern auf der Demo sprach einer davon, dass man das u.a. bei Impfseren nutzt – und er kam darauf, weil Moslems sich deswegen nicht damit „impfen“ lassen wollten. Und war in den USA nicht auch irgendwo festgehalten, dass sogar bis kurz vor der Geburt noch abgetrieben werden konnte? Ich will gar nicht wissen, wie viel Geschäft auch hinter „Organspenden“ steht – und was für Umsatz mit entnommenen und… Mehr

RMPetersen
26 Tage her

Das Mutterland der Demokratie liegt kurz vor dem Sterben. Aber die Oligarchen haben ohnehin schon lange die reale Macht übernommen. Seit Big Money sich mit den Wokisten verbündet hat, haben sie auch die Presse auf ihrer Seite. Im Woke Capitalism“ kann unter dem irrführenden Etikett „Stakeholder Values“ jede demokratische Entscheidung mit Hilfe des Strassenmobs gekippt werden. Wer genau hinschaut erkennt, dass nicht mehr „One Citizen – One Vote“ gilt, sondern die Reichen spielen über die Bande und benützen das Volk auf der Strasse fpr ihre Zwecke. Wählerstimmen und Justiz werden durch orchestrierte Krawalle und die dies verherrlichenden Medien abgelöst. Seit… Mehr

Hannibal Murkle
26 Tage her

„ Von linker Seite hört man indes viel Verständnis für die Einschüchterungstaktiken gegen die obersten Richter. Verkehrsminister Pete Buttigieg aus dem Biden-Kabinett, der auf Seiten der Demokraten als einer der Top-Kandidaten für die nächste Präsidentschaftswahl gehandelt wird, sollte der Präsident nicht wieder antreten, verteidigte das Verhalten der Demonstranten“

In den USA blühen für Stalking mehrere Jahre – und es ist durchaus Stalking. Ist es nicht ein Skandal, wenn ein Minister der Biden-Regierung Stalking bejubelt?

hansmuc
26 Tage her

Es ist absolut erschreckend, wie Gruppen von diesen linken Kreaturen auf geradezu satanistische Weise Mord an Kindern durchsetzen wollen! Was ist nur aus der Menschheit geworden, dass hier kein kollektiver Aufschrei geschieht?!

Hannibal Murkle
26 Tage her

„ Es gäbe 50 Dollar Belohnung für eine „bestätigte Sichtung“ eines der sechs konservativen Richter und 200 weitere Dollar, wenn sie eine halbe Stunde noch an besagtem Ort sind“

Insgesamt viel Kohle – woher diese stammen mag? Die linksradikalen „Aktivisten“ haben in der Regel keine geregelte Jobs.

alter weisser Mann
26 Tage her

Von linker Seite hört man indes viel Verständnis für die Einschüchterungstaktiken gegen „den Feind“.
Linke sind sich da weltweit gleich, aber wenn sie selbst gleiches erleben würden, dann würde sofort nach dem Staatsschutz gegreint.

Christian K.
26 Tage her

Die Midterms stehen an. Die Demokraten könnten lt. Umfrage im Kongress ( Semat und Repräsentantnehaus ) die Mehrheit verlieren und damit würde Biden bzw. sein Umfeld zur „Lame Duck“ werden. Die Dems um Biden haben wenig bis keine wichtigen Themen die sie spielen können. Neben dem Abtreibungsgesetz wurde noch andere wichtige Gesetze die die Dems erlassen haben vom Supreme Court kassiert. Besonders schmerzlich dürfte es für die woken Dems sein das der Supreme Court dem US-Bundesstaat New York untersagte illegalen Migranten das Wahlrecht einzuräumen. Erneut zündet BLM nicht. Auch Unruhen von Terroristen, nicht Aktivisten oder Demonstranten wie wir sie in… Mehr

MeHere
26 Tage her

Die höchstinstanzlichen Richtersprüche nicht anerkennen ist der Anfang vom Ende der Demokratie. Etwas, wovon Russen und Chinesen träumen und Linke (mit Geld aus Moskau und Peking) eifrig mitlaufen.
Das Thema „Volksverhetzung“ oder Mißbrauch des Demonstrationsrechts (Ankleben auf der Straße) ist leider nicht auf der Tagesordnung – warum nicht ?
Antwort: weil der Affenzirkus politisch gewollt ist. Ich will das aber nicht und meine Steuern werde ich nicht für diesen linken Dreck verheizen lassen …

Kassandra
26 Tage her
Antworten an  MeHere

Wir hier sind dann schon weiter – denn wir haben Richter, die aufgrund von Fehlexpertisen Grundsatzentscheidungen treffen:
„Einmal mehr können wir feststellen, dass die fehlerhafte, wenn nicht stümperhafte Anwendung wissenschaftlicher Methoden Fakten geschaffen hat, die wiederum von Unkundigen und Ahnungslosen aufgenommen und zur Grundlage ihrer Beurteilung gemacht werden. Es ist natürlich misslich, wenn die entsprechend genarrten Unkundigen und Ahnungslosen ausgerechnet beim Bundesverfassungsgericht sitzen. Indes muss man die dort Einsitzenden fragen, warum sie es nicht für nötig gehalten haben, ihre Urteilsgrundlage durch die Hinzuziehung unabhängiger [also nicht am staatlichen Tropf hängender] Wissenschaftler und Kundiger zu verbessern. https://sciencefiles.org/2022/07/05/verfassungsrichter-sind-auch-nur-unkundige-professoren-fordern-neuverhandlung-zu-impfpflicht-grundlage-des-urteils-falsch/

Mausi
26 Tage her
Antworten an  MeHere

Ende der Demokratie: Und wenn der Richterspruch links gerichtet wäre? Oder das Ende nur, wenn es um einen konservativen Richterspruch geht? Nicht, dass ich diese Angriffe in irgendeiner Weise gutheisse. Aber bei Regeln sollte man immer darüber nachdenken, ob sie wirklich helfen würden. Dazu muss man sich fragen, was sie bewirken, wenn die andere Seite die Macht hat. Bei uns wurde höchstrichterlich entschieden, Klima über alles zu setzen. Ich erkenne diese Entscheidung nicht an. Weil sie den Schutz des Einzelnen vor dem Staat untergräbt. Ich erkenne schon die Befugnis unserer Regierenden nicht an, unsere Verfassung um einen Klimaartikel zu ergänzen.… Mehr