Kritik an Fördergeldern für Moscheebau in Straßburg

Straßburgs grüne Bürgermeisterin hat Fördergelder in Höhe von 2,5 Millionen Euro für den Bau einer türkischen Moschee bewilligt. Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ warnt vor einer Zunahme des türkischen politisch-religiösen Einflusses in Europa.

IMAGO / PanoramiC

Der Mitbegründer von „Printemps républicain“, einer Bewegung, die sich gegen Islamismus und Rechtsextremismus einsetzt, Gilles Clavreul, wendet sich in der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ gegen die Subventionierung einer neuen türkischen Moschee in Straßburg. Von 2015 bis 2017 war Clavreul als Beauftragter für den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus im Kabinett Hollande tätig.

Auch die Sozialisten hatten Einspruch erhoben

Im Figaro beklagt er: „Die Bewilligung, die vom Straßburger Stadtrat verabschiedet wurde, und eine Finanzierung von mehr als 2,5 Millionen Euro für den von der türkischen islamistischen Organisation Milli Görüs ausgeführten Bau der Moschee ‚Eyyub Sultan‘ vorsieht, wirft ein neues Licht auf den Ökologismus der Stadt – sieben Jahre nach der Wahl von Éric Piolle in Grenoble und insbesondere neun Monate nach den von den Wahlerfolgen der Kandidaten der Grünen Partei EELV (Europe Écologie – Les Verts) in Lyon, Straßburg, Bordeaux, Besançon und Poitiers“.

Mit dem Straßburger Beschluss, gegen den alle politische Gruppen – darunter auch die Sozialisten – Einspruch erhoben hatten, „befürworten die Grünen eine folgenschwere politische Entscheidung für Straßburg, aber auch für sie selbst auf nationaler Ebene und im weiteren Sinne für die Linke im Ganzen“. Für Straßburg markiere diese Entscheidung eine Zäsur. Eine bisherige Praxis sehe zwar eine finanzielle Unterstützung von kultischen Projekten bis zu zehn Prozent der Gesamtarbeiten vor. Dennoch, so Clavreul, „handelt es sich dabei um eine Option – im Rahmen einer Verhandlung, die vor dem Beginn der Arbeiten aufgenommen wird – und nicht um ein Recht – auf einen Maximalbetrag und nicht um einen Pauschalbetrag“.

Doch der Grundstein der Moschee Eyyub Sultan sei bereits im Oktober 2017 in Anwesenheit eines Mitglieds der türkischen Regierung gelegt worden. In der Zwischenzeit seien die Kosten der Arbeiten außer Kontrolle geraten und betrügen nunmehr das Doppelte des anfänglichen Budgets. Der frühere Bürgermeister Roland Ries sei damals deutlich gewesen: keine städtische Finanzierung für ein bereits begonnenes Projekt.

Betrag in Rekordhöhe

Zudem sei noch niemals ein derartiger Betrag für ein Projekt dieser Art gebilligt worden. Damit zeige die grüne Mehrheit „eine gewisse Leichtfertigkeit bei der Zuteilung öffentlicher Gelder“ und offeriere Erdogan „einen bedeutenden Geldsegen für die Umsetzung eines Projekts, das den Einfluss des türkischen Islamismus im Herzen der Hauptstadt Europas bekräftigen soll“. Die vom ehemaligen Premierminister Necmettin Erbakan gegründete Bewegung Milli Görüs, so erinnert Clavreul, „ist eines der Vehikel des türkischen politisch-religiösen Einflusses in Europa“. Clavreul kommentiert: „Die Straßburger Grünen machen einem Aushängeschild des islamistischen Vormarschs in Europa ein beachtliches Geschenk. Für die europäische Hauptstadt der Menschenrechte ist es ein seltsames Geschenk – gerade jetzt, da Ankara aus der Konvention von Istanbul gegen Gewalt an Frauen aussteigt“.


Dieser Artikel erschien zuerst in Die Tagespost. Katholische Wochenzeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung zur Übernahme.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 48 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

48 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
giesemann
7 Monate her

FR MUSS das machen, weil sie meinen, so die Uranversorgung aus West-Afrika einigermaßen sicher stellen zu können, sind eben leider Moslems, die sie bei Laune halten müssen, https://www.wiwo.de/politik/europa/frankreich-der-rohstoffkrieg-in-mali/7629346.html. Die Deutschen helfen ein wenig mit, weil es ist schließlich auch IHR Strom, der da in franz. AKW produziert wird. Das wird allerdings immer schwieriger, das Uran aus dem Erzgebirge haben die Russen – woher nehmen, wenn nicht stehlen. Vive la France afrique! 

WeltbegaffenderRumReisender
7 Monate her

Eine EU, die den Islam hofiert, finanziert in weiten Teilen Europas etabliert will ich nicht! Bin ich jetzt ein Rassist? Bin ich jetzt ein Nazi? Bin ich jetzt ein Reichsbuerger, als solcher dann folgerichtig ein enger Verbündeter der Osmanen? Nein! Nein! NEIN!

Last edited 7 Monate her by WeltbegaffenderRumReisender
Klaus Kabel
7 Monate her

Die Grüninnen werden noch zu spüren bekommen, was sie hier anrichten. In schā‘ Allāh

KorneliaJuliaKoehler
7 Monate her

Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Das ist die Grundlage der Politik der Grünen. Die Zerstörung der jüdisch/christlichen Kultur und deren Gesellschaft, und somit auch der Demokratie, haben die Grünen Kommunisten und der Islam gemeinsam zum Ziel. Es ist sicherlich kein Zufall, dass gerade dort, wo die wichtigsten und größten Münster und Dome der Christenheit stehen, derzeit die größten Moscheen gebaut werden. Die Umwidmung des Petersdom zur Moschee ist doch schon lange in der Planung. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis der Papst die Schlüssel freiwillig übergibt. Ihre Kreuze haben Bischöfe aus Respekt vor dem Islam schon… Mehr

Gisela Fimiani
7 Monate her

Ist es nicht ein „pikanter“ Zufall, dass die Farbe „Grün“ in der muslimischen Welt von Bedeutung ist? Die „Grünen“ machen ihrem Namen alle Ehre….

Schwabenwilli
7 Monate her

Das Aufwachen beginnt Zeitgleich mit den sich häufenden islamischen Gewalttaten.

Die vollkommene ideologische Verblendung und Verblödung der Roten und Grünen nützlichen Deppen wird von den islamischen Aktivisten und Strategen politisch und gesellschaftlich ausgenutzt.

lube
7 Monate her

1683, 1871, 1918, 1940, 1945 nun dank der Grüninnen 2021 siegt der Islam der Türkei
Arme Elsässer- in der Reichsstadt studierte einst Goethe uvm

naivlink
7 Monate her

Interessant ist auch der Name der Moschee. Offenbar hat sich der Namenspatron der Eroberung der Städte der Ungläubigen gewidmet. Konstantinopel hat sich damals aber noch verteidigt. Wir unterstützen…

SwingSkate
7 Monate her

„Die Islamisierung Europas“ so oder so ähnlich wird der verharmlosende Eindruck erweckt, als hätte die indigen europäische Bevölkerung am Islam Gefallen gefunden und würde massenweise konvertieren. Dem ist aber nicht so, Kern- und Herzstück dieser „Islamisierung“ ist die Invasion – völkerrechtswidrig wie eh und je – und man sollte das auch so benennen. 

Konservativer2
7 Monate her

Na, ist doch logisch. Entweder geht man mit staatlicher Autorität gegen die Islamisierung vor, oder man macht Appeasement. Grüne Gutmenschen glauben nun mal daran, dass in jedem islamistischen Attentäter ein kleiner, mißverstandener Junge steckt, und man sich eine niedrigere Zahl abgschnittener Köpfe mit ein wenig Bakschisch erkaufen kann. Mahlzeit.

Gottfried23
7 Monate her
Antworten an  Konservativer2

Besonders die Grüninnen!

Konservativer2
7 Monate her
Antworten an  Gottfried23

Tja, weshalb diese den Moslem so pampern, möchte ich gar nicht so sehr ausführen. Nur so viel: nachdem der westliche Mann gründlichst entmannt wurde sucht man nun instinktiv nach eher ursprünglich gearteten Männchen, die gerne von ihrem D….l Gebrauch machen… ;-P