Die sinnlose Ramadan-Gewalt und Israels wachsender Energie-Reichtum

Der Ramadan, das muslimische Fest des Fastenbrechens, war eine Gewalt-Periode gegen Israel. Doch das Land ist stärker als je zuvor, auch demographisch. Und vor Israels Küste im östlichen Mittelmeer lagert das Gold der Zukunft in Form von riesigen Gasmengen.

IMAGO / Schöning
Tempelberg in Jerusalem

Der Ramadan ist zu Ende gegangen und die Gewalt arabischer Terroristen nimmt zusehends ab. Dutzende von Opfern sind zu beklagen, mehr als in den vergangenen Jahren – auf beiden Seiten. Obwohl die Gewalttätigen deutlich brutaler zugeschlagen haben – hat es irgendetwas gebracht? Sind die Täter und ihre politischen Unterstützer ihrem Ziel, Israel zu schwächen oder gar zu vernichten, auch nur einen Schritt weitergekommen?

Die letzten sechs Wochen haben im Nahen Osten insbesondere zwischen Mittelmeer und Jordan eine Gewaltszene erlebt wie seit vielen Jahren nicht mehr. 16 Israeli sind ermordet worden, israelische Sicherheitskräfte haben bei der Suche nach den Tätern und vereitelten Anschlägen mindestens zwei Dutzend Palästinenser getötet. Wie jedes Jahr ist der Ramadan, das muslimische Fest des Fastenbrechens, eine Gewalt-Periode. Die Massenmedien weltweit nehmen heuer davon nur sporadisch Kenntnis. Der Ukraine-Krieg überschattet alles, beherrscht die Bilder auf allen TV-Kanälen.

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Die Gräber rund um Jerusalem sind zugeschüttet, die Hinterbliebenen haben keine Tränen mehr. Wem hat es etwas genützt? Benutzten die Täter und ihre Hintermänner in Teheran und Gaza einen einfachen Rechenschieber, müssten sie sich die Sinnlosigkeit ihres auch noch so brutalen Handelns eingestehen. Was bringt all das Messerstechen und Schießen auf zufällig flanierende Passanten, Soldaten und Polizisten, wenn Israel zum 74. Wiedergründungsfest, Yom Haatzma´uth, in diesen Tagen bekanntgeben kann, dass in den letzten 12 Monaten 191.000 Kinder geboren wurden. 9,5 Millionen leben hier aktuell insgesamt, davon über sieben Millionen Juden und gut zwei Millionen Araber. Das Zahlen-Verhältnis zwischen den beiden Volksgruppen ist seit Jahrzehnten stabil. Die selbsternannten Statistiker, die Israel eine arabisch-muslimische Mehrheit in nicht allzu ferner Zukunft prophezeien, müssen neu rechnen. Denn Israels Bevölkerungswachstum beträgt stabil 1,91 Prozent. Mehr als in jedem EU-Land.

Hinzu kommt: Der Ukraine-Krieg bewirkt für Israel einen Zustrom teilweise gut ausgebildeter Menschen auch aus Russland – 38.000 in nur wenigen Wochen, so viele wie seit dem Zusammenbruch der UdSSR nicht mehr. Und ein Ende ist nicht abzusehen.

Wie verzweifelt müssen die Anführer der Terror-Organisationen wie Hamas sein, wenn sie der Welt erzählen wollen, Israel wolle die Al-Aqsa-Moschee, das drittgrößte Heiligtum der Muslime mitten in Jerusalem zerstören. So heilig kann diese Moschee den Gewalttätigen nicht sein, wenn sie Wochen vor dem Ramadan Steine und Molotow-Cocktails in den Gebets-Gewölben stapeln. Israels Sicherheitskräfte – wie es sich für eine Demokratie gehört – haben die Moschee geräumt zum Schutz der arabischen Mehrheit, die nichts anderes wollte als beten. Dabei gibt es hässliche Fotos. Israels Sicherheitskräfte können aber von Erfolg sprechen, denn beim Abschluss-Gebet, Eid-Al-Fitre, am 2. Mai beten 200.000 Muslime friedlich und ungestört. Die Quelle dafür: der für die Moscheen in Jerusalem verantwortliche muslimische Waqf.

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Auch einige radikale Israeli haben die Gewaltwelle genutzt, um ihrerseits auf Palästinenser in Judäa und Samaria, besser bekannt als Westbank, einzuprügeln. Sie sind eine verschwindende Minderheit, werden in aller Regel gerichtlich bestraft und die überwiegende Mehrheit im israelischen Parlament verurteilt die sinnlose Gewalt. Ganz im Gegensatz zur PLO-Führung, die Hinterbliebenen der Täter satte Pensionen bezahlt, mehr als sie durch geregelte Arbeit verdienen können.

Die Hamas-Führung muss am Ende des Ramadan resümieren, dass sie nicht nur keine neuen Freunde hinzugewonnen haben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, im letzten Jahrzehnt eher auf der Seite der Israelfeinde, hat auf Bitten der Regierung in Jerusalem Dutzende von Hamas-Repräsentanten zwischen Istanbul und Ankara des Landes verwiesen. Die 180-Grad-Kehrtwende des Türken hat etwas mit dem neuen Wind zu tun, der in Nahost weht. Ausgelöst wurde er von zwei Männern, die Geschichte sind: Donald Trump und Benjamin Netanyahu. Aber die von ihnen initiierten Abraham-Accords haben die Zahl der arabischen Staaten, die mit Israel diplomatisch und wirtschaftlich kooperieren, verdreifacht. Milliarden-US-Dollar-Geschäfte in den nächsten Jahren zwischen Marokko, UAE, Bahrein einerseits und Israel auf der anderen Seite sind erfolgversprechend längst einfädelt.

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Und im östlichen Mittelmeer lagert das Gold der Zukunft in Form von riesigen Gasmengen, teils schon gefördert und verteilt. Das Gros der Vorkommen liegt aber noch tief unter dem Meeresspiegel. Der US-Energie-Konzern Chevron hat nicht planlos die ersten fünf Milliarden US-Dollar in israelische Gasquellen investiert. Die EU hat knapp 700 Millionen Euro für eine geplante Pipeline von Israel über Zypern in den griechischen Peleponnes in den Etat eingeplant und genehmigt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sich die Europäer, die sich zeitnah von Putins Energieabhängigkeit befreien wollen, auch an Jerusalem wenden werden, das längst mit Zypern und Griechenland in einem Energie-Boot sitzt.

An diesem Milliarden-Geschäft will Ankara auch teilhaben und hat die Fronten kurzerhand gewechselt. Eine türkische Ehrengarde hat kürzlich die israelische Nationalhymne, Hatikwa, fehlerfrei in der türkischen Hauptstadt intoniert. Anlass war der Besuch des israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog mit allen Ehren. Aktuell kam diese Botschaft aus Ankara in Jerusalem an: Aus Anlass des „National Day of the State of Israel“, gratuliere ich Seiner Excellenz und dem israelischen Volk im Namen meiner Nation und im eigenen Namen. Unterschrift: Recep Tayyip Erdoğan.



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Kommentare ( 14 )

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Hieronymus Bosch
11 Tage her

Israel ist uns in allem mindestens einen Schritt voraus! Ich bin immer wieder begeistert, wie dort Tradition und Fortschritt in Einklang gebracht werden – und wie das Land überhaupt vorankommt! Wenn man das mit unseren Verhältnissen vergleicht, kann man nur den Kopf in den Sand stecken. Dort ist Militär ein natürlicher Teil der Selbsterhaltung, dort ist technologischer Fortschritt eine Notwendigkeit. Auch wenn man mit manchen politischen Entscheidungen nicht übereinstimmt, muss man vor Israel den Hut ziehen! Dort ist Bewegung – hier ist nur Stillstand!

Damon71
12 Tage her

Woher kommt denn diese erhöhte Gewaltbereitschaft im Ramadan? Ist das vielleicht Unterzuckerung durch das lange Fasten? kann aber eigentlich nicht sein, denn nach Sonnenuntergang dürfen die Muslime ja wieder etwas essen, wenn ich mich nicht irre.

Senni
12 Tage her

Unter Seglern sagt man immer gucken woher der Wind weht, dann stimmt der Kurs ! Trifft auch auf die Politik zu !

Hannibal Murkle
12 Tage her

„ An diesem Milliarden-Geschäft will Ankara auch teilhaben und hat die Fronten kurzerhand gewechselt“

Wenn es sich lohnt, werden neue Bündnisse eingegangen – etliche Unterschiede zwischen der Türkei und Israel stören dabei nicht. Warum soll sich Deutschland weiter sklavisch an die USA Klammern mit dem Ergebnis, nirgends mehr respektiert zu werden? Besser stets schauen, ob die USA, China oder Indien mehr Nutzen bieten.

haasel
12 Tage her
Antworten an  Hannibal Murkle

Erdogan nimmt wie ein Chamäleon immer die Farbe der Umgebung an, die er haben möchte! Dabei bleibt er ein Schurke, aber er regiert dabei für sein Land, und für sich. Hier gibt es keine muslimische Ehre. Der Schatten ist immer da, wo er drüber springen will. Bei uns gab es auch noch nie Ehre, aber auch kein Regieren zum Wohle des Volkes! Das ganze Land wird zum Schatten, zünde mal bitte Einer ein Licht an!

Ralf Poehling
12 Tage her

Bzgl. des Kurswechsels der Türkei braucht es ein großes Maß an Vorsicht.
Ein Kurswechsel aufgrund von Druck ist weit weniger beständig, als ein Kurswechsel aus Überzeugung.

Zur „Ramadangewalt“:
Fasten = Unterzuckerung + Dehydration = Unzurechnungsfähigkeit.
Ist jedes Jahr wieder zu beobachten.
Da ist die Religion nachweislich direkte Ursache für Gewalt.

GWR
12 Tage her
Antworten an  Ralf Poehling

Mit fasten hat das doch nichts zu tun, was die da machen.
Es wird lediglich die Nahrungsaufnahme auf die Zeit nach Sonnenuntergang verschoben. Und dann wird ordentlich aufgetischt.

Petra Horn
13 Tage her

Mit dem Wort „sinnlos“ sollte man vorsichtig sein. Nur weil die Wirkung nicht so offensichtlich ist, heißt es nicht, daß es keine beabsichtigte Wirkung entsteht.

Schwabenwilli
13 Tage her

Der Ukraine-Krieg bewirkt für Israel einen Zustrom teilweise gut ausgebildeter Menschen auch aus Russland – 38.000 in nur wenigen Wochen, so viele wie seit dem Zusammenbruch der UdSSR nicht mehr.Die selbsternannten Statistiker, die Israel eine arabisch-muslimische Mehrheit in nicht allzu ferner Zukunft prophezeien, müssen neu rechnen. Denn Israels Bevölkerungswachstum beträgt stabil 1,91 Prozent Aus verschiedensten Ländern der Welt wandern schon seit vielen Jahren Juden ins gelobte Land ein. Auch weil das Leben Bspw. in Europa für Juden immer unerträglicher wird. Daher die relativ konstante Zahl. Araber oder Moslems wandern ganz sicher nicht in Israel ein, können sie auch gar nicht.… Mehr

Bernd W.
12 Tage her
Antworten an  Schwabenwilli

Die größte Gefahr für Israel geht m. E. von den Orthodoxen aus: Sie werden schon in wenigen Generationen die Mehrheit im Lande stellen; Sie sind – wie die Hardliner aller Religionen – nicht kompromissfähig, oftmals radikal, im Grunde völlig realitätsfern; sie leisten weitestgehend keinen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Israels.

herman32
12 Tage her
Antworten an  Schwabenwilli

„Araber oder Moslems wandern ganz sicher nicht in Israel ein, können sie auch gar nicht.“ Dafür kommen die Araber und Moslems gern nach Dummland. Sicherheitshalber verkündet der Dummland Staatsfunk RBB die freudige Nachricht, „Noah“ ist der beliebteste Vorname bei „Berliner Eltern“.
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2022/05/vornamen-berlin-jungen-maedchen.html
„Mohammed“ und Varianten tritt im Staatsfunk-Bericht nun garnicht mehr auf, obwohl zuvor als Nummer 1 gehandelt.

Manfred_Hbg
13 Tage her

Zitat: „Ganz im Gegensatz zur PLO-Führung, die Hinterbliebenen der Täter satte Pensionen bezahlt“ > Es ist schon längst überfällig das, a) den dortigen gewaltbereiten und antisemitischen Palästinensern und Gruppen der Geldhahn aus Dummland zugedreht wird und b) das hier in Dummland den palästinensischen Antisemiten und gewaltätigen Nixnutzen und Hetzern ein Riegel vorgeschoben und sie allesamt ausgewiesen werden. DOCH wenn es solch realitätsfernen Regierungs- und Altparteipolitiker, einen Bundespräsidenten wie Frank-Walter den Spalter und das Kreuz ablegenden Kirchenoberen wie hier in Dummland gibt die sich auch den palästinensischen und iranischen Terror-Regimen auf verschiedener Art und Weise anbiedern, dann wird sich auch das… Mehr

Petra Horn
13 Tage her
Antworten an  Manfred_Hbg

Dummland ist leider die EU, die den Deutschen, von ihrer eigenen Regierung unterstützt, das Geld aus der Tasche zieht. Und dazu kommt, je mehr Kinder die Palästinenser bekommen, desto mehr Geld kommt von der EU.
Wozu das führt ist klar: Mehr Krieger, die in den muslimischen Himmel kommen wollen.

RMPetersen
13 Tage her

Betr „Ramadan-Gewalt“
Die spinnen, diese Islamisten.