In der eigenen Falle: Warum Erdogan mit den Taliban verhandeln will

Erdogan will die Taliban zu Brüdern machen. Das hat ideologische und strategische Gründe. Denn durch geschürten Rassismus und den Flüchtlingsdeal hat der türkische Präsident sich eine eigene Falle gebaut: Ein großes Flüchtlingsproblem.

IMAGO / Depo Photos
Recep Tayyip Erdogan

Vor zwei Wochen zog ein wütender Mob durch die Straßen der türkischen Hauptstadt. Es waren mehrere Hunderte, welche Geschäfte, Häuser und Fahrzeuge von dort lebenden Syrern zerstörten. In Videos ist zu sehen, wie grölende Männer so lange an einem Schaufenster-Gitter ziehen, bis es zu Boden fällt, worauf darüber laufen, um das Geschäft zu plündern und zu zerstören. Es sind Bilder, die man als einen Pogrom deuten kann: rassistisch-gewalttätige Ausschreitungen gegen Minderheiten.

Der Auslöser für die Ausschreitungen war die Nachricht, dass ein Syrer einen 18-jährigen Türken nach einem Streit erstochen habe. Doch dahinter steht als Konfliktgrund der Präsident selbst, der in seinem Land Rassismus schürt, nachdem er sich mittels seines „Flüchtlingsdeals“ mit der EU ein Migrationsproblem schuf, für das er sich von der EU bezahlen lässt. Erdogan sitzt in einer selbst gebauten Falle. Das ist der Grund dafür, dass er schon vor dem Taliban-Einmarsch in Kabul mit ihnen verhandeln und den Flughafen kontrollieren wollte. Erdogan versucht sich in Schadensbegrenzung-Politk, indem er weitere afghanische Migranten in der Türkei verhindern will.

Der Milliarden-Deal wird zu Erdogans „Flüchtlingsproblem“

Die Türkei bekommt durch den EU-Flüchtlingsdeal als Transitland Milliardensummen dafür, die syrischen Migranten zu versorgen und an der Weiterreise in die EU zu hindern. Damit wurde die Türkei selbst das Land mit den meisten „Flüchtlingen“ auf der Welt. Stand Dezember 2020 leben laut UNO in der Türkei 4,1 Millionen „Flüchtlinge“ und Asylsuchende – davon mehr als 3,6 Millionen syrische „Flüchtlinge“ und 330.000 aus anderen Ländern wie Afghanistan und Irak. Nur 1,7 Prozent der „Flüchtlinge“ leben in Flüchtlingslagern, der Rest lebt im städtischen oder im ländlichen Raum. Jeden Tag kommen weitere rund 2000 Afghanen ohne Papiere über die Grenze.

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Die Spannungen innerhalb der einheimischen Bevölkerung nehmen schon seit Jahren zu. 70 Prozent der Bevölkerung fordern, die Grenzen zu schließen, so das Meinungsforschungsinstitut Metropol. Im März 2020 kam der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, wegen der stark wachsenden Zahl von „Flüchtlingen“ in der Türkei, unter erheblichen Druck. Er brach offen den „Flüchtlingsdeal“, indem er „Flüchtlinge“ nicht mehr aufhielt und die Grenze zum griechischen Festland nicht mehr sicherte. Auch stoppte er die Wiederaufnahme von zurückgeschickten Migranten aus den griechischen Insel-Camps, die laut Deal bei abgelehntem Asylbescheid zurück in die Türkei müssen. Absichtlich drängte Erdogan hunderttausende Migranten über die Grenze ins EU-Land Griechenland.

Im selben März 2020 machte Erdogan bereits deutlich, dass er nicht noch mehr „Flüchtlinge“ in der Türkei haben will. Er hat das Brodeln in der Gesellschaft schon vor einem Jahr gespürt. Doch er und seine Regierung haben große Mitschuld an dieser Eskalation. Teile der türkischen Bevölkerung sind sowohl emotionalisiert als auch rassistisch aufgeladen worden. Emotionalisiert sind sie durch ihre soziale Situation, die durch die galoppierende Inflation in der Türkei verschärft wird. Die türkische Währungspolitik sorgt selbst dafür mit ihrem dauerhaft niedrigen Leitzins. Durch die höhere Geldmenge im Umlauf verliert die Lira massiv an Wert. Mit der Corona-Krise verschlechterte sich die gesamtwirtschaftliche Lage in der Türkei zusätzlich. Große Teile der Bevölkerung befinden sich in einer finanziellen Notsituation. Viele Bürger sind der Meinung, dass die Staatskasse wegen der Migranten leer ist – eine Ansicht, die auch die Oppositionsparteien CHP und die nationalistischen lyi-Partei befördern. In der Türkei das Thema „Flüchtlinge“ zum wichtigsten und zentralen Wahlkampfthema geworden.

Getriebene von Erdogans rassistischer Politik

Der wütende, plündernde Mob von Ankara wurde indirekt auch von der türkischen Regierung getrieben, ja von ihrem Präsidenten Erdogan persönlich. Seit 20 Jahren regiert Erdogan die Türkei und veränderte das ganze Land. Als eine Strategie, um seine Macht zu erhalten, spielte er immer wieder nationalistische Karten aus; zunächst war dies die Kurden-Karte. Er propagiert systematisch ein Feindbild von Kurden als „Terroristen“. Sowohl die ihm gefährlich gewordene Oppositionspartei HDP als auch prokurdische Demonstranten schaltete er damit aus. Der zuvor – seit Republikgründung – existente antikurdische Rassismus wurde seit Erdogans Amtsantritt verstärkt. Vor kurzem wurden in Konya sieben Mitglieder einer kurdischen Familie getötet und ihr Haus angezündet. Erdogan betreibt eine rassistische Sündenbock-Politik: So hat er beispielsweise „kurdische Terroristen“ für die schrecklichen Waldbrände in der Türkei verantwortlich gemacht.

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Schon bei der Gründung der Republik Türkei wurde die Vorstellung von einem homogenen Nationalstaat propagiert. Doch Erdogan hat dieses Konstrukt eines türkischen Nationalismus zusammen mit der Ideologie des politischen Islam zu einem neuen Weltbild geformt: einem nationalistischen Politischen Islam. Der politische Islam, den Erdogan in der Türkei versucht zu etablieren, ist eine islamistische Ideologie voller Rassismen. Die politisch-islamische Ideologie stammt hauptsächlich von den Muslimbrüdern, die in ihren rassistischen Ideologien von den deutschen Nationalsozialisten beeinflusst wurden. Seit Jahren existiert die Behauptung, dass Erdogan von Adolf Hitler gewissermaßen inspiriert ist. Erdogan hat selbst „Hitler-Deutschland“ als Beispiel dafür genannt, dass ein Zentralsystem und ein Präsidialsystem sich nicht ausschließen würden. Angeblich wäre Erdogan missverstanden worden. Doch die Wahrheit ist: „Mein Kampf“ wird in fast allen Buchläden und sogar in Supermärkten in der Türkei mit großem Erfolg verkauft.

Erdogans nationalistischer Politischer Islam

Erdogan sympathisiert zugleich mit Nationalismus und Islamismus – dies gilt für ihn persönlich als auch für seine Politik. So gehörte es zu seiner Strategie gegen die Oppositionspartei HDP, durch eine aggressive nationalistische Politik an Beliebtheit zu gewinnen und das nationalistisch Lager, also die rechtsextreme, nationalistische MHP und die kemalistische CHP, hinter sich zu vereinen. Stolz offenbarte Erdogan, das er ein Anhänger der rechtsextremen „Grauen Wölfe“ und der islamistischen Muslimbruderschaft (MB) ist, indem er den Wolfs-Gruß und das Rabia-Zeichen seinen Anhängern von der Bühne aus zeigte.

Kein Geheimnis ist auch, dass der türkische Präsident Graue Wölfe und Islamisten weltweit unterstützt. Nachdem die Grauen Wölfe als paramilitärische Organisation – als politischer Arm der MHP – in der Türkei in den 1970er Jahren schwere Anschläge  verübten, wurden sie dort verboten. Doch heute erstarken sie wieder in der Türkei dank Erdogan und der MHP – sie fördern die Ideologie dieser rechtsextremen Bewegung. Sie alle träumen gemeinsam den Traum von einem großtürkischen Reich und sind vereint in Feindschaft gegenüber Armeniern, Kurden und Juden, Christen und gegen liberale, säkulare Muslime.

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Und nun kommen auch noch Flüchtlinge, darunter Syrer und Afghanen hinzu. Denn in der nationalistisch bis rassistisch aufgeladen Bevölkerung stellt eine so große Menge „fremder“ Zuwanderer eine Bedrohung ihrer gewünschten Hegemonie dar. Erdogan, seine AKP und die MHP haben Teile der türkischen Gesellschaft rassistisch erzogen, dabei halfen vor allem die gleichgeschalteten Medien. So wie die Kurden zu den „fremden“ Feinden im eigenen Land erklärt wurden, erlebten die Armenier dasselbe Schicksale im Zuge des Bergkarabach-Konflikts 2020. Doch diese nationalistische Karte spielte er nicht nur politisch aus, sondern militärisch – was eine große Wirkung auf sein ihm zusehendes Volk hat. So wie er damals IS-Dschihadisten benutzte in Nordostsyrien, um kurdische Kämpfer hinzurichten, so nutzte er wieder Dschihadisten um gegen Armenier zu bekämpfen. Die Progagandamaschinen gegen andere Völker und Identitäten stellte die Regierung Ankaras wurden auf Hochtouren gestellt, um die Unterstützung der Bevölkerung für diese Taten anzustreben. Wie stark der Rassismus im Land außer Kontrolle ist, zeigte sich an den türkischen Polizisten in Ankara, die auf Videos zu sehen ist, wie sie selbst den Mob nicht aufhält, sondern ihm geholfen hat. Nicht mal die eigenen Sicherheitskräfte hat Erdogan im Griff, wenn es um Flüchtlinge geht.

Erdogans Schadenbegrenzungs-Politik

Mit dem in weiten Bevölkerungsteilen existierenden Rassismus wird das Flüchtlingsproblem für Erdogan zum doppelten Problem. Als die NATO ankündigte, ihre Truppen in Afghanistan abzuziehen, fürchtete Erdogan die Flüchtlingswelle die auf ihn und Europa zukommen würde. Sofort bot er US-Präsident Joe Biden an, den Flughafen in Kabul zu sichern, wenn die Truppen abziehen würden. Im Gegensatz zu westlichen Regierungen hat er vorhergesehen, dass die Taliban in kürzester Zeit in Kabul einmarschieren würden. Erdogans strategisches Ziel dahinter war, durch eine Kontrolle des Flughafens auch eine Kontrolle über das Flüchtlingsgeschehen zu erlangen. Für seine Schadenbegrenzungs-Politik war er bereit, mit den Taliban direkt zu verhandeln. Er machte seinem Volk und der Weltöffentlichkeit deutlich, dass die Türkei keine weiteren Schutzsuchenden aufnehmen werde. Die Türkei könnte diese „zusätzliche Belastung“ nicht tragen, machte Erdogan auch der deutschen Bundeskanzlerin klar. Wiedermal setzt er Merkel damit die Pistole auf die Brust, denn dies bedeutet nicht anderes, als das Erdogan nicht mehr bereit ist, sich an den Flüchtlingsdeal zu halten. In den letzten Tagen hat die Türkei vorsorglich den Bau einer Grenzmauer zum Iran weiter vorangetrieben.

Erdogans Verhandlung mit den Taliban

Für seine Schadensbegrenzungs-Politik ist der türkische Präsident voll motiviert, mit den islamistischen Taliban zu verhandeln. Das Ziel: Alles unternehmen, um Afghanistan innenpolitisch zu stabilisieren, damit Flüchtlingsbewegungen unterbunden werden. Dabei spielt das Weltbild auch eine zentrale Rolle. So machte er klar: „Wir stehen nicht im Widerspruch mit dem Glauben der Taliban“. Der Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid antwortete auf den Anruf von Erdogan: „Die Türkei ist unser Bruder“.

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Wenn Erdogan den Flughafen „gesichert“ hätte, hätte das auch bedeutet, dass er ebenso wie die Taliban-Kämpfer keine Afghanen hätte ausreisen lassen. Er wäre in dieser Funktion ein Helfer und Bruder der Islamisten gewesen, nicht ein Freund der westlichen Alliierten! US-Präsident Biden, der Erdogan die Flughafen-Sicherung zusagte, hat dies deutlich verkannt. Dass Erdogan voraussah, dass die Taliban in kürzester Zeit Kabul einnehmen werden, hängt damit zusammen, dass er und sein Geheimdienst über die besten Kontakte ins islamistische Milieu verfügen – direkt zu den Taliban selbst.

Alte neue Freunde

Wer sich mit Erdogans Vergangenheit auskennt, der weiß, dass schon in den 1980er Jahren Erdogan an einem Tisch mit afghanischen Islamisten saß. Es war das Jahr 1985 in Istanbul, als Erdogan der Vize-Vorsitzende der damaligen islamistischen Wohlfahrtspartei (RP), die der Milli-Görüs angehörte, war. Er speiste an einem Tisch mit Gulbuddin Hekmatyār, damaliger Führer der islamistischen Partei Hizb-i Islāmī in Afghanistan. Derselbe Gulbuddin Hekmatyār stellte sich ab 2001 auf die Seite der Taliban und wurde 2003 von der USA als Terrorist eingestuft.

Bei der Frage, wie schnell Afghanistan in die Hände der Taliban fallen konnte, spielt er eine wichtige Rolle, die bislang völlig unausgesprochen ist: Als die Taliban die Stadt Kabul am 15. August umzingelt hatten, war bereits der frühere Premierminister Hekymatyār auf dem weg nach Doha, um schon dort mit einer Taliban-Delegation Gespräche zu führen – obwohl die Taliban noch nicht einmarschiert waren. Präsident Ghani hatte am selben Tag längst das Land verlassen. Die Gespräche mit der Taliban-Delegation wurden offiziell als ein Koordinierungsrat geführt, der die Übergabe Afghanistans – bevorzugt friedlich – regulieren solle.

Es ist davon auszugehen, dass die Türkei einer der wichtigsten Verbündeten für die Taliban werden könnte. Allerdings sind die Taliban in dieser Freundschafts-Frage gespalten, da die Türkei ein Nato-Mitglied ist und mit dem verhassten Westen zusammenarbeitet. So wollten sie, dass auch die türkischen Truppen Afghanistan sofort verlassen. Doch es bleiben zwischen den beiden immer noch Katar und Pakistan, zwei Länder, die zwischen Erdogan und den Taliban schon seit Tagen zu vermitteln versuchen. „Wir brauchen eine Verständigung auf der Top-Ebene“, sagte Erdogan gegenüber CNN Türk.

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Kommentare ( 32 )

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32 Comments
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G
26 Tage her

Mir kommt in diesem Artikel viel zu häufig das Wort Rassismus vor. Was ist an der guten alten Fremdenfeindlichkeit falsch? Einwanderer sind Konkurrenten! Man kann sogar nichts gegen Schwarze an sich haben und sie aus obigem Grund trotzdem nicht im eigenen Land haben wollen.

Wilhelm Roepke
26 Tage her

Ich sehe den Beitrag nicht so negativ wie viele Mitforisten. Die Türkei wird in der Flüchtlingsfrage härter und baut den Grenzschutz zum Iran aus. Gut so! Eine im Chaos zerfallende Türkei wäre für uns aufgrund der Größe und der familiären Beziehungen schlimmer als die failed states Libyen und Syrien. Geld gegen Flüchtlingsaufnahme funktioniert dauerhaft nicht und führt zu Stress. Je schneller die Türkei das checkt, umso besser.

Peter Silie
27 Tage her

Die Türkei mag vielleicht geringfügig mehr Flüchtline und Asylanten im Land haben als Deutschland, aber an einen Migrantenanteil von 25% werden sie garantiert nicht herankommen. Bei weitem nicht.

W aus der Diaspora
26 Tage her
Antworten an  Peter Silie

Die Einwohnrzahl der Türkei stimmt in etwa mit der von Deutschland überein.

Ticinese
27 Tage her

Erdogan spielte auf der Klaviatur des Nationalismus und Islamismus, – was sich im Grunde ausschliesst. Wenn`s hart auf hart geht, wird jeder (nichtwestlicher) Staat nationalistisch agieren.
Die Türkei ist wie alle Club-Med-Staaten im Prinzip bankrott, ist unglücklicherweise aber nicht im subsidiären Euro-System.
Erdogan wird wohl nix anderes übrigbleiben, als den Merkel-Vertrag zu kündigen, viele Millionen Flüchtlinge nach Europa abzuschieben und auf die Unterstützung Russlands und Chinas zu hoffen.
 
 

bfwied
27 Tage her

Es sind, abgesehen von einigen wenigen, die mit den westlichen Mächten zusammengearbeitet haben und/oder die westliche Kultur verbreiten wollten, keine Flüchtlinge im eigentlichen gesetzlichen Asyl-Sinne – ist bekannt. Es sind im Wesentlichen die Überflüssigen durch die überbordende Fruchtbarkeit und der Ideologie. Der Trend geht generell zu mehr Migration aus den beiden genannten Gründen, und der immer größer werdenden Massenmigration werden wir mit der derzeitigen Politik nicht Herr. Sie sind keine Arbeitskräfte für unsere Zivilisation, sie sind, abgesehen von einigen wenigen, bestenfalls Hilfsarbeiter, die sehr häufig mal kommen, mal nicht. Wohin dieser Trend führt, ist kühl betrachtet, schlicht klar: Er führt… Mehr

Peter Silie
26 Tage her
Antworten an  bfwied

Sie werden nicht unseren Alten helfen (Rente), so wie immer behauptet, sondern im Gegenteil, unsere Alten werden ihnen helfen müssen.
Ich denke, wir befinden uns bereits mitten in einer regulierenden Katastrophe. Wie ein System, daß überschwungen ist und bei dem sich dann eine rückstellende Kraft einstellt, die das Ganze wieder in eine stabile Lage bringt.

Th.F.Brommelcamp
27 Tage her

Sehen Türken Syrer oder Afghanen als eine andere Rasse oder wie verstehen Sie das Wort Rassismus? Vielleicht haben Sie schon den Merkelschen linksgrünen Sprachgebrauch übernommen, wo selbst Religionen Rassen sind.

Ticinese
27 Tage her
Antworten an  Th.F.Brommelcamp

Na ja, die Menschheit ist insgesamt eine Rasse (Spezies). Bei Subtypen unterscheiden sich die Türken (mongolisch-asiatischer Herkunft) allerdings von Arabern einerseits und Afghanen andererseits grundlegend.
Dies illustriert schon die Sprache: Türkisch gehört zu den in weiten Teilen Asiens gesprochenen Turksprachen. Afghanisch (paschtunisch) ist wie persisch eine indogermanische Sprache. Arabisch ist eine Sprache des semitischen Zweigs der afroasiatischen Sprachfamilie.
Dass die Menschen Sprache mit genetischer Herkunft verwechseln, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
 
 

Peter Silie
26 Tage her
Antworten an  Th.F.Brommelcamp

Der Begriff „Rassismus“ wird hier tatsächlich inflationär verwendet. Auch ich habe mich während des Lesens gefragt, was denn eigentlich Rassismus ist. Eigentlich sind es doch unterschiedliche Völker.

Ralf Poehling
27 Tage her

Sie präsentieren die Fakten, Frau Riffler, ziehen aber nicht zu 100% den korrekten Schluss. Wer einen Flughafen besetzt hat, der kann nicht nur Abflüge verhindern, sondern auch gezielt Abflüge einleiten. Und da schauen Sie mal auf die aktuelle Situation mit den sich mehr und mehr verhärtenden EU Außengrenzen im Süden und Osten in Verbindung mit Dublin III: Über Land und Wasser haben Asylanten rechtlich bei uns (eigentlich) keine Chance auf einen Asylanspruch und sie kommen auch physisch immer seltener bis zu uns durch. Dies gilt jedoch nicht(!) für direkt aus einem Krisengebiet einfliegende(!) Anwärter. Diese überwinden so sämtliche Zäune, Landesgrenzen… Mehr

bfwied
26 Tage her
Antworten an  Ralf Poehling

Es wird sich erst ändern, wenn es längst zu spät ist. Denken Sie an die einwandererfreundlichen Eltern der jungen Frau, die in Freiburg von ein paar Jahren vergewaltigt und ermordet wurde von einem Einwanderer. Sie spendeten und riefen zum Verständnis für die islam. Einwanderer auf, zum Miteinander! Sie hatten keine Vorstellung von dieser anderen Kultur, vom Koran, der Sharia, von der Lebensweise dieser Einwanderer. Und die sind nicht allein mit ihrer Weltsicht und ihrem Menschenbild und ihrer Vorstellung von dieser Kultur, die eine Zivilisation ist.

Ralf Poehling
23 Tage her
Antworten an  bfwied

Die Kurvenfahrt in die andere Richtung ist längst eingeleitet. Oder was meinen Sie, wo die derzeitigen Turbulenzen in der Welt ihren Ursprung haben? Wir befinden uns bereits im Verteidigungsfall.
Den meisten ist das nur noch nicht aufgegangen.

AlNamrood
27 Tage her

Seltsam dass ein Kurde die Lieblingstheorie der Türken – Nomadisches Reitervolk schlägt und unterwirft die anatolischen Christen – vertreten würde. Türken sind zu gut 80% nichts weiter als islamisierte Griechen.

W aus der Diaspora
27 Tage her

ich stell mir gerade die Frage warum die ganzen Syrer in dr Türkei bleiben. Groß Teile Syriens sind doch sicher. Wenn ein Land mich nicht will und meine Heimat gleich nebenan ist, dann geh ich heim.
Warum sollten eigentlich Flüchtlinge aus Afghanistan in die Türkei wollen? Dort findet doch schon längst die Unterdrückung der Frau wieder statt. Die wollen durch die Türkei um in die EU und dort nach D, F, I oder GB zu kommen.

Peter Silie
26 Tage her
Antworten an  W aus der Diaspora

Weil Assad diese insgesamt 6 Millionen Landsleute gar nicht zurück haben will. Das sind Terroristen für ihn. Syriens Bevölkerung hat sich von 6 Millionen in den 50ern auf 24 Millionen vervierfacht. Und das in einer ariden, wüstenhaften Umgebung. Assad und seine Landsleute sind heilfroh, daß sie die los sind. Heilfroh!

W aus der Diaspora
26 Tage her
Antworten an  Peter Silie

aha, soso …
die geflüchteten Syrer bleiben also Assad zu Liebe in der Türkei. Weil der das so möchte …

Klar, genau so wird das sein 🙂

EinBuerger
27 Tage her

„antikurdische Rassismus“: Wie ist es nun? Gibt es keine Rassen? Oder sind die Kurden eine eigene Rasse? Rassismus, Faschismus, Nazi, … Bullshitworte des Jahrzehnts. Würde ich möglichst oft verwenden, damit jeder merkt, wie klug ich bin, Frau Riffler. Meine Meinung: 1.) Die Türkei war schon seit Kemal Atatürk nationalistisch. Und ich finde es auch absolut normal, dass ein Land nationalistisch ist. 2.) Erdogan ist eher islamistisch. D.h. nicht die einzelne Nation zählt, sondern die Umma aller Gläubigen. Deshalb hatte Erdogan auch nichts gegen massive moslemische Einwanderung. Aus seiner Sicht waren es ja die „gleichen Leute“. Im Grunde ist er ein… Mehr

Andreas aus E.
27 Tage her
Antworten an  EinBuerger

Erdogan ist zwar tönendender Nationalist, in erster Linie aber mohammedanischer Freimaurer. Seine spezielle Art von Multikulti lief nun gegen die Wand der Realität, da wird ihm auch Rückgriff auf Türknationalismus nicht retten. Ich bilde mir kein Expertentum ein, aber anhand der wenigen Gespräche gewann ich die Erkenntnis: Türken können weder Kurden noch Araber noch Iraner noch Pakistaner noch Afghanen ausstehen, Neger sowieso nicht, umgekehrt gilt das auch, und das in alle Richtungen, alle gegen alle. Erdogan mag das alles unterm Dach des Islam vereinen zu können gehofft haben, aber das fällt ihm nun auf die Füße – so wie hierzulande… Mehr

EinBuerger
27 Tage her
Antworten an  Andreas aus E.

Ich bin auch kein Experte. Aber ein Punkt der „islamistischen“ Bewegung (z.B. der Muslimbrüder) ist, dass die Umma mehr zählt als die Nation.
In der arabischen (und teilweise allgemeinen in der muslimischen) Welt waren vorher westliche Ideen wie Nationalismus und Sozialismus wirksam. Und diese islamistische Bewegung ist eine Art Gegenbewegung zum Westen: „Zurück zu den Ursprüngen“. Hier also zum Islam.
Aber im Grunde ist das für uns egal.
Vielleicht bräuchten wir hier auch eine Bewegung „Zurück zu den Ursprüngen“. Und die Klimakiddies sind es ganz sicher nicht.

Andreas aus E.
27 Tage her
Antworten an  EinBuerger

dass die Umma mehr zählt als die Nation“
sicher – sofern Feind von außen kommt.
Derzeit schickt sich aber keine Macht außerhalb zu grimmigen Eroberungszügen an, datum zerhackt man sich nun munter untereins.

haasel
27 Tage her
Antworten an  EinBuerger

Atatürk war so klug und hat die Religion von der Staatsform abgekoppelt. Im Gegensatz zu Erdogan hatte dieser Despot seine Völker im Griff! So wie auch Tito sein Jugoslavien….