„Hohe Geburtenraten entstehen vor allem durch Mangel an kostenlosen Verhütungsmitteln“

Mehrere hundert Millionen Menschen in Afrika haben keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. UNO-Experte Dieter Erhardt über die Motive für große Familien, einen ignoranten Staatschef in Tansania und einen katholischen Minister in Berlin.

picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Volker Seitz: Herr Dr. Ehrhardt, Sie waren 15 Jahre lang für den Bevölkerungsfonds der UNO tätig und u.a. in der Karibik und Kenia für Familienplanungprogramme tätig. Später waren Sie Sachverständiger für Bevölkerungspolitik und Familienplanung für die 69 AKP-Staaten in der EU-Kommission in Brüssel. Weniger Geburten haben in Südamerika und Teilen Asiens überwiegend zu besseren Lebensbedingungen geführt. Fast überall außerhalb Afrikas ging der wirtschaftliche Aufstieg mit der Verkleinerung der Familien einher. Jeder entwicklungspolitische Ansatz scheint vergeblich wenn die Bevölkerung weiterhin so rasant wächst. Was ist zu tun?

Dieter Erhardt: Die Frage lässt sich seit einigen Jahren überraschenderweise sehr einfach beantworten. UNFPA veröffentlicht seitdem mit 214 Millionen die Zahl von Paaren in den Entwicklungsländern, die sehr gern verhüten würden, es aber nicht können, weil sie zu arm sind, Kontrazeptive zu kaufen und weil ihnen solche nicht kostenlos in den Gesundheitszentren ihrer Dörfer angeboten werden. Also: Diese 206 Millionen (die Bundesregierung hat inzwischen Kontrazeptive für 8 Millionen Paare geliefert) sollten so schnell wie möglich mit Kontrazeptiven bedient werden. Zudem ist zu erwarten, dass dadurch ein Sog in den Nachbarschaften der Belieferten entstehen wird: Denn, wie schon oft geschehen, werden sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in den Familien durch weniger Kinder stark verbessern und daher werden immer mehr Familien diesem Beispiel folgen. Falls Afrikas Bevölkerungen etwa die Hälfte der Einwohner der Entwicklungsländer ausmachen, und wir von 206 Millionen Paare ausgehen, wären in Afrika ca. 100 Millionen Paare betroffen und damit eine wirklich beachtliche Zahl.

Seitz: Der kürzlich wiedergewählte Präsident von Tansania, John Magufuli, forciert das Bevölkerungswachstum. „Wir Tansanier sollten uns weiter vermehren. Ihr könnt die Verhütungsmittel nun absetzen.“Tansania ist reich genug, um alle zu ernähren,“ sagte er im September 2018. (In Tansania lebten 1961 bei der Unabhängigkeit 10 Millionen. Heute sind es 55 Millionen.) Sollte Tansania nach solchen Aussagen weiterhin deutsche Entwicklungshilfe bekommen?

Erhardt: Das müssen Politiker nach entsprechend angemessenen Gesprächen mit dem Präsidenten von Tansania im Gesamtzusammenhang entscheiden. Es müsste höchst interessant sein, die Begründung des Präsidenten zu hören, dass „Tansania reich genug sei, um alle zu ernähren“ – angesichts des Übermaßes an Armut im Land durch den Anstieg von 10 auf 55 Millionen Gesamtbevölkerung.

Seitz: Sie schreiben, dass kein einziges erfolgreiches Familienplanungsprogramm auf vorausgegangene „Frauenförderung“ zurückzuführen ist. Was ist da schief gelaufen?

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Erhardt: Nichts, weil Familienplanungsprogramme aus anderen Gründen erfolgreich waren. Zwei Beispiele: Die Senkung der Geburtenrate in Thailand von 7 auf 3 Kinder war das Werk eines Mannes, Rabindranath Mechai, eines einheimischen Politikers, der als eine Art Wunderwaffe „Kondome, Kondome, Kondome“ rief – und sein Land folgte ihm. Auf den 17 englischsprachigen Inseln der Karibik war es ein Projekt an der University of the West Indies in Jamaika, das von einem dortigen Professor für Gynäkologie geleitet wurde und 15 Jahre lang erfolgreich lief, bevor es von der Universität integriert wurde. Der Lehrplan enthielt Fortbildung für Krankenschwestern und Hebammen in der Beratung über Verhütungsmethoden, Kommunikationstechniken, Managementtechniken, Sexualkundeunterricht, Sterilisationsmethoden für Ärzte u. ä. Die Zahl der Kinder in der Karibik sank von 4 auf 2.

Seitz: Es wächst eine Generation heran, die wenig Aussicht darauf hat, dass das Land, auf dem sie geboren wurden, sie einmal wird ernähren können. Die Leute haben viele Kinder und sehen sie angeblich als Vorsorge für das Alter. Aber ungebremste Geburtenzahlen führen in Afrika zu noch mehr Verelendung. Welche Faktoren begünstigen die hohen Geburtenraten in Afrika?

Erhardt: Altersvorsorge ist kein vererbtes Postulat in Afrika. Denn traditionell hat die Großfamilie die Verantwortung für das Wohl aller Familienmitglieder. Ich habe eine Versammlung von 100 Dörflern auf dem flachen Land in Kenia genutzt für die Frage, warum hohe Geburtsraten nötig seien. Die erste Antwort lautete: Kinder bedeuten Reichtum. Die zweite: Das Ansehen im Dorf ist abhängigvon der Zahl der Kinder in der Familie. Die dritte: Kinder ermöglichen es den Ahnen, wieder auf die Welt zu kommen. Die vierte: Jedes weitere Kind stärkt den Ruf des Vaters als mannbares Mitglied der Dorfgemeinschaft. Nach sechs Antworten stand hinten ein altes Mütterchen auf und sagte: „Kinder bedeuten Sicherheit im Alter.“ Ich vermutete, die gute Seele hatte einen amerikanischen Soziologen in ihrer Hütte ein Glas Wasser serviert. Zum Dank hatte er sie aufgeklärt, dass viele Kinder erforderlich sind, um fürs Alter gut vorzusorgen. In den letzten Jahrzehnten entstanden die hohen Geburtenraten vor allem durch den Mangel an kostenlos verfügbaren  Kontrazeptiven und anderen Verhütungsmitteln.

Seitz: Viele Experten sehen im Bevölkerungswachstum Afrikas eine der Hauptfluchtursachen. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagt immer wieder, dass er die Fluchtursachen bekämpfen will. Um die Frage, ob die aktive Begrenzung der Zahl der Menschen, die Afrika bevölkern, die Armut auf dem Kontinent und die Migration eindämmen könnte, macht er einen großen Bogen.In seinem Strategiepapier „Entwicklungspolitik 2030″ sind für das drängendste Problem Afrikas gerade mal fünf Zeilen reserviert, nämlich für die „Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit“. Woran liegt die Abneigung von Minister Müller zu diesem Thema?

UNO-Experte Ehrhardt zum Bevölkerungswachstum
Erhardt: Die ewige Wiederholung, dass Entwicklungsminister Müller „die Fluchtursachen bekämpfen „will“ wirkt zunehmend mehr als sehr peinlich, denn zum Umsetzten dieses „Willens“ hat er bis jetzt nicht das Geringste getan. Seine groteske Abneigung zum Handeln in diesem Bereich lässt sich nur durch sein Verhältnis zum Vatikan erklären. Im Zusammenhang mit Familienplanung hat mal ein deutscher Außenminister ausgerufen: „Bloß keinen Ärger mit dem Vatikan !“ Entsprechende Spekulationen zu diesem Thema würde Minister Müller sicher zurückweisen. Es handelt sich hier um einen der sensibelsten Bereiche der Weltpolitik. Solange das Verhütungsverbot des Vatikans in Form der Humanae Vitae fortbesteht, würde sich die Kirche mit sich selbst in Widerspruch setzen, wenn sie Familienplanungsprogramme durch Regierungen der Ersten Welt in Entwicklungsländern unbeeinflusst hinnehmen würde.

Seitz: In der kenianischen Hauptstadt Nairobi fand vom 12. bis 14. November 2019 eine Weltbevölkerungskonferenz statt. Es nahmen 6.000 Regierungsvertreter, Gesundheitsexperten und gesellschaftliche Akteure aus mehr als 160 Ländern teil. Der Vatikan schickte keinen Vertreter. Katholische Bischöfe erklärten, dass mit der Konferenz der Versuch unternommen werde, „unsere Jugend zu korrumpieren und sie zu Sklaven einer fremden Ideologie zu machen“. In vielen katholisch geprägten afrikanischen Ländern bestreiten Bischöfe den Nutzen von Verhütungsmitteln und bezeichnen diese sogar als „unheilig“, wie etwa der kenianische Erzbischof Zacchaeus Okoth. Entwicklungsminister Gerd Müller  betonte zwar in Interviews die Relevanz von Bildung, Aufklärung, Familienplanung und Verbesserung der Rechte der Frauen, blieb dann der Konferenz aber ebenfalls fern. Meinen Sie, dass die katholische Kirche Druck auf Herrn Müller ausübt?

Erhardt: Siehe oben. Minister Müller, das Mitglied im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, würde das sicher zurückweisen und solche Fragen nicht beantworten. In diesem Zusammenhang ist am erstaunlichsten das Ergebnis der Fragebogen-Aktion von Papst Franziskus zur Frage der Verhütung durch Katholiken. Alle Bischöfe haben diesen Fragebogen (etwa ein Jahr nach Franziskus‘ Amtsantritt) beantwortet: Danach widersetzen sich 90 Prozent aller Katholiken dem Gebot ihrer Kirche und verhüten. Seltsamerweise hat die Kirche diesen Gläubigen wegen dieser vernichtenden Missachtung des kirchlichen Gebots keinerlei Bestrafung angedroht geschweige denn durchgesetzt.

Seitz: Das Wachstum der Bevölkerung sei ein entscheidender Parameter für den Klimawandel und den Planeten insgesamt, sagt Professor Mojib Latif vom Geomar Helmholtz Center for Ocean Research in Kiel. Ohne die Zunahme der Weltbevölkerung könne man auch den Klimawandel nicht verstehen. Können Sie dieser Feststellung zustimmen?

Erhardt: Nein. Natürlich hat sich eine CO2 Erhöhung durch die vermehrten Feuerchen der Ärmsten der Armen ergeben, die durch Bevölkerungsvermehrung verursacht wurde. Diese Erhöhung ist aber überhaupt nicht nennenswert angesichts der Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Explosion der neuen Industrie-Kapazitäten, die in den letzten 50 Jahren in den Industrieländern stattgefunden hat.

Seitz: Südkorea hatte nach dem Zweiten Weltkrieg ähnlich hohe Fertilitätsraten wie die meisten afrikanischen Staaten. Eine gezielte Familienplanung, Investitionen in Bildung für Männer wie Frauen und eine bessere Gesundheitsversorgung brachten dem Land Wohlstand. Wäre dies auch ein Weg für afrikanische Staaten?

Erhardt: Es scheint mir, dass die menschlichen und politischen Unterschiede zwischen afrikanischen und asiatischen Staaten so groß sind, dass sich Rezepte, nach denen sich asiatische Staaten erfolgreich entwickelt haben, kaum auf afrikanische übertragen lassen. Die vorhandenen Grundbedingungen, ohne die die Erfolge in Südkorea nicht entstanden wären, sind zu verschieden. Wir brauchen uns nur daran zu erinnern, dass das relativ kleine Südkorea einen beachtlichen Anteil am Welthandel errungen hat mit seinen Autos, TV-Anlagen und Computerproduktionen. Diese Industrieprodukte werden bis jetzt in so gut wie keinem afrikanischen Land produziert und exportiert.


Fragesteller: Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Bestsellers „Afrika wird armregiert“. Die aktualisierte und erweiterte Taschenbuchausgabe erschien im September 2018. Drei Nachauflagen folgten 2019 und 2020. Gesamtauflage : über 31.000 Exemplare. Volker Seitz publiziert regelmäßig zum Thema Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika und hält Vorträge.

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Kommentare ( 64 )

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Karli
8 Monate her

Koran Sure 2 Vers 223: „Eure Frauen sind euch ein Acker; geht zu eurem Acker, wie ihr wollt.“

Peter Herrmann
8 Monate her

Ich bin einigermaßen erstaunt über die Ablehnung der These, dass viele Kinder zu haben eine Absicherung fürs Alter wären. In vielen Länder West- und Zentralafrikas höre ich das seit vierzig Jahren. In den Neunzigern gab es in der Republik Benin eine auffällige Minderung des Bevölkerungswachstums ohne jegliche Kampagne. Als wir aus Neugierde ein paar Fragen zur Ursache stellten, waren die plausibelsten Antworten, dass nun etwa in der dritten Generation die Kinder vom Land in die Städte wechseln. Wenn die sich erst mal an die urbane Situation gewohnt hätten, würden sie sich nicht mehr ausreichend um die Eltern kümmern. Kinder seien… Mehr

Konservativer2
8 Monate her
Antworten an  Peter Herrmann

Ein interessanter Einblick von jemandem vor Ort. Danke!

giesemann
8 Monate her
Antworten an  Peter Herrmann

Nicht vergessen: Die Jungen von heute sind die Alten von morgen – deshalb ist das nichts mit dem „Versorgungsdarwinismus“. Das ist bloß egoistisch, macht die Alten faul, weil Kindermachen leichter ist als was lernen, was arbeiten, eben auch für’s eigene Alter. Ohne Missbrauch der eigenen Kinder.

Onan der Barbar
8 Monate her

Feministischer Quatsch. Fehlt nur noch „Die Frauen werden alle vergewaltigt“. Hohe Geburtenraten entstehen vor allem durch kulturelle Fortpflanzungsbesessenheit. In weiten Teilen Afrikas ist Furcht vor Infertilität ein allgemeiner Wahnsinn – als vor einigen Jahren in Westafrika die Ebola-Epidemie grassierte, wurden westliche Helfer vom einheimischen Pöbel beinah gelyncht, weil irgendjemand behauptet hatte, diese Leute kämen alleine zu dem Zweck, die Afrikaner „unfruchtbar“ zu machen. Und gerade vor kurzem tönte der Präsident von Tanzania – das seine Bevölkerung innerhalb von 17 Jahren(!) verdoppelt hat -, seine Bevölkerung müsse unbedingt noch mehr Kinder bekommen. Und hinzu kommt der westliche Irrsinn, der aus irgendeinem… Mehr

Konservativer2
8 Monate her
Antworten an  Onan der Barbar

Coole Betrachtungsweise. Gefällt mir!

Lesterkwelle
8 Monate her

Wieder ein leuchtendes Beispiel dafür, welche Leute bei der UN in führende Positionen aufsteigen können. Und Herr Müller von der CSU ist bereits im Absprung dorthin, samt Ehefrau…

Gruenauerin
8 Monate her

Sie können die Mentalität und die ökonomischen Grundlagen von Afrika nicht mit Thailand oder Südkorea gleichsetzen. Es geht auch nicht um Frauenförderung, ob die nun gemacht wird oder auch nicht. Nicht einmal in Japan ist es durch die Bank üblich, dass eine Frau nach ihrer Heirat noch arbeiten geht. In Thailand ist heute noch eine Frau auch dazu da, den Mann alles schön im Haus zu machen. Sicherlich gibt es auch andere Frauen in diesen Ländern. Wie immer wieder in Dokus zu hören ist, ist eine Frau in Afrika nichts wert, wenn sie nicht viele Kinder hat. Auch Männer müssen… Mehr

Lesterkwelle
8 Monate her

In der Tat! Er fragt nicht nur nicht nach Verhütung, er kümmert sich einen Dreck um die zurückgebliebenen zum grossen Teil minderjährigen schwangeren Mädchen. Er verschwindet auf Nimmerwiedersehen. Durch die Schliessung der Schulen in Kenia seit März ist die Zahl der schwangeren Schluerinnen immens gestiegen. Für sie ist der weitere Schulbesuch oft unmöglich.

Lesterkwelle
8 Monate her

Ehrhardts Bemerkung zum Klimawandel ist unsinnig. Zum einen gilt es, sich den unvermeidlichen Folgen des natürlichen, durch den Messchen verstärkten Wandel anzupassen. Alles andere – wie die Postulierung des absurden 2 Gradzieles und die nutzlose Verschwendung von Billionen dafür führt in die Irre. Es geht nicht um kleine Holzfeuerchern.Es geht um Abholzung riesiger Waldgebiete für neue Lebens-. und Siedlungs- und Agrarflächen einer ständig wachsenden Bevölkerung. Und das Fehlen dieser Biotope hat eine immensen Einfluss auf die Erwärmung.

Peter Silie
8 Monate her

Ich habe mal in einer Doku gesehen, wie verschenkte Moskitonetze zu Fischernetzen zweckentfremdet wurden und wie Präservative über den Daumen gezogen wurden, weil man ihnen die Funktionsweise so demonstriert hat (Nein, daß ist kein Witz!).
Was soll man da noch machen?

donpedro
8 Monate her
Antworten an  Peter Silie

ganz einfach: bewundern wie zweckmaessig gehandelt wurde. was hilft ein moskitonetz gegen den hunger? hier in den uebersaettigten wohlstandslaendern kann man sich gelebten hunger gar nicht vorstellen. mit dem moskitonetz fische fangen ist doch toll! das nenne ich hilfe zur selbsthilfe. und da die menschen afrikas eher konkret als abstrakt lernen (da muss man drauf kommen, dass der daumen ein penis darstellen soll!) ist auch das ein beispiel, wie unverstaendlich die uebersexualisierte europaeische menschheit ist, die in allem pimmel und vagina sehen, der afrikaner im busch den daumen als daumen versteht. wer die europaeische sicht- und denkweise als die einzig… Mehr

Frank v Broeckel
8 Monate her

Der eigentliche entscheidende Punkt dabei ist, das in den Subsidienwirtschaft Schwarzafrikas mit deren wirklich unzähligen Kleinst- und Kleinstbauern zusätzliche Kinder auch immer zusätzliche(!) Arbeitskräfte in der eigenen Landwirtschaft bedeuten, die gleichzeitig zusätzliche Versorger für ihre eigenen Eltern darstellen, soweit diese irgendwann in den Ruhestand gehen! Höchstwahrscheinlich produzieren selbst 8 jährige Kinder in der Landwirtschaft Schwarzafrikas, von der wasserarmen Sahel Zone einmal ausgenommen, bereits MEHR Nahrungsmittel, als sie selbst persönlich überhaupt verbrauchen! Und deshalb gibt es für wirklich SEHR viele Menschen in Schwarzafrika, überhaupt keine wirtschaftliche Notwendigkeit, überhaupt eine Geburtenkontrolle anzuwenden! Ganz im Gegenteil, umso MEHR eigene Kinder, umso MEHR Versorger… Mehr

Philokteta
8 Monate her

Wenn die dortigen Regierungen tatsächlich wollten, könnten sie nach und nach das Problem lösen.
Kann es sein, daß den meisten der dortigen Eliten und Regierungen ihre Bevölkerungen nicht wichtig sind? Je mehr Leid und Elend es gibt, umso mehr Gelder können eingefordert werden und fließen auch.