Antisemitismus: Wie eine gefährliche Epidemie

Antisemitische Vorfälle in den USA nehmen zu. Beobachter sprechen von einer gefährlichen Entwicklung, die die ganze Gesellschaft erfasst habe. Die Zunahme von Gewaltbereitschaft bei afro-amerikanischen Antisemiten gilt als Tabu.

Brendan Smialowski/AFP/Getty Images
Rabbi Yisroel Goldstein, with US President Donald, speaks during the National Day of Prayer Service, in the Rose Garden of the White House in Washington, DC, on May 2,2019. - Rabbi Goldstein of Chabad of Poway was wounded on April 27 during deadly shooting at the synagogue in San Diego.

„Wir müssen das Problem als das erkennen, was es ist: eine Epidemie“, erklärte David Harris vom American Jewish Commitee, nachdem es im vergangenen Jahr zu einem rasanten Anstieg antisemitischer Gewalttaten in den USA gekommen ist. „Wir sprechen nicht mehr von vereinzelten, gelegentlichen Aktionen – so schlimm diese auch sind –, sondern von einem regelmäßigen Phänomen.“ Im April stürmt ein 19-Jähriger eine Synagoge in Poway, Kalifornien und eröffnet das Feuer, um – wie er es formulierte –, ein Zeichen zu setzen gegen den jüdischen „Genozid an der weißen Rasse“. Eine Frau starb. Anfang Dezember erschossen zwei Afro-Amerikaner drei Menschen in einem koscheren Supermarkt in New Jersey. Einer der Täter hatte Verbindungen zu den Black Hebrew Israelites – einer rassistischen Gruppierung, die Juden als „weiß“ und „falsch“ ansehen und sich als „echte Juden“ definieren; sie verstehen sich als wahre Nachfahren des biblischen Israel.

Vielzahl antisemitischer Gewalttaten zum Jahresende

Und zum Jahresende ereignete sich eine Vielzahl von antisemitischen Gewalttaten in den Straßen der Stadt New York. Der tragische Höhepunkt: Am siebten Tag von Chanukka stürmt ein Mann in der nahegelegenen Ortschaft Monsey mit einer Machete bewaffnet in ein Haus eines Rabbiners, mit der Absicht diesen und weitere fünf dort anwesende Personen zu töten. Sie werden schwer verletzt.

„Das tägliche Leben ist immer noch dasselbe, aber die ständigen Vorkommnisse antijüdischer Gewalt in Pittsburgh, Poway, New York, Monsey und Dutzenden anderer Städte sind alarmierend. Zwar sind es nur wenige Opfer, aber wir alle sind betroffen“, erklärt Matthew Austerklein gegenüber der „Tagespost“. Er ist Kantor in der jüdischen Gemeinde Beth-El in Akron, Ohio und bildet konfessionsübergreifend junge Kantoren aus. „Als ich in den 80er und 90er Jahren in den Vorstädten von Washington DC aufwuchs, war Antisemitismus mehr Geschichte als Realität. Aber die Dinge sind jetzt anders. Antisemitismus ist ein drohendes Gespenst in der amerikanisch-jüdischen Alltagspsyche. Es ist etwas, das wir bekämpfen werden und müssen, bevor es schlimmer wird – um unserer selbst willen, um unserer Kinder willen und um Amerikas willen.“

„Ich habe Angst, mit meiner Kippa nach draußen
zu gehen. Ich habe Angst, in der Öffentlichkeit
Hebräisch zu sprechen. Ich habe Angst, in die Synagoge zu gehen“
Max Rose, Vertreter des Bundesstaates New York im Repräsentantenhaus

Noch im Jahr 2014 erschien im Nachrichtenmagazin „Time“ ein Artikel unter der Überschrift „Antisemitismus: Keine Bedrohung für amerikanische Juden“, nachdem es im vorhergegangenen Jahr so wenig Vorfälle registriert worden sind wie selten seit sie seit 1979 erfasst werden. Seitdem steigen die Zahlen jedoch kontinuierlich. 2018 kam es landesweit zu 1.879 antisemitischen Straftaten und 39 Gewaltvergehen – in jenem Jahr ereignete sich auch das gravierendste antisemitische Attentat in der Geschichte der USA, als elf Personen in der Tree-of-Life-Synagoge in Pittsburgh erschossen worden sind. Die neue antisemitische Gewaltwelle in der Stadt New York fügt dieser Entwicklung eine neue Dimension hinzu. Max Rose, Vertreter des Bundesstaates New York im Repräsentantenhaus, schilderte bei einer Pressekonferenz die Folgen dieser Entwicklung. In Gesprächen mit jüdischen Bürgern bekomme er immer häufiger zu hören: „Ich habe Angst, mit meiner Kippa nach draußen zu gehen. Ich habe Angst, in der Öffentlichkeit Hebräisch zu sprechen. Ich habe Angst, in die Synagoge zu gehen.“

Dass diese Ängste nicht unbegründet sind, zeigt ein Blick in die Statistik: Nur 13 Prozent der Bewohner der Stadt New York habekennen sich zum jüdischen Glauben, doch 54 Prozent der aus Hass verübten Straftaten im vergangenen Jahr betrafen Juden. Die abstrakten Zahlen rufen Ängste hervor. Denn hinter der Statistik stehen konkrete Vorfälle aus dem Alltag, wie etwa dieser: Eine 42-jährige Frau, eine orthodoxe Jüdin, die mit ihrem dreijährigen Sohn spazieren geht, wird ins Gesicht geschlagen. Der Täter brüllt: „Du verdammte Jüdin. Dein Ende wird kommen!“

Gewalt gegen Juden durch Afro-Amerikaner

Eine Besonderheit der Situation in New York: Die Gewalt geht nicht vorwiegend von Anhängern der sogenannten White Supremacy-Ideologie aus, die an eine „Überlegenheit der Weißen“ glauben, oder wird von Islamisten verübt. Vor allem unter Antisemiten aus afro-amerikanischen Bevölkerungsteilen schlägt deren Hass gegen Juden zunehmend in Gewalt um. Dies ist kein neues Phänomen. Seit Jahrzehnten ist der Ortsteil Crown Heights, in der zum Großteil chassidische Juden und Afro-Amerikaner wohnen, ein Epizentrum des Antisemitismus in der Stadt. Als 1991 bei einem Autokorso, der von einem Rabbiner angeführt wurde, bei einem Unfall ein Kind guyanischer Einwanderer tödlich verletzt worden ist, kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen gegen Juden. Jedoch ist der Antisemitismus in den afro-amerikanischen Bevölkerungsschichten bisher nur wenig erforscht worden und die US- Gesellschaft tut sich insgesamt schwer, den Rassismus einer benachteiligten Minderheit zu thematisieren. So wurde zum Beispiel im Magazin „New Yorker“ der Versuch unternommen – er erntete viel Kritik –, vor dem Hintergrund sozialer Spannungen, die Schießerei in einem koscheren Supermarkt in New Jersey zu erklären.

Aufgrund von Wohnungsknappheit und Lebensunterhaltskosten ziehen chassidisch-jüdische Familien seit den 1970ern aus der Stadt in die Vorstädte und so wurde in dem Artikel die Frage gestellt: „Hat ein Zustrom chassidischer Bewohner im Stadtteil Greenville in Jersey City zwei Attentäter zu einer Schießerei angestiftet, bei der sechs Menschen getötet wurden?“ Diese Frage insinuiert eine Schuld der Opfer. Die zunehmende antisemitische Gewalt ist jedoch weder die Schuld der Juden und Jüdinnen, noch einer spezifischen Gruppierung in der US-amerikanischen Gesellschaft. Betrachtet man demografisch die ethnische Herkunft der Täter, spiegeln sich in den Zahlen die jeweiligen Bevölkerungsanteile der Tatorte wider. Die antisemitischen Straf- und Gewalttaten werden von Personen unterschiedlicher ethnischer Herkunft begangen, die zum Teil durch persönliche Judenfeindlichkeit und in einigen Fällen durch psychische Erkrankungen motiviert sind. Auch in der sogenannten „Neuen Welt“ ist der Antisemitismus ein altbekanntes Problem, das die gesamte Gesellschaft betrifft.

Nicht in goldenem Käfig abgeschirmt werden

Die reflexartigen Reaktionen auf die zunehmende Zahl antisemitischer Gewalttaten sind die vorgeschlagene Vervierfachung der vom Kongress zur Verfügung gestellten Mittel für gemeinnützige Sicherheitszuschüsse, um jüdische Einrichtungen zu schützen. Und es soll eine Sondereinheit des FBI zur Bekämpfung des Antisemitismus gegründet sowie die Polizeipräsenz erhöht werden. Solche Maßnahmen werden jedoch von jüdischer Seite zum Teil kritisch gesehen: Man wolle nicht in einem goldenen Käfig abgeschirmt werden. David Harris vom American Jewish Commitee fordert umfassendere Maßnahmen: „Trotz der Bemühungen vieler gewählter Amtsträger und Strafverfolgungsbehörden, unsere Sicherheit zu gewährleisten, muss mehr getan werden – einschließlich einer verbesserten Datensammlung, einer härteren Verfolgung und Bestrafung und einer verstärkten öffentlichen Aufklärung – um auf antisemitische Angriffe in unseren Gemeinden zu reagieren.“ So ist es zum Beispiel unverständlich, dass nur in zwölf der 50 US-Bundesstaaten der Holocaust ein vorgeschriebener Bestandteil der Lehrpläne an den öffentlichen Schulen ist.


Der Beitrag von Dr. Till Magnus Steiner ist zuerst bei Die Tagespost erschienen

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Kommentare ( 19 )

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19 Kommentare auf "Antisemitismus: Wie eine gefährliche Epidemie"

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Antisemitismus ist ohne wenn und aber und bedingungslos zu verurteilen. Aber nicht alles was als Antisemitismus bezeichnet wird ist auch dieser. Gerade in München passiert. Da wird Protest gegen Kinder- und Säuglingsbeschneidung als Antisemitismus deklariert. Wenn Eltern ihren Kindern einen Klaps auf den Hintern geben werden sie wegen Körperverletzung belangt. Wenn Eltern ihre Säuglinge vorsätzlich verletzen und ihnen teilweise ohne Betäubung die Vorhaut abschneiden lassen, und das von medizinischen Laien, dann soll das Religionsfreiheit sein? Ich bin ein absoluter Freund des israelitischen Volks und der Juden, aber nur weil diese sogenannte Tradition über 3000 Jahre alt sein soll, so muss… Mehr
Die Bibliotheken dieser Welt sind voll mit Werken über den Antisemitismus und warum es gerade die jüdische Religion und ihre Mitglieder so getroffen hat ist nicht eindeutig zu klären und es gibt sicherlich eine ganze Reihe von Vermutungen die dann zu einem Schluß führen können und waren früher die Juden mehrheitlich den Exzessen durch Christen ausgesetzt, sind sie heute auch durch den Islam in Gefahr geraten und der Urgrund könnte in der Zerstörung Jerusalems 70 nach Chr. liegen, die durch Titus erfolgte und danach die Juden in andere Länder geflüchtet sind und dort wiederrum als Störenfriede betrachtet wurden und das… Mehr

Faktenchek ;o)
Die ersten größeren Judenpogrome im mittelalterlichen Europa ereigneten sich im islamisch geprägten, maurischen Teil der Iberischen Halbinsel. Im christliche Europa kam es zu ersten großen Judenverfolgungen zur Zeit des Ersten Kreuzzugs. Wobei die Täter von Kaiser Heinrich IV. später zur Rechenschaft gezogen wurden.

Geschichte gehörte einst zum Bildungskanaon ;o)

Die Globalisierung entzündet längst gelöschte Brände neu, indem unterschiedliche Kulturen aus Ost und West, sehr viel Geld aus verschiedenen Lagern und krude Ideen ungehindert ineinander fließen und sich so gegenseitig neu befruchten. Was in den 90ern nach Zusammenbruch der Mauer kaum noch ein Thema war, holt uns seit 9/11 immer mehr und immer penetranter wieder ein. Das Hauptproblem der Juden ist ihre geringe Anzahl und ihre Friedfertigkeit. Ja genau, ihre Friedfertigkeit. Trotz ihrer enormen militärischen Schlagkraft schlagen sie immer nur so weit zurück und halten so weit gegen, als es zwingend nötig ist, um als Volk nicht selbst von dieser… Mehr
In den USA sind definitiv durchgeknallte Alt-Right-Neofascists vorhanden, die allen Ernstes schwadronieren, die Juden hätten die Moslems nach Europa und den USA geschickt, um beides zu unterwandern. Diese Exemplare laufen an jedem 20. 4. mit steifem rechtem Arm rum und schicken dem Gröfaz Grüsse ins Jenseits bzw. die Hölle. Ich habe mal einen entsprechenden Screenshot gesehen, der Inhalt war Rassismus und Bösartigkeit in Reinkultur. Mir wurde augenblicklich speiübel. – Vielleicht sollte man mal eruieren, ob in den betreffenden Staaten und Counties, in denen Juden angegriffen wurden, strenge Waffengesetze herrschen. Mit diesen würde den Opfern / Juden das im Second Amandment… Mehr

Die JPFO duerfte mit ihrer liberalen Einstellung zum Waffenrecht eine sehr kleine Minderheit unter amerikanischen Juden bilden. Die Mehrheit der Juden in den USA ist eindeutig negativ gegenueber privaten Waffenbesitz eingestellt. Sie koennen sich dazu das Abstimmungsverhalten juedischer Senatoren (alles Demokraten) anschauen oder die Oeffentlichkeitsarbeit der ADL

In der gesamten christlich-europäischen Geschichte seit 1600 Jahren ist Antisemitismus eine Konstante von Intoleranz, Diskriminierung, Verfolgung und auch Vernichtung von Minderheiten. Die Gründe sind vielschichtig religiös, machtpolitisch, sozial und immer in einem latent oder offen gefährlichem Mix. Die USA waren auf der Grundlage der aufgeklärten Staatsphilosophie und Verfassung seit mehr als 150 Jahren ein safe haven für religiöse Minderheiten. Die soziale Wirklichkeit war aber immer in weiten Teilen anders, weil die europäischen Einwanderer auch den europäischen Antisemitismus mitgebracht haben. Diesbezüglich erscheinen die USA von heute unseren Gegebenheiten nicht gleich aber ähnlich. Es gibt die alten Verschwörungstheorien von der jüdisch-kapitalistischen Weltverschwörung,… Mehr
Holocaust im Schulunterricht, als ob das was nützen würde. Für Hardcore-Judenhasser dürfte das eher Ansporn sein, es auch zu versuchen, siehe die Beliebtheit Hitlers bei Mohammedanern („Bruder, hättest du doch Erfolg gehabt“, es gibt noch weit üblere Versionen davon). Zu den Zuständen in den USA kann ich nichts sagen, aber wenigstes ein wenig zu denen hier. Im Buntland ist das bevorzugte pädagogische Mittel der Holzhammer. Ganz egal, ob es um das Klima geht, um „rechts“ oder eben um Antisemitismus. Wer solchen Holzhammer schwingt, besonders im Alter, wo gesunde junge Menschen zu Widerspruch neigen, auch den Zynismus als Stilmittel entdecken, sprich:… Mehr

Wenn wie in der ersten Klasse des Enkels eines Freundes 70% der Schüler der deutschen Sprache nicht mächtig sind, wie soll man solch einer Klasse später den Holocaust erklären? Und in der Koranschule bekommen dann einige von denen etwas ganz anderes erzählt!

Der Beitrag beleuchtet leider nicht den Hintergrund des Antisemitismus in den USA, der, wie inzwischen auch in Deutschland, kein homogener nnd multikausaler mehr ist. In Deutschland gibt es einerseits den „alten“ deutschen Antisemitismus, der soziale, kulturelle und der Herkunft nach (heute aber von Antisemiten kaum noch realisierte) religiöse Gründe hat. Dazu kommt der Anitsemitismus der Muslime, der sich aus der Konkurrenz um Jerusalem und den Aufstieg Israels speist, und auch nicht minder stark aus islamischen Minderwertigkeitskomplexen, die es in der islamischen Welt spätestens seit der erfolgreichen Vertreibung aus Spanien durch die Reconquista gibt. Dazu tritt häufig noch eine Verbindung mit… Mehr
Das Problem des anwachsenden Juden- und Israelhasses in den USA besteht schon länger. Dazu habe ich auch einige weitere diesen Artikel ergänzende Quellen, in denen das Thema von interessierter Seite weiter vertieft werden kann: FBI: Jews Subject to 60 Percent of Religiously Motivated Hate Crimes in 2017, Despite Being Just 2 Percent of U.S. Population Jews continue to be the most targeted religious group in America By Yair Rosenberg November 13, 2018 • 1:46 PM … https://www.tabletmag.com/scroll/274937/fbi-jews-subject-to-60-of-religiously-motivated-hate-crimes-in-2017-despite-being-just-2-of-u-s-population Why are African Americans silent amid anti-Semitism ? … https://www.christianpost.com/voice/why-are-african-americans-silent-amid-anti-semitism-234656/ You can’t solve anti-Semitism. American Jews, meet Jewish history. Ari HoffmanJanuary 2, 2020Getty… Mehr

Nach Aussage des jüdischen Weltkongresses sind 25% der Deutschen Antisemiten.
Mit anderen Worten:
20 Millionen Deutsche sind nach deren Definition Antisemiten.
Ich halte das für eine Ungeheuerlichkeit.

Ich will nicht bestreiten, dass es in Deutschland auch heute noch Antisemitismus gibt, obwohl ich in meinem bald 70jährigen Leben keinen einzigen getroffen habe.

Ich habe unseren Bundespräsidenten aufgefordert diese Ungeheuerlichkeit klar zu stellen bzw. gerichtlich dagegen vorzugehen.

Auf eine Antwort oder Reaktion von Frank-Walter Steinmeier, unseren Bundespräsidenten mit der gespaltenen Zunge, können Sie lange warten, lieber BOESMENSCH.

Alle Miglieder der SED, alle Mitglieder der SPD und ein Großteil deren Wähler sowie alle Mitglieder und Wähler der Grünen sind Antisemiten. Sie nennen es „Antizionismus“. Der Antisemitismus steckt im Anrizionismus wie das Gewitter in der Wolke. Am liebsten haben sie tote Juden. Für die kann man Denkmäler bauen und goldene Steine in den Boden einlassen. Dabei weint man vor Rührung über sich selbst.

Der Zionismus von Theodor Herzl war im wesentlichen eine atheistische Bewegung. Auch heute lehnen viele glaeubige Juden den Zionismus ab. Ich glaube nicht, dass man Norman Finkelstein Antisemit nennen kann.

Ja, ja. Es gibt Juden, welche Israels Existenz für Blasphemie halten. Ein paar religiöse Fanatiker ohne Gehör.
Heute richtet sich Antisemitismus gegen ebendiese Existenz. Und da liegt das Problem. Nur der Staat Israel kann die Existenz der Auslandsjuden garantieren. Wer listig sagt, Antizionismus sei harmlos gefährdet deren Sicherheit.

Zu dem geheuchelten salbungsvollen Worten von Frank Walter den Spalter habe ich auf Twitter geschrieben, daß ich mich ausdrücklich von den Worten des Mannes distanziere! Es gibt die Ewiggestriegen, die die ihren Haß nicht verbergen können und auch Juden angreifen aber wie sie sagen, ich werde 60 und habe nie einen kennengelernt. Er sprach von der Schuld die WIR Deutschen tragen in Ewigkeit amen. Wer sind denn WIR Deutschen? Die die irgendwo deutscher Abstammung sind, was immer das bedeuten mag, oder jeder der einen deutschen Perso besitzt? Was haben die Nochnichtsolangehierlebenden mit dem Holokaust zu tun? Ich finde diese Gelaber… Mehr

Exakt so ist es. Je stärker sich der Kommunismus verbreitet, desto stärker wird der Antisemitismus. Dschugaschwili erschlägt Kamenew und Sinowjew, dann Bronstein.

Ziemlich genau heute vor 31 Jahren erschien „New York“ von Lou Reed. Man hört nach langer Zeit „Good evening Mr. Waldheim“ und ist erstaunt wie alt das aktuelle Thema schon ist. Neu sind die Attentate.

„And here comes Jesse Jackson
He talks of Common Ground
Does that Common Ground include me
or is it just a sound“
(…)
„Jesse you say Common Ground
Does that include the PLO?
What about people right here right now
who fought for you not so long ago?
The words that flow so freely
falling dancing from your lips
I hope that you don’t cheapen them
with a racist slip“