Trump nennt die Demokraten, die wie Bußprediger auf Stimmenfang gehen, eine »repressive Bewegung«. Auf den Straßen flammen erneut Proteste auf, die auch den Charakter von Mobs zeigen.
Air Türkis begleitet die Berlin-Demonstration von Anfang bis Ende: Er traf mehr Leute, die früher Grün und SPD gewählt haben als andere, sah Esoteriker und politische Romantiker von den Rändern.
Georg Gafron war unterwegs in Berlin und hat sich auf den Demonstrationen Unter den Linden / Friedrichstraße und an der Straße des 17. Juni umgesehen. Hier seine Beschreibung des gestrigen Tages:
Die Corona-Demonstration zeigt einmal mehr: Es wird politmedial mit zweierlei Maß gemessen – je nachdem, ob die Demonstranten links sind oder nicht.
Die Corona-Demonstrationen waren mit großen Erwartungen und noch größeren Befürchtungen verbunden. Jetzt ist wieder Alltag, der Müll weggeräumt, und was bleibt?
ARD „Wort zum Sonntag“: „Wir müssen auf die Straßen gehen! Everyday for future and humanity. Wir müssen die Parlamente stürmen, in denen Neofaschisten sitzen und uns in Schreckstarre verfallen lassen genauso wie das Corona-Virus.“
Die Teilnehmer an diesem Spätsommertag erleben die Berliner Version eines verrückten großen Festes für religiöse Angebote aller vorstellbaren und nicht mehr vorstellbaren Art. Aber keine Forderung der Demonstration hat eine überlagernde politische Präsenz gewonnen.
Auf der Corona-Demonstration in Berlin traf sich eine bunte Mischung. Rechtsextremisten spielten kaum eine Rolle, die Wasserwerfer brauchte niemand. Selten wirkte die politische Klasse so grau und gesprächsunfähig wie in diesem Demo-Sommer.
Gerichtsentscheide können die grüne SED-Regierung von Berlin nicht aufhalten. Wäre ja wohl noch schöner in der ehemaligen Hauptstadt der DDR. Karl ohne Fliege muss nachsitzen, und am Abend erklären wieder die Sprachpanscher von ARD & ZDF die Welt.
Nach der inszenierten Verbrennung eines Koran haben muslimische Migranten in der südschwedischen Stadt mit Brandstiftung und gewalttätigen Ausschreitungen reagiert.
Linksextreme Gegendemonstranten sammeln sich in Berlin und beschimpfen die Demonstranten gegen die Coronapolitik. Zwischen beiden steht die Polizei.
Die Auflösung der Corona-Demonstration könnte rechtswidrig gewesen sein, weil die Polizei durch Einkesselung und Verengung die Maskenpflicht provoziert hat.
Unser junger Autor Air Türkis ist bei der Demonstration vor Ort. Die Veranstaltung wurde aufgelöst, nachdem es zu einer Verengung in manchen Bereichen des riesigen Demonstrationsgeschehens gekommen ist: Die Spaziergänger wurden so lange verdichtet, bis eine Maskenpflicht notwendig wurde. Darüber aber wussten die Polizisten vor Ort nichts.
Auf dem Weg zum Rednerpult, wo sie keinem anderen Kollegen begegnen, wird das Mund-Nasen-Masken-Tragen empfohlen - für die Fernsehbilder: Theater fürs Volk, das zahlen muss, wenn es freies Gesicht tragen will.
Die Demonstrationen in Berlin nehmen wohl den Verlauf, den der Berliner Senat und Politik als Drehbuch vorgegeben haben: Die Demonstranten in die Enge zwingen, Abstandspflicht einfordern, dann Maskenpflicht und schließlich auflösen. Gegen Abend Auseinandersetzung mit Rechtsextremen vor dem Reichstag.
Berlins Innensenator läuft Sturm gegen das Versammlungsrecht. Jedenfalls dann, wenn ihm die Demonstranten nicht passen. Gegen Extremisten an sich hat er nämlich nichts.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat in der Nacht "im Wesentlichen" zwei Eilbeschlüsse des Verwaltungsgerichts vom Freitag bestätigt: »Damit seien die beiden Versammlungsverbote des Berliner Polizeipräsidenten vorläufig außer Vollzug gesetzt.«
Ihnen verehrtes Virus, folgen wir nun in Treue fest. Sie sind da! Und weil Sie da sind, sind wir es auch. Sind wir es wieder.
Das neue Buch von Thilo Sarrazin wird am Montag in der Bundespressekonferenz vorgestellt und löst die bekannten Abwehrreflexe aus: Statt sich inhaltlich mit seinen Thesen auseinanderzusetzen läuft die Diffamierungsmaschine. Der NDR eröffnet das Sperrfeuer.
Aus der „großen Transformation“ der Welt ist das angstvolle Zählen täglicher Corona-Infektionen geworden. Deutschland steckt in einer Sackgasse.


























