Corona-Demonstration versus linke Demos: Messen mit zweierlei Maß

Die Corona-Demonstration zeigt einmal mehr: Es wird politmedial mit zweierlei Maß gemessen – je nachdem, ob die Demonstranten links sind oder nicht.

imago Images/Stefan Zeitz

G 20, Hamburg 2017: Vor der G20-Demonstration wurde massiv und offen mit Gewalt geworben. Überall sah man das Plakat: „Welcome to hell“.
Und die Hölle war es dann für viele Polizisten und Bürger: Gewaltexzesse, brennende Autos, verletzte Polizisten.

Übrigens gab es vor der Demo schon 100 Brandanschläge. Die Ereignisse sind in keiner Weise vergleichbar mit der Berliner Corona-Demo. Trotzdem hört man jetzt mit Blick auf die Corona-Demo: „Man hätte es vorher wissen können und daher war das Verbot richtig.“ Die Leute, die das jetzt sagen, haben nach der Hamburger G20-Demo nicht gesagt, man hätte es schon vorher wissen und die Demo daher verbieten müssen. Zweierlei Maß.

Berlin Juni 2020: In Berlin demonstrieren Black Lives Matter-Demonstranten. In ihren Reihen sind auch Linksextremisten. Ebenso bei den Fridays For Future-Demonstrationen. Darüber wird jedoch nur ausnahmsweise berichtet, etwa hier in der Welt.

In ARD und ZDF ist die Beteiligung von Linksextremen bei Fridays For Future und Black Lives Matter indes kein Thema. Ganz anders bei der Berliner Corona-Demo, wo in allen Medien sehr ausgiebig über die Beteiligung von Reichsbürgern und anderen Rechtsextremisten berichtet wird. Zweierlei Maß.

Hamburg 2017 vs Berlin 2020
Wenn das „Social Distancing“ bei Corona-Demos oder bei Trumps Wahlkampfkundgebungen nicht eingehalten wird, wird das ausgiebig in Medienberichten kritisiert. Wenn Hunderttausende bei Black Lives Matter-Demonstrationen bzw. Demos gegen Rassismus kein „Social Distancing“ einhalten, ist das kein Thema. Zweierlei Maß.

Das ist nichts Neues, aber es bestätigt sich wieder: Die meisten Medien messen mit zweierlei Maß. Geht es um die „gute Sache“ (gegen Klimawandel, gegen Rassismus usw.) wird rasch alles verziehen, was bei Demonstrationen, deren Anliegen die Journalisten nicht teilen, ausgiebig und in schärfster Form kritisiert wird.

Motto: Der Zweck heiligt die Mittel – und der von Journalisten als gut und schlecht bewertete Zweck bestimmt Faktenauswahl, Tenor und Framing der Berichterstattung.

Anzeige
Unterstützung
oder

Kommentare ( 24 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

24 Kommentare auf "Corona-Demonstration versus linke Demos: Messen mit zweierlei Maß"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

SEHR LESENSWERT!

Von „Kritische PolizistInnen“,
ein interessanter Bericht zum gestrigen Demo-Tag mit hier geschätzten mind 100.000+ Teilnehmern.

> Eine vielseitige Situationübersicht inkl gewesener Polizei-Gewalt und -Versagen SOWIE die Frage, ob beim „Sturm“ auf den Reichstag evt auch V-Leute angestiftet haben könnten.

Einfach mal lesen……. -es lohnt!

„Berlin: Verbot des Demonstrationsverbots – Wie in den 70er, 80er Jahren“
https://www.kritische-polizisten.de/2020/08/verbot-des-demonstrationsverbots/

Korrektur: Bei FFF oder BLM haben sich keine Linksextremisten beteiligt, die Bewegung welche diese Demos organisiert ist linksextremistisch, marxistisch, freiheits – und familienfeindlich. Kann schon sein dass einige Verirrte hier mitmarschieren die sehr unbedarft sind, aber der Kern dieser Truppen ist gefährlich! Dass die Journaille große Sympathien für diese Gruppen hegt ist erklärbar, entstammen 80% dieser Gruppe sicherlich aus faulen und naturwissenschaftlich ungebildeten Studenten der Geisteswissenschaften, die in ihren sinnlosen Studiengängen viel Zeit hatten, den neomarxistischen Unsinn zu verinnerlichen…

Ich war auf der Demo und habe ein Kamerateam des ö.r. gesehen, die sich so lächerlich gemacht haben, daß es der Erwähnung wert ist. Der Teamleiter war in dicke Schaumstoffpolster gehüllt, wahrscheinlich um Schläge, Tritte oder Stiche böser Nazis abzuwehren. Um seine „Antinazirüstung“ zu komplettieren trug er zur Maske noch einen Fahradhelm damit niemand ihn am Kopf verletzen könnte. Das Team war umzingelt von muskelbepackten Bobyguards, die einen Arnold Schwarzenegger Film entsprungen sein könnten. Das Ganze machte durchaus einen reichlich gestörten Eindruck und sah ziemlich irre aus, wie diese Bodyguards den Kindern und ihren Mütter in bunten Sommerkleidern böse Blicke… Mehr

Vermutlich nicht Fernsehteam des „Öffentlich Rechtlichen“ Fernsehens, sondern angeheuerte Filmer, weil das ansonsten für die kostbaren Genossen Festangestellte zu gefährlich ist.

Win-Win. Ihr, die Medien und ÖR berichtet nur positiv über uns. Wir, die Regierenden, sorgen dafür, dass die Bürger weiter Zwangsgebühren zahlen (euer unverschämt hohes Einkommen ist gesichert) und die Presse erhält weiterhin Millionen Unterstützung.

Die Medien zeigen vor allem ihr eigenes Gesicht, indem sie deutlich machen, wem hier ihre Sympatie gehört: linken Randalierern, Gewalttätern, Drogenhändlern, Menschenhändlern, Feinden von Grundgesetz und Marktwirtschaft. Sie lieben den Haß, wenn er aus den eigenen Reihen kommt. Dann verklären sie ihn narzistisch als „Aktionismus“. Selbst den tödlich Hass ihrer Islamistenfreunde auf Juden nennen sie zärtlich „berechtigte Israelkritik“. Nun mag ja jeder seine Freunde und Ansichten wählen, wie er will, aber die Toleranz muß aufhören, wo die Gewalt beginnt. Das ist die klare Begrenzung für jeden zivilisierten Mitteleuropäer. Die Demo am Samstag war friedlich, fröhlich, multikulturell und zeigt einen bunten… Mehr
Eine kleine Anekdote aus Absurdistan: Vor vier Tagen wurde eine Bekannte in München „positiv“ auf Corona getestet. Leichtes Husten, Nase lief, sonst nichts. Hat natürlich die berühmte Corona-App, der Infektionsweg ist trotzdem nicht nachvollziehbar. Ist aber auch gar icht nötig, wie man weiter unten sieht. Erst mal, natürlich, strenge Quarantäneanordnung der Stadt München, man ist schließlich im Freistaat, da läuft alles noch nach Recht und Ordnung, sagt der Herr Ministerpräsident Dr. Söder, die Lichtgestalt des Krisenmanagements. Inklusive Belehrung und Strafandrohung. In einem Ton, bei dem man wieder gerade am Tisch sitzen musste. Die Gedienten erinnern sich vielleicht an ihre „Vergatterung“… Mehr

Ich habe die „Corona Demo “ auch ein wenig verfolgt und habe auf der Bühne nur Grüne gesehen.

Wer da sonst noch war, ist schwer zu sagen. Den Überblick hatte aber ein Professor, der aus Aachen von zuhause aus bei Phoenix zugeschaltet war. Der hat gesagt, wer alles da war.

Die WELT schreibt zum „Sturm auf den Reichstag“ : „Anfangs standen nur drei Polizisten der grölenden Menge entgegen.“ Wenn das zutrifft, war es eine vorsätzliche (politisch bestellte?) Einladung der Polizeiführung an gewaltbereite Extremisten, um Schlagzeilen und theatralische Empörung zu provozieren. Immerhin waren solche Krawallvorhaben ja bereits angekündigt.

Was denn für Gewalt? Warum sollten die Demonstranten denn nicht die Treppen des Reichstages betreten dürfen, sind die denn reserviert für grüne Deutschlandhasser?

Es ist zweierlei Maß und zwar mit Vorsatz. Wir haben inzwischen einen Linksstaat und Linksmedien. Beide bekämpfen andere Meinungen mit allen Mitteln. Beide wollen Deutschland und die Deutschen in einen autoritären Grünsozialismus zwingen. Das Grundgesetz wird ausgehebelt. Dass dieser Staat das Regime Lukaschenko kritisiert, ist pure Heuchlei. Einen Rechtsstaat gibt es hierzulande nicht mehr. Das ist das traurige Ergebnis von so vielen Jahren Merkel.

Nicht zu vergessen den Artikel des Jesuiten Deckers in der FAZ: „Größenwahn und Gewaltphantasien einer Minderheit“