„Seid ihr eigentlich wahnsinnig?“ Jürgen Milski reagiert fassungslos auf 612 Millionen Euro für Gender-Projekte als Entwicklungshilfe im Ausland. Seit Jahrzehnten werden immer größere Summen deutscher Steuermilliarden ins Ausland versenkt und veruntreut. Bevor den Bürgern auch nur ein weiterer Cent belastet wird, muss das sofort auf Null gefahren werden.
Mitten in der Sommerpause und in der tiefsten politischen und wirtschaftlichen Krisen der Bundesrepublik entdecken deutsche Celebrities die Lust am Klartext. Vor wenigen Wochen sorgten Tina Ruland, Caroline Beil und Simone Thomalla für Aufsehen. Beil urteilte über Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner: „Solche Pfeifen braucht keiner“, und verlangte von Politikern, endlich „Politik für die Leute“ zu machen. Ruland erklärte den Aufstieg der AfD zur Quittung für das Versagen der etablierten Parteien: „Daran sind nicht die Bürger schuld, daran ist auch nicht die AfD schuld, daran sind einzig und allein die Altparteien schuld, die schlechte Politik machen.“ Thomalla nahm sich die Verbotsdebatte vor: „Verbieten, verbieten, verbieten, AfD verbieten … Nein: Sich um die Probleme kümmern der Menschen, die sie dahin bringen, die AfD zu wählen.“ Der große Jan Josef Liefers: „Ich glaube nicht, dass das ein Weltuntergang wird. (Wahlsieg AfD in Sachsen-Anhalt) Ich glaube auch, dass die Demokratie eine starke und gut entwickelte Konstruktion ist.“ Zuvor Dieter Bohlen: „Wir haben ja keine Regierung, wir haben eine Blockierung.“
Milski glaubte bei der folgenden Nachricht zunächst an einen schlechten Scherz. „Ich habe erst gedacht, das wären Fake News oder man will mich verarschen“, sagt der Sänger und frühere „Big Brother“-Teilnehmer in einem Video, das er in den sozialen Netzwerken verbreitet hat. Dann habe er festgestellt: Die Zahl stimmt. 612 Millionen Euro flossen 2025 in Entwicklungsprojekte, bei denen die Gleichstellung der Geschlechter als Hauptziel ausgewiesen ist. Milskis Reaktion darauf fällt mehr als deutlich aus:
„Seid ihr eigentlich wahnsinnig?“
Die Zahl stammt aus einer Auswertung, über die die „Neue Zürcher Zeitung“ berichtete. 2024 waren es sogar noch 704 Millionen Euro, 2025 rund 612 Millionen. 612 Millionen Euro sind rund 1,68 Millionen Euro pro Tag. Ein Betrag dieser Größenordnung lässt sich auch durch die statistisch korrekte Bezeichnung nicht kleinreden.
392.000 Euro fließen in Indonesien in „ökofeministische Ansätze“ der lokalen Politik. Bis 2027 werden feministische Entwicklungsvorhaben in Armenien, Kolumbien, Ruanda und Tunesien mit insgesamt zehn Millionen Euro finanziert. Weitere 20 Millionen Euro sind bis 2028 vorgesehen, um lokale und regionale Akteure für eine „feministische Transformation in Afrika“ zu stärken.
Für 2026 rund 1,1 Millionen Euro für den internationalen Dachverband von LGBTQ-Organisationen. Finanziert werden soll damit unter anderem eine weltweite Sammlung von mehr als 3500 Gesetzen zu sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Eine AfD-Anfrage brachte zudem die Förderung einer Aufführung von „Angels in America“ in Skopje ans Licht; die deutsche Botschaft beteiligte sich nach Angaben der Bundesregierung mit 2000 Euro. Überall werden die deutschen Steuermilliarden verteilt, als seien es Kamelle. Zuhause darf sich der Bürger anhören, wofür alles kein Geld da ist.
Das Entwicklungsministerium bewegt sich damit weiterhin auf einer Linie, die Svenja Schulze (SPD) unter der Ampel ausdrücklich als „feministische Entwicklungspolitik“ etabliert hatte. Das BMZ setzte sich damals selbst das Ziel, 93 Prozent der neu zugesagten Projektmittel in Vorhaben fließen zu lassen, die einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter leisten. Der dazugehörige Gender-Aktionsplan läuft bis 2027.
Friedrich Merz hatte vor der Bundestagswahl sein berühmtes „Links ist vorbei“ verkündet. Im Entwicklungsministerium regiert inzwischen Reem Alabali Radovan von der SPD. Die alten Gleichstellungsvorgaben laufen nach Angaben des Ministeriums weiter.
Wer entscheidet eigentlich über die Prioritäten? Milski stellt sich eine Volksabstimmung über diese 612 Millionen Euro vor und schätzt, dass 95 Prozent der Bürger mit einem lauten „Seid ihr eigentlich wahnsinnig?!“ antworten würden.
„Was hat der deutsche Steuerzahler damit zu tun?“ Genau diese Frage müsste inzwischen vor jeder einzelnen Überweisung ins Ausland stehen. Deutschland plant für 2027 allein im Kernhaushalt fast 119 Milliarden Euro neue Schulden, mit Sondervermögen steigt die Kreditaufnahme auf mehr als 200 Milliarden. Es wächst bereits die Sorge um das deutsche AAA-Rating, eine Abstufung droht. Die letzten Anleihen ließen sich schon kaum mehr platzieren. An Deutschlands Zugkraft glauben auch internationale Geldgeber nicht mehr.
In dieser Lage kann Entwicklungspolitik nicht weiter behandelt werden, als gäbe es irgendwo hinter dem Bundesfinanzministerium eine nie versiegende Geldquelle. Deutschland gab 2025 nach offiziellen Zahlen rund 26 Milliarden Euro für öffentliche Entwicklungsleistungen aus und war damit nach OECD-Berechnung sogar der größte staatliche Entwicklungshilfegeber der Welt (nachdem die USA einen rigorosen Cut vollzogen haben.) Wer angesichts dieser Größenordnung 392.000 Euro für „ökofeministische Ansätze“, Millionen für „feministische Transformation“ und weitere deutsche Lieblingsprojekte rund um den Globus noch immer für selbstverständliche Staatsaufgaben hält, hat den Ernst der deutschen Haushaltslage nicht begriffen. Die Konsequenz muss jetzt radikal lauten: Auslandszahlungen und Entwicklungshilfe werden auf null gestellt und gestoppt.
Wie notwendig das ist, zeigt ausgerechnet die bundeseigene GIZ. Im Jemen konnten Mitarbeiter nach bisherigen Erkenntnissen über Jahre mit fingierten Abrechnungen ein System aufziehen, bei dem ein Schaden im zweistelligen Millionenbereich im Raum steht; 24 lokale Mitarbeiter wurden entlassen, die Untersuchungen sind bis heute nicht abgeschlossen. Der Aufsichtsrat wurde über wesentliche Details offenbar erst erheblich später informiert. Die GIZ verschärfte daraufhin (angeblich) ihre Kontrollmechanismen, das BMZ beendet die Zusammenarbeit dort. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Wer Milliarden deutschen Steuergeldes in Länder und Strukturen mit solchen Kontrollrisiken verteilt, trägt die Beweislast für jeden Euro – nicht der Bürger, der erklären soll, warum er das nicht mehr bezahlen möchte. Wenn der Staat im Inland Schuldenberge auftürmt und seinen Bürgern immer neue Rechnungen präsentiert, gleichzeitig weiterhin Milliarden über den Globus verteilt und selbst bei aufgedecktem Betrug erst Jahre später das ganze Ausmaß ermittelt, wird aus großzügiger Entwicklungspolitik eine Frage der politischen Treuhandpflicht. Das Geld gehört nicht der Regierung. Es gehört den Bürgern, die es erwirtschaftet haben. Wer es unter diesen Umständen weiter für ideologische Weltbeglückung ausgibt, veruntreut. Vielleicht nicht im bisher strafrechtlichen Sinne, aber auch das lässt sich ändern.
„Wie lange sollen wir uns das eigentlich noch gefallen lassen?“ Fragt Milski.
Gar nicht mehr, Jürgen. Gar nicht mehr.





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