Sachsen-Anhalts CDU-Bildungsminister Jan Riedel (CDU) erklärt die Abkehr von den politisch gleichförmigen und staatsnahen Medien zum Bildungsproblem. Staatsminister und Merz-Amigo Wolfram Weimer wähnt sich gar im Kulturkampf gegen die AfD. Das letzte Aufgebot angesichts rapide schwindender Meinungshegemonie.
picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Wer heutzutage an eine „traditionelle Medienvielfalt“ glaubt und diese gar propagiert, erntet bei halbwegs kritischen Bürgern wahlweise ein Kopfschütteln, einen Lachkrampf oder einen Tobsuchtsanfall. Eine uniformiert-links-woke Einfalt von ARD, ZDF, DLF, Süddeutscher, ZEIT, Spiegel, RND und Co. soll „Medienvielfalt“ sein? Ja, es wird vielfältiger, aber nicht innerhalb der „Traditionellen“, sondern weil es gottlob die alternativen Plattformen gibt.
Wer glaubt dennoch an die „traditionelle Medienvielfalt“? Es ist Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU), dessen Partei im Vorfeld der Landtagswahlen am 6. September das Wasser bis Oberkante Unterlippe steht. Riedel sieht im schwindenden Glauben der Bürger an die „traditionelle Medienvielfalt“ gar ein Bildungsproblem, weil sich viele Bürger damit von der demokratischen Auseinandersetzung isolieren würden.
Riedel konkret gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Wir erreichen die Menschen in Sachsen-Anhalt kaum noch über die traditionelle Medienvielfalt. Viele schauen nur noch Tiktok und rechte Online-Portale und lesen die Boulevard-Presse.“ Hier sei die AfD besonders stark vertreten. Wenn Bürger nur noch konsumierten, was sie ohnehin für richtig hielten, und sich von demokratischer Auseinandersetzung isolierten, werde man auch ein Bildungsproblem bekommen, so Riedel.
Das RND gehört der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG). Zu 23,1 Prozent ist diese das Medienbeteiligungsunternehmen der SPD. Was der SPD in Sachsen-Anhalt aber auch nichts geholfen hat: Sie dümpelt laut Umfragen dort bei 5 bis 7 Prozent dahin. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie am 6. September im parlamentarischen Nirwana landet.
Den Bildungsminister Riedel sollte eher die Sorge umtreiben, warum sich die Menschn im Land von einer ganzen Reihe von Medien, allen voran vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk, abwenden. Mit Vielfalt haben diese eben seit Jahren nichts mehr am Hut. Sie sind zu Volkserziehern, zu selbsternannten Rettern „unserer“, also ihrer, Demokratie, zu Aktivisten gegen „rechts“ und zu Diskurswächtern geworden
Wie wenn es noch eines Beweises für die politische Einseitigkeit der Altmedien bedurft hätte, liefert Kulturstaats- und Medienminister Wolfram Weimer (parteilos) zu Riedels Fehldiagnose das Contra. Er als ein qua Amt zu neutraler Amtsführung verpflichteter Staatsminister im Kanzleramt hat vor einem Abrutschen Deutschlands nach Rechtsaußen gewarnt und einen persönlichen „Kulturkampf“ (sic!) gegen die AfD in seiner Amtszeit angekündigt. „Ich bin kein Ideologe. Linke Leute halten mir vor, ich sei ein konservativer Kulturkämpfer. Das stimmt nicht“, sagte Weimer – ebenfalls dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er sei ein „Kulturkämpfer gegen die AfD“. Der einzige Kulturkampf, den er führe, richte sich gegen diese Partei.
Weimer auch: Man brauche ein intellektuell-kulturelles Vorgehen gegen Rechtsextremisten. Intellektuell-kulturell? Dann liefern Sie mal Intellektuelles, Herr Staatsminister. Sonst hätte Kanzler Merz die Amtszeit Ihrer „grünen“ Vorgängerin Claudia Roth ja einfach verlängern können.



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Wer nicht glaubt, ist ungebildet? Ach so, deswegen ist unser Bildungssystem so gut. Weil wir alle mit Bildung vollgestopft werden. Hat der Mann in letzter Zeit ÖRR geschaut? Nach der Haltungsrichtlinie? Am ÖRR ist nichts mehr neutral und informativ. Wer schon jede Natursendung – und sei sie noch so alt – ergänzt mit Hinweisen, der Mensch zerstöre und menschengemachter Klimawandel, wer keine Sendung produzieren kann, ohne Haltung zu zeigen – und ja, ich habe noch eine Bildung, die es mir ermöglicht, Haltung zu erkennen -, der hat nichts mehr zu tun mit „traditionelle Medienvielfalt“. Medienvielfalt entsteht auch nicht durch 99.000… Mehr
„traditionelle Medienvielfalt“ gab es auch in der DDR, der UDSSR usw.
Glaubt Herr Riedel selber was er da von sich gibt? Tageschau, Heute Journal sind nichts anderes als Ausgaben der aktuellen Kamera, Politmagazine sind adaptierte Formen des „schwarzen Kanal“, Karl-Eduard von Schnitzler wäre begeistert. Hier ist es noch nicht einmal möglich einen Tatort zu sehen ohne mit linksgrüner Propaganda zugemüllt zu werden. ÖRR? Nein Danke, schon seit Jahren seh ich mir dort nichts mehr an.
Die Bildungsmisere in unserem Land ist vermutlich eine der Hauptursachen für die „tollen intellektuellen Leistungen“ unseres politischen Führungspersonals. Es ist immer wieder höchst amüsant, wenn unsere Leistungsträger in der Politik die Ursache für ihr Totalversagen in mangender Kommunikation mit den Wählern sehen. Die glauben wirklich, man müsste den Mist, den sie bauen, nur besser erklären und dann würde daraus gute Politik. Das Selbstbild unserer „Eliten“ korrespondiert seit vielen Jahren kaum noch mit der Wahrnehmung der Wählerschaft. Allerdings sind die Wähler bei ihren Wahlentscheidungen mehrheitlich ähnlich beschränkt wie die Figuren des links-grünen Kartells, denen sie immer wieder Regierungsverantwortung übertragen.
Bildungsminister Riedel? Da scheint man wohl den Bock zum Gärtner gemacht zu haben. Die CDU hat ja offensichtlich ein noch größeres Personalproblem als die anderen Linksparteien…
Es gibt viel schlechtere Lösungen, als einen Lehrer und ehemaligen Direktor eines Gymnasiums zum Bildungsminister zu machen.
PS:
Ich bin beileibe kein CDU Fan.
> Wenn Bürger nur noch konsumierten, was sie ohnehin für richtig hielten, und sich von demokratischer Auseinandersetzung isolierten, werde man auch ein Bildungsproblem bekommen
Ich habe schon immer den Verdacht gehabt, dass hiesige „IQ-Tests“, welche michelige Überlegenheit über dem restlichen Planeten belegen sollen, bloß etliche Details aus der Staatspropaganda abfragen. Murks, den ein Afrikaner oder Asiate nicht kennen kann – aber viele Michels sich eifrig reinziehen.
Was ist das schönste aller Geheimnisse? „Ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen…“ ! 😉
Das geht auch umgekehrt. In Fragebögen bei Bewerbungsfahren stehen dann Fragen wie: In welchem Land gibt es keine Juden. Richtig ist: „Alaska“. Natürlich leben da Juden. – Diese Fragen werden von Geschwätzwissenschaftlern erkennbar aus dem Internet zusammengeklöppelt. Bewerber mit Migrahu, die dem deutschen Irrsinn nicht schon seit dem Kindergarten ausgesetzt sind, versagen da natürlich.
Ja.
Das Bildungssystem ist mangelhaft.
Es wurde in jahrelangen Eingriffen ideologisch aufgeladen und teilweise ins absurde verkehrt.
Und es hat diese Politiker hervorgebracht, die Deutschland fast bis auf die Grundmauern zerstört hat.
„Weimer auch: Man brauche ein intellektuell-kulturelles Vorgehen gegen Rechtsextremisten.“
Ich denke an Ihre Worte, Herr Weimer, wenn wieder ein Deutscher gemessert wird, ein mittelständischer Maschinenbauer dichtmacht, unsere Gasspeicher vor Ende des Winters leer sind oder über die wachsende Anzahl der Schalthandlungen im Stromnetz berichtet wird, die notwendig sind, um die Netzstabilität zu gewährleisten.
„Wir erreichen die Menschen in Sachsen-Anhalt kaum noch über die traditionelle Medienvielfalt. Viele schauen nur noch Tiktok und rechte Online-Portale und lesen die Boulevard-Presse.“ Welch ein Trugschluss. Zugegeben, ich bin Wessi. Aber auch für mich gilt: die Schere zwischen der ÖR-Bericherstattung oder der der meisten Printmedien (mein Lieblingsbeispiel: SZ) einerseits und der beobachtbaren und zwischen den Zeilen ermittelbaren Realität andererseits öffnet sich seit Jahrzehnten immer weiter. Gar nicht zu reden von den mehr als offensichtlichen und für den Medienkonsumenten schmerzhaften Bestrebungen der etablierten Medien, Meinungen statt Meldungen an den Mann zu bringen oder Meldungen gezielt einseitig (nämlich unter Ausblendung vieler… Mehr
Bei der Hervorhebung der SZ stimme ich Ihnen zu. Diese ist absolut bösartig. Es geht nicht ohne „Kriegsverbrecher P.“ oder die „gesichert als rechtsextrem eingestufte“ AFD. Die kauten das Thema „AFD verkauft Nato-Geheimnisse an den Iwan“ noch durch, als selbsr der thüringer Innenminister zurückgerudert war, n. m. E. nach einem Urteil. – Blasiert-dumm-dreist sind die Leserbriefe in der Zeit. Das wohlgefällige Akademikervolk ist bösartiger als die Redaktion.Das muß man auch erst mal bringen. – Bevor hier Fragen aufkommen, warum ich mein Geld für diesen Schund verplemper: er liegt, wenig beachtet, in der Bezirksbibliothek.
Erheiternd ist die Panik des alliierten Besatzerkonstruktes BRD (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25), die sich aus dem bevorstehenden Untergang desselben nach 76 Jahren Demütigung sowie Unterjochung der Autochthonen speist, den es auch keineswegs abwenden kann, wenngleich es alltäglich den wohlfeilen Versuch mithilfe der Marionetten, umgangssprachlich „Politiker“ genannt (https://www.youtube.com/watch?v=3zuO_Ed__KA), unternimmt, das ethnische Deutsche Volke mit Worthülsen (siehe unter anderem den vorliegenden Artikel) auf die inkorrekte Fährte zu locken, jenes zu verunsichern!