Elektro-Lkw ohne Strom: kein Ladenetz, CO₂-Vorgaben, Milliardenstrafen – TE-Wecker am 20. September 2026

Der TE-Wecker erscheint montags bis freitags – und bietet Ihnen einen gut informierten Start in den Tag. Ideal für den Frühstückstisch – wir freuen uns, wenn Sie regelmäßig einschalten. An Wochenenden und Feiertagen erscheint der Wecker mit einer Schwerpunktsendung.

 

Heute geht in Hannover auf dem Messegelände die Zeit der schweren Brummis zu Ende. Die IAA der Nutzfahrzeuge, ist vorbei. Die Werbesprüche der Politik waren groß, die von einer elektrischen Zukunft des Lastwagenverkehrs reden. „Jetzt gilt es, den Ausbauturbo zu zünden“, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Allerdings habe „Die Politik in Europa ihre Aufgabe, eine leistungsfähige Infrastruktur für elektrische Nutzfahrzeuge zur Verfügung zu stellen, sträflich vernachlässigt“.
Auch im Nutzfahrzeugsektor schweben wie bei Elektro-Autos illusorische Vorgaben einer grün-getriebenen EU, nach der LKW elektrisch mit Batterien angetrieben werden müssen – unabhängig davon, ob möglich und sinnvoll oder nicht.

Doch ein funktionierender Lastwagen ist noch kein funktionierendes Verkehrssystem. Denn die entscheidende Rechnung beginnt hinter dem Stecker. Denn welche Rohstoffe, welche Stromleitungen und vor allem welche Kraftwerke braucht ein Land, das seinen Güterverkehr elektrifizieren will? Die Industrie fordert Ladeinfrastruktur. Doch woher der Strom kommen soll, bleibt offen. Sicher ist nur: von Windrädern eher nicht.

Hören Sie auch Tichys Börsenwecker, täglich ab 6 Uhr >>>

Anzeige

Unterstützung
oder €

Kommentare ( 5 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

5 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
ralf12
17 Tage her

Mir wurden mit einem e-LKW im letzten Jahr Möbel geliefert. Einfache Strecke 150 km. Nach der Entladung meine Frage: Geht es denn jetzt gleich wieder zurück? Antwort: Nein, wir müssen erst mal 1,5 h an die Ladesäule. Hat aber den Vorteil, dass wir heute keine 2. Tour mehr machen müssen. Wenn wir wieder zu Hause sind, ist Feierabend. Fazit: so schlecht sind e-LKW auch nicht. Kommt halt auf den Blickwinkel des Betrachters an.

Kassandra
17 Tage her

Nix gelernt aus dem Dilemma mit den E-Bussen, die die Städte einsetzten – und die besonders im Winter ihren Dienst versagen.

Michael Palusch
18 Tage her

Wie ist bei so einem „E-Brummi“ eigentlich das Verhältnis von Leergewicht zu Nutzlast?

Last edited 18 Tage her by Michael Palusch
Der Michel
18 Tage her

Was auch noch ins Kalkül gehört: Durch die höhere Achslast (höheres Gesamtgewicht bei gleicher Achszahl) und/oder die Mehrfahrten (geringere Nutzlast) bei Umstieg auf E-LKWs steigt weiter die Belastung von Straßen und Brücken.

Haba Orwell
18 Tage her

Noch mehr Klimagedöns? „Green Deal“ macht Westeuropa zum Entwicklungsgebiet, welches sich jedoch nicht entwickelt, sondern Degrowth erlebt: >>>Die USE-Illusion: Warum ,,mehr Europa“ bislang immer weniger Europa bedeutet hat<<< > „… Je mehr europäische Integration seit Maastricht betrieben wurde, desto irrelevanter ist Europa wirtschaftlich, außenpolitisch und technologisch geworden. Als Beleg dient die Entwicklung der Anteile am globalen Bruttoinlandsprodukt, die auf Visual Capitalist zurückgeht: 1992, im Jahr des Maastricht-Vertrags, hätten die heutigen EU-Staaten zusammen 28,8 Prozent des Welt-BIP gestellt, mehr als die USA (25,7 Prozent) und China (1,9 Prozent) zusammen. Heute liege der EU-Anteil bei rund 17 Prozent – auf Augenhöhe mit… Mehr