Leserstimmen zu: Der neue deutsche Hymnenstreit

Mauern sollen etwas Schützendes symbolisieren. Dieses Mittels bedienten sich bereits die Römer mit dem Limes oder die Chinesen mit der Großen Mauer. In Deutschland „pflegt“ nun eine neue Schutzmauer – die Brandmauer – nein, nicht zur Flammenabwehr bei Feuer! – nein: zur Ausgrenzung unliebsamer Kontrahenten!

picture alliance/dpa | Jan Woitas – TE-Collage

O-Ton des Autors Klaus-Rüdiger Mai: „Wer Deutschlands Geschichte verlernt hat, macht selbst aus „Deutschland, einig Vaterland“ ein Verdachtsmoment.“

„Seit über 24 Stunden twittern höllisch aufgeregt die Politiker der Union, die Deutschland in den Abgrund regieren, ganz furchtbar aufgeregt so oder so ähnlich: „Die AfD ist nicht patriotisch! Auf einer Veranstaltung singt sie die DDR-Hymne und verherrlicht somit ein brutales Unrechtsregime, welches viele Menschen das Leben gekostet hat.“

Hoffmann von Fallersleben, deutscher Hochschullehrer für Germanistik schrieb den Text zur späteren NationalHymne „Das Lied der Deutschen“: Einheit des Vaterlandes, die Einheit Deutschlands, die damals noch nicht existierte, sondern erst noch werden musste. Brüderlich sollte Deutschland nicht zur Eroberung, sondern zur Verteidigung, „zu Schutz und Trutze / Brüderlich“ zusammenhalten.

Das ironische Karnevalslied, der Trizonesien-Song von Karl Berbuer, wurde zunächst zur inoffiziellen Hymne der drei westlichen Besatzungszonen, weil noch kein gemeinsames Lied existierte. Im Westen stand das Lied für den Kapitalismus und die Verdrängung der Vierteilung durch Humor:

„Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien,
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Wir haben Mägdelein mit feurig wildem Wesien,
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Wir sind zwar keine Menschenfresser, doch wir küssen um so besser.
Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien,
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!“

Der „Trizonesien-Song“ war ideologisch inkompatibel mit den kulturpolitischen Zielen der DDR, die auf proletarische Arbeiterlieder, Agitprop-Stücke und den Aufbau des Sozialismus ausgerichtet waren.
Die Abteilung Agitation und Propaganda steuerte stattdessen die Massenkultur, um das sozialistische Bewusstsein zu formen.

So heißt es in der „Internationale“:
„In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
wir sind die stärkste der Partei’n
Die Müßiggänger schiebt beiseite!
Diese Welt muss unser sein;
Unser Blut sei nicht mehr der Raben,
Nicht der mächt’gen Geier Fraß!
Erst wenn wir sie vertrieben haben
dann scheint die Sonn’ ohn’ Unterlass!
Völker, hört die Signale!
Auf zum letzten Gefecht!
Die Internationale
erkämpft das Menschenrecht.“

Der kommunistische Dichter Johannes R. Becher wollte 1949 kein Lied der Spaltung dichten, sondern alle deutschen Menschen, in Ost und in West, sollten dieses Lied singen können. Er wollte kein Lied der Spaltung, sondern der Einheit.
Die Nationalhymne der DDR trägt den Titel „Auferstanden aus Ruinen“. Der Text wurde 1949 von Johannes R. Becher verfasst und von Hanns Eisler vertont. Aufgrund der Politik der DDR ab den 1970er-Jahren, die Worte „Deutschland“ und „deutsch“ zu vermeiden, wurde die Hymne später oft nur noch rein instrumental gespielt.

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt
Lass uns dir zum Guten dienen
Deutschland, einig Vaterland
Alte Not gilt es zu zwingen
Und wir zwingen sie vereint
Denn es muß uns doch gelingen
Dass die Sonne schön wie nie
Über Deutschland scheint
Über Deutschland scheint
Glück und Friede sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland
Alle Welt sehnt sich nach Frieden
Reicht den Völkern eure Hand
Wenn wir brüderlich uns einen
Schlagen wir des Volkes Feind
Lasst das Licht des Friedens scheinen
Dass nie eine Mutter mehr
Ihren Sohn beweint
Ihren Sohn beweint (ihren Sohn beweint)
Lasst uns pflügen, lasst uns bauen
Lernt und schafft wie nie zuvor
Und der eignen Kraft vertrauend
Steigt ein frei Geschlecht empor
Deutsche Jugend, bestes Streben
Unsres Volks in Dir vereint
Wirst du Deutschlands neues Leben
Und die Sonne, schön wie nie
Über Deutschland scheint
Über Deutschland scheint

Den TE-Lesern liegt das Thema Ost – West auch nach vielen Jahren sehr am Herzen. Lesen wir ihre Kommentare und Meinungsäußerungen, entflammt ihr Engagement in der lebhaften Diskussion untereinander.
Eine wahre Herzensangelegenheit? Werfen wir einen Blick auf die spannende „Unterhaltung“, die in sich beinahe einen eigenen Beitrag komponiert.

Laurenz
Geiler Artikel, Herr Mai. Bin im Westen geboren & habe mit Steimle mitgesungen, denn ich stehe zu der Vergangenheit meiner Deutschen Brüder & Schwestern aus den einstmals neuen Ländern, die wir einzig dem Separatisten Adenauer zu verdanken haben. Meine Mitleser werden wissen, dass ich gewiss kein Linker bin, wobei diese Grenzen heutzutage sowieso im Orwellianismus der einstigen Union verwischen.

Monika Vogel
Vielen Dank, Herr Mai, für ihre ausführliche Darlegung. Nur, die Deutschen echauffieren sich gern über Dinge, von denen sie keine Ahnung haben. Einerseits Duckmäuser, andererseits Aufschneider. Daran werden auch Ihre Erklärungen zum Verständnis der Hymnen reinweg nichts ändern.

Angela Honecker
Bin mir nicht ganz sicher, ob 1970. Ich bin 1970 eingeschult worden und glaube mich zu erinnern, dass wir Bechers DDR-Hymne in der Schule noch gesungen haben. Den Text und die Melodie habe ich jedenfalls noch immer im Ohr. Ich kann auch bis heute nichts gegen den Text sagen. Honecker wurde erst 1971 Erster Sekretär des ZK der SED und Ulbricht starb im Sommer 1973. Becher war ein Hymnenschreiber auf Stalin, das ist unbestreitbar und wenn es Mut zu zeigen galt, war er schön ruhig (siehe Walter Jankas Büchlein „Schwierigkeiten mit der Wahrheit“, das ich immer mal wieder lese.). Aber das wären die großmäuligen Polit-Witzfiguren, die sich jetzt gratismutig auf die DDR-Hymne stürzen, mit Sicherheit in der stalinistischen DDR auch gewesen. Nach 1971 wurde das Wort Deutschland bei uns weitgehend ausgerottet. Seltsamerweise nur an einer Stelle nicht: beim Namen des „Organs des Zentralkomitees der SED“.

BellaCiao
Als Wessi wusste ich bisher gar nicht, dass in der originalen Hymne der DDR die Strophe „Deutschland einig Vaterland“ vorkam. Damit tut man sich gerade im woken „Werte-Westen“ heute ja ganz besonders schwer. Insofern sehr gut gemacht von Herrn Steimle. Auch „Auferstanden aus Ruinen“ trifft unstreitig auf Gesamtdeutschland (nach dem 2. Weltkrieg) zu.
Uwe Steimle ist ein tiefsinniger, analytischer Denker. Er hat bestimmt genau die Absicht gehabt, diesen Text in ganz Deutschland (wieder oder überhaupt) bekannt zu machen. Ich kann daran rein gar nichts verwerfliches finden. Die gespielte, pseudo Empörung entlarvt doch nur die Empörten.
Wenn die Klimareligion weiter verfolgt wird wie bisher, dann werden wir bald erneut aus Ruinen wieder auferstehen müssen. Der westdeutsche Doof-Michel wird ziemlich sicher weitermachen, bis alles komplett den Bach runtergegangen ist. Vorher begreift er es auch diesmal nicht. Hoffentlich kommt die Wende weg von der „großen Transformation“ noch vor 2029, also bevor unsere Re-Gierung wieder „kriegstüchtig“ sein und dafür sogar auch noch wiedergewählt werden will.
PS: Nein, ich bin weder Kommunist noch Sozialist. Im Gegenteil.

Deutscher
Übrigens noch was: Der Osten ist halt doch preußisch. Mit dem lockeren Swing westlicher Lebensart sind die nie klargekommen und Freiheit war ihnen schon zu Kaisers Zeiten eher suspekt.

DDRforever – Antworten an Deutscher
Die BRD ist einfach nicht mein Land und wird es niemals sein. Ich wollte nie BRD-Bürger werden und verachte dieses Land und seine Bewohner. So geht es vielen und warum sollten wir nicht unsere Hymne singen? Singen Sie doch die Ihre und halten ansonsten einfach das Maul! Sorry für die Härte, aber anders würden sie es nicht verstehen.

Mikmi
Ist die Hymne der DDR verboten?
Tatsächlich war die Nationalhymne der DDR zwar nie verboten, ihre Verwendung ist rechtlich zulässig. Die erste und zweite Strophe der alten Nationalhymne (das „Lied der Deutschen“) sind gesetzlich nicht verboten. Das komplette Lied steht unter dem Schutz des Bundesverfassungsgerichts als staatliches Symbol. – Ja, was denn nun, verboten oder erlaubt?

depa
Hätten die die Hymne unter Erich gesungen, wäre die Stasi zu Besuch gekommen. Ist so, als wenn man heute die erste Strophe der Hymne laut singt.

service@mediagnose.de
Der Text ist in Ordnung. Deshalb wurde er ab den 70-ern in der DDR auch nur „gesummt“.

babylon
Am Text der DDR-Hymne ist überhaupt nichts auszusetzen, wenn, dann von den DDR-Oberen, seit etwa 1970 selber, als das „Deutschland, einig Vaterland“ nicht mehr zu der offiziellen DDR-Politik passte. Im Übrigen bin ich ziemlich davon überzeugt, dass die beiden AfD-Vertreter im Vorfeld nichts von der Gesangseinlage des Herrn Steimle wussten. Dass sie den Text mitsangen, hat nichts mit „Verherrlichung“ der DDR zu tun, von der als Staat nicht ein Sterbenswörtchen in den Versen von Becher zu lesen oder hören ist.
Johannes R. Becher hat viel geschrieben und gedichtet. Er war als Expressionist ein Zeitgenosse und sozusagen Antipode von Gottfried Benn zu dessen Tod er 1956 geschrieben hat.

Matthias – Antworten an Deutscher
Ich empfehle: a) Geschichtswissen aneignen (was war dort Preußen und was nicht, was war Preußen wirklich), b) Meinungs- und Gesinnungstoleranz aneignen, c) Lockerheit aneignen (dieser Kommentar zeigt sie nicht).

Matthias
Vielleicht vergessen: 2. Strophe:
„Glück und Friede sei beschieden
Deutschland, unserm Vaterland.
Alle Welt sehnt sich nach Frieden,
reicht den Völkern eure Hand.
Wenn wir brüderlich uns einen,
schlagen wir des Volkes Feind.
Lasst das Licht des Friedens scheinen,
dass nie eine Mutter mehr
ihren Sohn beweint.“
Das Friedensthema sollten auch „Deutscher“ und Co. immer im Sinn haben! Oder ist Russophobie die Alternative?
Sicherlich kann man hinterfragen, ob Uwe Steimle mit seinem Auftritt der AfD insgesamt genutzt hat. Die negativen Kommentare von „Deutscher“ und Co. zeigen wohl etwas anderes. Auf seinen eigenen Veranstaltungen kann Steimle ja machen, was er will. Wir leben doch wohl in keinem „Unrechtsstaat“, wo „falsche“ Meinungen und Gesinnungen vom Geheimdienst verfolgt werden, oder?

Marcel Seiler
Das Problem ist nicht die Hymne als solche. Problem ist, dass der sächsische Komiker Steimle eine ostdeutsche AfD-Veranstaltung, bei der er zur Unterstützung der AfD geladen war, nutzte, um seine „Komik“ anzubringen.
Als einer der AfD-Veranstalter vorschlug, „die Hymne“ zu singen (gemeint war das Deutschland-Lied), stimmte Steimle die alte DDR-Hymne an, und alle sangen mit. Gelungener „Scherz“, hahaha! Aber hier hochgradig missverständlich und durchaus kritikwürdig.

Shakespeare – Antworten an Marcel Seiler
Ich nehme an, Steimle hat bei der Veranstaltungsleitung der AfD im Vorhinein keine Witzeliste eingereicht. Die war von seinem peinlichen Witz überrumpelt und wusste auf die Schnelle nicht, wie sie richtig reagieren sollte. Am Klügsten wäre es jetzt, Steimle in Zukunft einfach nicht mehr einzuladen.

Werner Meier
Der Bundespräsident bevorzugt Feine Sahne Fischfilet:

Staatsgewalt!
Staatsgewalt!
Denn was ihr könnt,
Das können wir schon lange,
Und wir geben erst recht jetzt noch nicht auf.
Wir stellen uns in einem Trupp zusammen
Und schicken den Mob dann auf euch rauf!
Die Bullenhelme, die sollen fliegen
Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein!
Und danach schicken wir euch dann nach Bayern
Denn die Jungs sind geheilt von Polizei.

Frank-Walter Steineimer mag Lieder dieser Art und die Heuchler der CDU stören sich nicht daran. Bei einem Lied, das Land, Leute, Frieden und den Sonnenschein besingt, rasten sie hingegen aus.
Verrückte Welt!

Deutscher
Die Bundesrepublik hat eine offizielle Hymne: Einigkeit und Recht und Freiheit. Wer die singt, bekennt sich zu D. Wer stattdessen eine andere singt, bekennt sich zu was anderem. Kann man machen, aber dann ist man eben ein Antipatriot, wie die Grünen und Linken.
Die Ossis haben mehrheitlich ihre DDR-Gesinnung nie abgelegt. Das ist die bittere Wahrheit. Ich weiß nicht, was die eigentlich wollten, damals, 89/90. Und ich glaube, sie wussten es selber nicht. Sie haben lediglich gemerkt, dass die Sache kippt, und da sind sie in Massen noch auf den abfahrenden Zug aufgesprungen. Zufrieden waren sie damit aber nie.

Shakespeare – Antworten an Deutscher
Was soll am Text der sog. Becher-Hymne, der ab 1970 in der DDR verboten war, eigentlich nicht patriotisch sein? Sie können sich ein gemeinsames Deutschland wohl nur als Kolonisierung oder Anschluss des Gebietes der ehemaligen DDR vorstellen. Viele „Ossis“ sehen das anders.

Deutscher – Antworten an Shakespeare
Nur zur Erinnerung: Ihr wolltet herüber, nicht wir hinüber. Im Gegensatz zum Osten ging es dem Westen vor der Wende besser, und zwar in jeder Hinsicht.

Deutscher – Anworten an Manni2801
… Auf alte DDR-Patrioten kann ich so gut verzichten wie auf Merkels Gäste.

PaulKehl – Antworten an Deutscher
Im Altreich gab es am 9.11.89 genau zwei Demos. In Karlsruhe von irgendwelchen Bundeströten und in Bonn von der JU. Danach kam nichts mehr. Nur noch, wenn die DM nicht kommt, kommen wir zu ihr. Das war die Generalprobe für die Invasion der Raubnomaden ab 2015.

BellaCiao – Antworten an Deutscher
Interessant, Sie geben also den Ostdeutschen die Schuld, dass es „uns“ heute wirtschaftlich schlechter geht als vor der Wiedervereinigung.
Mit dem Klimasozialismus und der De-Growth-Politik hat das natürlich gar nichts zu tun, oder was? Diese dumme Politik des wirtschaftlichen Niederganges ist natürlich richtig und gut für Deutschland, ja? Nein, Klimasozialismus ist schlicht Sozialismus in einem neueren Gewand.
Im Osten Deutschlands erkennt das Volk mehrheitlich die „moderne“, woke Ideologie des altbekannten Sozialismus nur allzu gut. Denn man hat ja dort – nach 40 Jahren Erfahrung mit dem real existierenden Sozialismus – die typischen Symptome wie Planwirtschaft, Einschränkungen der Meinungsfreiheit, Gesinnungsethik und Gedankenverbrechen zur Genüge erlebt.

Michaelis
Die Ossis retten dieses verkommene Dunkeldeutschland, indem sie der AfD zur Macht verhelfen, während die Wessis nur große Schnauze haben und als tumbe Michels noch immer mehrheitlich die grünen, roten oder schwarzen Deppen-Parteien wählen. Also ganz ruhig sein und den Ossis DANKEN dafür, dass sie dies alles trotz schmutzigster Behandlung noch zu tun bereit sind!!
… Sie sollten ganz ruhig sein!! Die Ossis retten dieses verkommene Dunkeldeutschland, indem sie der AfD zur Macht verhelfen, während die Wessis nur große Schnauze haben und als tumbe Michels noch immer mehrheitlich die grünen, roten oder schwarzen Deppen-Parteien wählen. Also ganz ruhig sein und den Ossis DANKEN dafür, dass sie dies alles trotz schmutzigster Behandlung noch zu tun bereit sind!!

DDRforever – Antworten an Deutscher
Alle anderen sozialistischen Staaten haben das ja auch geschafft. Und die haben nicht Millionen von Versorgungssuchern! Im Übrigen wäre ich lieber bettelarm, als mit denen zusammen leben zu müssen.

Spyderco – Antworten an Deutscher
Nochmal Klartext:
Die DDR-Bürger wollten in die Bundesrepublik der 80er-/90er Jahre, nicht in ein islamisch-besetztes, deindustrialisiertes Land mit der weltweit höchsten Abgabenlast!

Gerro Medicus
Dem Westen ging es vor der Wende besser. Ja, stimmt, aber dem Osten auch! Nach der Wende wurden hunderttausende arbeitslos, ihre Renten waren deutlich geringer als im Westen, so wie das ALG1 auch, ihnen wurden die Häuser und Wohnungen unter dem Hintern weggenommen, Restitution nannte sich das, und kommen Sie mir nicht damit, dass diese Immobilien vorher von dem sozialistischen Regime enteignet wurden. Die enteigneten Besitzer kamen fast alle in den Westen und wurden hier für ihren Verlust großzügig entschädigt. Hat irgendeiner, der dann Restitution geltend gemacht hat, diese Entschädigungen wieder zurückgezahlt? Die ostdeutschen Betriebe wurden reihenweise plattgemacht bzw. von der Treuhand verscherbelt, für `nen Appel und `n Ei, aber wohl mit großzügigen Schmiergeldern … Die DDR-Bürger wollten herüber, aber dann stellten sie fest, dass sie mehrheitlich hinüber waren.

Koepenicker
Sehr richtig! Früher haben sie die „PDS“ aus Protest gegen den Westen gewählt, heute ist es halt die „AfD“. Stilistisch ist dies alles sehr ähnlich, ,Simson‘ -und Trabbi-Treffen gab es damals auch. Genauso wie Ost-Messen etc. Plus DDR-Fahnen. Heute habe ich jemanden in seinen 50ern auf einem Elektroroller gesehen, der einen Rucksack mit riesiger DDR-Fahne und DDR-Aufkleber plus „AfD-Wimpeln gesehen. Da fällt absolut nichts mehr zu ein.
Nur die Farbe der Partei hat sich geändert. Mir als „Ossi“ ist dies nicht nur peinlich. Diese „Ostalgie“ ist für mich nach wie vor bedrückend und traurig zugleich.

Jensberndt – Antworten an Deutscher
Mit zunehmendem Entsetzen schauen wir in den Westen, weil Euch da drüben in den letzten Jahren mehrheitlich die drei deutschen Grundtugenden, die da wären Einigkeit und Recht und Freiheit, abhandengekommen sind, bzw. der Drang danach zu streben. Und Ihren übrigen Kommentaren muss ich leider entnehmen, dass Sie über den Osten reden wie der Blinde über die Farbe. Mitnichten will ich die DDR zurück, noch sonst jemand hier. Wir sind weder arm, dumm, noch abgehängt oder rückwärtsgewandt – eher im Gegenteil. Wir waren 1989 junge Leute, die eine einmalige Chance der Neuorientierung bekommen hatten, wir haben sie genutzt und uns etwas aufgebaut. Und das versucht man uns gerade wieder zu zerstören, die DDR 2.0 kommt jeden Tag ein Stück näher, wir spüren das ganz genau. Aber die Grundlage für unser eigenverantwortliches Leben war eine schulische und berufliche Ausbildung, die – abgesehen von der ständigen politischen Indoktrination – von größerer Substanz war als das, was da heute gelehrt wird.

Hans Nase
Wer das Thema hochkocht, der verkennt, dass so mancher DDR-Insasse nach dem „Quasi-Verbot“ des Textes diesen deswegen sang, weil man damit ganz offen Opposition zur DDR-Führung zum Ausdruck bringen konnte. Man konnte sich manchmal sogar gegenseitig erkennen, wenn sich an den entsprechenden Stellen Blicke kreuzten, während man diese besonders inbrünstig sang….
Nur „Besserwessis“ und Geschichtsvergessene sind fähig, hier einen Skandal zu erkennen …

Haba Orwell
Hoffmann von Fallersleben drückte aus, dass jedem Rheinländer, jedem Sachsen, jedem Preußen, jedem Bayern nicht das Rheinland, nicht Sachsen, nicht Preußen, nicht Bayern an erster Stelle stehen, über alles in der Welt gehen sollte, sondern die Einheit des Vaterlandes.
Kürzlich wollte hier jemand Schlesien und Pommern als Eretz Israel verschenken – wohl ohne zu bedenken, dass dann „7 Länder in 5 Jahren“ europäische Länder der Umgebung bedeuten würde, mit Schland und Polen oben auf der Liste. Bei dieser Einstellung darf auch ich Schadenfreude empfinden, sollte wer in fernen BW und Berlin Kalifate ausrufen und für interessante Nachrichten für die Medien woanders sorgen. Ein paar Urlaubstage dort, ohne Bier zu kaufen, das stehe ich locker durch. (Kalifat London mit grandiosen Museen wurde durch Kerosinpreise und Online-Visa weniger erreichbar.) Öffentliche Auspeitschung auf dem Alex für Regenbogen-Dingsbums? Ob das den Michel woanders zum seltenen Nachdenken motiviert?

Biskaborn
Der Hymnenstreit dient zweierlei, die AfD zu diskreditieren und vom eigenen Versagen abzulenken, da kommt jede Nichtigkeit gerade recht. Der Auftritt der Linken und Schwarzen wird jeden Tag unerträglicher und vor allem peinlicher! Sie merken nicht einmal mehr, wie sie mit dem Rücken zur Wand stehen, keine Argumente mehr haben, intellektuell am Ende sind!

jensberndt
Als Sachse, also Ostdeutscher, habe ich ein höchst zwiespältiges Verhältnis zur Ost-Hymne, egal ob mit oder ohne Text, es ist der Sound der DDR. Die ich nie wiederhaben wollte und die ich jetzt jeden Tag Stück für Stück wieder zurückbekomme. Und wenn Uwe Steimle dann diese Hymne singt und Chrupalla mitsingt, dann ist das für mich in diesem Kontext lustig und nicht skandalös. Und wenn einige Leute im Geschichts- und Deutschunterricht ein bisschen besser aufgepasst hätten und wüssten, in welchem Kontext Hoffmann von Fallersleben das Deutschlandlied geschrieben hat, dann würden wir heute wieder alle drei Strophen davon singen. Was kann diese Hymne dafür, dass sie 12 Jahre missbraucht wurde und deswegen seit 80 Jahren nur verkrüppelt gesungen wird?

Mausi
Die „Hymne“ zum Aufhänger zu nehmen, zeigt für mich, wie WokeLinks tickt. Mir hat anderes nicht gefallen. Aber das würde eine Diskussion auslösen, wie unterschiedlich wokelinke und rechte Aussagen beurteilt werden.

gewitter
In 150 Jahren haben es die Deutschen nicht geschafft, Einigkeit zu erreichen und eine dauerhafte Demokratie aufzubauen. Vielleicht … vielleicht kommen die Menschen zur Besinnung und wirken auf die gemeinsame Zukunft hin, anstatt sich in sinnlosen Grabenkämpfen wegen völlig unwichtiger Dinge aufzureiben.

Deutscher – Antworten an gewitter
Die Bundesrepublik war sich bis 89/90 sehr einig und demokratisch. Im Westen lebte es sich gut, sicher und entspannt. Linke und Grüne hatte man im Griff, selbst mit der RAF und den 68ern ist man rechtsstaatlich und demokratisch fertig geworden. Mit den USA und der NATO hatte man starke und verlässliche Partner und die westeuropäische Marktwirtschaft war stabil. Man hätte es dabei belassen sollen. Die DDR wäre halt ein Entwicklungsland geblieben, aber es wäre besser und billiger gewesen, sie durchzufüttern, als die Bundesrepublik an die Kommunisten zu verraten.

hodams
Was wundern wir uns eigentlich? Seit Jahrzehnten behandelt der Westen den Osten wie eine Kolonie. Die Art und Weise, wie über die Ossis berichtet wird, ist zutiefst rassistisch. Es werden immer die gleichen Stereotype bedient. Und jetzt wählt der undankbare Ossi, dem wir das Land aufgebaut haben, noch AfD. Und unser Bundespräsident erzählt, dass die Ossis die Demokratie nicht verstanden haben, weil sie seine SPD nicht mehr wählen. Ich kann nur hoffen, dass Sachsen-Anhalt klare Kante zeigt.

teanopos
Sorry, ich kann der Ostalgie der AfD auch nicht das Geringste abgewinnen, insbesondere, wenn man diese auch noch umschwäng-U7-lich erklären muss – „für Wessis“.
Erstens macht man sich damit angreifbar, weil die DDR wirklich nicht erstrebenswert ist. Weder war, noch ist (mag sein, dass das ein paar wirklich dumme „Ossis“ anders sehen).
Zweitens ist Aufmüpfigkeit nur um der Aufmüpfigkeit willen sowas von Kindergarten, dass man vor Fremdscham kaum weiß, wohin damit.
Intelligente Menschen sich etwas Neues einfallen lassen, erzählen neue „Geschichten“ bzw. entwickeln entsprechend neue Leitlinien/Ziele, die möglichst viele Menschen mitnehmen und im Kontext Politik das Land eben möglichst auf neue, tragbare Füße stellen.
 Diese AfD ist dazu offenbar nicht (mehr) in der Lage. Oder?
Das zukünftige Problem der AfD wird sein, dass sie mit solch dümmlicher, billiger, unkreativer Einfalt ihre Mitglieder/Anhänger wirklich auch im Abschaum rekrutiert, der ihr aus genau demselben Grund zum Verhängnis werden wird. Aber vielleicht ist genau das der russische Teil der AfD, Putins Stachel in Deutschland, der das Land nicht voranbringen will, sondern lediglich Idioten zum Herumkommandieren braucht. Hirn hat, wer es selber merkt.
Bei allen positiven Zügen der AfD, warum wird man diese extreme Dummheit nicht los? Wie will man mit soviel Einfalt das eigene Land für sich und die Bevölkerung regieren, nicht für Russland oder anderen fremden Einfluss?
Eigenständigkeit ist das Stichwort.
Und übrigens, was der „Kabarettist“ Steimle in Dessau-Roßlau von sich gegeben hat, ist genauso einfältig und provinziell – bei Steimle leider immer wieder. Nur weil ein Huhn ab und an mal ein Korn findet bzw. gefunden hat (was in diesen Zeiten bei soviel Dumm- und Krankheit der CDU sowie linksabwärts nicht schwer ist), ist es nicht gleich ein Nobelpreisträger. So aber fühlen sich offenbar einige der AfD, was ziemlich lächerlich wirkt und echte Fremdscham hervorruft. Wer auf der Vergangenheit rumreitet bzw. sich dort bedienen muss, hat keine Zukunft. Und wenn es bei solcher Kritik hier dann rote Daumen hagelt, fühlen sich selbige Deppen, die ich hier kritisiere, billigst bestätigt.
Mit CDU und Linksabwärts haben wir doch schon genug Einfalt und Ödness – fremdbestimmt noch dazu. Dieses Land hat leider ein echtes Problem: Wo ist der Witz, wo das Geniale? Frage an die AfD und seine Führung: Ist das wirklich alles?

jensberndt – Antworten an  teanopos
Da kann ich Ihnen gern helfen: Dieser Text war in der DDR seit 1970 aus bekannten Gründen verboten und wurde erst im Herbst 89 auf den Montagsdemos gesungen. Damit haben wir die Kommunisten zum Teufel gejagt. Und wenn Uwe Steimle die erste Strophe als Abschluss einer Veranstaltung singt, dann wird das hierzulande ganz genau verstanden, wir sind nämlich mehrheitlich alles andere als „dumm“.

teanopos – Antworten an jensberndt
@jensberndt, es geht (mir) nicht um irgendwelche Strophen, es geht darum, dass sich die Ost-AfD ständig solch oller Kamellen/Referenzen bedient – um was genau darzustellen bzw. zu bedienen? Gegen Kommunisten okay, die CDUler sind aber keine Kommunisten, sie haben sich „nur“ mit diesen verbündet. Da benötigt man schon andere Brecheisen als solch olle Kamellen, die eher Opfernarrative und Vergangenheit, denn Aufbruch bedienen. Deutschland, zumindest ist geografisch nicht mehr zweigeteilt – falls das im Osten noch nicht angekommen ist. (Und auch „die Wessis“ hatten im Übrigen einen erheblichen Obolus, im Ergebnis Verzicht, für diese Einheit zu entrichten. Soviel zu den … Nochmal: Wo ist die Zukunft? In solch einer AfD kann ich sie als Wessi leider nicht erkennen, und daran sind eben NICHT die Wessis schuld.

Marcusfiedler
Ich bin selbst in Mitteldeutschland geboren und kann das bestätigen.
Die haben bis in die 90er die SED gewählt und jetzt nennt man sich „diktaturerfahren“ und „gelernter DDR-Bürger“, wählt AfD.
Nicht aus Überzeugung oder gar, weil man das Wahlprogramm gut findet – (dafür müsste man es gelesen haben). Sondern wegen der immer gleichen Stammtisch-Platitüden. Solche Leute zieht die AfD in ihrem derzeitigen Zustand an. Die Partei war ursprünglich als intellektuelle Rechte konzipiert. Aber dafür gibt es in Dummland keinen Markt. Damit kommt man kaum über die 5 % Hürde. Mit Dummheit schon.

Endlich Frei
Es gibt Dinge, die kann man sich sparen. Das mit der Hymne gehört dazu.
Aber so übel wie die deutsche Fahne vor laufender Fernsehkamera entsorgen, ist es wahrlich nicht. Diese Art von Symbolik ist dann doch noch mal eine ganz andere.
Das mit Stauffenberg betrachte ich als künstlerische Satire-Freiheit. Niemand glaubt, dass hier ein Quäntchen Ernst dahintersteckt. Nur die Antifa und mit ihr die verzweifelten Wahlkampfstrategen der Altparteien samt Regierungssender ARD.

Berlindiesel
Der Text der Becher-Hymne ist schnurzegal, den kannte auch und gerade in der DDR kaum jemand wirklich. Auch heute ist das so: Wenn die aktuelle Nationalhymne gespielt wird, ist es, nicht nur im Westen, in der Regel allen peinlich, sie mitzusingen. Peinlich berührt oder mit erzwungener Anteilsnahmslosigkeit wird auf den Boden gestarrt. Da außer dem ersten Satz praktisch niemand den Text der 3. Strophe kennt (sie wird in der Schule nicht gelehrt), bewegt man dann die Lippen und tut so, als singe man mit. Ganz so, wie ich das immer in Gottesdiensten erlebt habe, wenn Lieder gesungen wurden. Außer dem Pfarrer und zwei drei Gemeindearbeiterinnen, sang die gesamten Kirchenbesucher nicht mit, die Orgel übertönte gnädig, dass außer der Stimme des Pfarrers niemand mitsang. Das gleiche, wenn das „Deutschlandlied“ gespielt wird. Am Ende ist es so wenig „unsere“ Hymne wie „unsere Nation“ oder „unsere“ Demokratie. Aufoktroyiert von Vasallen von Besatzungsmächten, sowohl die Flagge, als auch die Grenzen (selbst die der Bundesländer) als auch die Hymne. Nichts ist authentisch.
Die Becher-Hymne genauso wenig. Sie steht für das von den Sowjets etablierte Regime der SED. Dass ihr Text diesem Regime irgendwann peinlich wurde, war so irrelevant, wie im Westen der „Tag der Deutschen Einheit“ für die meisten bloß ein arbeitsfreier Feiertag war und den anderen ein Tag für gestanzte Fensterreden.
Steimle hatte mit dem Absingen der Hymne seinen „Ziegen-ficken“-Moment, wo er mit einer momentären Tabuüberschreitung ein Maximum an Air time erreichte. Und das auf Kosten ausgerechnet der AfD, die nun in der öffentlichen Meinung den Schaden und Schwarzen Peter hat.
Sie könnte es wiedergutmachen: Sollte sie je die Bundesregierung stellen, sollte sie die erste Strophe der Hymne wieder zur offiziellen Hymne machen. Scheiß auf die Polen. Aber vermutlich wird es bedenkenschwer aus der Partei schallen, wie sehr sich die friedliebenden Russen grämen würden, wenn wir die Hymne so ändern, vielleicht sogar eine Hyperschallrakete auf Berlin? Ernsthaft: Ihr habt was gutzumachen.

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Die Mauer – The Wall:
Der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan sprach 1987 den merkenswerten Satz: „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“
1989 fiel die Mauer.
Ist sie tatsächlich gefallen oder ist sie mit den Jahren virtuell beträchtlich in die Höhe gewachsen?

Mauern sollen etwas vermeintlich Schützendes symbolisieren. Dieses Mittels bedienten sich bereits die Römer mit dem Limes oder die Chinesen mit der Grossen Mauer.

Deutschland „pflegt“ nun eine neue Schutzmauer – die Brandmauer – nein, nicht zur Flammenabwehr bei Feuer – nein! Zur Ausgrenzung unliebsamer Kontrahenten!

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Kommentare ( 40 )

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40 Comments
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JuergenR
3 Stunden her

Für mich liegt der Widerspruch ganz woanders. Die Politiker der Parteien, die jetzt scharfe Kritik am Mitsingen der DDR-Hymne seitens eines AfD-Politikers üben, sind dieselben, die die Nachfolgepartei der SED händeringend darum bitten würden, mit ihnen zu koalieren, nur um die Mehrheit zu erhalten. Es ist also Heuchelei, die hier zutage tritt und nichts weiter.

Emsfranke
3 Stunden her

Die, die sich über das nun gesungene Lied „der anderen Deutschen“ so theatralisch aufregen, sind die, die am liebsten die Bundesflagge gegen die „bunte Regenbogenflagge“ austauschen würden, wenn sie, wie sie hoffen, bald die Macht dazu haben.
Ich rufe ihnen zu „Pfui Teufel“!!

jensberndt
5 Stunden her

Ist die Mauer gefallen? Ich glaube kaum. Für mich gibt es in den westgotischen Ländern zwei Sorten von von Menschen; Die einen wissen alles gaaanz genau und sind mutierte Belehrbären. Da kann man sich nur herumdrehen, sie reden lassen, Diskussion genau so sinnlos wie mit einem überzeugten SED-Mitglied. Und dann gibt es Menschen, die sich für unser früheres Leben wirklich interessieren, deren Sorge um unsere Zukunft genau so groß ist wie unsere, die auch ganz bewusst hier in den Osten übergesiedelt sind, weil sie wahrscheinlich ähnlich empfinden. Das Problem im Westen scheint mir das Mengenverhältnis zwischen diesen beiden Arten zu… Mehr

Peter Triller
5 Stunden her

Plötzlich ist die DDR wohl doch ein Unrechtsstaat gewesen, was vom Brandmauerkartell bis in Teilen der Union doch stets geleugnet wurde, und das Singen der DDR-Hymne plötzlich ein antipatriotischer Akt. Immer dieselbe Heuchelei von den Hochverrätern in den Parlamenten. Die DDR-Vergangenheit wurde von diesen Herrschaften absichtlich nie richtig aufgearbeitet, weil sie den Sozialismus diesmal in grüner Farbe erneut versuchen wollen. Zur AfD: Es wäre klüger gewesen, wenn sie auf diesen schrägen Vogel Steimle verzichtet hätten. Die DDR-Hymne ist vom Text her nicht zu beanstanden, dennoch bleibt die Melodie ein Symbol des Unrechtsstaates und damit kontaminiert: 1000 Mal gespielt zu Paraden… Mehr

Last edited 5 Stunden her by Peter Triller
wenmic
6 Stunden her

Wer die DDR Hymne singt hat sich für mich als Bayer der den eisernen vorhang noch gekannt hat, Gott sei Dank von der westlichen Seite aus sich für jede Wahl disqualifiziert, egal was der Text sagt, wer die Menschenverachtende DDR verherrlicht, wer dem russischen Diktator die Stiefel leckt der ist für mich raus.

jensberndt
4 Stunden her
Antworten an  wenmic

Wie schon mehrfach angesprochen, es war seit 1970 in der DDR mehr oder weniger verboten, diesen Text zu singen. Das ist die feine Nuance, auf die Uwe Steimle angespielt hat und die im Westen weitgehend unbekannt ist. Ansonsten gebe ich Ihnen völlig recht: Es ist der Sound der DDR.

Sabine Ehrke
4 Stunden her
Antworten an  wenmic

Der Bayer wählt grünbemäntelte Kommunisten mit Holz auf den Brunnen, haben wir gelernt. Ergo, Sie wissen gar nichts über uns!

bernstedter
3 Stunden her
Antworten an  wenmic

Was genau ist denn nun an diesem Text antideutsch? Ich bin Rechtsaußen und hasse Kommunisten, aber auch kein Kommunist kann mal die Wahrheit sagen und aus Sturheit kann ich dann nicht sagen „ne du hast Unrecht“. Das ist infantil und naiv.

GrafZahl04
14 Stunden her

Vielleicht sollten die Bewohner aus die ZDF Anstalt das Lied auseinander nehmen. Vielleicht rappen sie dann auch, dass ist unser letzter Schuss ….. Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt..Lass Dir zum Guten dienen …. Deutschland liegt in vielen Bereichen als Metapher gesehen in Ruinen. Wirtschaftlich, sportlich ….statt Milliarden in die Welt zu verschenken – gilt es einen Ruck durch Deutschland zu entfachen…..auch den Sanierungsstau der Straßen zu durchbrechen. Das auch Deutschland bei Olympia einen Top4 Platz im Medaillenspiegel belegt. Lass Dir zum Guten dienen …..bezahlbare Energie, Wirtschaft wieder nach vorne bringen, Deutschland wieder angesehen und respektabel machen und nicht… Mehr

Gerhart
15 Stunden her

Die Sendung, wo Steimle seine Heimat zeigt ist informativ und auch lustig, aber die Aktion war für die Sitzfläche.

R.S.
16 Stunden her

Chrupralla sagt ob man die Hyne anstimmen sollte und Herr Steimle singt….die DDR Hymne….ich als Ossi verstehe das so….die Richtung geht in eine DDR 2.0. oder noch schlimmer und das wollte wohl Herr Steimle damit zum Ausdruck bringen…Ich finde es auch immer amüsant wenn westliche Politiker meinen Herr Steimle verharmlose die DDR Diktatur. Was jetzt hier abgeht in Germany und der EU da klatscht der Erich im Himmel und jauchtst vor Freude

nella
17 Stunden her

Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt wird alles mögliche skandalisiert. Da wird noch mehr kommen.

U.M.
17 Stunden her

Das Mitträllern einer, eines nicht mehr existierenden Staates, ist uninteressant. Siegmund und Chrupalla hätten sich bei Steimles Stauffenberg Äußerung noch auf der Bühne, sofort davon distanzieren müssen. Seit diesem Zeitpunkt kann die AFD nicht mehr auf die Linke zeigen, wenn diese Reiche erschießen will. Das wird ihr u. U. schwer auf die Füße fallen. Sie wissen doch ganz genau, dass sie wie unter einem Mikroskop unter Beobachtung stehen. So zerlegt man sich selbst.

Luckey Money
8 Stunden her
Antworten an  U.M.

Steimles ist Satiriker und als dieser hat er diese Aussage getätigt! Ich dieses „Distanzieren sie sich“ nicht mehr hören. Das sind faschistische Methoden des 3 Reiches und sie bemerken es nicht einmal.