Koalitionsausschuss: In der Klingbeil-WG weiterhin „viel Lärm um nichts“

Ergebnis nach der Pressekonferenz zum Koalitionsausschuss, in dem es um die Entlastung der Autofahrer gehen sollte: nichts Neues von der Regierung. Sie verpulvert weiter das Geld der Steuerzahler, finanziert ihren tiefen NGO-Staat, die Turbomigration, sichert dem Klima-Kartell märchenhafte Gewinne zu – und plündert weiter diejenigen, die arbeiten, ob es Arbeitnehmer, Selbständige oder Unternehmer sind.

picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Nach der öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil tagte der Koalitionsausschuss. Merz äußerte heute Morgen in der Pressekonferenz zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses: „Ich gehe davon aus, dass wir in der Bundesregierung völlig unbeschadet dieser Diskussion der letzten Woche gut weiterarbeiten. Das, was mir nicht gefallen hat, war die öffentliche Diskussion. Deswegen habe ich darum gebeten, dass sie aufhört, und wir haben sie am Wochenende beendet.“

Als geduldeter Bewohner der Regierungs-WG Klingbeil hatte Merz am Freitag auch nicht Klingbeil, sondern einseitig seine Parteifreundin Katherina Reiche öffentlich kritisiert, obwohl er die „öffentliche Diskussion“ gutsozialdemokratisch öffentlich mitbefeuert und damit den alten Spruch aktualisiert hat, wonach die Steigerung von Parteifeind Parteifreund ist bzw., dass wer Freunde wie Friedrich Merz hat, keine Feinde braucht.

Die Regierungs-WG Klingbeil, die Merz, Bas, Söder und natürlich Lars Klingbeil bewohnen, hat die Ergebnisse ihrer Verhandlungen heute Morgen präsentiert, die man mit Shakespeare als „viel Lärm um nichts“ zusammenfassen kann und dort, wo etwas vereinbart wurde, die Handschrift der SPD trägt – ist ja auch ihre WG. Hauptthemen waren nicht so sehr Inhalte, sondern eher, gutes Einvernehmen zu demonstrieren, über die böse Welt zu klagen und natürlich sich wie Bolle über den Wahlausgang in Ungarn zu freuen. Es scheint, als habe der Brüssler Feudalabsolutismus von Neu-Versailles gesiegt.

Nehmen wir die Lupe und betrachten wir die Ergebnisse im Einzelnen: Ungeheuer wichtig war der Koalition als Ergebnis, „die Energiesteuer bei Diesel und Benzin um jeweils ca. 17 Cent brutto pro Liter“ zu senken. Die Energiesteuer beträgt derzeit 65,45 Cent pro Liter für Benzin und 47,04 Cent pro Liter für Diesel. Hinzu kommen Abgaben wie die CO2-Abgabe und 19 Prozent Mehrwertsteuer. Das bedeutet, dass der Steueranteil an Kraftstoffen bei über 50 Prozent des Endpreises liegt. Eine wirkliche Entlastung hätte gebracht, wenn sich die Regierung von der Praxis verabschiedet hätte, an der Explosion der Treibstoffpreise mitzuverdienen.

Das hätte bedeutet, erstens die Mehrwertsteuer auf das Niveau der Preise beispielsweise vom 1. Juni 2025 festzuschreiben, die CO2-Bepreisung jetzt und für alle Zeit abzuschaffen und die Mineralsteuer dauerhaft zu senken, und zwar um 30 statt um schlappe 17 Cent pro Liter. Doch die Regierung Klingbeil-Merz kann es auch bei dieser Alibi-Entlastung nicht unterlassen, die Bürger zu foppen, denn natürlich gilt diese Senkung nur für zwei Monate. Kaum gewehrt, schon verwehrt. Wie gesagt, man benötigte ein Alibi. Doch wie sagte Merz im SED-Duktus, wie ältere Ostdeutsche ihn nur allzu gut kennen: „Der Staat – das sind wir alle“? Und jeder in Ostdeutschland wusste: Der Staat – das ist die Partei- und Regierungsspitze gegen das Volk.

Damit die Wohltaten nicht in den Himmel wachsen, will man das Kartellrecht zu einem sozialistischen Interventionsrecht umschärfen. Die Sozialdemokraten lassen sich die 17 Cent gewaltig etwas kosten. Und am Ende geht es ohnehin um die Bereicherung des Klima-Kartells, indem wir „den Ausbau der erneuerbaren Energien ambitioniert“ vorantreiben. Im Klartext: Was wir euch beim Benzin für zwei Monate erlassen, holen wir vier- und fünffach bei den erneuerbaren Energien wieder rein. Also weiter: volle Fahrt in den Abgrund.

Und da man in der Zwangs-WG Klingbeil lebt, müssen die Arbeitnehmer „entlastet“ werden, natürlich durch die Arbeitgeber, indem die sozialistische WG es den Arbeitgebern „ermöglichen“ will, im Jahr 2026 eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in der Höhe von 1.000 Euro an ihre Arbeitnehmer zu zahlen. Schön, aber selbst, wenn die Arbeitnehmer auf die „Entlastungssumme“ keine Steuern und Abgaben zahlen, zahlen sie dennoch eine zusätzliche „Entlastungssumme“. Oder? Und wieso die Arbeitgeber? Belasten die Arbeitgeber die Arbeitnehmer? Aber vielleicht ist es wirklich das Ziel der Regierung, dass die Arbeitgeber die Arbeitnehmer entlasten – und zwar von Arbeit. Mit einem Blick auf Insolvenzen, Geschäftsaufgaben, Geschäftsverlagerungen ins Ausland und Jobabbau gehört dieserart Entlastung in der Tat zu den wenigen Feldern, auf denen diese Regierung so erfolgreich wie keine andere ist.

Im Bereich Automobilindustrie schwächt man etwas die Restriktionen ab. So will man auch nach 2035 Verbrenner weiter zulassen. Doch das ist billig, denn das will inzwischen ja auch die EU. Dafür wird der Automobilindustrie in Deutschland auf anderer Ebene sozusagen der Teppich unter den Füßen weggezogen, denn: „Die von der Europäischen Kommission vorgesehene Quote für Grünen Stahl muss erreicht werden.“ Und tschüss, deutsche Stahlindustrie.

Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird die Arbeitnehmer treffen, denn sie haben die medizinische Versorgung der wachsenden Anzahl von Migranten zu finanzieren. Auch wenn man darüber vornehm in der Pressekonferenz schwieg, sagt die Bemerkung im gemeinsamen Papier von Union und SPD (liegt TE vor) alles, nämlich dass „im Sinne eines ausgewogenen Maßnahmenpakets alle Beteiligten und Leistungsbereiche einen Beitrag leisten müssen“. Nicht-Mit-Versicherung von Familienmitgliedern, Begrenzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Leistungskürzungen kann man als eine umgekehrte nach oben offene Beitragserhöhung betrachten.

Mit einem Wort, nichts Neues von der Regierung: Sie verpulvern weiter das Geld der Steuerzahler, finanzieren ihren tiefen NGO-Staat, die Turbomigration, sichern dem Klima-Kartell märchenhafte Gewinne in ihrer Klimakommandowirtschaft zu und betreiben weiter die Plünderung derer, die in Deutschland arbeiten, ob es Arbeitnehmer, Selbständige oder Unternehmer sind. Und irgendwo findet immer in der Welt ein Krieg statt, der dann natürlich an der von den Regierungen seit Merkel verursachten deutschen Misere schuld sein muss.

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Kommentare ( 28 )

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Holger Wegner
42 Minuten her

Bei Corona gab es die 3000.- Prämie und die war natürlich problemlos auszahlbar an den Öffentlichen Dienst, während sich das außer subventionierten Konzernen kaum ein gebeutelter Arbeitgeber leisten konnte. Für den ÖD sind auch wieder die 1000.- gedacht, und zusätzlich wurden all diese Zahlungen nie als Einkommensberechnungsgrundlage für jegliche Sozialleistungen genommen, anders, als wenn man aus eigener Zusatzanstrengung sich was dazuverdient hat. Damals gingen auch noch Geschenke an Bafög- und Wohngeldbezieher. Da gibt es ja überall nie das Problem, dass das Geld vorher erwirtschaftet werden muss. In vielen Betrieben gab es nichts oder eine zweistellige Summe.

NochNicht2022
56 Minuten her

Der größte Gag ist ja, daß die System-Kumpanen aus der BRD-Unternehmenschaft und Anti-AfD-Hetzer erneut zahlen sollen (sie können’s ja, da die Kosten steuerlich absetzbar sind). Der Gag besteht ja ferner darin, daß die Unternehmen bereits durch die Ampel-Klima-Politik „am Arsch“ sind. Eigentlich bräuchten sie selbst eine Entlastung und jetzt werden sie für ihre Anti-AfD-Hetze erneut zum Zahlmeister erhoben. Ihre Repräsentaten beim BDI, IHK-Welt, Familienunternehmer und wie die 30-40 Verbände alle heißen mögen, glaubt sowieso niemand mehr. Denn: Kumpanei kostet, Parteimitglieder zahlen ja auch ihre Monatsbeiträge … Ob diese woken, verwahrlosten, aber immer smarten Unternehmer – die Unternehmerinnen nicht zu vergessen… Mehr

Delegro
22 Minuten her
Antworten an  NochNicht2022

Lustig gell. Die Versagertruppe findet Lösungen, die sie selber nicht zahlen müssen. Sollen doch die blöden Arbeitgeber sich mit Ihren Mitarbeitern rumschlagen. Bisschen Steuerersparnis geben wir her und Schwupps ist das dämlich Wahlvolk zu frieden mit den linken Zecken in Berlin und geht auf den Arbeitgeber los. Los, zahlen. Haben die in Berlin doch extra für uns gemacht. Das die Arbeitgeber selber kurz vor der Insolvenz stehen, versteht der dämliche Wahlmichel nicht. Der Staat muss zahlen, nicht die eh schon gebeutelten Arbeitgeber. Jeder € mehr an Personalkosten gefährdet den Fortbestand von mindestens 80 % aller Firmen. Jeder bekommt 1.000 €… Mehr

Danton
1 Stunde her

„Die Regierungs-WG Klingbeil, die Merz, Bas, Söder und natürlich Lars Klingbeil bewohnen,“ muß aufgelöst werden und darf niemals mehr in politische Verantwortung kommen.

Logiker
1 Stunde her

Und niemand spricht über die riesigen Einsparmöglichkeiten – sozusagen die für die deutschen Bürger großen „systemfremden Leistungen“ wie Ukraine, Energiewende, Migrationskosten.

Ohne das Canceln dieser Kostenfaktoren, dazu eine drastische Verschlankung des Staatsapparates inkl. aller Parlamente in Bund und Ländern, wird es keine lebenswerte Zukunft für Deutschland und seine eigenen Bürger geben.

btw.:
aktuell werden ca. 90% aller syrischen Asylanträge abgelehnt – bleiben dürfen die trotzdem.

Last edited 1 Stunde her by Logiker
Logiker
1 Stunde her
Antworten an  Logiker

und niemand spricht (mehr) über das von der Vorgängeregierung beschlossene ‚Klimageld‘.

H. Priess
26 Minuten her
Antworten an  Logiker

Das hat der Habeck versprochen und der hat sich oft versprochen!

Logiker
1 Stunde her

Söder sagte auf der PK einen klugen Satz – leider unvollständig:

„Der Iran-Krieg ist nicht unser Krieg – aber unser Problem.“

Leider hat er einmal mehr vergessen, dass das gleiche auch für den Ukraine-Krieg gilt.

Last edited 1 Stunde her by Logiker
Logiker
1 Stunde her

Norbert Röttgen (CDU) bewertet die Wahlniederlage Orbans so – gewissermaßen als Blaupause für Deutschland, nur in der entgegengesetzten politischen Richtung: „Der neue Ministerpräsident Péter Magyar steht nach seinem überragenden Wahlsieg trotzdem erst am Anfang eines schwierigen Weges……Selbst wenn das an diesem Sonntag gelungen ist, hat die neue Regierung den gesamten Staatsapparat unter Einschluss der Gerichte und der Medien gegen sich.“ Das „staatliche System Orbán“ werde alles tun, um eine neue Politik zu vereiteln. <<< Eine kleine Vorschau auf das, was eine AfD-Regierung im Bund oder irgendeinem Bundesland zu erwarten hat. Dann geht’s erst richtig los – man sieht’s am Beispiel… Mehr

Freige Richter
2 Stunden her

Das ist keine Entlastung, sondern eine Steuererhöhung. 24 Stunden saßen die beisammen? Wahrscheinlich 5 Minuten für die Erhöhung der Tabaksteuer (weil Zuckersteuer wegen der Ablehnung am CDU Parteitag nicht geht). Dann 23 Stunden am Buffet. Dann die vorbereitete „Entlastung“ von ein paar Cent/Liter Benzin verkünden. Billig für den Staat, da CO2 Steuer abschaffen nicht geht und eine Erhöhung der Pendlerpauschale teurer wäre. Dann noch die Befristung auf 2 Monate. Schwuppsdiwupps verkauft die Politik den Bürgern Steuermehreinnahmen als Entlastung. Und die denken, die Bürger merken das nicht?

Logiker
2 Stunden her

Die Vulkangruppe ist eine mutmaßlich linksextremistische, anarchistische Gruppierung, die seit 2011 für Brandanschläge auf Infrastruktur in Berlin/Brandenburg verantwortlich gemacht wird.
Deutschlandweit operiert sie unter dem Decknamen „Bundesregierung“ und sprengt Atomkraftwerke.

„Eine Tatsache wurde zu lange verschwiegen: Eine Energiewende, die Systemkosten ignoriert, wird das Land ruinieren, das sie zu retten vorgibt.“ 

(Quelle: AchGut)

Nichts davon wird in Frage gestellt.

Klingbeils Finanzministerium und Habecks Wirtschaftsministerium haben Deutschland im Würgegriff und treiben den Ruin voran.

Hat der Bundeskanzler eigentlich noch seine Richtlinienkompetenz, oder musste er diese vor dem zweiten Wahlgang abgeben?

Last edited 2 Stunden her by Logiker
h.milde
2 Stunden her

Der Söder -man kann halten von dem was man will, ich eher wenig- hat´s mal wieder auf den Punkt gebracht, sinngemäß:
„Der Friedrich hat Spaß gehabt. Ich war dabei.“
Nun, „herr“ Söder, auch dem sensiblen Lars & „Bullshit“-Bärbel hat´s wohl Spaß gemacht, weil ua. wohl Frau Reiche erst gar nicht eingeladen worden war? Warum bleiben Sie, als offensichtlicher „Partycrasher“ & die „c“SU immer noch dabei, wenn diese „Spaßvögel“ Deutschland zerstören?

Last edited 2 Stunden her by h.milde
Mikmi
2 Stunden her

1000€ Krisenbonus für Arbeitnehmer? Haben die Rentner keinen Anspruch, oder trifft uns das nicht? Kann mir das mal einer erklären.

Bernd Geiss
1 Stunde her
Antworten an  Mikmi

Wir als Rentner gelten doch eh schon als Schmarotzer.

NochNicht2022
50 Minuten her
Antworten an  Bernd Geiss

„Schmarotzer“ trifft es überhaupt nicht. Die heutigen Rentner und Pensionisten (werden immer vergessen) waren ja tatsächlich mit den Alten zwischen 1770 und 1800 die Fleißigsten in der deutschen Geschichte.