„Deutschland ist ein Täterparadies“ – Fernandes’ Satz wird zum Bumerang

„Wer schweigt, stimmt zu“ – dann gilt das auch für Fernandes, Hubig, HateAid und Co. Wer zu realer Gewalt gegen Mädchen und Frauen in diesem Land schweigt, sie relativiert oder wegmoderiert, verrät diese Mädchen und Frauen. Deren Schicksale sind denen egal. An jedem Tag. Der Fall Fernandes zeigt diese moralische Verkommenheit auf ihrem Höhepunkt und in aller Härte.

IMAGO - Collage: TE

Da sitzt eine mehr oder weniger prominente Frau in der Tagesschau, sagt: „Deutschland ist ein Täterparadies“ – und das linksgrüne Milieu schnalzt zustimmend mit der Zunge, als sei damit schon alles gesagt. Als wäre der Fall entschieden. Als wäre die Wahrheit längst amtlich versiegelt. Als dürfte jetzt nur noch die entsprechende politische Folgerung exekutiert werden. Genau darin liegt der Skandal. Gegen Christian Ulmen stehen schwere Vorwürfe im Raum. Aber es sind Vorwürfe. Dass man ihn nicht leiden kann, reicht da nicht. Sein Anwalt weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. Trotzdem wird der Fall mit jener moralischen Endgültigkeit behandelt, die in einem Rechtsstaat erst am Ende eines Verfahrens stehen darf.

Die Empörung rennt dem Beweis davon, und genau das ist kein Zufall. Sie soll es auch. Denn hier geht es längst nicht mehr nur um einen Fall. Hier geht es um seine Ausschlachtung, die politische Ausschlachtung, um darüber die Meinungsfreiheit in Deutschland weiter anzugreifen und aus Sicht der Politik am besten ganz auszuhebeln.

Collien Fernandes liefert dafür den perfekten Satz. „Deutschland ist ein Täterparadies“ ist nicht Beschreibung, sondern Waffe. Es ist der Satz, mit dem aus einem ungeklärten, emotional maximal aufgeladenen Promi-Komplex eine nationale Anklage gezimmert wird. Erst der Vorwurf. Dann die ganz große Vokabel. Dann die mediale Dauerschleife. Dann die Demonstration. Dann der Forderungskatalog. Dann das Gesetz. Eine fast perfekt inszenierte Kampagne, die schneller als sonst über immer größere Unstimmig- und Ungereimtheiten kollabiert.

Es ist immer dieselbe Methode. Ein Fall wird nicht aufgeklärt, sondern in politische Energie umgewandelt. Und wieder funktioniert es, weil in diesem verrotteten rotgrünen politmedialen Betrieb niemand mehr wissen will, wo rechtsstaatliche Distanz aufhört und agitatorische Verwertung beginnt. Der Fall ist noch nicht geklärt, aber die politische Beute wird schon verteilt.

Testimonial-Rammbock
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Und natürlich stehen die bekannten Kräfte sofort bereit. HateAid, grünes Vorfeld für immer neue Eingriffe ins Netz, liefert die passende Marschmusik zum Auftakt. Justizministerin Hubig schiebt im Windschatten der Empörung ihr Gesetzespaket an. Die angeschlossenen linken Medien rahmen, verstärken, emotionalisieren und liefern den gewünschten Deutungsraum gleich mit. Man kennt das Drehbuch inzwischen auswendig. Erst das vermeintliche Leid, dann die Erzählung, dann der politische Hebel. Aus einem aufgeladenen Einzelfall wird ein Vehikel, mit dem man die Meinungsfreiheit weiter schleifen, das freie Netz weiter kontrollieren und die Bürger weiter unter Identitäts- und Strafbarkeitsdruck setzen will.

Und jetzt zum wirklich Abstoßenden. Denn ja, Deutschland ist ein Täterparadies. Aber ganz anders, als Fernandes, HateAid und Hubig es behaupten. Dieser Satz wird für Fernandes und die ganze Bewegung zu einem Bumerang. Ein Täterparadies ist dieses Land nicht deshalb, weil im Netz noch nicht genug gelöscht, identifiziert und gesperrt wird. Ein Täterparadies ist es, weil Frauen und Mädchen hier Tag für Tag realer, körperlicher, konkreter Gewalt ausgesetzt sind und der politische Betrieb dazu seit Jahren feige, verlogen und selektiv schweigt.

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Vergewaltigungen. Gruppenvergewaltigungen. Belästigungen. Übergriffe. Einschüchterungen. Demütigungen. Bedrohungen auf dem Heimweg, in Parks, an Bahnhöfen, in Freibädern, in Zügen, in Unterkünften, in Innenstädten – an Kindern – an Mädchen – an jungen Frauen – an alten Frauen. Das BKA meldete für 2024 einen neuen Höchststand von 265.942 Opfern häuslicher Gewalt. Gleichzeitig stiegen auch die gegen Frauen und Mädchen gerichteten Straftaten weiter an. Das ist die Wirklichkeit des Täterparadieses. Nicht der sauber ausgeleuchtete Fernsehauftritt, sondern die tägliche Verwüstung des Alltags vieler Frauen.

Und noch schärfer tritt die Verlogenheit dort hervor, wo die Täter nicht ins moralische Wunschbild der politischen Klasse passen. Die Bundesregierung teilte 2025 mit, dass es 2024 in Deutschland 788 Gruppenvergewaltigungen gab, nach 761 im Jahr davor. Bei diesen Taten lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger 2024 bei 51 Prozent. Das sind keine „Narrative“, keine bösen Framings, keine rechten Gespenster. Das sind amtliche Zahlen. Und was folgt daraus in diesem Land? Nichts, was auch nur entfernt an die hysterische Wucht erinnert, mit der der Fall Fernandes jetzt zum nationalen Alarmfall erhoben wird. Keine Großdemonstrationen mit Hauptstadtpathos. Keine moralisch aufgedonnerten Sondersendungen. Keine ritualisierten Promi-Aufmärsche. Kein politisches Trommelfeuer in den Tagesthemen. Kein staatlich flankiertes Erregungsmanagement. Wenn die Opfer von falschen Tätern missbraucht, vergewaltigt, verletzt, getötet werden, wird in Deutschland nicht mobilisiert, sondern relativiert.

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Und genau hier wird die ganze moralische Fäulnis und Verkommenheit dieses Milieus in aller Härte sichtbar. Denn für diese Frauen gibt es kein ergriffenes Bekenntnis im Heute-Journal. Kein tränenfeuchtes Sondermoralpaket der immer gleichen Aktivistinnen. Kein chorisches „Wir stehen an eurer Seite“. Kein „Wer schweigt, stimmt zu“. Nichts. Rein gar nichts. Wenn Frauen von den falschen Tätern attackiert werden, wenn die Gewalt zu konkret, zu roh, zu körperlich und politisch zu unerquicklich wird, dann ziehen sich ausgerechnet jene Frauen zurück, die sonst jede Gelegenheit nutzen, sich als Stimme aller Frauen zu inszenieren. Dann verraten Frauen andere Frauen und Mädchen. Genau das ist der Punkt. Sie verraten sie, indem sie wegsehen. Sie verraten sie, indem sie relativieren. Sie verraten sie, indem sie das politisch Brauchbare mit maximaler Wucht aufblasen und das politisch Gefährliche mit maximaler Kälte liegenlassen.

Interessanterweise sind das mitunter in hoher Zahl auch exakt die gleichen rotgrünen Akteurinnen, die die Lebenswirklichkeit für alle anderen Frauen und Mädchen im Land durch ihr über zehn Jahre andauerndes hysterisches „Wir haben Platz“-, „Kein Mensch ist illegal“-, „Refugees Welcome“-Geschrei zum deutlich schlechteren verändert haben. Sie und ihre eifrigen rotgrünen Glaubensschwestern in den Gerichten und den Redaktionen dieses Landes.

Das ist die widerwärtige Wahrheit hinter all den feministischen Phrasen. Da wird jahrelang mit Sätzen wie „Wer schweigt, stimmt zu“ hantiert, als sei das die große moralische Waffe dieser Epoche. Gut. Dann gilt dieser Satz auch hier. Wer schweigt, stimmt zu. Wer zur realen Massengewalt gegen Mädchen und Frauen schweigt, stimmt zu. Wer zu Gruppenvergewaltigungen schweigt, stimmt zu. Wer zu Einschüchterung, Belästigung und Verwüstung des öffentlichen Raums schweigt, stimmt zu. Wer nur dann laut wird, wenn sich aus einem Fall ein NGO-Projekt, ein Gesetz oder ein mediales Erregungsritual bauen lässt, der stimmt nicht nur zu. Der macht mit. Der sortiert Opfer nach politischer Verwertbarkeit. Und schlimmer kann Verrat kaum aussehen.

Denn diese Republik hat längst eine Opferhierarchie errichtet. Oben stehen die Fälle, mit denen man Gesetze, Netzsperren, Identitätspflichten und die große moralische Selbstveredelung des progressiven Milieus betreiben will. Unten stehen die Mädchen und Frauen, die im Alltag real angegriffen, begrapscht, verfolgt, erniedrigt, vergewaltigt und ermordet werden und deren Leid in keine der rotgrünen erwünschten Erzählungen passt. Für die oberen Opfer gibt es Sondersendungen, Demos, Zehn-Punkte-Pläne und ministerielle Entschlossenheit. Für die unteren gibt es Polizeistatistiken, betretenes Schweigen und dann sehr deutsche Formen des Wegerklärens. Das ist keine Frauenpolitik. Das ist zynische Opfermissachtung.

— Steffienchen (@szteffienchen) March 21, 2026

Gerade deshalb ist der Satz vom „Täterparadies“ ein Bumerang mit K.O.-Effekt. Er trifft nicht zuerst jene, die Fernandes, HateAid und Hubig treffen wollen. Er trifft mit voller Wucht eine politische Klasse und ein „feministisches“ Vorfeld, die sich den Schutz von Frauen auf die Fahnen schreiben und dann in jedem einzelnen konkreten Moment versagen, in dem Frauen vor ganz realen Tätern ganz real geschützt werden müssten.

Deutschland ist ein Täterparadies, ja. Aber nicht, weil es an neuen Netzgesetzen fehlt. Sondern weil es einer moralisch aufgeblasenen, medial alimentierten und politisch feigen, moralisch verkommenen Frauengruppe gelungen ist, die Aufmerksamkeit systematisch von der brutalen Wirklichkeit weg und hin zu jenen Fällen zu lenken, aus denen sich Macht und Zensur schlagen lässt.

Das ist der eigentliche Ekel dieses Vorgangs. Ausgerechnet jene, die sich als Anwältinnen der Frauen inszenieren, lassen Mädchen und Frauen im Stich, sobald deren Leid nicht in die eigene Agenda passt. Ausgerechnet jene, die jedem politischen Gegner entgegenbrüllen, Schweigen sei Zustimmung, haben für die täglichen Opfer realer Gewalt oft nicht einmal einen Satz übrig.

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Ausgerechnet jene, die von Solidarität sprechen, praktizieren Auslese. Und ausgerechnet jene, die von Schutz reden, benutzen einen ungeklärten Promi-Fall nun, um Meinungsfreiheit weiter unter Druck zu setzen.

Wer da nicht zornig wird, hat die ganze Verlogenheit dieser Frauen nicht begriffen. Hier wird nicht nur ein Fall ausgeschlachtet. Hier wird die Wahrheit verschwiegen. Und Frauen werden von Frauen verraten, die ihre Stimmen nur dann erheben, wenn daraus politischer Profit zu schlagen ist.

Diese Kreise aus Hubigs, HateAids, Baerbocks, Künasts, Eskens, Neubauers, Langs, Paus‘, Göring-Eckardts und steuergeldsubventionierten NGO-Vorfeldern bemühen immer wieder das Bild des Männerhasses gegenüber Frauen, wenn sie Kritik für ihren Mist erfahren. Oder wenn ihre Lieblingskandidatin für das Bundesverfassungsgericht durch ihre eigenen Einlassungen in der Eignung für dieses Amt angezweifelt wird. Dabei sind sie es, die andere Frauen (und auch Männer) hassen. So sehr, dass sie mit ihrem lauten Schweigen jeden Tag der realen physischen Gewalt gegen sie zustimmen.

Dieser angebliche Hass von Männern gegen diese rotgrünen Frauen ist wirklich rein gar nichts gemessen an dem, was diesen mittlerweile von Frauen und Mädchen in diesem Land entgegengebracht wird. Die Stärkeren sollen für die Schwachen da sein, so wurde es mir beigebracht. Diese Schwächeren werden jeden Tag von diesen rotgrünen Stärkeren ganz konkret im Stich gelassen.

Eben jenen rotgrünen Frauen, die Mädchen und Frauen an jedem Tag verraten, ihnen mit Schweigen in den Rücken fallen, deren Schicksal ihnen an jedem Tag völlig egal ist, möchte ich ausnahmsweise einmal mitgeben, was sie diesen Mädchen und Frauen jeden Tag über ihre Gleichgültigkeit bedeuten: Zur Hölle sollt ihr fahren.

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