Friedrich Merz: immer größere Worte für keinerlei Taten – außer, Ungarn vor den Kopf zu stoßen

Merz scheitert auch in Brüssel, und schafft es dabei noch, Verbündete zu brüskieren. Wie immer und überall beschränkt er sich auf viel zu große Worte. Derweil zahlen Bürger immer mehr – für Energie, den Krieg in der Ukraine, einschließlich der Korruption und abgehobenen politischen Illusionen der EU.

IMAGO / dts Nachrichtenagentur

Friedrich Merz ist wieder einmal nach Brüssel gefahren, er hat wieder einmal rhetorisch deutsche Großmannssucht vorgeführt und wurde wieder einmal in den Ergebnissen vorgeführt. Mit anderen Worten, er hat nichts erreicht, außer dass er die letzte Porzellantasse in Budapest zerschlagen hat. Ein zutiefst deutschfreundliches Land, ein Land, das sich große Verdienste beim Niederreißen des Eisernen Vorhanges erworben und mehr für Europa als jedes westeuropäische Land getan hat, so vor den Kopf zu stoßen, dazu gehört schon sehr viel selbstzufriedener Provinzialismus dazu. Das ist europapolitisch und geopolitisch falsch.

Mit Blick auf den gestrigen Europa-Gipfel hat der Kanzler sein Markenzeichen poliert: in wechselnden Worten groß, in Taten klein – und vielleicht sollte uns Letzteres zum Trost gereichen, auf dass nicht Schlimmeres geschieht, außer der Niedergang der deutschen Wirtschaft, der deutschen Bildung, des deutschen Sozialstaates, der deutschen Infrastruktur, des deutschen, nennen wir es euphemistisch Wohlstandes und der inneren Sicherheit.

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Zum Iran-Krieg vermag die EU keine Position zu beziehen. Man wäre froh, wenn der Iran-Krieg nicht ausgebrochen wäre, hätte gern weiter eine gleißnerische Politik des Appeasements den Mullahs gegenüber verfolgt, doch da er nun einmal ausgebrochen ist, versucht man weitergehend so zu tun, als fände er nicht statt. Ursula von der Leyen sagt so gewichtige Worte wie: „Deshalb brauchen wir Deeskalation und größtmögliche Zurückhaltung sowie den Schutz der Zivilbevölkerung und der zivilen Infrastruktur.“ Man kann förmlich das Aufatmen am Golf hören, wenn man von der Leyens markiges Bekenntnis vernimmt: „Ich möchte auch unsere Partner und Freunde am Golf und in der gesamten Region erwähnen. Wir stehen solidarisch und freundschaftlich an ihrer Seite.“ Na, wenn das nichts ist?

Und auch der andere große deutsche Politiker, Friedrich Merz, ist um die größten Worte nicht verlegen: „Das ist nicht unser Krieg.“ Das dürften die Bürger an den Tankstellen und in den Geschäften anders sehen. Sie bezahlen für den Krieg – und die Regierung Merz verdient bisher über Steuern und Abgaben an dem Krieg. Die Regierung Klingbeil-Merz hat bisher nicht das Geringste getan, um den Preis für Benzin und Diesel zu senken. Sie reden und verdienen, sie verdienen und reden. Jetzt denken sie sogar darüber nach, eine Übergewinnsteuer aufzulegen, anstatt Steuern und Abgaben auf Benzin, Diesel, Kerosin und Gas zu senken.

Also sie reden und verdienen noch mehr, sie verdienen noch mehr und reden. Von der Leyen behauptet, dass sie aus dem Jahr 2015 gelernt hätte und sich der Ansturm von Migranten nicht noch einmal wiederholen würde. Hat Frau von der Leyen, statt Million für Million an die Ukraine, an Ungarn oder an Italien oder an Griechenland für den Grenzschutz überwiesen? Welche Schlussfolgerungen hat Frau von der Leyen also genau aus dem gezogen, was sie gelernt haben will?

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Wolkige Worte findet Frau von der Leyen für die Preiserhöhungen im Energiesektor. Doch für die Bürger Europas hat die deutsche Kommissionspräsidentin keine Lösung, und für die deutschen Bürger weder Ursula von der Leyen noch Friedrich Merz – allenfalls für die energieintensive Industrie soll es ein paar Trostpflästerchen geben, als da wären Freizertifikate im Emissionshandel. Zudem wird man wohl wieder eine versteckte Subvention für den Klima-Komplex springen lassen, denn: „Die zweite Preiskomponente sind die Netzentgelte, die durchschnittlich etwa 18 % ausmachen. Hier werden wir einen Rechtsvorschlag ausarbeiten, um die Produktivität der Netzinfrastruktur zu verbessern und es den Mitgliedstaaten zu ermöglichen, die Netzentgelte für energieintensive Industrien zu senken.“ Kein Wort davon und keine Idee in die Richtung, dass die Erneuerbaren Energien der Kostentreiber bei den Netzentgelten sind. Kein Wort davon, dass die Netzentgelte für alle Energiekunden gesenkt werden. Warum soll Neu-Versailles in Brüssel und in Berlin dem Volk auch die Steuern erlassen?

Von der Leyens Plan, der vier Komponenten enthält, richtet sich nach wirklich knallharten Vorgaben aus: „Zunächst einmal müssen die Maßnahmen befristet und zielgerichtet sein. Das ist die Logik des Plans, den ich heute vorgestellt habe: Soforthilfe, wo möglich, und strukturelle Veränderungen, wo nötig.“ Das ist die alte sozialistische Sprachregelung von der Bedeutung der Rolle, sowie die Rolle der Bedeutung, weil die Basis nun einmal die Grundlage für das Fundament unseres erfolgreichen Fortschreitens im Rahmen des Überholens ohne einzuholen ist, doch präziser. Auch die Senkung der Stromsteuer auf der einen Seite und die Ignoranz gegenüber den Steuern auf Gas ist eine versteckte Subvention für das Klima-Kartell, für die EEG-Barone.

Ursula von der Leyen stellt befriedigt fest, dass ein Preistreiber erster Güte funktioniert und das Geld der Bürger in die Kassen der EU-Bürokratie spült, die von der Leyen in den nächsten Jahren noch um 2.000 zusätzliche Mitarbeiter erweitern will: „Das Emissionshandelssystem funktioniert.“ Und damit die Geschäfte des Klima-Kartells weiter wie geschmiert laufen, hat Ursula von der Leyen „einen ETS-Investitionsbooster vorgeschlagen. Er wird über ein Budget von 30 Milliarden Euro verfügen, finanziert durch 400 Millionen ETS-Zertifikate.“ Und wer im Endeffekt sehr an der Finanzierung der 400 Millionen ETS-Zertifikate mitwirkt, wer das bezahlt, dürfte doch klar sein.

Man muss nur auf die Preise an der Tankstelle und im Supermarkt schauen. In Fragen Wettbewerbsfähigkeit, über die Merz viel redet und dabei von Tag zu Tag Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit ruiniert, erreichte er natürlich nichts. Im Gegenteil, Merz plapperte von der Leyen nach, dass das Emissionshandelssystem ein großer Erfolg sei: „Wir stellen das ETS also nicht infrage“, so der Kanzler. Das jedoch ist ein Sargnagel für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit, den Merz in Brüssel einschlug. Man weiß auch nicht, was der Mann will, der an Merkels und Habecks Energiepolitik, die Deutschlands Wertschöpfungsketten zerreißt, nichts, aber auch nicht das Geringste außer vielleicht den einen oder anderen Namen ändert. Merz wollte Bürokratie abbauen, dabei baut er Bürokratie auf. Wenn er von Bürokratieabbau redet, ist in Wahrheit Demokratieabbau gemeint. Noch mehr Rechte für das Klima-Kartell, noch weniger Rechte für die Bürger.

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Doch das alles war eigentlich nicht das Thema des Gipfels, das eigentliche Thema war Geld, Geld und nochmals Geld für Selenskyj, was immer auch damit geschieht. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung sollen bei „der Vergabe und Kontrolle von rund 26 Milliarden US-Dollar an Hilfsgeldern für die Ukraine … gravierende Verstöße festgestellt worden sein“.

Was wir gerade in den (west-)deutschen Medien mit Blick auf Ungarn erleben, ist ein zügelloser Angriff, eine Verdrehung von Tatsachen, bis hin zur Hetze. Der Herr aus dem Sauerland behauptet – und viele Medien plappern es nach –, dass Orbáns Verhalten „ein Akt grober Illoyalität in der Europäischen Union“ sei, „den es in dieser Form bisher nicht gegeben hat“. Um dann noch mehr deutsches Geld für Selenskyj in Aussicht zu stellen: „Wir werden in der Zwischenzeit versuchen, die Ukraine noch mit den Mitteln, die wir haben, zu unterstützen“, und wir haben es ja auch – und zwar gepumpt. Wurde die deutsche Regierung nicht gerade dafür kritisiert, dass sie Schulden des sogenannten Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz zweckentfremdet und Haushaltslöcher gestopft habe?

Was hat eigentlich Friedrich Merz dafür getan, dass Selenskyj wieder Erdöl nach Ungarn durchlässt? Warum stellen deutsche Medien Merz nicht diese Frage? Warum wird weitgehend verschwiegen, dass nachdem Orbán dem Kredit für die Ukraine zustimmte, Selenskyj den Transit des Erdöls unterbrach und sich seither massiv in den ungarischen Wahlkampf einmischt?

Die WELT lügt, wenn sie über Viktor Orbán schreibt: „Dass er gerade 26 andere europäische Staats- und Regierungschefs gegen sich aufgebracht hat, weil er eine zentrale Entscheidung blockierte, scheint ihn nicht zu stören.“ Wirklich 26 Regierungschefs? Der slowakische Regierungschef Robert Fico postete gerade: „Im Namen der Slowakei habe ich die Schlussfolgerungen des heutigen Gipfels, die die Ukraine vollumfänglich unterstützen, nicht gebilligt.“

Da waren es nur noch 25, liebe WELT. Und auch die italienische Ministerpräsidentin zeigte Verständnis für die ungarische Position. Da waren es nur noch 24, liebe WELT.

Blickt man, was die deutschen Medien unterlassen, auf die Chronologie des Konflikts, so gibt die Chronologie dem ungarischen EU-Minister János Boka Recht, wenn er gegenüber Politico sagt: „Es war Selenskyj, der die Druschba-Pipeline politisiert hat, nicht wir. Er hat den ungarischen Ministerpräsidenten bedroht, nicht umgekehrt.“

Das sind die Fakten – und sie sind unwidersprochen: Selenskyj unterbrach den Transit russischen Erdöls nach Ungarn und behauptete, dass die Drushba-Pipeline durch Russland beschädigt worden wäre. Doch warum sollten die Russen das tun, zumal Selenskyj laut WELT selbst argumentiert, dass dieses nach Ungarn exportierte Erdöl Putins Kriegskasse fülle, dass „eine Fortsetzung der russischen Ölimporte … Russland“ helfe. Warum sollte, folgte man Selenskyjs Argumentation, Russland sich dieser Einnahmen, dieser „Hilfe“ berauben? Es ist so gesehen nicht einmal die Frage, ob russische Drohnen die Pipeline beschädigt hätten, sondern ob sie überhaupt beschädigt worden ist, denn Selenskyj verweigert ungarischen, slowakischen und EU-Fachleuten die Besichtigung des Schadens.

Warum? Was hat Selenskyj zu verbergen? Warum stellen weder Ursula von der Leyen noch Friedrich Merz diese Fragen? Zumindest hörten wir davon noch nichts. Ohne zu wissen, welcher Schaden tatsächlich vorliegt, sagt die EU Selenskyj schon mal technische und finanzielle Hilfe zu. Woher weiß die EU, dass sie nicht für einen Schaden von 50.000 Euro 5 Millionen Euro bezahlt? Denn es hat sich wohl bisher niemand den tatsächlichen Schaden angesehen. Selenskyj zeigt sich bereit, die Drushba zu reparieren, aber leider, leider wird das bis zum Mai dauern, also bis nach der Wahl in Ungarn.

Die EU-Administration von der Leyens hofft auf den negativen Ausgang der Wahlen für Orbán in Ungarn. Hofft sie nur? Mit Blick auf den Sanktionsmechanismus, mit Blick auf die Ereignisse in Rumänien muss man leider feststellen, dass seit der engen Partnerschaft der EU mit Selenskyj die demokratischen Prinzipien der EU leiden.

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Kommentare ( 29 )

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RiverHH
1 Stunde her

Für mich ist die Ukraine vollkommen egal. Ich will unser Geld für einen koksenden, drittklassigen Schauspieler verplempert wird. Deutsche Interessen spielen schon lange keine Rolle mehr. Warum sind gerade wir mit solchen Negativgestalten in höchsten Staatsämtern gestraft? Ich wünschte wir hätten Politiker vom Format eines Herrn Orban!!!

RiverHH
1 Stunde her
Antworten an  RiverHH

Klassischer Fehler! Ich will natürlich NICHT das unser Geld für einen koksenden, drittklassigen Schauspieler verplempert wird!

Tesla
1 Stunde her

„Die Regierung Klingbeil-Merz (…) Sie reden und verdienen (noch mehr), sie verdienen (noch mehr) und reden.“
Nein, sie „verdienen“ nicht, was sie bekommen – sie „bekommen“ es nur. Leistungslos. Aus Deutschland ist nicht nur ein linksgrüner Gesinnungsstaat geworden, sondern auch ein sozialistischer Räuber- und Kleptomanenstaat.

Karl Schmidt
1 Stunde her

Orban besitzt das Format, dass Merz nicht hat und auch nicht erreichen kann. Tatsächlich ist die CDU der politisch dümmste anzunehmende Unfall: Sie beherrscht nichts und niemanden. Sie steht stets auf der falschen Seite, plappert grünen Superstuss nach, wo immer sich ihr eine Gelegenheit dazu bietet, stabilisiert die Vollversager damit politisch und bedient deren politisches Umfeld mit Steuergeldern, die den Bürgern mit Knarre vor der Nase abgepresst werden – denn wehren kann man sich gegen diesen Raubzug der unfähigen, aber umso ausgeprägter selbstverliebten Blutegel ja letztlich deshalb nicht so ohne weiteres. Sie maßen sich Herrschaft an, doch dienen nicht den… Mehr

89-erlebt
15 Minuten her

Die Polit 🤡🤡 reden – die Wirtschaft agiert und geht nach Ungarn.
Mercedes Bosch .. hinterlassen in Uschi Merzels Traumwelten Ruinen und hundert tausende Fachkräfte.

Siggi
43 Minuten her

Die einzige Chance, die die CDU mittelfristig noch hat, ist und bleibt die Koalition von rot-grün, also mit der AfD. Darum wird sie so oder so nicht umhin kommen, außer sie will sich aus der politischen Verantwortung endgültig verabschieden. Merz raus, Linnemann zunächst rein. Baden-Württemberg und RLP eine Koalition mit der AfD und schon könnte man wieder Hoffnung haben. Glaubt diese Regierung wirklich noch, sie könne das Ruder rumreißen, oder Deutschland wieder fit bekommen, mit den unnötigen Lasten am Hals? So naiv können eigentlich nicht einmal die sein. Deshalb ist es wohl klar, dass dies wieder nur ein Spiel auf… Mehr

Bernd Simonis
57 Minuten her

Bin Schachspieler. Da habe ich gelernt, sich nicht in einen bestimmten Plan zu verrennen. Das ganze Brett im Blick behalten. Alternative Plaene bereitzuhalten.Ab und zu aufstehen, Vogelperspektive aufs Brett. Das Spiel hilft, die eigenen Fähigkeiten einzuschátzen. Helmut Schmidt war Schachspieler.

Reinhard Schroeter
1 Stunde her

Was für ein Trampel ist einer , der sich gerne für einen Aussenkanzler hält und sich noch lieber als solchen bezeichnen lässt.
Als Ostdeutscher wissen wir aus 36 Jahren Erfahrung, wieviel Dumm-und Dämlichkeit in der westdeutschen Provinz zu Hause ist.
Sie hockt überall und auch im Bundeskanzleramt. Niemals zuvor ist einem Bundeskanzler in den Sinn gekommen, die Ungarn zu beleidigen und zu bevormunden.Nicht einmal als noch ein Eisener Vorhang Europa geteilt hat.

Mausi
1 Stunde her

In welches Schema passt die Ungarn-Pipeline? Ins Schema North Stream?

Klaus D
1 Stunde her

„ein Akt grober Illoyalität in der Europäischen Union“…..seh ich genau so. Warum ist Ungarn denn der EU beigetreten und wen hindert Orban/Ungarn daran aus dieser auszutreten. So wie herr Orban über die EU redet bzw denkt wäre die logische folge aus der EU auszutreten. Warum tut er das nicht? Hier sind die entscheidenden Gründe: Wirtschaftliche Existenzgrundlage: Ungarn ist massiv auf EU-Fördergelder angewiesen. Auch wenn aktuell Milliardenbeträge wegen Rechtsstaatskonflikten eingefroren sind, bleibt der Zugang zu diesen Mitteln und zum europäischen Binnenmarkt für die ungarische Wirtschaft überlebenswichtig. Strategischer Machthebel: Als Mitglied verfügt Ungarn über ein Vetorecht bei wichtigen EU-Entscheidungen (z. B. Ukraine-Hilfen… Mehr

Rene 1962
14 Minuten her
Antworten an  Klaus D

Mal sehen wie lange deutschland noch geld und macht hat.

drnikon
1 Stunde her

Gib Caesar nicht die Schuld, sondern den Menschen in Rom, die ihn so begeistert gefeiert und verehrt haben und sich über ihren Verlust der Freiheit gefreut haben und auf seinem Weg getanzt und ihm triumphale Prozessionen gegeben haben. Geben Sie den Menschen die Schuld, die ihn grüßen, wenn er im Forum von der „neuen, wunderbaren guten Gesellschaft“ spricht, die jetzt Rom sein wird, interpretiert als „mehr Geld, mehr Leichtigkeit, mehr Sicherheit, mehr Leben auf Kosten der fleißigen“.
Marcus Tullius Cicero

Kassandra
1 Stunde her

Da steh‘ ich nun, ich armer Tor, Und bin so klug als wie zuvor! Heiße Magister, heiße Doktor gar, Und ziehe schon an die zehen Jahr‘ Herauf, herab und quer und krumm Meine Schüler an der Nase herum – Und sehe, daß wir nichts wissen können!.
Goethe, Faust, der Tragödie erster Teil.
Kam mir so. Bei der Bildbetrachtung.

andreas donath
1 Stunde her

Dieser Witzkanzler von der CDU ist derart indiskutabel, dass ich mir weitere Worte spare. Das heiß eines doch noch: Wenn es dann so gerne heißt, Reiche wolle das Richtige und Dobrindt tue es bereits, bleibe ich sehr skeptisch. Ja, solchen Quark mit Soße in Bezug auf Dobrindt hat tatsächlich der omnipräsente Prof. Patzelt, natürlich CDU, vorgestern im Kontrafunk von sich gegeben. Ehrlich, Patzelt ist so unfassbar überschätzt und lebt gedanklich immer noch im Parteiensystem der Vor-Merkel-Ära, wo alles noch seinen Platz und seine Ordnung hatte – und jedes „alternative“ Format reißt sich förmlich um Interviews mit dem Mann. Ich schalte… Mehr

Last edited 1 Stunde her by andreas donath
hansgunther
44 Minuten her
Antworten an  andreas donath

Wer immer noch in der CDU ist und herumsalbadert, der ist nicht ernst zu nehmen. Mehr Unheil, als diese Partei verursacht hat und noch immer verursacht, geht nicht! Ein Mann, der keine Konsequenzen zieht, ist kein Mann, sondern reiht sich in die Luschenparade ein!
Also Patzelt kann auch weg, zusammen mit seiner CDU!

man without opinion
1 Stunde her

Moin,
Also wenn ich mir die anderen Europäer vor dem geistigen Auge plaziere, dann ist eigentlich nur Deutschland nicht in der Lage sich selbst zuverlässig mit Energie zu versorgen.
Spanien kooperiert mit Nordafrika, Britannien fördert selbst, Franzosen setzen auf Atom usw. Dennoch sind alle diversifiziert, auch mit Erneuerbaren, wobei gerade Italien mit Solar auch noch sinnvolle Lichtverhältnisse hat.
Es übersteigt meine Phantasie, daß die uns alle im nächsten Winter beispringen und die eigenen Bürger in die kalte Bude zwingen.
In der kompletten Planlosigkeit konnten Fritze und Uschi jedenfalls nochmal dem Führungsanspruch gerecht werden.
LG