Zwar sind die Asylbewerberzahlen im vergangenen Jahr gesunken, doch die Zahl der Anträge liegt immer noch bei über 168.000. Aus der Ukraine kamen rund 80.000 Menschen – die statt Asylleistungen Bürgergeld empfangen.
picture alliance/dpa | Patrick Pleul
Die Asylzahlen sind gesunken, jubeln die Bundesregierung und die ihr angeschlossenen Medienanstalten. Im vergangenen Jahr hätten „erneut weniger Menschen einen Asylantrag in Deutschland gestellt als im Vorjahr“, betont das Flaggschiff bei der Asyleinwanderung – die Tagesschau.
Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sei vor allem die Migrationswende der Bundesregierung für die sinkenden Zahlen verantwortlich. Doch das stimmt bestenfalls auf den ersten Blick.
Die Erstanträge gingen zwar fast um die Hälfte zurück, aber zehntausende Folgeanträge kommen Jahr für Jahr hinzu. So stellten also im vergangenen Jahr immer noch 168.543 Asylbewerber Anträge in Deutschland. Zuletzt lag diese Zahl nur im Coronajahr 2020 mit 122.170 darunter.

Hinzu kommt: Deutschland nahm 2025 voraussichtlich rund 80.000 Ukrainer auf, die statt Asylleistungen kostspieligeres Bürgergeld erhalten. Insgesamt leben derzeit über 1,3 Millionen Ukrainer überwiegend vom deutschen Sozialsystem.
Es strömen also auch dieses Jahr wieder rund 200.000 Flüchtlinge ins beste Sozialsystem der Welt, entgegen allen politischen Versprechen, den Zuzug drastisch zu verringern. Deutschlands Grenzen sind trotz etwas strengerer Kontrollen weiter löchrig wie Schweizer Käse.
Denn 2025 wanderte wieder eine Großstadt ein. Das ist verglichen mit anderen europäischen Ländern eine sehr hohe Einwanderungsrate von Asylbewerbern, meist unter Missachtung europäischer Regeln illegal ins Land geschleust, aber von Journalisten gerne verharmlosend als „Schutzsuchende“ oder noch schlimmer als „Ankommende“ bezeichnet.
Damit die weitere Belastung für die Bundes-, Länder- und Kommunalhaushalte sowie die Sozialsysteme klar wird: 100.000 Flüchtlinge verursachen grundsätzlich drei Milliarden Euro weitere Kosten pro Jahr. Die gut 168.000 Asylanträge bedeuten für die Haushalte rund fünf Milliarden Euro zusätzliche Lasten, die die Steuer- und Beitragszahler erwirtschaften müssen.

Hunderte von Milliarden Euro etwa in Höhe der Mittel für die ersten zehn Jahre der Deutschen Einheit sind seit 2015 für gut fünf Millionen Flüchtlinge oder Einwanderer geflossen – unter anderem auf Kosten des Verfalls von Infrastruktur und Krankenhäusern.
An dieser Stelle verweist Tichys Einblick für die Kalkulation gerne auf die höchstoffizielle Information eines Bundesministers, was die weiter unbegrenzte Asyleinwanderung für das deutsche Sozialsystem und seine Beitrags- und Steuerzahler bedeutet. So hat der frühere Bundesentwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ am 22. Juni 2017 dankenswerter Weise öffentlich vorgerechnet: „Für eine Million Flüchtlinge in Deutschland geben wir dieses Jahr 30 Milliarden Euro aus.“
Danach kostet ein Asyleinwanderer anfangs also 30.000 Euro pro Jahr. Für die Aufnahme unbegleiteter Jugendlicher muss die Solidargemeinschaft im Durchschnitt sogar rund 50.000 Euro pro Fall und Jahr aufbringen. Von so einem Jahresgehalt träumt so mancher Arbeitnehmer.
Allein der Bundeshaushalt sah 2025 über 24 Milliarden Euro als „Ausgaben für Flucht und Migration“ vor. Hinzu kommen viele weitere Milliarden von Ländern und Kommunen sowie die jährlichen Milliarden-Lasten für die Krankenkassen. 2024 waren es noch 28 Milliarden Euro für den Bund.
Anträge der AfD-Bundestagsfraktion – „Sämtliche Aufnahmeprogramme für Afghanen nach Deutschland beenden“ – haben die im Block agierenden anderen Fraktionen am 6. November 2025 nach halbstündiger Aussprache im Bundestag abgelehnt.
„Die massenhafte Migration ist fatal, insbesondere durch die eingewanderte Kriminalität“, mahnt Kriminalwissenschaftler Daniel Zerbin gegenüber Tichys Einblick, der für die Alternative für Deutschland seit Februar 2025 im Bundestag sitzt.
Zahl der Flüchtlinge, die Kommunen belasten, bleibt weiter hoch
Bei MDR aktuell berichtet hingegen diese Woche Landrat Rico Anton (CDU) aus dem Erzgebirgskreis in Sachsen: Trotz der gesunkenen Zahlen könne von Entspannung keine Rede sein. Die Einwanderer aus den Vorjahren seien ja noch da. Daher „sind die Kapazitäten nicht frei, um die zusätzlichen Asylbewerber unterzubringen“, so Anton.
Allein Wohnungen, die unters Asylbewerberleistungsgesetz fallen, seien weiter knapp. Hinzu komme vor allem: Trotz abnehmender Zahlen neuer Asylbewerber steige die Zahl der Ukrainer und Bürgergeldempfänger, die untergebracht werden müssten, stark an. „Wir hatten in den letzten Wochen des Jahres 2025 einen Zustrom von 100 Ukrainern pro Tag nach Sachsen“, macht CDU-Landrat Anton die anhaltend dramatische Asyl-Lage dem Bund klar.
Zum Jahresende kamen allein über Sachsens Grenzen 2.800 Ukrainer pro Monat nach Deutschland. Weil die Ukraine ihre Ausreisebestimmungen verändert hat, dürfen Männer zwischen 18 und 22 Jahren das Land verlassen.
Selbst der in Sachsen umstrittene Minderheitsregierungschef Michael Kretschmer (CDU) klagt: „Die Zahl der Menschen, die aus der Ukraine zu uns kommen, nimmt in den letzten Monaten drastisch zu. Da entwickelt sich ein großer Strom. Es geht einfach nicht, dass wir immer mehr Menschen aufnehmen.“
Doch, das geht in Deutschland seit Jahren alles, werter Herr Kretschmer. Sie haben stets mitgemacht. Die Belastungen für Steuerzahler in Deutschland sinken also nicht, sondern bleiben.
So schaut’s an der Basis in den Kommunen aus, werte Bundesregierende. Sinkende Propagandazahlen ändern an der Überlastung also nichts. Aber für dieses Wissen braucht ein Politiker oder Journalist nur seinen gesunden Menschenverstand zu bemühen.


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Warum kommt denn niemand auf die Idee, die Milliardenbeträge aus den Steuereinnahmen, welche zweckentfremdet ins Sozialsystem zu Gunsten von Ukrainern, illegalen Migranten und sonstigen Faulenzern fließen, einfach zu kappen: Generalstreik für ein, zwei Wochen und die verbrecherische Regierungskaste ist Geschichte…
Die Leute wollen das genau so und sie wählen exakt die Parteien die ihnen das geben. Niemnd wird belogen, es steht so genau in ihren Wahlprogrammen.
Die Leidensfähigkeit der Wähler im Land muss unendlich sein, wie das Weltall. Wobei Einstein beim Weltall noch skeptisch war! Alleine die Verhältnisse innerhalb der hochgepriesenen EU müssten jedem Deutschen der noch mehr als über eine Gerhirnzelle verfügt, die Tränen im Gesicht gefrieren lassen, auch ohne Winterzeit! Vor allen Dingen wäre das Kreuz in der anonymen Wahlkabine an der richtigen Stelle eine absolute Abwehrpflicht dieser Politik! Die Deutschen sind das naivste Volk auf der Welt. Man spricht von der jährlichen Auszeichnung zum Gewinn der goldenen Messing Double vergoldeten Kette für ihre Toleranz, Moral, Emotion, Gratismut ohne jeglichen Wert, wobei hingegen alle… Mehr
„Wieder ist eine Großstadt eingewandert“
Man sieht es überall, man merkt es an der Sicherheit, man fühlt es im Portemonnaie dank rasant steigenden Abgaben für Steuern und Sozialversicherungen bei gleichzeitiger Abnahme von Leistungen und Verrotung der Infrastruktur/Innenstädte. Von der Bildung in den Schulen gar nicht zu sprechen.
Tja, Migrationswende war wohl nix von Merz. Deutschland bräuchte mindestens 200.000 Abschiebungen pro Jahr um auch nur annähernd eine Kurskorrektur vorzunehmen.
Das sowas geht zeigen die USA, Ungarn oder Polen. Die nehmen gar nicht erst auf oder schieben pro Jahr millionenfach ab.
Zitat: „Weil die Ukraine ihre Ausreisebestimmungen verändert hat, dürfen Männer zwischen 18 und 22 Jahren das Land verlassen.“ > UND wenn sie dann 24 Jahre alt und damit dann auch wehrdienstpflichtig werden, stehen sie nzrd Damit die Ukraine und Ukrainer kein Anhängsel von Putin-Russland werden müssen und in Freiheit leben können und damit auch die eigenen, in der Ukraine lebenden Angehörigen, Bekannten und Freunde keine Angst vor russ. Granaten und Raketen oder vor Vergewaltigungen, Verschleppungen und Folter haben müssen, und damit dann auch die durch Putin-Russland zerkloppten/-bombten Wohnhäuser, Straßen, Schulen und Geschäfte wieder aufgebaut werden können, um all das –… Mehr
> Selbst der in Sachsen umstrittene Minderheitsregierungschef Michael Kretschmer (CDU) klagt: „Die Zahl der Menschen, die aus der Ukraine zu uns kommen, nimmt in den letzten Monaten drastisch zu.
Vielleicht sollte man aufhören, den Krieg verlängern zu wollen, was auch noch zusätzliche Milliarden kostet? Interessiert wen wirklich, welche Fahne in Saporosche weht? Warum soll so wichtig sein, dass die Bandera-Neonazis die von den Russen geforderte Entnazifizierung abwehren?
Mir ist komplett schnuppe welche Fahne dort weht. Aber am besten wäre die des BFC Dynamo.
Noch so eine deutsche Unart, das Helfen ohne Sinn und Verstand. Militantes helfen sozusagen. „Wir helfen bis zum (eigenen) Untergang“ ist das Motto. Das nimmt der Deutsche mit seinem Kadavergehorsam äußerst ernst. Wie eine religiöse Pflicht. Da muss man es auch nicht so genau nehmen, ob der andere wirklich Hilfe braucht, oder einfach nur ein bequemeres Leben auf Kosten anderer führen möchte. Man sieht im anderen eben nur das was man sehen will. Und die Deutschen wollen darin die Verzweiflung und endlose Dankbarkeit der anderen sehen. Geliefert wie bestellt.
Wie gewählt so geliefert. Und selbst wenn anders gewählt wurde und wird, machen die Sozialisten so weiter. Entgegen der Mär von einer friedlichen Revolution einst in der DDR, wird es Änderungen nicht auf friedliche Weise geben.
Wir bekommen Menschen geschenkt! Die Flüchtlinge bezahlen die Renten für DIE, die gegen die Einwanderung auf die Straße gehen! Migration hat mit dem Alltag der Menschen wenig zu tun! Katrin-Göring Eckardt, die Sturmhaubitze der Heiterkeit! Der Steuerzahler muss nicht für die Flüchtlinge aufkommen, auch nicht für die Integration, der Bund hat gut Gewirtschaftet, keinem wird hier etwas weggenommen! Heiko Maas und Julia Klöckner!
Jaja, edel sei der Mensch…