Nach Corona könnte das Wohlstandskoma kommen

Die Corona-Pandemie erschüttert eine bereits geschwächte europäische Wirtschaft. Der wirtschaftspolitische Versuch, die Wirtschaft zu stabilisieren, führt seit Jahrzehnten dazu, dass die Fähigkeit der Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch neue Technologien zu steigern, geschwächt bleibt.

imago/Ralph Peters

Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung zielen nicht nur darauf ab, die von der Corona-Pandemie und dem Lockdown ausgehenden wirtschaftlichen Schäden und Einkommensverluste bestmöglich auszugleichen. Mit dem deutschen 1,3 Billionen Euro Rettungsschirm, den geplanten EU-Rettungspaketen über 540 und 750 Milliarden Euro und dem nun von der Bundesregierung verabschiedeten 130 Milliarden Euro Corona-Konjunkturpaket, will man auch die wirtschaftliche Rezession unterdrücken, die sich vor Corona abgezeichnet hatte. So soll verhindert werden, dass sich aufgestaute Probleme, die aus den wirtschaftspolitischen Rettungs- und Stabilisierungsorgien der letzten Jahrzehnte resultieren, nicht manifestieren. „Man hat des Guten schon zu viel getan“ beklagt der frühere Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn mit Blick auf die Rettungs- und Konjunkturprogramme.

Die Corona-Pandemie erschüttert eine bereits geschwächte europäische Wirtschaft. Schon im letzten Jahr war ein konjunktureller Rückgang spürbar. Die deutsche Wirtschaft ist gleich mehrmals an einer technischen Rezession vorbeigeschrammt und die Industrie befand sich in einem konjunkturellen Abschwung. Seit Anfang 2018 war die deutsche Industrieproduktion bereits um sechs Prozent gefallen und die Automobilindustrie, die seit Jahrzehnten die wirtschaftliche Konjunktur trägt, verzeichnete sogar ein Produktionsminus von 20 Prozent. Die üppigen Corona-Hilfen sorgen nun dafür, dass unprofitable Unternehmen, die während konjunktureller Krisen üblicherweise aus dem Markt ausscheiden, am Leben bleiben. Dadurch findet die, in einer konjunkturellen Krise üblicherweise erfolgende Kapitalentwertung, kaum statt. Die Profitabilität bleibt schwach und viele Unternehmen fehlen dann die finanziellen Möglichkeiten, um ihre Investitionen in technologische Neuerungen steigern zu können.

Der wirtschaftspolitische Versuch die Wirtschaft unter Aushebelung dieser Kapitalentwertung zu stabilisieren, führt seit Jahrzehnten dazu, dass die Fähigkeit der Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit mittels risikoreicher und kostspieliger Einführung neuer Technologien zu steigern, geschwächt bleibt. Das wurde trotz des langanhaltenden konjunkturellen Aufschwungs nach der Finanzkrise 2008 deutlicher. Der konjunkturelle Aufschwung wurde in Europa durch eine aggressive Niedrigzinspolitik, eine massiv steigende Staatsverschuldung sowie regulatorische Eingriffe, die darauf abzielten, auch unprofitable Unternehmen vor dem Kollaps zu schützen, regelrecht erzwungen. Der Aufschwung blieb auch in Deutschland nach der schnellen Rückkehr auf das Niveau vor der Krise kraftlos und viele Euroländer haben die wirtschaftlichen Folgen der Finanzkrise noch immer nicht überwunden. Auch in Deutschland blieben die für einen dynamischen Aufschwung erforderlichen Investitionen so niedrig dass das Potenzialwachstum, also die bei normalem Auslastungsgrad mögliche Steigerung des Bruttoinlandsprodukts, in Deutschland im Jahr 2019 bei nur noch 1,4 Prozent lag. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartete damals, dass es bis 2024 auf nur noch ein Prozent sinken wird.

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Die schwache Investitionstätigkeit hat noch einen weiteren problematischen Effekt. Die Arbeitsproduktivität, die ausschlaggebende Kenngröße für die Entwicklung des Massenwohlstands wächst seit Jahrzehnten immer langsamer und stagniert mittlerweile. Darauf machte der Sachverständigenrat, der der Bundesregierung in wirtschaftlichen Fragen zur Seite steht, bereits in seinem Jahresgutachten 2016 aufmerksam. Im „Nationalen Produktivitätsbericht“ aus dem Jahr 2019 machten die Wissenschaftler nun unmissverständlich klar, dass Produktivitätswachstum „langfristig der entscheidende Faktor für materiellen Wohlstand“ sowie für die zunehmenden „individuellen Entfaltungsmöglichkeiten“ sei.

Arbeitsproduktivitätssteigerungen führen dazu, dass Waren und Dienstleistungen mit einem verringerten Arbeitseinsatz hergestellt werden können. Eine gesamtgesellschaftliche Verdopplung der Arbeitsproduktivität bedeutet, dass das gleiche Waren- und Dienstleistungsangebot mit nur der Hälfe der Arbeitszeit aller Werktätigen erzeugt wird. Während der Nachkriegsexpansion von 1950 bis 1973 nahm die Arbeitsproduktivität um durchschnittlich 5,9 Prozent pro Jahr zu, was eine Verdreifachung des gesellschaftlichen Wohlstands bedeutete. Produktivitätssteigerungen sind daher die unmittelbare Voraussetzung für steigende Reallöhne, deren Entwicklung gehemmt bleibt, solange die Produktivitätsschwäche nicht überwunden wird.

Die gesamtwirtschaftliche Stagnation der Arbeitsproduktivität ist paradoxerweise die wesentliche Ursache für die vordergründig gute Entwicklung der deutschen Wirtschaft seit der Finanzkrise 2008. Obwohl die wirtschaftliche Wertschöpfung, in den letzten zehn Jahren nur um etwa 1,5 Prozent pro Jahr gewachsen ist, haben sich die Unternehmen zu wahren Jobmaschinen entwickelt. Der Grund ist, dass es den Unternehmen kaum gelungen ist, steigende Umsätze durch die Einführung arbeitssparender Methoden, wie etwa die Automatisierung von Prozessen oder die Einführung neuer Herstellungsmethoden, zu bewältigen. Daher mussten sie, um den steigenden Kundenbedarf zu befriedigen, mehr Personal einstellen. So ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit etwa der gleichen jährlichen Rate gestiegen, wie die zusätzliche Wertschöpfung. Seit 2008 sind diese Jobs um 6 Millionen (darunter über 4 Millionen Teilzeitstellen) auf 33,5 Millionen angestiegen.

Die gute Beschäftigungsentwicklung hat dem Staat eine regelrechte Geldschwemme beschert. Die Einnahmen der Sozialversicherungen sind deutlich gestiegen, während die Ausgaben gleichzeitig gesunken sind. Zudem hat die steigende Lohnsumme und die stabile Arbeitsmarktsituation den Konsum und die Konjunktur angetrieben, was wiederum zu deutlich steigenden Staateinnahmen beigetragen hat. Ein Übriges bewirkten die geldpolitisch erzeugten negativen Zinsen, so dass der Staat grundsolide erscheint. So gelang es ohne größere Anstrengungen, die Staatsschulden seit 2012 sogar absolut zu reduzieren.

Die Kehrseite dieser wirtschaftlichen und fiskalischen Stabilisierung, ist die von der Stagnation der Arbeitsproduktivität ausgehende, schleichende Wohlstandserosion. Seit Mitte der 1990er Jahre sind die Reallöhne in Deutschland durchschnittlich um nur etwa ein halbes Prozent jährlich angestiegen. Besonders problematisch ist die Entwicklung beim am geringsten entlohnten Drittel der Beschäftigten. Im Jahr 2015 lagen die realen Stundenlöhne dieses unteren Drittels niedriger als 20 Jahre zuvor.

Das wirtschaftliche Fundament dieses Erfolgs ist also brüchig. Die Corona-Krisenbekämpfung zielt einseitig darauf ab, die Wirtschaftslage der letzten Jahre wiederherzustellen und beschleunigt so die weitere Erosion der wertschöpfenden Kapazitäten. Die Wirtschaft bleibt dann nicht nur von der Dauerstimulierung durch die niedrigen Zinsen der EZB abhängig. Sie wird zunehmend abhängig von staatlichen Subventionen, um auch unprofitable Unternehmen über Wasser zu halten und negative Dominoeffekte zu verhindern. Hinzu kommt eine zunehmende Abhängigkeit von staatlicher Regulierung, die die bestehenden Unternehmen und deren Geschäftsmodelle zuungunsten neuer Wettbewerber schützt.

Diesen Ansatz verkörpert die erst kürzlich verabschiedete „Industriestrategie 2030“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Es ist ein Teufelskreis entstanden, in dem eine durch niedrige Profitabilität und stagnierende Arbeitsproduktivität fundamental geschwächte Wirtschaft immer neu Stützpfeiler benötigt, die das Gefüge jedoch immer fragiler machen und weitere Stabilisierungsschritte notwendig erscheinen lassen. Für die Erwerbstätigen sind das keine guten Aussichten: Zu ausbleibenden Wohlstandseffekten wegen stagnierender oder zukünftig vielleicht sogar fallender Reallöhne – wie bereits heute in Japan – kommen noch die negativen Arbeitsplatzeffekte wegen niedrigen oder gar rückläufigen Wirtschaftswachstums.

Das größte Hindernis, das einem wirtschaftspolitischen Kurswechsel, der die Produktivitäts- und Investitionsschwäche adressieren könnte, entgegensteht, ist der große Erfolg der wirtschaftspolitischen Ausrichtung der letzten Jahrzehnte. Die staatliche Stabilitätspolitik war sehr erfolgreich in der Verhinderung und Eindämmung wirtschaftlicher Krisen und bei der Einhegung destabilisierender Effekte, die von technologischen Umbrüchen hätten ausgehen können. Die Aushöhlung wohlstandssteigernder Effekte erscheint vor allem für politische Entscheidungsträger in Anbetracht der wirtschaftlichen Performance der letzten Jahrzehnte hinnehmbar. Das hat 2017 das damals von Wolfgang Schäuble geführte Bundesfinanzministerium gut auf den Punkt gebracht. Es anerkannte durchaus das Problem sinkenden Produktivitätswachstums und dessen negativen Effekt auf die Reallöhne. Trotzdem hielt es „das sinkende Wachstum der Arbeitsproduktivität als Ergebnis des Beschäftigungsaufbaus der vergangenen Jahre […] angesichts der historisch niedrigen Arbeitslosigkeit [für] vertretbar.“ Bisher hat sich an dieser Einschätzung leider weder bei den Ökonomen noch in der Politik viel geändert. Anders ist die überschwänglich positive Bewertung des Corona-Konjunkturpakets wohl kaum zu erklären.


Mehr von Alexander Horn lesen Sie in seinem aktuellen Buch „Die Zombiewirtschaft – Warum die Politik Innovation behindert und die Unternehmen in Deutschland zu Wohlstandsbremsen geworden sind“ mit Beiträgen von Michael von Prollius und Phil Mullan.

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Kommentare ( 31 )

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31 Kommentare auf "Nach Corona könnte das Wohlstandskoma kommen"

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„, dass die Fähigkeit der Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit mittels risikoreicher und kostspieliger Einführung neuer Technologien zu steigern, geschwächt bleibt.“ Die Fähigkeiten sind sicherlich nicht verloren gegangen, aber wie soll ein Unternehmen seine Aktionären erklären, jetzt viel eigenes Geld in die Hand zu nehmen und deshalb möglicherweise eine geringere Dividende auszuschütten? Insbesondere noch, da eine Subvention aus Steuergeldern sehr wahrscheinlich sein wird. Wozu also selbst ins Risiko gehen, wo doch seit Jahren Verluste sozialisiert sind und Gewinne privatisiert? Zum Wohlstandskoma: ich war mit dem Rad unterwegs, vorbei an einer schönen, ruhigen Neubausiedlung. Die hübschen Einfamilienhäuser sind mindestens doppelt so groß, als… Mehr

*

Wer die Schuld nur bei Anderen sucht – der Politik – übersieht leicht, dass Finger auf ihn zurück zeigen:

wir sind ein altes Volk geworden – *noch nie, waren wir so alt wie heute*

und

Wachstum Produktivität und Investition hin oder her, das macht uns nicht jünger – wir haben im Schnitt die Fuffzich überschritten…

deshalb hilft nicht die Politik sondern

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Ihr Haus- und Staatsapotheker läßt grüssen

***

Wär doch klasse, dann können alle guten Wohlstandskinder ihren tollen Antikapitalistische Traum verwirklichen 😉

Der Text des Autors ist wirtschaftstheoretisch nicht zu beanstanden, bedarf dennoch einigen Widerspruchs. Das Grundproblem kapitalistischer Ordnungen bleibt, daß die Interessen von Unternehmern und Kapitalbesitzern nicht identisch sind mit denen von nichtvermögenden abhängig Beschäftigten, die durchweg lebenslang nicht in der Lage sind, nur durch reinen Kapitalkonsum zu leben. Ihr Einkommen reicht zumeist nur aus, um bestenfalls alle Ausgaben zu tätigen, nicht aber nachhaltig Vermögen aufzubauen. Entgegen allen anderen Behauptungen war das in Deutschland seit der industriellen Revolution auch nie anders, auch nicht in den goldenen Jahren der BRD (allenfalls etwas leichter als heute), was die exzessiv hohe Mieterquote der Deutschen… Mehr
Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass die Mehrheit der Menschen Sicherheit vorzieht. Und wer kann es ihnen verdenken? Wenn es allerdings gar niemanden mehr gibt, der bereit ist Risiken einzugehen, wird das für eine Gesellschaft dauerhaft auch in den Untergang führen. Ein Beamtenstaat existiert nicht lange. Ohne Risiko und die Bereitschaft neue Wege zu gehen gibt es keinen Fortschritt. Und ohne Fortschritt wird man von anderen Gesellschaften, welche Risiken eingehen und daher Fortschritt erleben überholt und beiseite gedrängt. Man mag Sozialdarwinismus für moralisch falsch halten. Auf der gesellschaftlichen Ebene ist es aber ein Fakt, dass solche stillstehenden, risikoscheuen Gesellschaften/Völker/Staaten/etc… Mehr

Ich glaube nicht, daß T.H.’s Kommentar eine Fürsprache für mehr Sozialismus ist.
Und Sie haben natürlich recht, eine vitale Gesellschaft braucht unbedingt die Risikofreudigen, um vorwärts zu kommen. Deswegen bin ich froh, daß es noch solche Typen wie Elon Musk gibt.

Ich meine, warum haben die Unternehmen nicht in die Arbeitsproduktivität, sprich Digitalisierung im Produktions- und Verwaltungsprozess, investiert? Noch weit vor Covid-19? Mal ehrlich! Haben wir die Köpfe dazu überhaupt, in Informatik und den damit verbundenen Berufsgruppen, die überhaupt in der Lage wären, Industrie-4.0 technisch umzusetzen? Und wie sieht die Zukunft aus? Schreiben nach Gehör im skurrilen Pädagogen-Panel en vogue, bis auch der letzte Schüler das Abitur mit der Note 1 ein akademisches Studium beginnt, das nach kurzer Zeit wieder beendet wird. Und dann noch die Abermillionen, uns die als Fachkräfte angepriesenen Neubürger, die mit Sicherheit nicht zur Steigerung des BIP… Mehr

Haben wir die Köpfe für IT? NEIN. Ich kann es aus meinem Berufsalltag beobachten. Selbst große Unternehmen arbeiten teilweise mit Infrastruktur und Methoden wie aus den 90ern. Wenn etwas neues eingeführt wird dann nur nach politischer Gefälligkeit und ohne korrekte Schulung der Mitarbeiter.

Industrie-4.0? Was soll denn das sein? diese hohlen Phrasen kaschieren nur, daß es seit 20 Jahren gar keine nennenswerten neuen Wertschöpfungsinnovationen gibt.

…die werden jetzt im Fernen Osten oder den USA oder oder…gemacht. Seit 2005 sind um die 7 Millionen Akademiker MINT und Techn. Fachkräfte ausgewandert.

Sie haben ja alles aufgezählt. So gut wie alle Maßnahmen der Regierung sind dazu da den Niedergang nach hinten zu verschieben. Und jetzt heißt es Geld drucken bis – wie Broder es kürzlich formulierte – ein Laib Brot 500000 € kostet. Man hat sich schon in den 60iger, 70iger Jahren mit dem hereinlassen von billigen Gastarbeitern ein riesen Ei gelegt anstatt auf technische Innovationen zu setzten, zu entwickeln, schon da haben die Asiaten angefangen uns den Rang abzulaufen. Man muss einfach erkennen das mit dieser Politik sich nichts aber auch gar nichts ändern wird. Es wäre schon schwer genug geworden… Mehr

Die asiatischen Länder, die seit Jahren führend bei PISA, TIMSS, den Mathe- und Physikolympiaden sind und obendrein über Millionen dieser Talente verfügen, haben dafür andere Probleme. Offensichtlich. Denn sonst müßten sie schon längst alles abgeräumt haben. Häufig sind sie gefangen in einer Kultur der Unterordnung, was der freien Entfaltung und dem innovativen Geist abträglich ist. Kreativität und unkonventionelles Denken sind aber für die Lösung hartnäckiger Probleme Grundvoraussetzung.

Die asiatischen Wirtschaften sind zumeist Papiertiger die ohne ausländisches Know-how gar nicht laufen würde.

Die Verengung auf Ihre zwei Szenarien ist nicht zwingend.

Herr Zetsche meinte einst:“mit den Flüchtlingen könnten wir ein neues Wirtschaftswunder erleben“, oder so ähnlich…..ich warte immer noch drauf

Wiederaufbau nach deren Randale will auch bezahlt werden. Passt doch. Großartige Zeiten für Glaser.

Flüchtlinge sind auch ein teil des verkopften aber verzweifelten Versuchs das System künstlich am weiterrollen zu halten. Siehe mein Kommentar oben.

Bei den Lock-Down-Entscheidungen haben Risiko-Abwägungen mE keine Rolle gespielt. Es scheint nicht nur der Kanzoerin darum gegangen sein, unschöne Fernsehbilder zu vermeiden; dies war wohl die Furcht vieler Politiker.

Nachdem Deutschland versäumt hatte, zu einem frühen Zeitpunkt Eineisende zu untersuchen, Einreisebeschränkungen zu erlassen bzw die Grenzen ganz zu schliessen, vollzog man eine Vollbremsung von Wirtschaft und Gesellschaft. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, dass mit früheren Grenzkontrollen und Zurückweisungen, ausreichend GUTEN Atemschutzmasken und umfassenden Tests (- bei allen Einreisenden und wöchentlich wiederholt in allen Altersheimen sowie Krankenhäusern) bessere Ergebnisse mit erheblich weniger ökonomsichen Schäden erreicht worden wären.

Es war früh klar, wer die Risikogruppe ist. Diese hätte man gezielt und effektiv schützen können/müssen. Der epidemische Verlauf von Covid-19 entspricht der einer normalen Grippe, kommt im Frühjahr und verschwindet im Sommer. Außerdem gab es schon sehr früh starke Indizien dafür, daß in der Bevölkerung eine gewisse Grundimmunität vorhanden ist. Daher die sehr vielen sehr milden Verläufe.

Wäre Corona nicht gekommen, man hätte es glatt erfinden müssen, um die seit zwanzig Jahren währende Fehlentwicklung in der Wirtschaft und Finanzen zu vertuschen.
Übrigens, schon seit 3 Jahren laufen „Abfindungsprogramme“ zur Personal Reduzierung in der Automobilindustrie, ganz unbemerkt von der Öffentlichkeit, weil man der Öffentlichkeit Sand in die Augen streute wie groß die Erfolge doch wären.
Nun kennen wir ja die „wahre“ Ursache, wie man und belehrt hat, es sind „Corona“ und „Rassismus“, welche die „hervorragende“ Arbeit dieser Regierung Merkel kaputt gemacht haben, zumindest das was diese Regierung noch übrig gelassen hat vom selber Kaputtmachen.

Das systemische Grundproblem ist: Es gibt gar keine „risikoreiche und kostspielige neue Technologie“. Computer und Internetrevolution sind über 20 Jahre alt. danach kam kein nennenswerter Innovationszyklus mehr. Deshalb der seit 10 Jahren verzweifelte Versuch mit Energiewende, Dämmwahn, E-Auto und Co. künstliche Märkte zu errichten. Oder die Produktqualität massiv weiter zu senken, wie man ja täglich erleben darf.
Oder wie jetzt versucht wird mittels Antifa alles kriegsgleich abzureißen.