Seit einer Woche ist Gordon Schnieder Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Seit einem Jahr ist sein Bruder Patrick Schnieder Bundesverkehrsminister. Die CDU-Geschwister verkörpern wie kaum jemand sonst das Elend der Union.
picture alliance/dpa | Boris Roessler
Wenn man verstehen will, warum Deutschland den Bach runtergeht, dann landet man unweigerlich bei der Union.
Noch mehr als die vereinigte Linke des Landes ist sie verantwortlich für den Niedergang der Bundesrepublik: Denn sie hat jeden noch so verheerenden Unfug zugelassen – obwohl sie immer die Macht gehabt hätte, ihn zu verhindern.
Und wenn man verstehen will, warum die Union so erbärmlich verkommen ist, wie sie nun mal ist, dann lohnt sich ein Blick auf die Gebrüder Schnieder.
Staatsabhängig
Gordon Schnieder ist seit einer Woche Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Der Berufsweg des diplomierten Finanzwirts bis hierhin sieht so aus:
• Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
• Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz)
• stellvertretender Kämmerer des Eifelkreises Bitburg-Prüm
• Leiter der Kommunalaufsicht
• Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz.
Mit anderen Worten: Der jetzige Regierungschef hat noch nicht eine Minute in der freien Wirtschaft verbracht. Die Wertschöpfung kennt er nur vom Hörensagen. Sein ganzes Berufsleben lang hat ihn der Steuerzahler alimentiert.
Patrick Schnieder ist seit einem Jahr Bundesverkehrsminister. Sein Berufsweg nach dem Jura-Studium sieht so aus:
• Rechtsanwalt (für ein Jahr)
• Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld im Eifelkreis Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz)
• Bundestagsabgeordneter.
Mit anderen Worten: Das jetzige Mitglied der Bundesregierung hat nur knapp ein Jahr in der freien Wirtschaft verbracht. Ansonsten kennt auch er die Wertschöpfung nur vom Hörensagen. Sein ganzes restliches Berufsleben lang hat auch ihn der Steuerzahler alimentiert.
Selbstgefällig und ahnungslos
Wer nie einer ökonomischen Konkurrenz am Markt ausgesetzt ist, sondern sich lebenslang immer nur in der Kaste der Berufspolitiker bewegt, der entwickelt wohl zwangsläufig eine Beamtenmentalität:
Das Ergebnis ist unwichtig. Was zählt, sind allein korrekte Arbeitsprozesse.
Selbst engen Weggefährten fällt nichts ein, was Gordon Schnieder politisch bewegt haben könnte. Als größte Erfolge seiner Zeit als Kommunalpolitiker sagt eine ehemalige Mitarbeiterin lakonisch: „Er hat mehrere Straßen und eine Mineralquelle ausbauen lassen.“
Das wird Rheinland-Pfalz sicher helfen in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.
Dass Patrick Schnieder überhaupt noch im Amt ist, liegt wohl daran, dass der Bundeskanzler Friedrich Merz ihn persönlich und durchaus überraschend ins Kabinett geholt hatte. Wenn der Bundesverkehrsminister – was sachlich völlig nachvollziehbar wäre – jetzt schon wieder aus dem Amt entfernt würde, wäre das ein Eingeständnis, dass Merz sich (erneut) mit einer Personalie krass vertan hat.
Als großen Wurf wollte Patrick Schnieder eine neue Führung bei der Deutschen Bahn installieren. Doch er tat das politisch so amateurhaft, dass erst die SPD rebellierte und dann die Gewerkschaften. Am Ende brachte er seinen wichtigsten Kandidaten für den Bahn-Vorstand nicht durch.
Im Vorfeld der Landtagswahl in seiner Heimat Rheinland-Pfalz wurde ihm von praktisch allen anderen Parteien mangelnde Amtsneutralität und Vetternwirtschaft vorgeworfen. Weil er sein Regierungsamt in Berlin für den Wahlkampf zugunsten seines Bruders in Rheinland-Pfalz genutzt haben soll, warf ihm die SPD „Bruder-Wirtschaft“ vor.
Nun ist es nicht so, als würden die Sozialdemokraten nicht auch sämtliche staatlichen Ressourcen nutzen, um ihren Kandidaten einen parteipolitischen Vorteil zu verschaffen. Allerdings machen die Sozis das etwas geschickter.
Schnieder war da eher plump.
Geschlossene Gesellschaft der Abkassierer
Auf den ersten Blick haben die Gebrüder Kaulitz (Bill und Tom) und die Gebrüder Schnieder (Patrick und Gordon) keine Gemeinsamkeiten. Bei genauerem Hinsehen aber schon.
Bill und Tom Kaulitz haben nichts, aber auch wirklich gar nichts vorzuweisen, was sie als öffentliche Figuren einer 80-Millionen-Nation qualifizieren würde. Patrick und Gordon Schnieder haben nichts, aber auch wirklich gar nichts vorzuweisen, was sie für die Funktionselite des viertgrößten Industriestaats der Welt qualifizieren würde.
Aber alle vier haben erfolgreich das System gehackt.
Tom Kaulitz hat sich in der Illustrierten „Bunte“ präsentiert (was nur ging, weil seine Ehefrau Heidi attraktiver ist als er). Gordon Schnieder hat sich auch in der der Illustrierten „Bunte“ präsentiert (was nur ging, weil seine Ehefrau Diane attraktiver ist als er).
Beide Brüderpaare leben jeweils in einer Blase. Familie Kaulitz saugt erfolgreich an den Geldquellen der Unterhaltungsindustrie. Familie Schnieder saugt erfolgreich an den Geldquellen des Steuerstaates.
Wer wissen will, weshalb die Kulturnation Deutschland am Ende ist, landet unweigerlich bei Leuten wie Bill und Tom Kaulitz. Wer wissen will, warum die Wirtschaftsnation Deutschland am Ende ist, landet unweigerlich bei Leuten wie Gordon und Patrick Schnieder.

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Die fast komplett mit linksgrünen Opportunisten und unfähigen Pöstchenhockern besetzte CDU braucht niemand mehr. Die machen die gleiche Katastrophenpolitik wie die Grünen. Oder wo genau ist der Unterschied zu Günen wie Özdemir, Kretschmann, Banaszak, Habeck oder Baerbock und CDU-Leuten wie Merz, Wüst, Schmieder, Günther oder Kretschmer?
Antwort es gibt keinen mehr bis auf die Parteifarbe und den Gesichtern, die einen anlügen.
CDU kann auch weg.
Ach da schau her, wieder mal sie so furchtbar ehrenwerte CDU.
Der Wähler in der Eifel, hat die Schniederbrüder nach Mainz und Berlin geschickt. Vielleicht, weil sie ihm vorgesetzt wurden. Vielleicht auch aus Überzeugung. Die Parteistrukturen erlauben es, Leuten wie den Schnieders Karriere zu machen. Man kann dem Unfähigen nicht vorwerfen, dass er vom Doofen gewählt wird. Es ist die Naivität des Wahlvolkes, das fernab von jedem taktischem oder gar strategischem Denken, jenseits jeden wirtschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Verstands in reiner Gefühlsduselei immer die gleichen Parteien, mit ihren Resterampenvertretern wählen. Der deutsche Wähler ist der größte Ausfall im System.
Nu meckern Sie mal nicht. Die beiden CDU-Brüder haben immerhin erfolgreich studiert, und sogar etwas jenseits von Politikwissenschaften oder Sozialpädagogik.
Und die Kaulitz-Brüder – ich wüßte nicht, daß irgendjemand die bezahlen müßte, wenn er sie nicht mag, und das Land mit ihren Aktivitäten haben sie auch nicht ruiniert. Wo ist also das Problem? Da gibt es wirklich schlechtere Beispiele, man denke an die zahlreichen Profiteure der (N)GOs und ihr unheilvolles Wirken auf Staatskosten.
Und wer wissen will, warum die Medienlandschaft in Deutschlands am Ende ist, landet unweigerlich bei den Gebrüdern Kirchhof.
Alter Trick: „Im fremden [hier: öffentlichen] Interesse auftreten, um mit dem eigenen abzuziehen.“ Gracián, Baltasar: Handorakel und Kunst der Weltklugheit, 1647.
Warum nur muss ich an Lolek und Bolek denken?
Übersicht mit KI
„Bei den Namen Lolek und Bolek handelt es sich um das berühmteste polnische Zeichentrick-Duo, das ab 1963 die Fernsehlandschaft prägte. Ursprünglich waren die beiden Figuren harmlose, sympathische Lausbuben. [1, 2, 3, 4, 5]
Ihre Namen wurden im politischen Diskurs Polens jedoch zu einem Synonym für Korruption und die Verstrickung von Seilschaften in den Regierungsapparat, besonders als spöttische Anspielung auf den ehemaligen Präsidenten Lech Wałęsa (der in den Akten den Decknamen Bolek trug). [1]
Letztendlich haben sich die Figuren von der kindlichen Unterhaltung zum allgegenwärtigen politischen Schlagwort gewandelt.“
Wunderbar! Diese Leute fliegen sonst so unter dem Radar. Tun auf den ersten Blick in der Öffentlichkeit nicht ganz so weh wie andere Politiker. Endlich sagst es mal einer.
Ich glaube die CDU hat ganz viele von dieser Art.
Na na na! Die Kaulitzbrüder hatten immerhin den einen oder anderen Hit. Das macht ja wohl einen Unterschied.
Ja, aber die Ehefrauen bringen es dann wieder auf den gemeinsamen Nenner!
Ich bin nun wahrlich kein Freund dieser beiden CDU Brüder, aber der Vergleich mit den Tokio Hotel Brüdern, insbesondere Bill ist ehrabschneidend.
Vergleiche sind ja keine Gleichsetzungen, sondern dienen der Mustererkennung. Insofern kann man vieles miteinander vergleichen, das sich stark voneinander unterscheidet.