Die einzige Oppositionspartei als stärkste Partei

Die AfD liegt trotz Dauerbeschuss durch die Medien gleichauf mit der Union. Hinter der Brandmauer wandern die sonstigen Parteien immer weiter nach links. In der Mitte ist die größte Oppositionspartei jetzt alleine. Die Kräfte verschieben sich. Allerdings anders als viele glauben.

IMAGO / IlluPics

Die neuesten Umfragen präsentieren die einzige Oppositionspartei der Republik als stärkste Partei. In der aktuellen Sonntagsfrage würden sich 26 % der Wähler für die AfD entscheiden, 26 % auch für die Union, für die SPD 14 %, für die Grünen 12 Prozent %, für die Linke 11 %, für das BSW 3 %, für die FDP ebenfalls 3 %. Übrigens kommt die Forschungsgruppe Wahlen zu ähnlichen Ergebnissen wie INSA, nur, dass sie die Grünen bei 15 % verorten, dafür aber die SPD bei 13 % und Linke bei 10%. Die 3 % mehr bei den Grünen bedeuten 1 % weniger bei den Linken und 2 % weniger bei der SPD. Bei den grüneuphorisierten öffentlich finanzierten, grünen Medien kein Wunder.

Letztmalig soll die FDP erwähnt werden. Westerwelles Erbe bestand leider in einer Ansammlung seltsamer Figuren, die für alles mögliche standen, nur für eines nicht, für Liberalismus, selbst in seiner weitesten Fassung nicht. Das ist um so schlimmer, weil Deutschland eine liberale Partei benötigt. Man kann es auch so sagen, Westerwelles Erben haben den Liberalismus gemeuchelt, auch wenn die FDP schon vor Westerwelle nur als liberal, wie gesagt, in der weitesten Fassung des Begriffes noch gerade so gelten durfte. Was sie vom Liberalismus trennt, war der auch der FDP eigene Etatismus. Die FDP ist toter als tot, sie ist als Partei mausetot. Man kann aber auch Wahlkampf als Gespenster-Rallye betreiben.

Wenn man davon ausgeht, wie es ja auch de jure so ist, dass CDU und CSU zwei selbständige Parteien sind, dann sieht es an der Spitze etwa so aus: 26 % AfD, 22,4 % CDU. Die AfD hält sich an der Spitze trotz der vielen Kampagnen gegen die Partei von Deutschlands Mauermedien, die inzwischen Propaganda statt Information betreiben und dabei auch Verschwörungstheorien nicht mehr scheuen.

Da aber die Wahlumfragen seit Monaten ziemlich stabil sind, die Vereinigte Linke aus Linke, SPD und Grüne, die neudeutsche Reaktion als Gemeinschaft der Wirklichkeitsverweigerer zwar nicht über 37/38 % kommen, wird Deutschland dennoch durch linke Politik in den Niedergang regiert, denn hinter der Brandmauer sind auch CDU und CSU längst zu linken Parteien geworden. Der bürgerliche Schein trügt. Die neue Arbeiter- und Handwerker-Partei ist die AfD geworden. Die SPD ist nur noch ein Apparat, den allein die Verflechtung mit Institutionen des Staates am Leben hält. Spätestens seit Steinmeier an der Spitze des Staates steht, haben wir keinen Bundespräsidenten mehr, sondern einen eifernden Parteipolitiker, der spaltet, wo er einen müsste. Seine Sympathie für die Mullahs konnte er letztlich dann doch nicht mehr unterdrücken, aber einst verband ihn auch einiges mit Putin und mit Medwedjew. Der Herr in Bellevue liebt es autoritär.

Die SPD sucht nach einer neuen Existenzberechtigung, ein Apparat nach einer Partei. Man könnte es auch mit Franz Kafka sagen: „Ein Käfig ging einen Vogel suchen.“

Noch kann die Union darauf zählen, dass ihr Betrug ihren Wählern nicht auffällt, dass sie eigentlich nicht nur die Geschäfte der Vereinigten Linken betreibt, sondern, dass sie selbst zu einer linken Partei geworden ist, zu einer Blockpartei. Sie vertraut auf ARD und ZDF, und dass viele ihrer Wähler glauben, dass ARD und ZDF noch so sind wie in den siebziger Jahren, nur haben nach der Etablierung der rotgrünen Diskurherrschaft nach dem Historikerstreit die Rotgrünen sukzessive die Herrschaft über ARD und ZDF übernommen und sie zu Propagandamedien umgebaut. Die simple Strategie, die AFD irgendwie immer mit dem Nationalsozialismus in Assoziationsnähe zu rücken, funktioniert noch. Doch die Faschistenkeule verliert immer stärker an Schlagkraft. Will man die Veränderung wahrnehmen, muss man auf das Alter der Wähler der Parteien und auf die Landtagswahlen schauen.

In Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen-Anhalt kratzt die AfD an den 40 % und ist mit großem Abstand stärkste Partei. Weil die CDU in Sachsen-Anhalt immer weniger die Wähler überzeugen kann, setzte sie auf Gesetzes- und Verfassungsänderungen. Ein wirklich sehr demokratischer Umgang einer Politikerkaste, die nur zufälligerweise das Parteibuch trennt. Die Grünen werden wohl dem neuen Landtag nicht mehr angehören, die werden ohnehin nur in den Unistädten gewählt. Doch die Grünen geben Wähler an die TikTok- und Instagramm-Partei der Linken ab. Noch würden sich 6 % der Wähler für die SPD entscheiden, doch allzu sicher sollten sich die Genossen nicht sein, dass sie den Sprung in den neuen Landtag, der im Herbst gewählt wird, schaffen.

Auch im Westen gewinnt die AfD mehr und mehr an Boden und überspringt die 20 % oder nähert sich ihr. Ausnahmen bilden nur Hamburg und Schleswig-Holstein und gerade noch so Bremen und Nordrhein-Westfalen.

Die Ergebnisse in den Umfragen wirken noch relativ stabil, aber sie sind es nicht mehr. Ihnen wohnt die Instabilität der schleichenden Veränderung inne, der Treibsand-Effekt. Die Erbitterung im Land wächst. Die Zunahme an falschem Pathos in den Reden der Mauerpolitiker stößt immer mehr ab.

Für die CDU bedeutet das, dass der Wählerbtrug nicht ewig funktionieren wird, nicht ewig rechts geblinkt und links abgebogen werden kann. Die tiefe historische Schuld der CDU, ihre Schuld vor Deutschland besteht darin, dass die CDU die politische Mitte aufgelöst hat. Das hat weitreichende Folgen und man wird es ihr nicht verzeihen. Der CDU ist es gelungen, dass es in Deutschland nur links oder rechts gibt. Sie ist der Architekt des sogenannten „Rechtsrutsches“, sie ist der beste Wahlhelfer der AfD. Zu fragen wäre allerdings auch, will man seriös sein, wie rechts die Mitte-Rechts-Partei AfD in Wahrheit ist. Es mutet paradox an, aber so links, wie die CDU inzwischen agiert, ist es die AfD, die auch Positionen der Mitte hält. Denn wer in Deutschland keine rotgrüne Politik will, wer nicht links wählen will, kann nur noch AfD wählen. Darin besteht die Meisterleistung der Union. Es gibt durch die Brandmauer nur eine Opposition zum rotgrünen Konglomerat in Deutschland.

Wenn die SPD nur noch ein Apparat ist, der eine Partei sucht, dann ist die CDU nur noch ein Kegelklub auf Wanderschaft, der sich verlaufen hat, weil er den Kompass vor geraumer Zeit verlor.

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Kommentare ( 72 )

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Protestwaehler
16 Tage her

5,5% für die SPD in BaWü… da sind die 6% in Sachsen-Anhalt wohl mehr als unwahrscheinlich.

yeager
16 Tage her

Man sollte mal die Positionen der AfD heute mit denen der Parteienlandschaft vor 20 Jahren vergleichen. Damals war z.B. die Abweisung illegaler Migranten parteiübergreifender Konsens. Die CDU stand damals noch für eine vernünftige Energiepolitik. Einen „Rechtsrutsch“ gab es nie, die CDU hat die Positionen immer weiter nach links verschoben um so der SPD das Wasser abzugraben. Damit hat sie die Verankerung konservativer Positionen im Parteienspektrum aufgegeben, so dass das gesamte Parteienspektrum nach links gedriftet ist, und das nicht mal langsam, siehe z.B. die Schwulenehe, wo Merkel einfach eine konservative Position aufgegeben hat, und damit der SPD eine Möglichkeit genommen hat… Mehr

H. Priess
16 Tage her

Das ist alles schön und gut ABER solange die Parteien der Nationalen Einheitsfront mehr Stimmen bekommen als die AfD wird diese nicht regieren können. Was geschehen könnte, wenn die AfD die absolute Mehrheit in einem Bundesland erreichen würde, hat man schon durchgespielt. Von der Verweigerung der Arbeit im ÖD, die Remonstration der Beamten oder die Verhinderung der Vereidigung des MP und Minister bis hin zur Absetzung der Regierung noch bevor sie gebildet wurde und die Einsetzung eines Kontrollrates der von Bürlün bestimmt wird. Alles mit dem Hinweis, das die AfD nicht demokratisch ist und die Gefahr besteht, daß sie gegen… Mehr

Klaus Uhltzscht
16 Tage her
Antworten an  H. Priess

Ich rate der AfD momentan ebenfalls von einer Regierungsbeteiligung ab. Für wen soll sie sich denn aufopfern?
80% in der BRD wollen Merkel.

Don Didi
14 Tage her
Antworten an  H. Priess

Die Parteien der nationalen Einheitsfront werden die Mehrheit behalten. Nicht, weil der Wähler in der Masse konsequent dumm ist, sondern weil er egoistisch ist. Wir haben nich etwa 30% produktiv arbeitende Bevölkerung, das ist der Teil, der alles finanzieren muß. Der Rest, vom Bürgergeldempfänger über städtrische/kommunale/Landes- oder Bundesangestellte und Beamte, Kommunal- bis Bundespolitiker, NGO-Mit“arbeiter“ werden von den Steuerzahlungen dieser 30% bedient. Diese 70% wählen die Einheitsfront, weil sie sich mit der Wahl der AfD die eigene Finanzierungsgrundlage entziehen würden und „Gott bewahre“ möglicherweise noch im freien Arbeitsmarkt eine Stelle suchen müßten. Aus diesem Grund sehe ich eine natürliche Obergrenze von… Mehr

Koepenicker
16 Tage her

Es wirkt so als ob der Tag eines „AfD“ Wahlsiegs immer näher rückt und jemand nach der Wahl und sagt …..
Wir werden sie jagen, wir werden Frau Weidel oder wen auch immer jagen – und wir werden uns unser Land und unser Volk zurückholen.“

Juergen P. Schneider
16 Tage her

Das links-grüne Kartell hat abgewirtschaftet. Es wird dennoch einige Zeit brauchen, bis auch der letzte vom ÖRR gehirngewaschene Untertan erkennt, dass man Veränderung auch wählen muss, wenn man sie wirklich will. Ob es gelingt, eine vernünftige Regierung zu erhalten, bevor das ökonomische Fiasko eintritt, darf bezweifelt werden. Die Mehrheit will zwar Veränderung, ist aber zu feige, sie auch zu wählen.

Don Didi
14 Tage her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Nein, eben nicht. Die Mehrheit lebt von Versorgung aus Steuergeld. Bürgergeldempfänger über NGOs bis zum BK/BP.
Und all diese wollen eben aus Eigennutz keine Veränderung.

Supersilent
16 Tage her

 …. wer in Deutschland keine rotgrüne Politik will, wer nicht links wählen will, kann nur noch AfD wählen.

Wann begreift das auch der letzte Wähler der immer noch sein Kreuz bei der CDU macht?

Tesla
17 Tage her

„Sie ist der Architekt des sogenannten „Rechtsrutsches“, sie ist der beste Wahlhelfer der AfD.“
Ich halte diese Entwicklung nicht für einen „Rechtsrutsch“, sondern für eine „Linksflucht“. Je linker die CDU wird (und das wird sie allein schon aufgrund der „Brandmauer“), desto mehr linke Politik bekommen wir. Und je mehr linke Politik wir bekommen, desto mehr Wähler fliehen vor links und wenden sich der AfD zu. Weil es eben keine Alternative zur Alternative gibt.

M.Peter
17 Tage her

So wie die Berliner Mauer fiel und abgerissen wurde, muss auch die sogenannte Brandmauer fallen.
Eventuell sind es wieder unsere ostdeutschen Mitbürger, die dies bei den Landtagswahlen im Herbst zustande bringen.

Je me souviens
17 Tage her

So sehr ich Herrn Mai und seine messerscharfen Analysen ansonsten schätze, hier kann ich nicht allen seinen Ausführungen zustimmen. In der vierten, fünften und noch weiter hinteren Reihen der Union hoffen viele auf den Reset, die Befreiung aus der Geiselhaft. Denn links ist die Führungsriege der Union nur in selbiger, in die sie sich in der Tat selbst begeben hat. Feigheit muss man ihr vorwerfen, von der man wissen könnte, dass sie für das Land folgenschwer werden könnte. Feigheit vor der Übermacht linksgrüner Medien mit ihrer ökosozialistischen Agenda, die diametral zum Leitbild der Union steht. Feigheit ihrer vorderen Reihen vor… Mehr

Ben Clirsek
16 Tage her
Antworten an  Je me souviens

Ja, wie wäre es denn mal, wenn die hinteren Reihen öffentlich ihre Stimme erheben würden? Tun sie das? Nein? Ihre Sehnsucht nach einem Reset ist Parteiromantik, die sich nicht erfüllen wird, nach dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Seien Sie gewiß, sie wird sterben.

Lucius de Geer
16 Tage her
Antworten an  Je me souviens

Köstlich – „In der vierten, fünften und noch weiter hinteren Reihen der Union hoffen viele auf den Reset, die Befreiung aus der Geiselhaft“ – und auf diese unfähigen Hinterbänkler, die solange mitklatschen, bis endliche einer eine neue Parole ausgibt, soll man seine Hoffnung setzen? Nicht Ihr Ernst.

Thilo Braun
16 Tage her
Antworten an  Je me souviens

Vielleicht gibt es in der Union tatsächlich noch Mitglieder, die nicht links sind. Wer jedoch in einer Partei mal dabei war – ich war es vor Jahrzehnten in der CDU – der weiß auch., dass Menschen, die nicht nach der gemeinsamen Parteilinie heulen, niemals voran kommen und ein höheres Amt bekleiden werden. Dafür sorgen die Anführer einer Partei und die schulen auch ihre Nachfolger entsprechend. Die SPD wird von ihrem Kurs nicht abweichen. Wird sie wie die FDP jemals großflächig unter 5% fallen? Ich denke nicht, denn dafür ist die Kernanhängerschaft wie bei den Grünen und linken zu groß. Die… Mehr

November Man
17 Tage her

Man muss leider befürchten, dass die AfD von der Lügenpresse in den Umfragen auch in Sachsen-Anhalt beizeiten so dermaßen herunter geschrieben wird, die CDU und die SPD so weit hoch geschrieben werden, das es anschließend durch eine schier unglaubliche Aufholjagd der Linksextremen sicher zu einer Schwarz/Roten Regierung kommt. Und man wird dafür sorgen, dass der Einzige womögliche Koalitionspartner der AfD, das BSW, nicht in den Landtag kommt. Wahlergebnissen kann man in Deutschland schon lange nicht mehr trauen.

Supersilent
16 Tage her
Antworten an  November Man

Ich sage ganz offen das hier betrogen wird. Flächendeckende Meldung linksgrüner als Wahlhelfer, „aus versehen“ Stimmzettel für die AfD bei SPD, Grünen oder Linken ablegen, oder unbemerkt ein zweites Kreuz darauf machen. Hatten wir alles schon.

Es gibt in meinem Bekanntenkreis fast niemanden mehr (außer wenige linksgrün Verstrahlte) der noch Altparteien wählt, zu 90% wählen die AfD. Darum sind Wahlergebnisse, die immer wieder diesen Irrsinn bestätigen, nicht mehr zu erklären.

Last edited 16 Tage her by Supersilent