Kurz vor der Berlin-Wahl erklärt Bildungssenatorin Günther-Wünsch das Schulsystem für „auf gutem Weg“. Die Leistungsdaten erzählen eine andere Geschichte: Berlin kämpft weiter um die rote Laterne.
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Am 24. August ist das Land Berlin ins neue Schuljahr 2026/27 gestartet. Am 20. September wählen die Berliner ihr neues Abgeordnetenhaus und damit indirekt ihre neue Stadtregierung. Wenn es denn diesmal mit der Wahl wirklich auf Anhieb klappt und nicht wie nach der annullierten Wahl vom 26. September 2021 erst im zweiten Anlauf am 2. Februar 2023 gelingt. Wie auch immer: Die regierende CDU hat die Hosen in Erwartung dieser Wahl gestrichen voll. Die Linke/Ex-SED liegt vorne. Um Platz zwei ringt die CDU mit den Grünen. Etwas abgeschlagen auf Platz vier folgt die SPD.
Vor diesem Hintergrund macht sich die aktuelle Schlagzeile der Berliner CDU-Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, zugleich Lebens- sowie Tennispartnerin des Noch-„Regierenden“ Kai Wegner, zum Schuljahresbeginn echt gut: „Berliner Bildungssenatorin sieht Schulsystem auf gutem Weg.“ Wörtlich lässt die Senatorin verkünden: „Vor drei Jahren hatten wir noch 1.500 fehlende Lehrer und jetzt sind es 500″, sagte Günther-Wünsch am Montag im RBB-Inforadio. Das sei noch nicht zufriedenstellend, aber die Richtung sei die richtige.
Und weiter: „Wir haben so viele Referendare wie noch nie in den letzten zehn Jahren.“ Ab diesem Wintersemester solle ein flexibler Master-Studiengang dabei helfen, die Abbrecherquote zu verringern. Außerdem sollten ausländische Abschlüsse leichter anerkannt werden. „Jedem neuen Lehrer, der nach Berlin kommt und die Voraussetzungen erfüllt, können wir eine Verbeamtung anbieten“, sagte Günther-Wünsch, „also alles Maßnahmen, um immer mehr Lehrkräfte nach Berlin zu holen und auch in Berlin zu halten.“ Wo es besonders schwierig sei, senke man in diesem Schuljahr in den ersten Klassen die Klassengröße, so die CDU-Politikerin. Um das Problem besser in den Griff zu bekommen, plädierte Günther-Wünsch für eine zentrale Steuerung zur Verteilung des Lehrpersonals. „Das ist etwas, das wir in den kommenden Jahren angehen müssen“, so die CDU-Politikerin.
Frage: Wer ist hier im falschen Film?
Die Senatorin will in den kommenden Jahren etwas „angehen“. Aha! Günther-Wünsch ist seit 27. April 2023 als Bildungssenatorin im Amt. Also hat sie zumindest die Sache mit der Steuerung der Verteilung des Lehrpersonals gut drei Jahre verschnarcht. Dabei liegen doch immerhin die amtlichen Zahlen auf dem Tisch. Berlin hat 35.000 Lehrer. Im Jahr 2026 sind fast 2.700 abgegangen, wegen Ruhestand oder Kündigung. Sind die überhaupt ersetzt worden? Oder ist alles nur dilettantische Mangelverwaltung?
Dass das Land Berlin mit dem Stadtstaat Bremen bei allen einschlägigen Schulleistungsvergleichen für Viert- und Neunt-Klässler um die „rote“ Laterne ringt, sich also auf Platz 15 und 16 unter den 16 deutschen Ländern abwechselt? So what! Dit is Berlin, wa?
Einfach mal zur Erinnerung: Laut Studien des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) liegt Berlins Schülerschaft weit zurück:
- In der Mathematik verfehlen 36,9 Prozent der Berliner Neuntklässler die Mindeststandards im Rechnen.
- In Chemie scheitern 34 Prozent an den Mindestanforderungen, in Physik sind es 27 Prozent.
- Beim Leseverstehen (Fach Deutsch) schaffen 41 Prozent der Neuntklässler den Mindeststandard nicht.
- Orthografie (Rechtschreibung): Fast die Hälfte aller Berliner Viertklässler verfehlt in der Grundschule die Mindestanforderungen beim fehlerfreien Schreiben.
- Mathematik: Rund 34 Prozent der Grundschüler erreichen nicht das mathematische Mindestniveau.
Armes Deutschland, das eine solche Hauptstadt hat!
Das Schlimme ist nur, dass eine rote oder dunkelrote oder grüne Bildungsministerin diesen freien Fall Berlins im Egalisierungs- und inflationär praktizierten Einbürgerungswahn noch weiter beschleunigen wird. Soweit hier überhaupt noch etwas beschleunigt werden kann.



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Auf das Geschwafel der Berliner Politblase gebe ich keinen Pfifferling mehr. Die Leistungen der Schüler bilden doch schon ein Abbild der Eltern bzw. Wähler ab. Und wer dann die Hängematten-Politik für Dazugereiste und Arbeitsscheue vertritt, hat deren Wahlstimmen sicher. Die Linke führt in Berlin? Mich wundert das nicht. Die Linke war schon immer herausragend bei allem, was sich auf Kosten anderer so leistungslos abgreifen läßt. Hauptsache Gefolgstreue und Geßler-Hut. Die wenigen Verbliebenen in Berlin, die es sich leisten können ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, werden das Ruder nicht entsprechend herumreißen können. Wenn es denn überhaupt noch Menschen in Berlin… Mehr
> Das Schlimme ist nur, dass eine rote oder dunkelrote oder grüne Bildungsministerin diesen freien Fall Berlins im Egalisierungs- und inflationär praktizierten Einbürgerungswahn noch weiter beschleunigen wird.
Einbürgerungen braucht man nicht zu beschuldigen – man braucht nur zu schauen, wie exzessiv der Wessi-Bio-Michel jegliches Denken verweigert (was Westberlin inkludiert). Da beim Homo Sapiens dieses Sapiens entscheidet – schlechte Voraussetzungen, sich in der Evolution und in der Weltgeschichte zu halten. Ein Wunder eher, dass es bisher so lange gedauert hat.
Es gibt ein Land, in dem das Bildungsniveau noch tiefer gelegt wird als hier und „Universität“ offenbar auch eine andere völlig Bedeutung hat: „Bericht: Baerbock wird Professorin in New York – Die frühere Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) wird laut Table Briefings Professorin an der Columbia University in New York. Die auf drei Jahre angelegte Zusammenarbeit soll im Herbst beginnen. Sie will zu internationaler politischer Führung lehren und als Vortragsrednerin arbeiten, berichtete das Portal unter Berufung auf Parteikreise.“
Herr Kraus, was schreiben Sie da? Zitat- Die Linke/Ex-SED liegt vorne. Um Platz zwei ringt die CDU mit den Grünen. Etwas abgeschlagen auf Platz vier folgt die SPD.-Zitatende. In den Umfragen liegt die AfD zwischen Union & Grünen.
„Armes Deutschland, das so eine Hauptstadt hat!“
Anteil Berlins am BIP Deutschland:
(MINUS!!!)-0,2% – noch viel zu reiches Deutschland, das sich so eine Hauptstadt leistet!
Was für ein unfrohes Gesicht. Warum sehen diese Bürokraten-Trinen, diese Linken und diese Berufs- und Bildungsversager nur alle so öde aus? Oder ist Politik heute der Wettbewerb um das dümmste, langweiligste oder hässlichste Gesicht geworden?
Man könnte natürlich auch eine der SPD oder Grünen-Trinen zitieren, deren Name man sich nicht merken muss: „Hass macht hässlich!“. qed.
Was will und würde der Autor denn anders machen? Ich möchte zwar weder, dass die CDU weiter regiert, noch halte die Senatorin für eine passende Besetzung ihres Ressorts, aber erkenne außer jede Menge Click Bait nichts im Beitrag, was über das übliche hochmütige Berlin-Bashing hinausginge.
Kalkutta an der Spree…
Die Zahl „fehlender Lehrer“ kann man einfach verringern indem man Stellen streicht.
> Beim Leseverstehen (Fach Deutsch) schaffen 41 Prozent der Neuntklässler den Mindeststandard nicht.
Braucht man nicht – KI bietet die Vorlesefunktion. Wenn man diese für delegitimierende Texte sperrt, sorgt man für Reinheit staatstragender Gedanken. Doppel plus gut!