Droht der offene Krieg? Putins Spiel mit dem Feuer

Der Konflikt hat die Ebene des Rationalen bereits auf beiden Seiten verlassen. Es geht nicht mehr um klassische Interessenpolitik zwischen konkurrierenden Staaten, sondern um die Frage des Gesichtsverlustes. Die NATO kann nicht mehr zurück – und Putin kann es auch nicht, will er nicht als Gescheiterter enden.

IMAGO / ITAR-TASS
Wladimir Putin (m.) mit Generalstabschef Gerasimow (l.) und Verteidigungsminister Schoigu bei gemeinsamen Manövern mit Weißrussland, 13. September 2021

Droht Wladimir Putin nun mit offenem Krieg? Erst vor wenigen Tagen schrieb ich über das mögliche Kuba-Szenario, dass dem russischen Präsidenten vorzuschweben scheint. Unmittelbar danach veröffentlichte Putin einen sogenannten Forderungskatalog an „den Westen“ – eine Liste von durch die NATO unerfüllbaren Ansprüchen, will das westliche Verteidigungsbündnis nicht seine eigenen Grundsätze verraten. So verlangt der Kreml, die NATO möge ihre militärische Infrastruktur auf die Positionen von 1997 zurückziehen. Damit wären alle ehemaligen Staaten des Warschauer Pakt faktisch aus der NATO expediert und die EU am Ende – nicht vorstellbar, dass Putin allen Ernstes glaubt, eine solche Forderung durchsetzen zu können. Denkbar allerdings, dass er tatsächlich ein Kuba-Szenario erträumt und darauf setzt, mit Maximalforderungen zumindest einen von ihm gewünschten Status Quo durchsetzen zu können. Die Reaktionen der NATO allerdings ließen ihm wenig Hoffnung, auch wenn die Appeaser im Westen nicht zu unterschätzen sind.

Am Montag der Weihnachtswoche nun legte Putin nach. Bei einem Treffen mit der Militärführung stellte er fest: „Im Fall einer Fortsetzung der ziemlich aggressiven Linie unserer westlichen Kollegen werden wir mit adäquaten militärisch-technischen Maßnahmen antworten.“

Schuld am Krieg sei die NATO

„Ziemlich aggressive Linie unserer westlichen Kollegen“? Damit meint der Russe nicht nur die Unterstützung der gewählten ukrainischen Regierung durch die USA. Tatsächlich hatte US-Präsident Joe Biden den Ukrainern im September Militärhilfe in Höhe von 60 Millionen US-Dollar zugesagt und als Ziel die „bessere Verteidigung gegen russische Aggressionen“ genannt. Damit soll sich die Militärhilfe, mit der Washington Kiew unterstützt, laut US-Angaben seit 2014 auf aktuell 2,5 Milliarden Dollar belaufen. Zudem ließ Biden wissen: „Die Vereinigten Staaten bekennen sich weiterhin entschieden zur Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine angesichts der russischen Aggression.“ Was konkret das bedeutet, wird jedoch nicht gesagt – für Russland allerdings steht fest: Erzfeind USA will nach Skandinavien und dem Baltikum nun auch über die Ukraine unmittelbar an Russlands Grenzen heranrücken.

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Hannibal ante portas ist für Putin eine unzulässige Vorstellung. Deshalb sein Engagement gegen die EU in Weißrussland und der Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Da in Putins Denken für republikanische Selbstbestimmung ehemaliger Sowjetvölker kein Platz ist – Geheimdienste kennen keine souveränen Menschen –, bewegt sich seine Welt ständig im globalen Ränkespiel. Hier ganz Realist, sieht er zudem Politik und Militär ausschließlich als Instrument zur Durchsetzung der eigenen Interessen, welche er für Russland definiert. Dazu gehört in Putins Machtverständnis des 20. Jahrhunderts ein Sicherheitskorridor von Vasallenstaaten, in denen der Gegner nichts zu suchen hat.

Russlands Machteinfluss nach 1989 zurück auf Status 1910

Es ist nicht nur Weißrussland, das der Herr im Kreml nun zu seinen Gunsten gegen die demokratische Volksbewegung sicherte, und die Ukraine, deren Verlust er nicht zulassen will – es sind auch jene bereits unter das Dach der NATO geschlüpften ehemaligen Vasallenstaaten im Herzen Europas und am Schwarzen Meer, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ihre Unabhängigkeit zurückerlangten und die Putin nicht verloren geben mag. Hinzu kommt: Auch auf dem Balkan scheint sein Versuch, ehemals blockfreie Regionen in seinem Dunstkreis zu halten, weitgehend verloren. Im stets westorientierten Kroatien sowie Slowenien ohnehin – doch mit dem NATO-Beitritt von Albanien, Montenegro und Nordmazedonien sind Putins Ambitionen, seinen Einfluss bis an die Adria auszudehnen, gescheitert. Nur das traditionell Russland-affine Serbien schwankt, da es im Falle einer offenen Annäherung an Russland seine Chance, an die Fleischtöpfe der EU zu kommen, aufgeben muss. Doch Putin hat dort einen Fuß in der Tür: Erst im November übergab er den Serben Panzer und Kriegsfahrzeuge im Wert von 75 Millionen Euro.

Für Putin sind die Beitritte zuletzt der Balkanstaaten Teil der NATO-Aggression, während er sein eigenes Bemühen, dort Fuß zu fassen, als einen Akt der Selbstverteidigung versteht.

NATO-Aggression versus russische Selbstverteidigung

Aggression war so auch die Aussage des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg im Oktober, wonach das Nordatlantikbündnis jederzeit bereit sei, den Partner Finnland als Mitglied aufzunehmen. Um einen entsprechenden Wunsch der früheren Zarenprovinz zu beflügeln, wies Stoltenberg noch einmal eindrücklich auf den Unterschied zwischen Mitglied und Partnerschaft hin: „Artikel 5 legt fest, dass ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf die Allianz gilt. Wenn man kein Mitglied der Allianz ist, gilt Artikel 5 nicht. Darin besteht auch der Unterschied im Status eines Partners.“ Will sagen: Greift Russland das EU-Land Finnland an, besteht keine vertragliche Verpflichtung der Allianz, gegen den Aggressor vorzugehen. Dieses ist eben auch der Grund, warum die Ukraine flehentlich um jene Aufnahme bittet, die Putin um jeden Preis zu verhindern sucht.

Die Ukraine – Moskaus Kuba?
Russland fühlt sich zunehmend von der NATO eingekreist und hat im Osten seines Großreichs zudem einen potentiellen Gegner, der ebenfalls durch keine Pufferstaaten von der Föderation getrennt ist. In gemeinsamen Manövern, die beiden Seiten vorrangig dazu dienten, die militärische Leistungsfähigkeit des anderen einschätzen zu können, wurde der Welt ein einvernehmliches Miteinander der beiden asiatischen Großmächte zelebriert. Seinen Anspruch auf die im 19. Jahrhundert militärisch abgezwungenen Nordterritorien allerdings hat Peking niemals aufgegeben – und die Vorstellung, künftig nicht mehr für sibirisches Gas und zentralasiatischen Weizen an Russland zahlen zu müssen, hat durchaus eine gewisse Attraktivität. Zwar steht im Reich der Mitte gegenwärtig der pazifische Konflikt mit den USA im Vordergrund – die behutsame Übernahme der ehemaligen Mandschu-Provinzen obliegt bis auf Weiteres den chinesischen Einwanderern, die beharrlich nach Sibirien einsickern.

Potentielle Bedrohungen im Westen wie im Osten

Putin hat insofern ein doppeltes Problem, bei dem er sein Reich von zwei ungleichen Riesen bedrängt sieht. Mit dem Östlichen der beiden glaubt er sich gegenwärtig in einem halbwegs gedeihlichen Einvernehmen und erwartet dort keine Zuspitzung, sollte der Konflikt zur NATO an Schärfe zunehmen. Vielmehr geht Moskau davon aus, dass Peking kein Problem damit hätte, wenn der kühle Krieg zwischen NATO und Russischer Föderation allmählich wärmer wird. Doch die Geschichte lehrt, dass auf solche Bauchgefühle wenig Verlass ist – und manch Analytiker im Westen sieht in der engen wirtschaftlichen Bindung des roten Reichs am Gelben Fluss an den Absatzmarkt EU eine Sicherheitsgarantie. Realistischer allerdings dürfte im Ernstfall eine Pekinger Abwägung des territorialen Gewinns sein – und dabei könnte die Übernahme des russischen Ostens wesentlich attraktiver sein als die Unterbrechung der Handelsbeziehungen zur EU.

Ein heißer Krieg, der von Russland gegen die westlichen Verbündeten ausgeht, scheint vor allem Europas Politikern dennoch unvorstellbar. Gleichwohl: „Adäquate militärisch-technische Maßnahmen“, das klingt nach deutlich mehr als nach Sanktionen oder Diplomatenausweisung. Das kann auch der jeweils kalkulierte Waffengang sein, wenn Russland sich bedroht sieht. Und das tut es nicht zuletzt aufgrund der Aussagen Stoltenbergs, wonach das Verhältnis der 30 NATO-Mitglieder zur Ukraine ausschließlich von diesen und sonst niemandem bestimmt werde. Dagegen, so auch Vizeaußenminister Sergej Rjabkow, werde Russland „kämpfen.“

Aus dem Krieg der Worte ein Waffengang mit ungewissem Ausgang?

Tatsächlich besagt die 2014 veröffentlichte „Putin-Doktrin“, dass in angrenzenden Staaten „eine Politik, welche die Interessen der Russischen Föderation bedroht“, als „militärische Bedrohung“ eingestuft werde. Damit wird bereits eine Revolution wie 2014 in der Ukraine oder ein Aufstand wie in Weißrussland zum Anlass eines russischen Militäreinsatzes.

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Umso mehr gilt dieses, wenn Russland in einem solchen „angrenzenden Staat“ militärische Aktivitäten des Feindes zu erkennen meint. Russland betrachtet das NATO-Engagement in der Ukraine als eben solche Bedrohung seiner Interessen. Deshalb definiert Putin eine militärische Intervention in dem nach Westen orientierten Land nicht als Angriffskrieg, sondern als Verteidigungsmaßnahme: Aus Sicht Russlands im Sinne des Völkerrechts legitim – und jedwede Reaktion des Westens, gleich ob militärisch oder wirtschaftlich, wäre der nächste Akt westlicher Aggression.

Noch ist es ein Krieg der Worte und des subversiven Vorgehens – doch beide Seiten haben sich längst in eine Situation manövriert, aus der es kein Entkommen gibt.
Gehen NATO und EU auf Putins Forderungen auch nur ansatzweise ein, indem sie – vergleichbar der Kuba-Krise – auf jede weitere Unterstützung der Ukraine verzichten und den diktatorischen Status in Weißrussland ebenso akzeptieren wie einen NATO-Nichtbeitritt Finnlands und weiterer, potentieller Partner, dann verraten sie sich selbst und jene Völker, die im Vertrauen auf das westliche Wohlstands- und Selbstbestimmungsangebot fort von Moskau streben.

Putin pokert mit zu hohem Einsatz

Moskaus Forderungen sind für die NATO nicht akzeptabel. Putin sollte das wissen, auch wenn er meint, besser pokern zu können. Darin liegt die eigentliche Gefahr, die Russland derzeit beschwört. Putin hat sich in eine Position manövriert, aus der es für ihn persönlich kein Entkommen mehr gibt. Er kann sich nicht durchsetzen, weil dieses die Selbstvernichtung der NATO bedeutet. Und er hat mit dem Säbelrasseln den Korridor für diplomatische Lösungen kontinuierlich eingeengt. Selbst eine Aufgabe der Ukraine würde für die NATO mittlerweile einen unzumutbaren Akt der Selbstzerstörung darstellen.

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Damit aber hat der Konflikt die Ebene des Rationalen bereits auf beiden Seiten verlassen. Es geht nicht mehr um klassische Interessenpolitik zwischen konkurrierenden Staaten, sondern um die Frage des Gesichtsverlustes. Die NATO kann nicht mehr zurück – und Putin kann es auch nicht, will er nicht als Gescheiterter enden. In diesem Poker liegen die nächsten Karten fast schon auf dem Tisch, bevor sie gegeben wurden.

Putin wird versuchen, mit weiteren Nadelstichen und Drohungen den Westen weichzuklopfen. Bereits seit September hat Russland das Asowsche Meer zwischen Krim und Festland gesperrt. Am 21. Dezember hat Russland den Erdgasstrom in der Pipeline Jamal-EU umgekehrt – das zweite Mal nach einem entsprechenden Testlauf Anfang November. Putin droht im kühlen Krieg mit einem kalten Winter.

Der Cyberkrieg hat längst begonnen

„Militärisch-technische Maßnahmen“ – dass muss sich nicht auf Einmarsch beschränken. Vielmehr wird Putin darunter neben der Energieversorgungslücke, in die Angela Merkel mit ihrem undurchdachten Atomausstieg und die grüne Klimaideologie die Bundesrepublik gebracht haben, als nächste Schritte die Intensivierung unbewaffneter Angriffe auf die Infrastruktur des Westens verstehen. Der Cyberkrieg, der längst entbrannt ist, wird nach Opfern suchen: Energie- und Wärmeversorgung, Verkehrsinfrastruktur, Gesundheitssystem – alles das sind mögliche Ziele, die Russland für sich selbst als Mittel der Verteidigung definieren und gegen die der Westen wenig ausrichten kann, selbst wenn sie unmittelbar ihren Urhebern zuzuweisen sind.

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Knickt der Westen angesichts der russischen Drohungen und Nadelstiche nicht ein, wird ein Waffengang mit Start gegen die Ukraine kaum noch zu verhindern sein. Putin kann aus dem von ihm letztlich bereits erklärten Krieg nicht ohne einen erkennbaren Teil des Jackpots nach Hause gehen. Genau diesen Jackpot aber kann die NATO ihm um den Preis der eigenen Selbstaufgabe nicht zugestehen. Und deshalb kann es tatsächlich ungemütlich werden.

Einen kleinen, regional begrenzten Krieg der Militärmacht Russland gegen die Ukraine wird es unter den gegenwärtigen Voraussetzungen kaum noch geben können. Denn es wäre nun eben doch kein Krieg mehr um klassische nationale Interessen, es ist ein Krieg gegen den totalen Gesichtsverlust – auf beiden Seiten.

Solche Kriege sind erfahrungsgemäß die gefährlichsten, da sie sich ab einem bestimmten Zeitpunkt jedweder rationalen Argumentation und Logik entziehen. Vielleicht sogar fühlt sich Putin tatsächlich stark genug, einen offenen Krieg gegen die NATO gewinnen zu können. So unterstrich er anlässlich der Eröffnung der „Internationalen Armeespiele“ im August 2021, dass der „Anteil moderner Ausrüstung bei den strategischen Nuklearstreitkräften bereits bei über 80 Prozent“ liege. Dies sei höher als in anderen Nuklearländern der Welt. Und: Zahlreiche Waffen Russlands seien „durch ihre taktischen und technischen Eigenschaften weltweit einzigartig“, soll heißen: Auch der NATO deutlich überlegen.

Es spielt keine Rolle, ob es tatsächlich so ist oder ob hier die berühmten Potemkin‘schen Dörfer gezeichnet wurden. Entscheidend ist, ob Putin selbst daran glaubt – denn dann wird er auch bereit sein, sie einzusetzen, bevor ein drohender, totaler Gesichtsverlust ihn gnadenlos aus der russischen Geschichte expediert.

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Kommentare ( 175 )

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Zeitgenosse
11 Tage her

Grossdeutschland hat im zweiten Weltkrieg Russland trotz vertraglicher Abmachungen überfallen. Russland hat bis zum Kriegseintritt der Amerikaner die Hauptlast des Krieges gegen die Nazis getragen und hatte den höchsten Blutzoll, sowohl unter den Soldaten als auch unter den Zivilisten.Die Kriegsverbrechen sind hinlänglich bekannt.Mein Vater musste in Russland kämpfen, mein Onkel war in Stalingrad. Wir Deutschen sollten gegenüber Russland eine vermittelnde Position einnehmen.Es geht um die Menschen , nicht um die jeweilige Regierung. Ich bin 1947 geboren und schäme mich für die Kriegsverbrechen aber auch für das Verhalten der deutschen Politiker und der Medien. Es kotzt mich an, wenn unsere Politiker… Mehr

Deutschmichel
23 Tage her

Im Gegensatz zu den Salon-Soldaten Bundeswehr, achten die Russen auf die körperliche Ertüchtigung und militärisches Training der Soldaten. Der s.g. Aufmarsch ist eine ganz normale Übung, um in Form zu bleiben. Bundeswehrsoldaten hingegegen zieht mehr zur Burger King als aufs Übungsfeld oder in die Sporthallen.
https://www.spiegel.de/panorama/bedingt-einsatzbereit-deutschlands-fette-soldaten-a-184132.html

MarcoH
23 Tage her

Der Autor macht meiner Meinung nach einen gedanklichen Fehler. Er setzte die Forderung nach dem Status wie im Jahre 1997 mit dem Austritt der betreffenden Länder aus der NATO gleich, was aber falsch ist. Das fordert Russland überhaupt nicht. Fakt ist, eine Truppenstationierung der NATO, insbesondere der USA, ist etwas völlig anderes als die Aufnahme der Länder in die NATO. Gegen letzteres hatte Russland grundsätzlich nichts. Russland hat etwas dagegen dass in den letzten 10 Jahren DIREKT an ihren Grenzen nicht nur tausende Soldaten Panzer und anderes schweres Gerät stationiert wurde, sondern auch Abwehrraketen die es Russland unmöglich machten auf… Mehr

Last edited 23 Tage her by MarcoH
Britsch
23 Tage her

Das Ganze zumm Überlaufen brachte doch die so genannte Maidan „Revolution“ Wodurch wurde dies tatsäöchlich ausgelöst, wer hat diese befeuert? Die Krim ist in der Gegend militärstrategisch enorm wichtig für die Sicherheit Russlands, oder Gegner die Russland klein kriegen wollen. Die ganze Krim ist praktisch Stützpunkt, Truppenbasis. Damals als es um die Unruhen ging gab es auch eine Menge andere Informationen, die etwas ganz Anderes sagten, berichteten als Deutsche und andere westlichen Qzualitätsmedien verbreiten So z.B., daß Leute dafür bezahlt wurden daß sie „demonstrieren“, aufwiegeln und das Täglich. Weiter ist ers bewiesen, daß die „Demonastranten“, um nicht zu sagen Aufwiegler,… Mehr

Dunkelsachse
24 Tage her

So Mancher scheint vergesslich.

Zum Schließen der Gedächtnislücken empfehle ich die Nutzung einer Suchmaschine

„Abmachung 1990: „Keine Osterweiterung der NATO“ || Aussenminister Genscher & Baker“

Oder auch
https://www.youtube.com/watch?v=JXcWVTpQF3k

Richard Kaufmann
23 Tage her
Antworten an  Dunkelsachse

Autor Spahn ist alt genug – sozusagen in meinem Alter – um allein schon aus eigener Erfahrung objektiv urteilen zu können.
Die Aggressivität der Nato (sprich USA) ist kaum zu überbieten. Das Schwarze Meer (früher einige friedliche Pfütze) ist Tummelplatz des Star Spangled Banner geworden. Ukraine kommt nicht zur Ruhe. Im Baltikum rasseln Natosäbel. In Rumänien fahren US-Panzer ohne Unterlass die Ostgrenze auf und ab.

Was täte der Amerikaner sagen, wenn Florida vom Russen besetzt werden würde?! Na, Herr Spahn, Sie sund dran!

Dr. Friedrich Walter
24 Tage her

Nicht Putin spielt mit dem Feuer, sondern die NATO trägt das Feuer immer näher an Putins Haus heran. Wenn Putin daraufhin seine Feuerwehr prophylaktisch in Alarmbereitschaft versetzt, wird uns das als „aggressives Verhalten“ verkauft. Auf diesen Unsinn sollte man nicht hereinfallen.

LadyGrilka55
24 Tage her

„So verlangt der Kreml, die NATO möge ihre militärische Infrastruktur auf die Positionen von 1997 zurückziehen.“ Wurde denn nicht so etwas Ähnliches den Russen bereits 1989 wegen der deutschen Wiedervereinigung versprochen, aber nicht gehalten? Eine NATO-Osterweiterung sollte es nicht geben. Gab es aber trotzdem. Worüber beschwert man sich nun? Was die Angreifbarkeit Deutschlands durch die schwachsinnige „Energiewende“ betrifft: Wer sich ohne Not angreifbar macht, braucht sich anschließend nicht darüber zu beschweren, dass er angegriffen wird. Dass sich Putins „Welt ständig im globalen Ränkespiel“ bewegt, das mag sein. Gilt für die USA etwas anderes? Zu einem Krieg gehören zwei Seiten. Wieso… Mehr

Last edited 24 Tage her by LadyGrilka55
oHenri
24 Tage her

Man stelle sich vor, Mexico, Kuba und Kanada würden dem RUS-Militärbund beitreten wollen – na da würden die Amis aber hyperventilieren. Zu recht, denn damit würde die Reaktionszeit der USA auf Raketen auf unter eine Minute gedrückt. So wie jetzt diejenige der Russen, wenn Raketen in Polen und der Ukraine stehen. Oder noch besser: Alle US-Staaten entlang der Küste verlassen den Bundesstaat USA, und der Rest verliert damit sämtliche Meereshäfen. Was würde da wohl geschehen? Wer weiss noch, wie die USA blind und tollwütig reagierte, als der Krieg, welchen sie sonst in der Ferne führte, einen kurzen Moment auf ihr… Mehr

Last edited 24 Tage her by oHenri
EinDemokrat
24 Tage her

Ich hoffe, das die Natostaaten gute Außenminister haben um die Agressionen in den Griff zu bekommen. Ein Krieg wäre genau das, was niemand haben möchte. Naja, von Deutschland erwarte ich eh nichts, bei der Außenministerin lacht sich höchsten Putin kaputt, aber auch die restlichen NATO-Staaten! Unsere Energie stecken wir lieber ins Gendern!

Kuno.2
24 Tage her

Aus dem Aufmarsch von rund 175.000 Soldaten lassen sich keine Absichten ablesen, da könnte es hilfreich sein auf die russischen Erklärungen zum Thema zu achten. Unser Wissen sollte nicht auf die Erkenntnisse amerikanischer Geheimdienste beschränkt bleiben. Denn diese hatten zuletzt auch behauptet, die afghanische Armee könne noch mindestens ein halbes Jahr den Taliban erfolgreich widerstehen. Dann zerfiel die afghanische Armee sehr schnell und kapitulierte. Die Folgen für den Westen waren und sind verheerend. Heute geben sich in Kabul Russen und Chinesen die Türklinke in die Hand.

oHenri
23 Tage her
Antworten an  Kuno.2

Die amerikanischen Geheimdienste waren ja auch sicher, dass im Irak Massenvernichtungswaffen vorhanden sind, und unvergessen die Brutkastenlüge ….
Die Inkompetenz und infamen Lügereien der US-Gemheimdienste, um damit einen Krieg zu rechtfertigen, ist sie schon vergessen ?