Fast drei Tage war der Nord-Süd-Verkehr von Berlins S-Bahn unterbrochen. Durchtrennte Kabel legten Signale lahm. Deutsche Bahn und Sicherheitsbehörden tauchten erst ab, und verbreiten dann als Ursachen einen versuchten Diebstahl.
picture alliance / dpa | Jörg Carstensen
Wenn Berliner Behörden zu möglichen Anschlägen auf die Infrastruktur erst lange Schweigen, und dann nur Stück für Stück Fakten herausrücken, wird einem die Volksweisheit bewusst: Wer’s glaubt, wird selig.
Womöglich auch im Fall des Anschlags auf die Signalnetze der Berliner S-Bahn zu Wochenbeginn, der den Hauptstadtverkehr auf der wichtigen Nord-Süd-Achse für Zehntausende Bahnkunden im Bereich Gesundbrunnen fast drei Tage lahmlegte. Eine Schlagader im Herzen Berlins war unterbrochen, doch kaum einen Journalisten interessierte es anfangs wirklich.
Am vergangenen Sonntagabend ab circa 21:30 Uhr fuhren die Bahnen nur im Schritttempo oder standen auf der Strecke zwischen Nordbahnhof-Gesundbrunnen-Bornholmer Straße herum.
Ab Montagfrüh war der durchgehende Verkehr komplett unterbrochen. Der Lokalsender rbb erwähnte das nur kurz in den Nachrichten oder dem Verkehrsfunk. Selbst nach 15 Stunden gab es für die Berliner keine Aufklärung über die Ursachen. Dabei genügte ein Anruf bei der S-Bahn und journalistischer Instinkt, um die merkwürdigen Umstände der „Signalstörung im Bahnverkehr“ herauszufiltern.
Tichys Einblick erkundigte sich am Montag gegen 10 Uhr nach den möglichen Ursachen. Die Bahnsprecherin wiegelte zunächst ab, man wisse die Ursachen nicht. Damit hatten sich wohl Agenturjournalisten schnell abgefunden oder lokale Medien noch nicht mal die S-Bahn-Pressestelle gefragt. Auf mehrfache TE-Nachfrage, ob denn Polizei oder Bahnsicherheit ermitteln, musste die Bahnsprecherin dann einräumen, dass Sicherheitsbehörden tätig sind.
Am Ende wusste die Öffentlichkeit fast einen Tag lang nichts darüber, was den S-Bahn-Verkehr als „Signalstörung“ wirklich lahmgelegt hatte.
Es stellt sich also die Frage: Wurden bewusst Informationen zurückgehalten, damit sie nicht in den Zusammenhang mit den seit Jahren anhaltenden linksextremen Anschlägen auf die Infrastruktur der Hauptstadt gerückt werden können?
Diesen Eindruck konnten zumindest zahlreiche Berliner gewinnen: Offensichtliche Geheimniskrämerei ausgerechnet nach dem jüngsten linksterroristischen Anschlag Anfang Januar auf die Energieversorgung von Berlins Südwesten mit tagelangem Stromausfall bei Dauerfrost für 50.000 Haushalte.
Öffentlich-rechtliche Medien nennen das Attentat heute nur noch „Blackout“ und kaschieren so Anschläge der linksterroristischen Vulkangruppe, über die der sonst so eifrig in rechten Milieus schnüffelnde Verfassungsschutz so gut wie keine Erkenntnisse hat.
Und täglich grüßt der Kabelklau – oder war es die Vulkangruppe?
Als eines der wenigen Medien in der Hauptstadt versuchte die Berliner Zeitung am Mittwoch, der „Signalstörung“ eine andere Sicht zu geben: „Vandalismus behindert die S-Bahn“, lautete der Titel und bringt es anders als die staatsnahen Medien schneller auf den Punkt. „Waren es wieder Mitglieder der Vulkangruppe?“ Schließlich sei der Verkehr auf der Nord-Süd-Strecke bis Mittwochmorgen beeinträchtigt, weil Glasfaserkabel durchgetrennt wurden.
„Die Ermittlungen dauern an. Bislang gibt es keine Hinweise auf einen Anschlag“, beschwichtigt Michael Teich, Sprecher der Bundespolizei in Berlin. Dabei ermittelt sogar der Staatsschutz, wie man inzwischen zugeben musste.
Noch ein linksextremer Anschlag im kalten Januar auf die Verkehrsadern Berlins, das darf nicht sein, so gewinnen betroffene Bürger bereits den Eindruck.
Zunächst rückten die Behörden mit der These des versuchten Kabelklaus heraus. Doch warum dauern die Reparaturarbeiten seit Sonntagabend bis Mittwochfrüh dann so lange? „Der Schaden ist erheblich. Zum Teil wurden armdicke Glasfaserkabel durchtrennt“, gesteht ein Bahnsprecher. Die Leitungen müssten wiederhergestellt werden, sonst kann die Signaltechnik nicht funktionieren.
Nur was war wirklich passiert?
Der mögliche Anschlag erfolgte Sonntagabend gegen 21:30 Uhr im oberirdischen Bereich am S-Bahnhof Humboldthain. Berichten zufolge ließ die Deutsche Bahn dort verlaufende Kupferkabel mit DNA-Klebstoff markieren. Wer solche Kabel ins Ausland verkauft, muss damit rechnen, dass ihr Weg mit Hilfe der DNA-Spuren zurückverfolgt und so Hinweise auf die Täter geben kann.
Ob die Täter dieses Risiko eingehen und ursprünglich Kupfer stehlen wollten, weiß keiner und ist daher wenig glaubwürdig, selbst wenn ein paar Kabel fehlen sollten. Ob sie dann noch, wie derweil verbreitet, „aus Wut“ zeitraubend armdicke Glasfaserleitungen zerstörten, scheint noch unglaubwürdiger. „Das ist eine Hypothese, zu der wir uns nicht äußern“, entgegnet die Bundespolizei. Soso.
Daher noch einmal: Die wahre Ursache für die fast drei Tage lang verheerende „Signalstörung“ im Berliner S-Bahnnetz soll nicht ein Kabelklau, sondern nur „aus Wut“ zerstörte armdicke Glasfaserkabel gewesen sein.
Wer soll das angesichts der linksextremen Anschläge auf Bahnanlagen vor allem in Berlin, aber auch Leipzig, Hamburg oder Hannover noch glauben?
Erst Mitte September 2025 ermittelte der Staatsschutz wegen eines Brandanschlags auf ein wichtiges Stellwerk bei Lehrte in der Region Hannover.
Wie üblich bei möglichen linksextremen Anschlägen, wird zunächst verbreitet: „Unklar ist, ob die Tat politisch motiviert war.“ Na klar, die Wörter links, linksradikal oder linksextrem dürfen in diesem Zusammenhang nicht vorkommen. Völlig anders wäre es, wenn nur der Hauch von rechts über einer solchen Tat schwebt. Dann gebe es für Brandmarken wie rechts, rechtsradikal oder rechtsextrem keine Grenzen in den Berichten.
Im Gegenzug bleiben daher zunächst, wie jetzt bei der jüngsten „Signalstörung“ in Berlin, so lange wie möglich Ursachen unklar. Dann scheint es Kabelklau zu sein und dann womöglich ein „aus Wut“ durchtrenntes armdickes Glasfaserkabel.
So könnte man linksextreme Anschläge womöglich auch nennen, nur weil man es nicht aussprechen darf. Berechtigte Zweifel an solchen Erklärungen fallen dann schnell unter Verschwörungstheorien.
Übrigens, die Ermittlungen bei solchen Bahnanschlägen verlaufen meist im Sande – also nix mit „politisch motiviert“, schon gar nicht links, getreu dem Aufklärungsmotto: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.




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Linke- SPD CDU: “ es gibt nur Links AKTIVISTEN, keinen Links Terrorismus „
SED in ehemaliger DDR: “ es wird keine Mauer gebaut“.
SED in ehemaliger DDR: “ die Mauer ist ein Anti- imperialistischer Schutzwall, damit die im Kapitalismus ausgebeuten Wessis nicht in das Paradies des Sozialismus der Deutschen Demokratischen (??) Republik massenhaft hinein fluten “ 🙈🙊🙉
Die Behörden und die Bahn müssen die Bürger schon für total verblödet halten. Wer bitte stiehlt Glasfaserkabel? Damit kann kein Mensch etwas anfangen. Schon gar nicht mit kleinen Stücken. So blöd ist nicht einmal die Klientel, die sonst die Kupferdiebstähle verantwortet.
Ist wie bei ETA oder IRA:
Es gibt einen militärischen und einen politischen Arm.
In Deutschland bilden die Altparteien den politischen Arm – AntiFa & Co. den militärischen…
Und der politische Arm finanziert mit Steuergeldern den militärischen…
Es spricht für den Zustand Deutschlands, dass beides gleich wahrscheinlich ist. „Mobil“ ist nicht nur die ANTIFA.