Das ABC von Energiewende und Grünsprech 38: Der negative Strompreis

Tomaten und Strom, beides zahlt der Kunde. Für Strom auch dann, wenn dieser verschenkt werden muss. Jeder Gemüsebauer wäre schnell pleite, wäre er gezwungen, so zu handeln, wie es deutsche Netzbetreiber und Versorger sind.

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Täglich werden wir mit Begriffen konfrontiert, die im Ergebnis einer als alternativlos gepriesenen Energiewende verwendet werden oder durch sie erst entstanden sind. Wir greifen auch Bezeichnungen auf, die in der allgemeinen Vergrünung in den Alltagsgebrauch überzugehen drohen – in nichtalphabetischer Reihenfolge.

Heute:

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negativer Strompreis, der

Dem alten Gemüsehändler traten immer mehr Schweißperlen auf die Stirn, die in der Abendsonne glänzten. Aber was sollte ich tun? Ihm am Ende des Tages die letzten Tomaten aus Mitleid abkaufen? Er wollte für das Kilo wirklich nur einen Spottpreis haben, aber es lagen noch genügend Tomaten daheim. Sollte ich meine wegwerfen, statt er seine? Schließlich kam er um den Tisch herum und verbesserte sein Angebot, indem er mir die Tomaten samt Tüte schenken wollte. Aber was hätte ich davon, für ihn die Entsorgung zu übernehmen? So betrachtete ich das Gespräch als beendet und wandte mich zum Gehen. Nach wenigen Schritten hatte er mich eingeholt. Einen Euro wolle er mir zahlen, wenn ich die Tüte und Inhalt mitnehme.

Während ich noch sinnierte, was ihn wohl dazu bewogen haben könnte, hatte er schon auf zwei Euro erhöht. Auf dem Heimweg entsorgte ich die roten Früchte im Straßengraben und freute mich über drei Euro mehr in der Tasche, die ich am nächsten Bierstand zum Einsatz brachte. So war der Händler die Tomaten los und ich hatte anstelle der nicht benötigten Tomaten auch einen Vorteil.

Tomaten und Elektrizität

Total unglaubwürdig, die Geschichte? Nein, nicht wenn es sich bei dem Produkt anstelle der Tomaten um elektrische Energie handelt. Bei diesem Wirtschaftsgut gibt es die Besonderheit, dass es zeitsynchron erzeugt und verbraucht oder, korrekt ausgedrückt, umgewandelt werden muss. Der Unterschied im Handel besteht nun darin, dass der Gemüsehändler die nicht mehr verwertbaren Früchte kompostiert oder verfüttert, niemals aber einem Kunden für die Abnahme noch Geld gezahlt hätte.

Anders beim Strom im weltweit einmaligen Energiewendewunderland. An 19 Tagen im Jahr 2016 taten für 97 Stunden die Stromhändler das, was der oben beschriebene Gemüsehändler in seinem Leben nie getan hätte – Ware verschenken und Geld dazugeben. Ein Zeichen erschöpfter Regelfähigkeit des Systems und Folge von Planwirtschaft, die Technologien bevorzugt (Einspeisevorrang), überwiegend fest vergütet und auf Marktsignale nicht gesamtwirtschaftlich sinnvoll reagieren kann.

Als erste Reaktion auf solche Ereignisse kommt von Seiten der Wendebewegten der Vorwurf des „verstopfenden“ Kohle- und Atomstroms. Warum fahren die Konventionellen nicht weiter zurück oder gehen außer Betrieb, wenn zum Zeitpunkt niedriger Last die Regenerativen powern? Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Zur Netzstabilität sind zwingend Systemdienstleistungen erforderlich (Wirk- und Blindleistungsregelung, also Frequenz- und Spannungshaltung). Die Massenträgheit der Turbogeneratoren glättet die Mikroschwankungen im Netz. Die Netzreserve zum kurzfristigen bedarfsgerechten Hochregeln muss erhalten bleiben. Man spricht hier auch vom „Must-Run-Sockel“. Ohne Einbettung in ein stabiles und regelfähiges Netz würden die volatilen Einspeiser das Netz innerhalb von Sekunden kollabieren lassen.
  • Konventionelle Kraftwerksblöcke haben in der Regel Anfahrzeiten im Stundenbereich. Würde man alle Blöcke an einem Standort abschalten, lägen die Anfahrzeiten im Bereich eines Tages. Dann könnte schon längst wieder Flaute sein.
  • Weitere Restriktionen ergeben sich durch die technisch fahrbaren Mindestlasten und die teils nötige Bereitstellung von Fern- oder Prozesswärme für Haushalte und Industrie (wärmegeführte KWK-Anlagen).
  • Für die Betreiber ist es eine wirtschaftliche Abwägung, einige Stunden Verluste in der Hoffnung auf nur kurzfristige negative Strompreise durchzuschwitzen und damit die erheblichen Außer- und Inbetriebnahmekosten zu sparen. Auch die Teilnahme am Regelleistungsmarkt fließt in die Betrachtung der Opportunitätskosten ein. Im Grunde ein betriebswirtschaftliches Problem, das neben den ohnehin niedrigen Strompreisen die wirtschaftliche Situation der konventionellen Kraftwerksbetreiber weiter verschlechtert, erkennbar an den Bilanzen von Stadtwerken und Großversorgern.

Im Jahr 2011 traten an sechs Tagen stundenweise negative Strompreise auf, 2015 an 25 Tagen, Tendenz weiter steigend. Starkwind zu Weihnachten und viel Sonne zu Pfingsten sind bei entsprechend niedrigem Bedarf die besten Voraussetzungen für negative Strompreise.

Bezahlte Geschenke

Am 8. Mai 2016 drückte so viel Wind- und Sonnenstrom ins Netz, dass 352 Millionen Kilowattstunden Strom und 21,3 Millionen Euro den benachbarten Energieunternehmen geschenkt wurden. Mit dieser Strommenge hätte man etwa 117.000 Dreipersonenhaushalte ein Jahr lang versorgen können. Für die deutschen Kunden wurde es teuer, denn der überschüssige Strom kostete sie per EEG 70 Millionen Euro, macht in Summe also 91,3 Millionen. Am 1. Mai 2017 waren es sogar 40 Millionen Euro Geldgeschenk ans Ausland. Für die Strombörse EEX in Leipzig ein „natürliches Phänomen des kurzfristigen Stromhandels“. Die Börse verdient bei jedem Handel mit – auch beim schlechten.

Die Unionsfraktion im Bundestag forderte, man dürfe neu gebauten Wind- und Solaranlagen bei negativen Strompreisen keine Vergütung mehr zahlen. Angesichts der zunehmenden Marktverzerrung kam die Regierung nicht umhin, die bisher für sakrosankt erklärte Einspeisevergütung tatsächlich anzutasten – wenigstens ein klein wenig. Seit 2016 gilt nun für Neuanlagen der Paragraf 24 des EEG, der festlegt, dass Windkraftanlagen größer als drei Megawatt und andere EE-Anlagen größer als 500 Kilowatt installierter Leistung bei negativen Preisen für mehr als sechs Stunden keine Vergütung mehr erhalten. Freiwillig änderte die Bundesregierung das EEG 2016 allerdings nicht. Der zeitweise Stopp der Vergütungszahlung geht im Kern auf Vorgaben der Europäischen Union zum Beihilferecht zurück. Die Umwelt- und Energie-Beihilfe-Leitlinie der EU (UEBLL) untersagt eine Förderung der Stromerzeugung bei negativen Preisen. Ausnahmen sind grundsätzlich zugelassen.

Sanfte Korrektur

Die Windbranche war zunächst bezüglich der Auswirkungen des Paragrafen 24 verunsichert. Erstmalig durchwehte ein leichter Hauch unternehmerischen Risikos die Branche. Befürchtungen zu den Auswirkungen reichten bis zu einer kompletten Unwirtschaftlichkeit zukünftiger Windprojekte. Die Thinktanks der Branche stellten Wirtschaftlichkeitsrechnungen auf, in denen befürchtet wird, dass neue Windkraftanlagen bis 2040 dadurch die Hälfte ihres Profits einbüßen könnten. Schon der betrachtete Zeithorizont lässt erkennen, dass man überhaupt nicht daran denkt, die Stromeinspeisung grund- und regellastfähig, mithin systemkompatibel zu machen. Die rückwirkende Betrachtung ergibt jedenfalls, dass sich Paragraf 24 bisher kaum ausgewirkt hätte. Dennoch grübelt man gegen den Paragrafen an und forderte zunächst seine Abschaffung. Da dies erfolglos war, zieht man Möglichkeiten der Gestaltung in Erwägung, indem man beispielsweise die hohe Einspeisung mit der Folge negativer Preise ab der fünften Stunde durch gezielte Abschaltungen und somit die Wirkung des Paragrafen verhindert. Nach einer Stunde eines Null- oder Positivstrompreises kann man wieder zuschalten und die Uhr läuft wieder los.

Die Tendenz ist deutlich, die Zeiten negativer Strompreise werden zunehmen. Maßgeblichen Einfluss haben auch die Austauschkapazitäten mit den Nachbarländern. Da die Übertragungskapazitäten zwischen Deutschland und Südeuropa nicht ausreichen, sucht sich der Strom oft den Weg über Polen und Tschechien. Diese Länder intervenierten darauf hin beim europäischen Regulierungsverband ACER, der nun die Aufhebung der gemeinsamen Preiszone Deutschland/Österreich durchsetzen will. Sollte diese heute einheitliche Zone aufgeteilt werden, ergeben sich in Deutschland längere Zeiten negativer Preise und für die Endkunden in der Alpenrepublik, die bisher vom niedrigen deutschen Börsenpreis profitierten, höhere Preise.

Energiepolitik bizarr: Während in Brüssel Europa-Politiker von einem baldigen Binnenmarkt für Elektrizität oder sogar einer Energie-Union reden, passiert in der Realität das Gegenteil: Re-Nationalisierung und Fragmentierung des europäischen Marktes, die Errichtung von Grenzen und der Aufbau neuer Handelshemmnisse auf Grund eines deutschnationalen Sonderwegs. Dabei besteht der Engpass nicht in fehlenden Leitungen zwischen Deutschland und Österreich, sondern an mangelnden Trassenkapazitäten zwischen Nord- und Süddeutschland. Verschiedene Strompreiszonen in Deutschland sind politisch allerdings (noch) nicht durchsetzbar.

Es bleibt die spannende Frage, ab wann auf dem Weg zu „100-Prozent-Erneuerbar“ die Regenerativen endlich Verantwortung am System Netz übernehmen werden. Dies wird mit dem Ziel der Gewinnmaximierung der Branche kollidieren, so dass neue Subventionstatbestände oder Umlagen zu erwarten sind.

Was tun?

Wie sähe eine pragmatische Lösung aus? Negative Preise dürften an der Börse nicht mehr zugelassen werden, was bedeutete, alle Einspeiser oberhalb des Must-Run-Sockels ohne Entschädigung abzuschalten, aus Kostengründen die mit den höchsten Einspeisevergütungen zuerst. Dies würde den bloßen und der Versorgungssicherheit abträglichen massenhaften Zubau volatiler Einspeisung begrenzen und vor allem den Druck erzeugen, Systemdienstleistungen bereitzustellen und, noch wichtiger, Speicherkapazitäten zu schaffen. Die mächtige Wind- und Solarlobby wird dies aber nicht zulassen. Eher gehen die Konventionellen in die Insolvenz, um dann vom Staat gerettet und wegen ihrer systemsichernden Rolle auch subventioniert zu werden.

Wirtschaftsgüter, Strom wie auch Tomaten, haben grundsätzlich einen Preis von größer Null, wenn der Markt funktionieren soll. Negative Preise sind die Perversion von Markt, ein Schritt zu seiner Zerstörung und hier eine Folge staatlicher Regulierung, die in eine Planwirtschaft führt.

Der Mörder ist nicht immer der Gärtner, aber in Deutschland ist am Ende immer der Stromkunde der Dumme.

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Kommentare ( 35 )

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Ich muss noch mal auf die folgende Passage des Artikels zurückkommen. Zitat: Anders beim Strom im weltweit einmaligen Energiewendewunderland. An 19 Tagen im Jahr 2016 taten für 97 Stunden die Stromhändler das, was der oben beschriebene Gemüsehändler in seinem Leben nie getan hätte –Ware verschenken und Geld dazugeben. Zitat Ende. Diese Aussage wird besonders brisant, wenn ich an anderer Stelle lese, dass der Autor ein Buch zum Thema Energiewende ( Dunkelflaute ) geschrieben hat. Wo seine berufliche Laufbahn wie folgt beschrieben ist Frank Hennig, Diplomingenieur für Kraftwerksanlagen und Energieumwandlung, verbrachte sein Arbeitsleben in den Kraftwerken eines großen Stromunternehmens und seiner… Mehr
Habe alles verstanden, nur einen Punkt nicht: Wieso sind Wind- und Solarlobby „mächtig“? Womit könnten sie drohen? Haben die benachteiligten Stadtwerke denn keine „natürliche“ Lobby durch ihre kommunalpolitische Verankerung u.a. auch mit kommunalökonomischer Relevanz, was teils auch für große Versorger gilt (RWE), wo Kommunen Halter von Aktien sind? Ist es nicht vielmehr so, dass sich die mandatierte und damit mächtige Politik unsäglich billig verkauft und damit verannt hat aufgrund von Hunden, die nachhaltig durchs mediale Öko-Dorf getrieben wurden? Ist der wahre Hintergrund für das fortdauernde und sogar eskaliernde Desaster nicht der, dass die Politik ihre kolossalen Fehler nicht eingestehen will… Mehr

Warum sind die zurückliegenden Artikeln (< Nr. 36) nicht mehr abrufbar?

vermutlich weil sie nun als Buch veröffentlicht sind

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Die aktuelle Energiepolitik in Deutschland ist Umverteilung auf höchstem Niveau. Dass, was die Linken ja eigentlich immer wollten. Nur leider wird hier wieder von unten nach oben umverteilt. Auch von einem Hartz IV-Empfänger oder Studenten, der ja den gleichen Strompreis zahlt wie der Manager von VW, z.B. in Richtung Herrn Asbeck. Es ist einfach ein neuer Weg gefunden worden, um die Kuh noch mehr zu melken und das unter dem Deckmantel des Klimaschutzes. Klima kann man aber nicht schützen. Und so zahlt der Bürger munter knapp 30ct/kWh und denkt er tue damit der Umwelt etwas gutes. Falsch gedacht, er tut… Mehr

Zu dem Tomatenbeispiel fällt mir gerade noch ein, dass Herr Hennig doch aus den Tomaten Ketchup kochen kann, dann ein grünes Nachhaltigkeitsetikett draufkleben und es dem Tomatenverkäufer teuer verkaufen könnte. Doppelter Gewinn!

Ich glaube, genauso machen es die Österreicher mit ihren Speicherkraftwerken.

Leider führt die zu größeneahnsinnigen neuen Pumpspeicherprojekten. Warum nicht Akkus oder „Power2Gas“ (Druckluftspeicher) nahe den Solar- und Windparks ?

Weil das vom Wirkungsgrad her verheerend ist. Das wurde im vorhergehenden Beitrag in dieser Reihe thematisiert.

Nicht nur die Österreicher machen das so. Lesen Sie mal meinen vorherigen Beitrag, da ist es erklärt wie es gewinnbringend auch
bei uns praktiziert wird.

Das hatte ich eigentlich schon vorausgesetzt, dass die das so machen, denn das ist im Grunde genommen trivial. Aber speichern können die nicht, wie eben z.B. die Österreicher mit den Pumpspeicherwerken.

Speichern müssen die auch nicht.
Wenn die einen Langzeitvertrag am Terminmarkt haben, drosseln die ihre Produktion und kaufen immer dann am Spotmarkt im Viertelstundenraster wenn die Preise dort nahe „NULL“ oder darunter liegen.

Wie gesagt, das ist klar und trivial.

Ob das Frau Kemfert auch weiß?

Frau Kemfert weiß sehr wohl wer mit den negativen Preisen lukrativen Handel treibt.

Man muss es nur lesen wollen wo sie ihre Meinung kund tut.

Zum Beispiel hier.

https://www.derwesten.de/wirtschaft/strom-im-ueberfluss-doch-die-preise-bleiben-oben-id7793303.html
Zitat:
Stromhandel bleibt Riesengeschäft.
Auch wenn die Energiekonzerne darüber klagen, dass ihre Kraftwerke zum Teil unrentabel geworden seien: Mit der Handelsware Strom
erwirtschaftete Deutschland 2012 einen Überschuss von 1,4 Milliarden
Euro.
Allein mit der Systematik des EEG lasse sich nicht erklären, warum die
Strompreise für Millionen Verbraucher weiter steigen, sagt
DIW-Expertin Kemfert. „

noch etwas mal so nebenbei:
Im Beitrag wurde der Begriff Profit genannt. Weil sich alles immer mehr in Richtung Planwirtschaft umwandelt, sollte man den Begriff aus DDR-Zeiten nehmen. Dort sollte auch Profit erwirtschaftet werden. Damit es niemand merkt, hat man den als „Erlösüberschuss“ bezeichnet. Klingt doch viel besser. ;-)))

Beim Verkauf von herkömmlichen Produkten dürfen die Preise nicht mal unter die Einkaufspreise oder Herstellungskosten sinken. Etwa 2006 wurde ein Unternehmen dafür gerichtlich bestraft. Aber haben die Grünen nicht noch etwas bewusst weggelassen? Vor zwei Wochen kam die Meldung, dass der Verbrauch von Schwefelhexafluorid in den vergangenen Jahren extrem gestiegen ist. Als Verursacher wurde die Elektroidustrie genannt. Doch wer ist das und wo braucht man Schwefelhexaflourid? Das wird in Stromanlagen, Verteilerstationen usw. eingesetzt, um Brände zu verhindern. Mehr Wind- und Solaranlagen und den Netzausbau ist mehr Schwefelhexafluorid notwendig. Das soll 22800 mal klimaschädlicher als CO2 sein. Will man das Klima… Mehr

Kommen Sie den Grünen doch nicht mit Logik.

Für den unbedarften Leser klingt es nun wieder einleuchtend und spektakulär was der Autor über die negativen Strompreise an der Börse von sich gibt. Einige unbedarfte Leser werden ihn jetzt wieder mit Lobeshymnen überschütten. Bei Lichte betrachtet sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Es stellt sich un die Frage, ist es Unkenntnis, oder bewusstes Energiewende Bashing, was der Autor hier verbreitet. Nehmen wir die folgende Passage im Artikel. Zitat: Anders beim Strom im weltweit einmaligen Energiewendewunderland. An 19 Tagen im Jahr 2016 taten für 97 Stunden die Stromhändler das, was der oben beschriebene Gemüsehändler in seinem Leben nie getan… Mehr
Sehr geehrter Herr Diehl, Ihre schlichte Art der Argumentation lässt mich wieder einmal entgeistert zurück. Dazu, immer wieder den verschiedenen Themen Versatzstücke entreißen und diese zu einer Scheinlogik verknüpfen. Zwei Beispiele: Der Gemüsehändler steht hier ausschließlich für eine Versinnbildlichung eines ökonomisch gesehen völligen Unsinns. Denn im Gegensatz zur Börse ist er Eigentümer seines gehandelten Produktes. Und steht hier sinnbildlich für den Eigentümer des Stromes. Merke: Geschäftsprinzip der Börse, diese handelt Aktien, Optionen etc. und besitzt diese nicht. Die Börse hat wirtschaftlich und natürlich rechtlich eine völlig andere Position. (Der Begriff Börse ist im Zusammenhang mit diesen Praktiken eh falsch gewählt.)… Mehr
Sie haben jetzt viel geschrieben, um offensichtlich vom Wesentlichen abzulenken.. Es geht darum,dass der Autor den bekannten EEG Bashing Slogan benutzt in dem er schreibt, die Stromhändler müssten Ware verschenken und noch Geld dazu geben. Das ist irreführend .– habe ich freundlich formuliert – zum Ausdruck gebracht.. Tatsache ist, die Stromhändler sind die Gewinner, wenn sie an der Börse ( EEX ) Strom kaufen können, und bei negativen Preisen noch Geld dazu bekommen, weil sie den abnehmen. Die Verlierer sind die Stromproduzenten. Die sind aber auch gleichzeitig Händler. Können somit das wieder rein holen was sie an der Börse zu… Mehr

Sehr geehrter Herr Diehl, Sie haben natürlich recht. Es war sinnlos eine solche lange Argumentation zu führen. Da Sie ja wohl den Inhalt der simplen Geschichte mit den Tomaten nicht nachvollziehen können, wollen.
Wobei, was ist an solch einem Unsinn nicht zu verstehen?
Jemand produziert etwas, wo a priori klar ist, dass das niemand braucht. Und dann werden noch Leute (Sie und ich) damit bestraft, diesen Unsinn mit allen seinen Verästelungen fürstlich zu bezahlen.

Aus diesem Grund (günstigere Preise) auch die 15 % Importquote in AT – die als Argument für die Zerstörung der letzten naturnahen Flüsse durch neue Wasserkraftwerke herhalten muss. Dabei ist die österreichische Stromerzeugungskapazität auch im Winter durchaus ausreichend, es müss(t)en dann eben auch die Wärmekraftwerke mit Voll(Erd)gas gefahren werden. Aktulle Beispiele im Grossraum Graz.

Man kann es kurz machen, wenn Leistung oder Ware nicht nur verschenkt sondern per Geldleistung dem Kunden aufgenötigt werden, hat man es mit reinstem Sozialismus zu tun. Beispiel: Ein Farbfernseher kostete in der DDR ca. 7 Monatsgehälter, ein Brötchen 5 Pfennige. Keine realen Preise, alles subventioniert und per Dekret vorgegeben. Auf diesem Trip befinden wir uns hier und heute und es wird nicht besser, eher wird jeder Sache die Freiheit und der Markt geraubt. Was ist die Ursache? Man muss nicht mehr um die Gunst des Kunden oder des Bürgers werben, man beherrscht ihn mit sozialistischen Ideen, die vollkommen weltfremd… Mehr
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