Die Wertschöpfung trägt das Land nicht mehr

Krisen sind in aller Munde, nur die grundlegende Krise der Wirtschaft nicht: Die Produktivität wächst seit Jahrzehnten immer weniger. Dieser ökonomische Langzeit-Trend ist zur akuten Gefahr geworden.

imago images / Rupert Oberhäuser
Auszubildender an einer Werkzeugmaschine

Es gibt ein auffälliges Missverhältnis zwischen dem täglichen Alarm mit den Corona-Infektionszahlen und dem Mantel des Schweigens, der über die weiter andauernde, schwere Wirtschaftskrise ausgebreitet wird. Diese Krise ist auch gar nicht ursächlich auf den Corona-Komplex zurückzuführen, sondern geht auf Entwicklungen zurück, die schon länger zu beobachten waren. Deutschlands industrielle Vorsprünge (und die damit verbundene Exportstärke) werden schon seit längerer Zeit schwächer. Die Spielräume werden nicht nur enger, weil die weltweite Nachfrage nach deutschen Gütern wegen „Corona“ zurückgegangen ist, sondern auch, weil viele Länder immer mehr Güter selber fertigen können, die sie vorher hierzulande kaufen mussten. Die (fragwürdige) „Überwindung“ der Coronakrise bedeutet also keineswegs eine Überwindung der Wirtschaftskrise. Erst recht kann nicht von einem bevorstehenden „Aufbruch“ die Rede sein.

Es gibt einen Langzeittrend, der die Wachstumsraten bei der Produktivität hochentwickelter Volkswirtschaften seit mehreren Jahrzehnten sinken lässt. Der Internationale Währungsfonds sieht als Ursache den strukturellen Wandel dieser Volkswirtschaften und die Finanzkrise. Aber auch nach der Finanzkrise setzte sich der Trend fort. In einer Untersuchung aus dem Jahr 2018 schrieb das Kieler Institut für Weltwirtschaft, dass in Deutschland nach anfänglichen hohen Produktivitätsgewinnen durch die Wiedervereinigung eine bis heute andauernde Schwächephase begann.

Zwischen 2005 und 2016 war nur eine Produktivitätszunahme von 1 Prozent pro Jahr messbar. Zwischen 2012 und 2015, als die akute Finanzkrise überwunden war, sank diese Zunahme sogar unter 1 Prozent – obwohl beim Bruttosozialprodukt und bei der Erwerbstätigkeit ein stärkeres Wachstum zu verzeichnen war. Hohe Umsätze und starke Beschäftigung besagen also für sich allein nichts über die Fähigkeit einer Volkswirtschaft zur Wertschöpfung.

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In einem Bericht in der FAZ vom 12.3.2018 („Warum wächst die Produktivität kaum?“), der sich auf eine Studie der KfW bezieht, finden sich einige Feststellungen, die aufhorchen lassen. Da ist von „Verschiebungen der Beschäftigung hin zu Branchen mit unterdurchschnittlichem Produktivitätsniveau“ die Rede. Ganz generell scheint hier der Trend zu einer immer größeren Rolle der Dienstleistungen von Bedeutung zu sein. „Von 1991 bis 2016 fiel der Beschäftigtenanteil des verarbeitenden Gewerbes von 25 auf 18 Prozent, während der Anteil des Dienstleistungssektor von 45 auf 59 Prozent stieg.“ Dieser Sektor weist nach der KfW-Studie generell niedrigere Produktivitätszuwächse als das verarbeitende Gewerbe auf. In den einzelnen Branchen gibt es seit 2005 einen Mangel an Wachstumsschüben bei der Produktivität. „Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor hätten diese gegenüber den Jahren 1991 bis 2004 nachgelassen“, werden die KfW-Ökonomen zitiert. Während der Fahrzeugbau und die Nahrungsmittelindustrie als produktivitätsdynamisch eingestuft werden, wies der Maschinenbau eher geringe Fortschritte auf. Aufhorchen lässt auch, dass bei den Dienstleistungen nicht nur einfache, gering qualifizierte Tätigkeiten weniger Produktivitätsfortschritte aufwiesen, sondern hier auch „die Unternehmensdienstleister wie Rechts- und Steuerberatungen und Unternehmensberatungen“ aufgeführt werden. Die „höherwertigen“ wissensbasierten Dienstleistungen sind offenbar weniger produktiv als es den Anschein hat.

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Die Produktivitätsschwäche der entwickelten Länder – Seit den 1970er Jahren gibt es einen Langzeit-Trend, nach dem die Zuwächse bei der Wertschöpfung je Arbeitsstunde immer geringer werden. Sie wachsen noch, aber dies Wachstum hat sich signifikant abgeschwächt. Das gilt für alle hochentwickelten Wirtschaftsregionen (die USA, Japan, EU).

Die „Produktivitätskrise“ ist inzwischen zu einem vieldiskutierten Phänomen geworden, ohne schon den ersten Rang in der medialen Aufmerksamkeit erlangt zu haben. Eine Studie von G. Erber, U. Fritsche und P. Harms (2016) gibt einen Überblick. Die Autoren schreiben: „Der Rückgang der Arbeitsproduktivität begann auch bereits sehr frühzeitig Mitte der 1970er Jahre und hat sich, wie auch die Wachstumsschwäche, relativ stetig bis in die jüngste Zeit entwickelt. Bemerkenswert ist, dass die `Große Wirtschafts- und Finanzkrise´ hier keinen wesentlichen positiven oder negativen Einfluss auf diesen Landfristtrend erkennen lässt.“

Ein Blick auf die Entwicklungen in den USA zeigt, dass auch die Hoffnung, die Digitalisierung würde einen großen Produktivitätsschub bringen, bislang enttäuscht wurde. Ende 2014 und Anfang 2015 ist die Arbeitsproduktivität in den USA, trotz der führenden Stellung bei der Digitalisierung, in zwei aufeinander folgenden Quartalen sogar gesunken. In den drei Jahrzehnten nach dem Krieg stieg die Produktivität in den USA noch um durchschnittlich 2,8 Prozent im Jahr, Nach 1973 halbierte sich die Rate. In den 1990er Jahren und bis 2005 stieg die Produktivität wieder um jährlich 2,5 Prozent. Aber seitdem beobachtet man nur noch geringere Produktivitätssteigerungen und teilweise sogar Rückgänge. Das ist vor allem auch deshalb bedeutsam, weil die sehr hoch gehandelte „digitale Revolution“ offenbar keinen nachhaltigen produktiven Schub entfaltet hat. Jedenfalls keinen Schub, der mit früheren industriellen Revolutionen vergleichbar wäre. Ähnlich sieht es Philip Plickert in einem Artikel in der FAZ vom 30.8.2015 („Die mühsame IT-Revolution“).

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Eine Präzisierung – „Produktivität“ wird hier als Verhältnis zwischen den Gesamtarbeitsstunden und dem Bruttoinlandsprodukt eines Landes gemessen. Dabei geht es um Zuwachsraten bei der Produktivität. Produktivitätsschwäche heißt zunächst nicht, dass die Produktivität absolut sinkt. Aber diese Schwäche ist ein Warnzeichen. Sie deutet darauf hin, dass eine Volkswirtschaft unter wachsenden Druck gerät. Wenn Dienstleistungen in stark wachsenden Sektoren wie dem Bildungswesen und Gesundheitswesen nicht zu einer Erhöhung der Gesamt-Wertschöpfung beitragen, so führt die Volkswirtschaft eine zunehmende Last mit sich. Gleiches geschieht, wenn neue Beschäftigung aufgrund von Umweltauflagen geschaffen wird, die aus der Wertschöpfung des produzierenden Gewerbes bezahlt werden muss. Wenn man große „Transformationen“ der Volkswirtschaft mit umfangreichen Stilllegungen von bestehenden Wirtschafts-Aktivitäten vollziehen will, sollte eine stagnierende Wertschöpfung zur Vorsicht und zur Begrenzung der Transformationen führen. Mit einer schwächelnden Produktivität kann man sich keine großen Wirtschafts-Experimente leisten.

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Die Ökologie als neue Wertschöpfung? – Man kann natürlich alle möglichen „Werte“ im Menschen und in der Natur feststellen, aber diese Werte machen die Menschen noch nicht satt. Die Ökologie handelt nicht von einem Reichtum der Natur, der erschlossen und praktisch wirksam ist. Als ökologischer Reichtum mildert er noch nicht die grundlegenden Knappheiten in dieser Welt. Der verfügbare und damit der ölonomische Wert der Dinge beginnt dort, wo diese Knappheiten berücksichtigt werden. Dazu gehört zunächst das elementare Missverhältnis zwischen den Naturgegebenheiten und den Bedürfnissen (die Begrenztheit und Seltenheit), die den Gütern ökonomischen Wert verleiht. Auf einer zweiten Stufe ist es die Anwendung von Arbeit und Kapital (einschließlich Wissen), die die elementare Knappheit mildern kann, durch Entdeckungen, Erschließungen, Herstellungsverfahren. Dies ist die produktive Milderung der Knappheit, die in der modernen Zivilisation ein geschichtlich bisher nie gekanntes Niveau erreicht. Es ist eine täglich vollbrachte und überhaupt nicht selbstverständliche Leistung. Auch ihre Kräfte und Mittel, das Wissen eingeschlossen, sind grundsätzlich begrenzt und damit knapp. Die ökonomische Wertschöpfung hat daher eine moralische Qualität. Sie muss daher nicht erst von außen moralisiert werden. Sie hat schon als solche eine Moral.

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Schnelle und langsame Perioden der Moderne – Ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte zeigt, dass es hier unterschiedliche Phasen von erheblicher Dauer gibt: expansive Phasen, stagnierende oder sogar rückläufige Phasen. Auch darin kommen die grundlegenden Knappheiten dieser Welt zum Ausdruck. Technologische, wissenschaftliche oder kulturelle Entwicklungen wachsen nicht einfach linear und ihr Wachstum hängt nicht allein vom Willen der Menschen ab. Der Fortschritt kann nicht einfach „gemacht“ werden, wenn die Menschen sich nur ordentlich Mühe geben. Gelegenheiten zum Fortschritt tauchen in ihrem eigenen Rhythmus auf. Dies Auftauchen („Emergenz“) hat seine eigenen Trägheiten und Sprünge. Die Konsequenz ist: Es muss immer konkret geschaut werden, in welchem Szenario man sich in einem gegebenen geschichtlichen Moment befindet.

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Die neuen Gesichter des technokratischen Machbarkeitswahns – Wenn man so argumentiert, verabschiedet man sich von all den Patentlösungen, die heutzutage in Umlauf sind: Dass man nur „weltoffen“ sein müsse. Dass man sich nur „neu erfinden“ müsse. Wie auch immer diese Formeln eines Wirtschafts-Konstruktivismus lauten mögen, sie laufen alle darauf hinaus, dass man sich die Welt machen kann, wie sie einem gefällt. Dieser Kurzschluss nimmt schnell eine polemische Wendung: Man fällt über Nationen, die in Schwierigkeiten sind, schnell das Urteil, dass sie „etwas falsch machen“. In diesem Sinn ist man heute in Deutschland gegenüber den USA, aber auch gegenüber manchem südeuropäischen Land (zum Beispiel Spanien) schnell mit dem Urteil zur Stelle, diese Länder könnten leicht ihre Probleme lösen, wenn sie sich nur ordentlich „um ihre Konkurrenzfähigkeit kümmern“.

Oder „in Bildung investieren“, wie eine andere Patentidee lautet, die insbesondere in Deutschland verbreitet ist. Die Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung setzt, nach einem Bericht von Heike Schmoll in der FAZ (2.2.2017) europa- und weltweit auf Bildungsinvestitionen. Es könnte sich bald zeigen, dass solche Vorurteile auf unser Land zurückfallen. Auch Deutschland ist der gegenwärtigen Periode langsamen Fortschritts und gefährdeter Produktivität unterworfen.

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Produktivität als kostbares Gut – Die deutsche Volkswirtschaft läuft auf eine historische Klemme zu: zwischen hohen Kosten und aufwendigen (Umwelt-)Normen einerseits und der dafür erforderlichen zusätzlichen Wertschöpfung andererseits. Diese Wertschöpfung steht nicht zur Verfügung, weil die nötigen Produktivitätsschübe fehlen. In dieser Lage wäre es verheerend zu glauben, Produktivität sei sowieso nicht mehr so wichtig und gehöre zu irgendeinem veralteten „Wachstumsglauben“. Ganz im Gegenteil: Wenn Produktivität in den Volkswirtschaften unserer Zeit ein knappes Gut geworden ist, wird dies Gut besonders kostbar. Die produktive Basis der Volkswirtschaft muss gehegt und gepflegt werden. Und sie muss von den Lasten befreit werden, die in einem allzu optimistischen Glauben an schnelle Produktivitäts-Fortschritte beschlossen wurden.
Deshalb reichen Steuererleichterungen, wie sie mancherorts gefordert werden, nicht aus. Viel wichtiger ist eine Revision all jener Entscheidungen, die direkt in die produktiven Prozesse eingreifen: durch aufwendige technische Mindeststandards und durch Technologie-Stilllegungen (der Verbrennungsmotor), die schon direkt dabei sind, Herzstücke der deutschen Industrie zerstören. Gewiss gibt es bei der hier dargestellten Produktivitätsschwäche noch manches Fragezeichen. Aber der Fakten-Trend ist eindeutig genug, um das Produktivitätsproblem wieder in den Mittelpunkt der Wirtschaftsdiskussion zu stellen.

Sonst droht Deutschland eine kalte Abwicklung als starke Produktivnation.

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Kommentare ( 66 )

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66 Comments
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Mad Professor
14 Tage her

Die Digitalisierung läuft bereits seit 50 Jahren, und die größten digitalisierungsbedingten Produktivitätszuwächse sind bereits verfrühstückt. Nach meiner Einschätzung bewirkt die Digitalisierung gerade vornehmlich, regulierungsbedingte Produktivitätsminderungen zu verhindern. Man denke an die notwendigen personellen Ressourcen zur Umsetzung der DSGVO. Darüber hinaus ist Digitalisierung häuig nur modisches Geschwätz von Fachfremden, zumindest, wenn es um Akteure aus Hochschulen geht. Vor 25 Jahren hieß die Welle in der Academia noch Multimedia, danach Internetökonomie, usw. Wie ernst meint es die öffentliche Verwaltung mit Digitalisierung? Man schaue sich die Stellenanzeigen des Bundes für den öffentlichen Dienst einmal an – das häufigste Stellenprofil ist der Sachbearbeiter. Und… Mehr

Ralf Poehling
14 Tage her

Fantastischer Artikel, Herr Held. Der wertschöpfende Teil der Wirtschaft wird in Steuerlastlast und oftmals sinnlosen Richtlinien erstickt, der innovative Teil dreht sich im Kreise und wirft immer öfter sinnfreien Quatsch aus, anstatt nachfragebasierte Güter, die das Leben wirklich verbessern. Das Resultat ist ein stetig steigender Anstieg bei Dienstleistungen die eigentlich keiner braucht, ein Wasserkopf in der sich aufblähenden Verwaltung und unnütze Produkte, die dem Konsumenten mit immer stärker werdender Penetranz an die „Backe gequatscht“ werden. Da hilft auch der Massenimport von potentiellen Neukunden nichts mehr. Im Gegenteil, er beschleunigt diese Entwicklung. Was die althergebrachten, systemrelevanten Wirtschaftszweige zunächst brauchen, sind niedrigere… Mehr

seoul
14 Tage her

Mit Riesenschritten in den real existierenden Sozialismus. Selbst die 72 MdB der CDU sehen ein Barutschen in LPGs, wenn dauerhaft KUG gezahlt wird. Wir zahlen eine Menge Geld aus, ohne selbst etwas zurückgelegt zu haben… Die Zinsen aus der Verschuldung werden seit 40 Jahren durch….. Neuschulden bezahlt. Über eine Gesellschaft in Luxemburg, damit die Gläubiger nicht auch noch Quellensteuer zahlen müssen. Wir bräuchten einen Schürer Bericht, der hat die DDR damals hingestreckt.

H. Hoffmeister
14 Tage her

Herr Held, Sie nennen die Kernwirkung jedweder sozialistisch, kommunistisch oder anders kollektivistisch organisierten Gesellschaftsordnung: Nämlich, dass diese Ideologien keine Rücksicht auf effiziente Ressourcenverwendung – sei es Energie, Rohstoffe, menschliche Arbeitskraft – nehmen. Im Ergebnis herrscht in einer Gesellschaft nur der Wohlstand, der ihrer Produktivität (im Sinne real nachgefragter materieller oder dienstleistender Wertschöpfungsequivalente, nicht Pseudowertschöpfung in überflüssigen Bürokratien etc.) entspricht. Und diese Produktivität stagniert nicht etwa nur, vielmehr wird sie durch die Politiken der deutschen Regierung dramatisch verringert. Beispiel: Dass die kWh Strom für den Bürger ein vielfaches dessen kostet, was sie ohne den Politikeinfluss kosten würde, hat nämlich kein Äquivalent… Mehr

Alter weiser Mann
14 Tage her
Antworten an  H. Hoffmeister

Knapp und gut die Entwicklung des pleite gegangenen real existierenden Sozialismus beschrieben. Heute sind es die Energiekosten, etc. in der bankrotten Ex-DDR waren es die Kosten der Grenzsicherung, Stasiüberwachung, etc. welche letztlich den totalen Bankrott herbei führten. In beiden Fällen verbunden mit mangelndem Wachstum und stagnierender Produktivität. Die Planerfüllungen waren doch statistische Lügen. Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich. Nur wird es diesmal eine Währungsrefom sein wie 1948 und nicht wie die Gagawährungsumastellung von 1990 der Ex-DDR welche die Korrektur sein wird.

Lili Moon
14 Tage her

“ „Produktivität“ wird hier als Verhältnis zwischen den Gesamtarbeitsstunden und dem Bruttoinlandsprodukt eines Landes gemessen.“
Wenn ich mir meine letzten 20 Jahre im „produzierenden Gewerbe“ so anschaue – alleine der dokumentarische Aufwand für jeden Kickifurz hat sich vervielfacht. Da kann kein vernünftiges Verhältnis s.o. mehr herauskommen, geschweige denn ein Zuwachs.

k3nzngtn
14 Tage her

Seit ich in den DAX investiert habe, habe ich damit nur Verluste eingefahren, bis ich irgendwann die Reissleine gezogen habe.
Und das war vor Corona.

The Angry Ossel
14 Tage her

Überall, wo auf Feminisierung von Politik und Wirtschaft Wert gelegt wird, geht es steil bergab. Frauen sind zum Kinder kriegen und für Kindererziehung da. Und für nichts anderes.

Judith Panther
14 Tage her
Antworten an  The Angry Ossel

Nix für Ungut, aber in Anbetracht dessen, daß die meisten deutschen Frauen sich aus rein wirtschaftlicher Not das Kinderkriegen inzwischen verkneifen müssen, finde ich Ihr Vorhaben, die Folgen einer, von einem langsam vergreisenden Volk jahrzehntelang herbeigewählten, kinder- und familienfeindlichen Politik jetzt dem Feminismus in die Schuhe zu schieben *** nur noch ein paar Selbstzensur-Sternchen wert.

Katha
14 Tage her
Antworten an  The Angry Ossel

Hahaha – Einspruch. Der dominante Einfluß von sog. emazipierten Frauen und der von ihnen domestizierten Männer auf die Kindererziehung hat Generationen von verweichlichten Dutt-Trägern, verblödeten Handy-Daddlern und verkorksten Schneeflöckchen hervorgebracht und damit einen, in seiner Dimension noch nicht absehbaren, immensen gesamtgesellschaftlichen Schaden angerichtet.
Deshalb: Frauen raus aus der Kindererziehung.

groupie
14 Tage her

Der Artikel beschreibt sehr gut die realistische Gefahr, der seit der Wiedervereinigung sinkenden Wertschöpfung in der Industrie. Doch gilt dieser Zusammenhang in viel bedrohlicherer Weise auch für die Landwirtschaft. Viel bedrohlicher weil die Landwirtschaft primäre Lebensbedürfnisse erfüllt, die Industrie sekundäre. Das hochsubventionierte z.B. Biogas kann man nicht essen. Die dort gebundenen Kapazitäten an essentieller (lebensnotwendiger) Wertschöpfung werden seit Jahrzehnten verbrannt. Solche Sünden rächen sich. Steht schon in der Bibel. Ein anderer unbeachteter Aspekt sind die Probleme, die eine starke Produktivität für unser Land und unsere Gesellschaft während ihrer starken Wachtumsphase verursachte und die bis heute (nach)wirken und im Falle des… Mehr

H. Heinz
14 Tage her

Es ist natürlich auch klar, dass ausgereizte Technologien nicht mehr exorbitante Produktivitätsschübe erreichen können. Wenn dann auch noch Bürokratiehürden, verschärfte Normen und Standards zugunsten irgend etwas hinzukommen wird’s zunehmend schwierig. Das sich in einem solchen Umfeld auch immer weniger Firmengründer finden, die mit neuen Ideen und Wagemut auffallen, insbesondere in den für D so wichtigen Technologiebereichen verwundert nicht. Nur mit Dienstleistungen allein kann sich ein „noch“ Industrieland nicht über Wasser halten. GB musste dies in den Jahren nach Thatcher schmerzhaft erfahren, sie haben allerdings daraus gelernt. Deutschland erfährt es jetzt gerade, ich fürchte allerdings hier wird man es nicht lernen,… Mehr

XXXX
14 Tage her

Wertschöpfung? Habe mal gelesen, wie ein Uni-Professor erklärte, dass die Karriere zu 60% vom Auftreten, zu 30% von Beziehungen und nur zu 10% von den Leistungen abhängt. Da käme Freude auf, wenn die Karriere zu 100% von den Leistungen abhängen würde.