Laschet – Söder x Baerbock : Landtagswahl Sachsen-Anhalt = Merkel-Baerbock 2022

Machen Sie sich nichts draus, nach dem Frühling kommen Sommer, Herbst und Winter - und das gänzlich unbeirrt vom Klimazug der Grünrotdunkelroten mit schwarzgelbem Rähmchen mit dem Lokführer-Duo Mutti & Mom.

picture alliance/dpa
Angela Merkel und Annalena Baerbock im Januar 2020

Ein Leserkommentar zur Kanzlerkandidatin der Grünen gestern auf TE: Auf die Frage des Moderators, ob Angela Merkel noch fest im Sattel säße, antwortete sie: „Ja. Angela Sattel sitzt fest.“

Ein weiterer Leser widersprach einem anderen in seiner negativen Sicht auf Baerbock: Annalena wird erstklassig beraten in Puncto, wo sie hingeht, was sie sagt und wie sie es sagt. Die wittern ihre Chance und werden alles daransetzen, das Ding zu wuppen. Ihr Wahlkampf wird fabelhaft verlaufen, und sie wird Bella Figura machen, dessen dürfen wir sicher sein. Und deshalb wird sie Kanzlerin einer Regierung aus grün, doppelrot und gelb.
Einzig Mutti wäre in der Lage, das zu verhindern. Wenn im Spätsommer die Prognosen zappenduster für die Union geworden sind, könnte sie sich bitten lassen. Dann weiß ich aber auch nicht mehr, wer von beiden schlimmer ist. Da geht dann nur noch eine Steigerung: Kanzlerin Merkel, Vizekanzlerin und Außenministerin Baerbock.

Nach einem Wahlkampf Modell Bella Figura schaut aus, was sich da andeutet. Mit massivster Medienunterstützung ist zu rechnen:

Die Wahrscheinlichkeit, dass Baerbock nach der Bundestagswahl den Kanzlerstuhl be-sitzt, ist für mich deutlich kleiner, als die andere, dass es Merkel weiter tut.

Nein, ich unterstelle der Person M. nicht, dass sie das alles geplant hat, da würde ich sie maßlos überschätzen. Aber dass sie eine solche Gelegenheit ergreift, wie sie immer jede Gelegenheit ergriffen hat, davon gehe ich aus.

Am 12. April schrieb ich: Abtreten ist keine Eigenschaft der Person M. Antreten braucht sie nicht, wenn sie nicht abtritt. Auftreten und behaupten, dass sie nie was anderes gesagt hat, ist eine ihrer leichtesten Übungen.

Ein weiterer TE-Leser meint: Laschet wird meines Erachtens ein 8-Wochen-Kandidat bleiben, der sich im Juni nach dem absehbaren Wahldebakel in Sachsen-Anhalt wieder zurückziehen muss. Das genau dürfte Merkel freuen: Es ist jetzt das Worst-Case-Szenario eingetreten, und sie sitzt weiter im Sattel.

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist in der Tat eine wesentliche Etappe vor der Bundestagswahl. Dass es dort nicht gut steht für die Classe Politique, lässt sich allein daraus ablesen, dass seit 27. Januar keine neuen Umfrageergebnisse veröffentlicht wurden. Ob der Kanzlerkandidat Genannte nach Sachsen-Anhalt weiterhin Laschet ist oder Söder wieder auf der Berliner Matte steht, ist auch nicht ausgemacht.

Nach der Bundestagswahl spielt die Frage, wer Kanzlerkandidat der Union genannt worden war, ohnedies keine Rolle, absolut keine. Es muss nur jemand im Bundestag den Antrag stellen, Merkel zur Bundeskanzlerin zu wählen, geheime Abstimmung und im Kanzlerstuhl bleibt es beim Alten – bei der Alten wäre zu unhöflich, obwohl sachlich und sprachlich korrekt.

Dass eine neue Bundesregierung noch in diesem Jahr zustande kommt, ist weniger wahrscheinlich, als dass sie sich nach 2022 hinzieht. Die politmedialen Manipulationsmöglichkeiten einer immer noch andauernden, nur regional stark gestuften Lockdownserie sind politisch mannigfaltig.

 

Für den Moment jedenfalls tippe ich auf ein Bundeskabinett Merkel-Baerbock oder mit Elisa David gesagt: Mutti-Mom.

Machen Sie sich nichts draus, nach dem Frühling kommen Sommer, Herbst und Winter – und das gänzlich unbeirrt vom Klimazug der Grünrotdunkelroten mit schwarzgelbem Rähmchen.

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Kommentare ( 71 )

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Sonny
5 Monate her

Die Ausbildung in der DDR für Medien und Propaganda muss hervorragend gewesen sein. Und auch sonst scheinen die bei Ausbildungen mehr daran interessiert gewesen zu sein, den Machtapparat zu stärken und das Volk unter der ewigen Knute zu halten.
Folgerichtig war es dann sogar leicht, bei einem einfältigen und selbstgefälligen Staat wie Deutschland das Ruder linksherum zu reißen, um die von Einzelnen gewünschte Politführung und Stärkung der Macht zu zemetieren.
Im günstigsten Fall unter Beifallrufen eines Großteils der Bürger.
Quod erat demonstrandum.

aristoteliker
5 Monate her

Warum sollte Merkel sich noch einmal nach vorne wagen?
Es läuft doch ohnein in ihrem Sinne weiter, 2021 schwarz-grün, 2025 grün-schwarz oder andere grüne Hilfstruppen.
Grundlegend andere Politik ist nur von Politikern zu erwarten, die eindeutig und offensiv dem GEZ Medienkartell entgentreten, also den größtmöglichen Mut überhaupt aufbringen. Somit nicht Laschet und schon gar nicht Söder. Der eine aus Überzeugung, der andere aus Opportunismus.
Daher ist sicher, wie die Wahl ausgeht: ARD/ZDF gewinnen die Wahl, zu 100%

Deutscher
5 Monate her

Mir ist nach einem Gespräch mit einem Grünen-Wähler vom Typ alter weißer Mann, der Baerbock nicht akzeptiert, klar geworden:

Die Grünen haben Baerbock erkoren, weil sie ein Affront ist!

Und jetzt dürfen Sie Überlegungen anstellen, was das bedeutet.

Last edited 5 Monate her by Deutscher
Der Winzer
5 Monate her

Interessante Spekulation, Herr Goergen. Aber das halte ich für eher unwahrscheinlich. 1) Eine weitere Amtszeit als Kanzler wäre für Frau Merkel nur eine Notlösung. Die Dame strebt meiner Meinung nach den Sessel des UN-Generalsekretärs an und weiß nur zu gut, dass sie den Gaul in den letzten 16 Jahren zu Schanden geritten hat … . Warum dann der Anschlag auf den Föderalismus mit dem Infektionsschutzgesetz ? Ganz einfach – weil sie es kann … und in ihren letzten Monaten als (im Übergang zur neuen Regierung möglicherweise länger geschäftsführenden) Kanzlerin keine Lust mehr auf irgendwelche Abstimmungen hat. Dass sie damit einem… Mehr

Last edited 5 Monate her by Der Winzer
Thomas
5 Monate her
Antworten an  Der Winzer

Ich denke eher, daß Merkel noch ein, höchstens zwei Jahre weitermacht und die Staffe dann an Bärbock weiterreicht.

Babylon
5 Monate her

Man muß in der Frage Merkel weitermachen oder nicht, auch die internationale Entwicklung der nächsten Wochen und Monate im Blick haben, z.B. die sich rapide verschlechternden Beziehungen Russland/USA und die Entwicklungen rund um die Ukaine. Möglichweise könnte hier Merkel zu dem Entschluss kommen, weder Laschet, noch einer in zwischenstaatlichen Verhandlungen völlig unerfahrenen Baerbock, das Feld zu überlassen.

Thomas
5 Monate her
Antworten an  Babylon

Deutschland muss sich endlich von den USA emanzipieren und eine eigene Interessenspolitik machen, anstatt ständig die eigenen Interessen zu verleugnen und entgegengesetzt zu diesen zu handeln. Die Grünen sind eine US deep state Partei und werden den US Kurs unterstützen, zB Nordstream 2 abwürgen.

Babylon
5 Monate her
Antworten an  Thomas

Die Grünen sind der Wurmfortsatz der us-democrats. Vielleicht macht ja Habeck den nächsten Außenminister.. Obzwar ne kann ich eigentlich nicht wirklich glauben. Oder doch? Alles albtraummäßig…

AngelinaClooney
5 Monate her

„Bella Figura“ leistet beim Plakat auch Photoshop. Die Grünen haben einen Lauf, den sie nutzen wollen. Spannend bleibt die Frage wie und wohin dieser ZUG letztendlich fährt? Es gab schon einmal einen medialen Hype, der nicht im Kanzleramt landete.

Knipser
5 Monate her

Ausnahmslos alle genannten KandidierendeX sollen und werden sich gegenseitig zerfleischen, bevor es richtig los geht.
Damit hat M ihr eigentliches Ziel in der Sache erreicht und wird sich daraufhin alternativlos und salbungsvoll von ihren fünftklassigen korrupten Kriecherclub und Lebensversagern (früher CDU genannt) im Amt bestätigen lassen.

Last edited 5 Monate her by Knipser
Old-Man
5 Monate her

Es ist nicht aller Tage Abend, es ist der Beginn der „Dauernacht!. Ich habe mir gestern hier und da Aussagen zur neuen „Bundesmutti“ Annalena angehört, nun ja, so feindselig war da nichts dabei. Ich denke auch, man sollte die Kirche im Dorf lassen, die Grünen waren in den Umfragen in denen sie Hoch gehandelt wurden im Verhältnis zum tatsächlich erreichten dann doch immer sehr „zahm“. Wer glaubt also, das es einen Durchmarsch ins Kanzleramt gibt, der könnte sich irren. Ach, und den Armin schon jetzt abschreiben, nur weil der „Bayerngrantel“ nicht zum Zuge kam, auch das könnte verfrüht sein. Zugegeben,… Mehr

Franz Brantwein
5 Monate her

„…nach dem Frühling kommen Sommer, Herbst und Winter“….dem kann ich nicht zustimmen. Oder warum befinden wir uns seit 2005 im Winter?

Rainer12
5 Monate her

interessante Überlegungen…