Ein Zwischenstand in und um den Iran. Sobald es substantiell mehr gibt, folgt die nächste Übersicht. Am Polymarket wird gewettet, den US-Schlag gäbe es vor dem 15. März.
picture alliance / ZUMAPRESS.com | Iranian Presidency
In einem Exklusivinterview mit Channel 12 News vor einer Woche sagte Trump dem Mullah-Regime: Teheran müsse entscheiden zwischen umfassender diplomatischer Kapitulation oder massiver militärischer Intervention.
Inzwischen nähert sich die zweite Flugzeugträgerkampfgruppe USS Gerald R. Ford ihrer Position in der Golfregion. Einen anderen Zweck als Zeit haben die Dealmeldungen wohl nicht. Medialer Kollateralnutzen, wir haben’s ja versucht. Niemand konnte je auf Zugeständnisse der Mullahs setzen, mit denen die sich selbst abschaffen. – Da man bekanntlich zwei Worte nie verwenden darf: „nie“ und „immer“, muss hier notiert werden: Käme es doch zu etwas mit dem Iran genannt „Deal“, wäre es nur eine zeitliche Verschiebung dessen, was sehr viele weltweit jetzt und hier und sofort sehen wollen. Das Ende des „Gottestaates“.
According to current assessments, the carrier could reach a position within strike range of Iran around February 20, signaling a notable… pic.twitter.com/zA8cjtozfe
— WAR (@warsurv) February 17, 2026
Deutsche und österreichische Medien, vor allem des ÖRR, sprechen immer von Flugzeugträgern. Sie sollten ihre Zwangskunden mal aufklären, es handelt sich um Flugzeugträgerkampfgruppen und diese beschreiben. Eine typische US-Carrier-Strike-Group umfasst fünf bis 10 Schiffe, etwa 7.500 Personen und über 70 Flugzeuge. Philipp Mattheis sagte dazu im TE-Börsenwecker, in der Golfregion sei dann ein Drittel der US-Marine versammelt. Die sonstigen in die Großregion auf verschiedene Stützpunkte verlegten Flugzeuge und Spezialeinheiten kommen noch dazu. Anders formuliert, die US haben alles, was für längere Kriegshandlungen nötig ist, bereitgestellt. ++ Und Israel ist natürlich auf alle Eventualitäten vorbereitet.
Militärisch und politisch geht nicht nur um die Atomfrage, sondern um das riesige Arsenal an ballistischen Raketen. Eine geopolitische Änderung nach der Reise von VP Vance nach Armenien und Aserbeidschan ist: Sie können die US nun als Stützpunkte nutzen. ++ Am Polymarket wird gewettet, den US-Schlag gäbe es vor dem 15. März. ++ Was für Wirtschaft und Börsen folgen könnte, sagt der TE-Börsenwecker.
China, Russland und Iran haben Marineschiffe entsandt für gemeinsame Übungen in der Straße von Hormus (oder angrenzenden Gebieten wie dem nördlichen Indischen Ozean/Golf von Oman) unter dem Namen „Maritimer Sicherheitsgürtel 2026“. Ob es mehr sind als Drohgebärden, wird sich herausstellen. Offiziell ist es die achte trilaterale jährliche Übung seit 2019 zur Stärkung der maritimen Sicherheit, Bekämpfung von Piraterie und maritimem Terrorismus, Üben der Koordination und taktischen Einsatzbereitschaft der schnellen Reaktionsfähigkeit und Durchführung von Such- und Rettungsaktionen.
Das potentielle Risiko ist hoch. Die Entfernung zwischen den Schiffen ist oft nur 50 bis 300 km. Die Straße von Hormus ist selbst nur 33 bis 90 km breit, in ihr begegnen sich ständig kommerzielle Schiffe, US-Patrouillen, IRGC-Schnellboote und nun auch russische und chinesische Einheiten.
Das strategische Aufklärungsflugzeug RC-135V Rivet Joint der US-Armee, das am Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar stationiert war und Aufklärungstätigkeiten im Persischen Golf durchführte, wurde auf dem Luftwaffenstützpunkt Souda Bay auf Kreta gesichtet – außerhalb der Reichweite iranischer Raketen.
Im Iran setzt das Mullah-Regime die Unterdrückung fort. Oppositionelle berichten, Regimekräfte durchkämmten das Dorf Chenar Asadabad in der Provinz Hamadan, verhafteten Hunderte, hatten schwere Maschinengewehre dabei aus Angst vor Protesten bei den vierzigtägigen Zeremonien für die Getöteten bei der jüngsten Demonstrationswelle. Andere Oppositionsquellen berichten, das Regime bereitet eine weitere Internetabschaltung vor, wenn erneut Unruhen ausbrechen. ++ Mashhad. ++ Lahijan. ++ Teheran. ++ Pahlavs Rede in München wird unter der Hand verbreitet.
Mullah-Außenminister Araghchi bestreitet Hinrichtungen, doch Informationen von Israel Hayom deuten in den vergangenen zwei Wochen auf Online-Prozesse hin, bei denen Familien von rund 3.000 Demonstranten gezwungen wurden, Lösegeld für die Leichen ihrer Angehörigen zu zahlen. Oppositionsquellen berichten von einem großflächigen Einsatz iranischer Sicherheitskräfte in der Shariati-Straße in Teheran. Hintergrund war die Angst des Regimes vor einem Ausbruch von Protesten vor den Gedenkfeierlichkeiten zum 40. Tag seit dem Tod der vielen Demonstranten, die im Januar durch Regimefeuer getötet wurden. ++ Eine massive Kapitalflucht ist im Gange.
Rep-Senator Lindsey Graham, der den Iranern in München baldige Hilfe versprach, stellte noch einmal dar, warum sich nur wenige sunnitische „Verbündete“ im Nahen Osten der geopolitischen Realität des arabisch-muslimischen Nahen Ostens stellen wollen.
Indien hat in diesem Monat drei von den US sanktionierte Öltanker beschlagnahmt, die mit dem Iran in Verbindung stehen, um den illegalen Handel einzudämmen, sagte eine Quelle Reuters. Die Beschlagnahmung folgt der Klärung zwischen US und Indien, wonach Washington die Einfuhrzölle auf indische Waren von 50% auf 18% senkte, nachdem Neu-Delhi zugestimmt hatte, die russischen Ölimporte zu stoppen.
Das ist der Zwischenstand in und um den Iran. Sobald es substantiell mehr gibt, folgt die nächste Übersicht.
Überigens für langfristig Interessierte: Fällt das Mullah-Regime, will Sultan Erdoğan dessen Rolle in der Großregion übernehmen. Das kann er vergessen. Wird der Iran säkular, ändert das die Koordinaten zwischen Mittelmeer und Kaspisee grundlegend, nicht nur militärisch, sondern weltwirtschaftlich, geopolitisch und kulturell.

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