Warum soll jetzt bei Corona helfen, was bisher nicht half?

Wenn die Maßgeblichen bereits aus ihrer Sackgasse einer Corona-Politik des immer noch mehr vom Wirkungslosen mit teils nicht zu unterschätzenden Neben- und Folgewirkungen nicht herausfinden, besteht auf allen anderen Problem-Schauplätzen noch weniger Hoffnung, als es ohnehin schon gibt.

IMAGO / Steinach

Die aktuellen Pläne der Ampelregierung, dargestellt von Max Roland auf TE in „Wer sollte diese Partei noch wählen? Und warum? kommentierte ein Leser mit diesen Worten:

»Drei Monate seien ein Zeitfenster, in dem man ‚wahrscheinlich gut geschützt‘ sei, so der Gesundheitsminister.
Alle drei Monate eine nur bedingt zugelassene Spritze mit inzwischen bekannten Nebenwirkungen für einen „wahrscheinlich“ guten „Schutz“ gegen was überhaupt? Nicht gegen Infektion, nicht gegen Weitergabe der Infektion, nicht gegen Erkrankung, nicht einmal gegen Tod „an oder mit Corona“. Gegen was also bei einer Krankheit, die nur für 0,2 % Infizierte – bei Vorerkrankung und hohem Alter – tödlich verläuft? Warum sollte sich ein junger Mensch den Nebenwirkungen aussetzen? Man kann das nur noch als völlig verrückt bezeichnen. Und die FDP macht diese Posse mit.«

Wenn ein Leser so selbsterklärend argumentiert, ist es notwendig, ihn nicht zu kommentieren, sondern ihm schlicht zuzustimmen.

Stephan Paetow fasst seine aktuelle Blackbox-Anmerkung über Karl Lauterbachs aktuelle Corona-Infektion nach vier mRNA-Injektionen in diese Worte:

»Ein vernunftbegabter Mensch würde nun an Lauterbachs Stelle das Impfgeklingel noch einmal überdenken, oder wenigstens die Preise mit Biontech nachverhandeln.«

(Dass auch Annalena Baerbock und Joe Biden nach vier Dosen an Corona erkrankten, merkte Paetow an.)

Nach allen Erfahrungen muss ich davon ausgehen, dass selbst das persönliche Erlebnis der Unwirksamkeit von vier mRNA-Injektionen zu keinem Überdenken führen wird, sondern der glossierende Kommentar eines anderen Lesers die Richtung der kommenden Corona-Politiken weist:

»Die Forschung zeigt, dass die dritte Dosis die Immunität erhöht, so dass wir nach der vierten Dosis geschützt sind. Sobald 90 % der Bevölkerung die fünfte Dosis erhalten haben, können die Beschränkungen gelockert werden, da sich die Seuche dank der sechsten Dosis nicht mehr ausbreitet. Ich bin ruhig und glaube, dass die siebte Dosis unsere Probleme lösen wird und es keinen Grund gibt, sich vor einer achten Dosis zu fürchten. Die klinische Phase II der neunten Dosis bestätigt, dass die Antikörperspiegel nach der zehnten Dosis stabil sind, und in allen Bundesländern, in denen die elfte Dosis verabreicht wurde, hat sich das Virus nicht ausgebreitet, so dass es keinen Grund gibt, die Idee einer zwölften Dosis zu kritisieren! ….«    

Ein dritter Leser schrieb im selben Zusammenhang:

»Ich schätze mal – das sollte einmal objektiv ermittelt werden –, dass sich 60 bis 80 % der Geimpften nicht aus medizinischen Gründen, sondern rein aus sozialen Gründen haben impfen lassen. D.h. um der staatlich verordneten Corona-Repression und der asozialen Ächtung nicht zum Opfer zu fallen. Das ist ein himmelschreiender Skandal.«

Harald Martensteins Anmerkungen zu den neuen Corona-Politik-Plänen auf welt.de klingen ähnlich sarkastisch:

»Um am sozialen Leben in Deutschland wie einst im Mai teilzunehmen, sollte man sich alle drei Monate impfen lassen, darauf läuft es letztlich hinaus. Oder man lässt sich einen Zugang legen, eine Kanüle mit einem Schlauch, aus dem ununterbrochen Impfstoff in den Körper fließt.«

Anderswo geht’s so, wie es immer schon gegangen wäre, gäbe es keine Einmischung der Politik in die Späre der Medizin, worauf Klaus Stöhr aufmerksam macht:

Noch ist nicht bekannt, was die Ampelregierung in Herbst und Winter an Corona-Politik tatsächlich tun wird. Solange sie aber an Karl Lauterbach als Gesundheitsminister festhält, dürfen die einschlägigen Firmen der Pharmabranche weiter mit satten Gewinnen rechnen.

Das führt dazu, dass ich meine frühere Einstufung der EU-Kommission als Agentur der globalen Konzerne korrigieren muss in: Agentur bestimmter globaler Konzerne.

Corona, Energie, Infrastruktur insgesamt, Sozial- und Gesundheitssystem, Bundeswehr, Schulen und Hochschulen – bitte setzen Sie die Liste fort: Von der Bundesrepublik, in die ich 1966 kam und die nicht vollkommen war, aber recht lebenswert, ist nichts mehr übrig. Schade.

Wenn die Maßgeblichen bereits aus ihrer Sackgasse einer Corona-Politik des immer noch mehr vom Wirkungslosen mit gefährlichen Neben- und Folgewirkungen nicht herausfinden, besteht auf allen anderen Problem-Schauplätzen noch weniger Hoffnung, als es ohnehin schon gibt. Schade.

Aber der alte Spruch muss sich wohl erst erfüllen: Die natürliche Entwicklung eines baufälligen Gebäudes ist sein Einsturz.


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Kommentare ( 35 )

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Sonny
1 Monat her

Die Corona-Politik ist ja auch gar nicht dazu gedacht, die Menschen zu schützen.
Sie ist ein Vorwand für die Verwandlung eines einstmals freiheitlichen Staates in einen autokratischen Parteien- und Polizeistaat.
Aus dieser Sicht ist es nicht überraschend, was hier geschieht.
Insbesondere den jetzigen Regierungsparteien geht der A… auf Grundeis, was den nächsten Winter geht. Die Barbiepuppe der grünen hat ja schon selbst davon gesprochen, dass sie Bürgerkriegsähnliche Zustände im nächsten Winter erwartet.
Da muss vorgesorgt werden, um die Menschen unter Kontrolle halten zu können. Und Corona ist ein prima Vorwand.

Last edited 1 Monat her by Sonny
Physis
1 Monat her
Antworten an  Sonny

Raten Sie mal bei wem ein Aufstand ausbrechen könnte.
Es sind diejenigen, die die Sparappelle entweder gar nicht verstehen, und/oder deren Nebenkosten vom Amt bezahlt werden.
Und der Michel spart dann am Ende des Tages beim Strom und der Heizung…!
PS:
Bei Corona wurden eiligst Informationen in allen möglichen Sprachen verfasst.
Beim Energiesparen habe ich von so etwas noch nicht gehört.

Boehm
1 Monat her

Ich bin 3 mal geimpft, was bringt es, wenn ich mich trotzdem anstecken kann? Soll ich bei jedem Schnupfen oder Husten, mich testen? Dank unserer Regierung werde ich zum Impfgegner und oefter ins Ausland reisen.

KorneliaJuliaKoehler
1 Monat her

Das skrupellose und für die Initiatoren äußerst lukrative Corona-Katastrophen-Geschäftsmodell läuft solange wie geschmiert, bis die Impf-und Corona-Maßnahmen Skeptiker in der absoluten Mehrheit sind. Und das könnte in Deutschland noch etwas länger dauern. Aber leider bleibt uns das Katastrophen-Geschäftsmodell als solches so oder so vorläufig erhalten. Der nächste Lockdown kommt bestimmt. Schließlich ist die durch Vorsatz und Sabotage entstandene Energiemangel-Katastrophe schon in Sicht. Vielleicht in Kombination mit einer, laut WHO, verheerenden Affenpocken-Pandemie, für die der Impfstoff ja auch schon, in hellseherischer Voraussicht und rein zufällig, bereit steht.

luxlimbus
1 Monat her

Die Argumentationen der Impfzwanggegner mögen derweil die Zwingenderen sein, nur gerade deshalb verschließt sich die Gegenseite dem notwendigen Diskurs nun erst recht. Notfalls sich „schlechten Stil“ nachsagen zu lassen, ist allemal bequemer, als das eines „Eingeständnisses“. 

Deutscher
1 Monat her

Wenn der Wasserhahn undicht ist und tropft, einfach ganz aufdrehen: Problem gelöst!

Wittgenstein
1 Monat her

Lieber Herr Goergen, es scheint, Herr Lauterbach liest viele Studien, nur leider die falschen. Und der Regierung insgesamt möchte man anraten, den Kurs schnellstmöglich zu korrigieren, also statt „Follow the Money“ besser „Follow the Science“! Hierzu ein Zitat Dr. Harvey Risch, emeritierter Prof. der Yale School of Public Health: „Aufgrund meiner Gespräche mit anderen Virologen und Vakzinologen glaube ich, die Impfstoffe haben das Immunsystem so weit geschädigt, dass die Menschen langfristig mit höherer Wahrscheinlichkeit COVID und wahrscheinlich auch andere Atemwegserkrankungen bekommen. Diese Schäden haben den Weg dafür bereitet, dass sich die Viren rascher in mehr Stämme entwickeln, was die Pandemie… Mehr

Der Person
1 Monat her

Frauenquoten und andere grundgesetzwidrige Privilegien sorgen nicht dafür, dass Frauen vermehrt in den MINT-Bereich gehen? Das heißt eindeutig, wir brauchen noch mehr Bevorzugung! Die unkontrollierte Einwanderung von Millionen junger Männer bringt keine Fachkräfte ins Land? Das heißt eindeutig, wir brauchen noch mehr Einwanderung! Windkraftanlagen erzeugen nur Strom, wenn der Wind weht, sind also ohne Speicher quasi nutzlos bzw. sogar gefährlich (Überlast)? Das heißt eindeutig, wir brauchen noch mehr Windkraftanlagen! Die Sanktionen gegen Russland haben keinen politischen Einfluß, sondern kosten Deutschland Milliarden? Das heißt eindeutig, wir brauchen noch mehr Sanktionen! Die Corona-Maßnahmen helfen nicht gegen den Virus, sondern schaden den Menschen… Mehr

Mike
1 Monat her

Ich teile leider diese Einschätzung und bin deshalb ausgewandert. Ich bin aber langfristig nicht pessimistisch, denn ich glaube, dass nach einem Zusammenbruch viele der Eingewanderten wieder auswandern werden und viele der Ausgewanderten wieder einwandern werden und eine Gemeinschaft der leistungswilligen Dagebliebenen und Wiedergekehrten die Idee eines liberalen Deutschlands wiederbeleben könnten. Vielleicht unterschätzen sie dann die Gefahren, die von Sozialisten ausgehen, seien sie nun national oder international gesinnt, nicht mehr und wissen sich dagegen zu schützen. Hayek, von Mieses oder gar Roland Baader sollten dann Pflichtlektüre werden, in einem modifizierten Sozialkundeunterricht, in dem ökonomische Grundbegriffe vermittelt werden. Hoffentlich ist dann der… Mehr

Der Person
1 Monat her

Wilhelm Richard Wagner:

„Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun.“

Natürlich bringen die Maßnahmen nichts, deswegen haben die meisten Staaten damit auch überhaupt nicht angefangen bzw. stellen die ein. Genau wie z.B. bei der Einwanderung oder der Energiewende…es ist wieder einmal Deutschland, das als Geisterfahrer unterwegs ist. Dass dem Bürger damit geschadet wird; egal. Und das wird jetzt solange durchgezogen, bis jeder ungeimpfte Deutsche das Land verlassen hat. Bis zum Endpieks.

Peter Gramm
1 Monat her

Diesen Leuten ist alles zuzutrauen. Mit einer nur mit Notzulassung zugelassenen Impfbrühe sollen die Menschen durchgespült werden.Wo ist der Sinn und Nutzen dieser Impforgie. Ein möglicher milderer Verlauf wird behauptet. Die Natur schert sich leider nicht um das Geplauder der Politiker. Sind denn die Affenpocken in der Zwischenzeit beherrscht? Ein Weltärztepräsident, ein ehemaliger Banklehrling und jetzt ein Gesundheitsökonom rühren in dieser trüben Brühe herum ohne Nennenswertes zuwege zu bringen. Die FDP macht aus Machterhaltungsgründen fleissig mit. Nicht der Souverän, sondern der Untertan wird dazu benutzt der Pharmaindustrie enorme Gewinne zu ermöglichen. Der Kampf um die letzten Resourcen im Geldbeutel der… Mehr

Last edited 1 Monat her by Peter Gramm
Anne
1 Monat her
Antworten an  Peter Gramm

„…. Wo ist der Sinn und Nutzen dieser Impforgie. „ Vielleicht ist in Folgendem eine Antwort zu finden. »Die Zukunft des Lebens« – Jacques Attali 1981 (Wirtschaftswissenschaftler und Berater des französischen Staatspräsidenten Francois Mitterand) »In Zukunft wird es darum gehen, einen Weg zu finden, die Population zu reduzieren. Wir fangen mit den Alten an, denn sobald sie 60 bis 65 Jahre überschreiten, lebt der Mensch länger, als er produziert, und das kommt die Gesellschaft teuer zu stehen. Dann die Schwachen, dann die Nutzlosen, die der Gesellschaft nichts bringen, weil es immer mehr von ihnen geben wird. Und vor allem schließlich die… Mehr