Obwohl ständig in Brüssel ständig betont wird, ohne der Ukraine werde mit Russland nicht über Krieg und Frieden gesprochen, fand nun genau das in Wien statt: Im vergangenen Juli haben sich ehemalige Spitzendiplomaten und Sicherheitsberater aus Europa und Russland zu geheimen Gesprächen in Österreich getroffen.
IMAGO / NurPhoto
Ziel war es, mögliche Bedingungen für Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg auszuloten, berichtet aktuell Bloomberg. Und es wird dabei betont, dass ukrainische Vertreter nicht dabei waren. Zu den Teilnehmern zählten der frühere britische Nationale Sicherheitsberater Tim Barrow, der ehemalige deutsche Staatssekretär Markus Ederer sowie der erfahrene französische Diplomat Pierre Vimont. Die Identität des russischen Ex-Offiziellen blieb ungenannt.
Ederer, der bereits als EU-Botschafter in China und von 2017 bis 2022 als Botschafter der Europäischen Union in Moskau tätig war, und Vimont, der Frankreich bei der EU und in den USA vertreten hat sowie als Generaldirektor des Europäischen Auswärtigen Dienstes amtierte, sitzen im Vorstand des schweizerischen Centre for Humanitarian Dialogue (HD). Diese Organisation, die sich auf diskrete Konfliktmediation spezialisiert, soll die Treffen organisiert haben.
In einer Stellungnahme gegenüber der kyivpost.com erklärte das Centre for Humanitarian Dialogue, es arbeite häufig sehr diskret, um Dialoginitiativen zu schützen, die oft unabhängig und ohne offizielle Beteiligung abliefen. Solche informellen „Track-II“-Gespräche gelten in der Diplomatie als bewährtes Instrument: Ehemalige Amtsträger und Experten können Ideen austauschen, ohne ihre Regierungen zu binden. Die Ergebnisse können später in offizielle Kanäle einfließen. Bloomberg zufolge war Wien einer von mindestens zwei Orten, an denen in den vergangenen Monaten ähnliche Begegnungen stattfanden; ein weiteres Treffen zwischen ehemaligen deutschen und russischen Vertretern soll in Baku stattgefunden haben.
Moskau schweigt
Das deutsche Auswärtige Amt erklärte, man sei von den genannten Gesprächen nicht unterrichtet gewesen und sie seien weder im Auftrag noch in Abstimmung mit dem Ministerium geführt worden. Ein britischer Regierungssprecher betonte lediglich, London unterstütze Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden für die Ukraine, kommentierte aber keine Aktivitäten ehemaliger Amtsträger. Das französische Außenministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Dennoch berichtete Bloomberg, dass französische Stellen von dem Treffen wussten und Großbritannien die Initiative begrüßte. Der Kreml äußerte sich nicht dazu.
Während Russland also weiterhin Angriffe auf ukrainische Städte und auf die Infrastruktur führt und die Ukraine noch immer auf die Rückgabe besetzter Gebiete pocht, suchen westliche Hauptstädte nach Wegen, direkte Kommunikationskanäle nach Moskau wiederzubeleben. Formelle Kontakte zwischen der EU und Russland sind seit Kriegsbeginn weitgehend abgerissen. Initiativen wie jene eines Beraters des Präsidenten des Europäischen Rates Antonio Costa, einen eigenen Gesprächskanal aufzubauen, blieben bislang ergebnislos.
In der Ukraine wird dazu an den Grundsatz „Nichts über die Ukraine ohne die Ukraine“ erinnert: Geheimgespräche ohne Beteiligung der betroffenen Partei sorgen für Misstrauen. Die Bundesregierung des neutralen Österreichs kommentierte die aktuell geleakten Gesprächsformate nicht.


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Die Europäer kennen ihre Lage sehr genau und wollen es ändern, bevor sie zwischen allen Stühlen sitzen und zum Schluß den Bach runter gehen und nach außen müssen sie die US-Vorgaben wahren, denn die sind kurz vor dem Ende und können nur noch die Europäer ausbluten lassen um darüber kurzfristige Vorteile zu ziehen, während die Ukrainer bereits in Kramatorsk den Rückzug mit Mann und Maus antreten und Elendsky auch bald verschwunden ist, während die Russen dann über den Rest der Ukraine verhandeln, sobald sie an Dnieper angekommen sind. Das war dann der Anfang der Geschichte Richtung Osten und im Süden… Mehr
Ist okay, die Ukraine ist nicht relevant genug und ohnehin zu korrupt. Selensky wird den Krieg nicht von sich aus beenden so lange Geld fließt.
Wenn der Herr Ederer als EU- Botschafter gearbeitet hat, heißt das dann wohl, daß sich die EU selbst als Staat ansieht.
EUdSSR also. Europäische Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken.
Interessant.
Stellen wir uns vor, die Ukraine wäre ein prosperierendes Land.
Dann könnte die Ukraine hypothetisch die EU in wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Lebensqualität anführen.
Was machen dann die aktuellen Platzhirsche?
Es ist halt einfach so, daß die Eu mit GB das Ende des Krieges kurz nach Beginn verhindert haben. Daß diese Staaten den Krieg in der Ukraine finanzieren,
ohne diese Unterstützung wäre der Krieg längst zu Ende
Eine Frage zum jümngsten „Drohnenangriff“, wenn man mit einer Drohne tatsächlich angriffsmäßig etwas sprengen will, kreist man dann vorher länger über dem Ziel, wie hier, um entdeckt zu werden, oder fliegt man das Ziel nicht direkt an und löst die Sprengung sofort aus?
Es darf keinen Frieden geben! Dann hätte D ein wesentliches Thema weniger und müsste sich mehr dem Asyl- und anderen dringlichen inneren Problemen widmen, die von dem Ukraine-Krieg prima abgelenkt werden.
Auch TE macht immer wieder Propaganda für den korrupten Selenski und seine Gurkentruppe. Die Verhandler hatten Recht: Man setzt sich nicht ernsthaft mit jemand (oder seinen Vertretern) an den Tisch, der vorgibt, mit dem Pimmel Klavierspielen zu können.
Proxys haben nichts zu melden.
Vasallen übrigens auch nicht, wie wir ja an Nordstream merken.
Also, was soll´s?
Na ja – die Ukraine war schließlich so blöde, ehrlicherweise die von den USA herbeigeputschte Staatsführung, die Speerspitze zur Eroberungs Russlands zu machen – mit Unterstützung der EU. Über die Übernahme des russischen Flottenstützpunktes auf der Krim durch die USA bis hin zur Stationierung von US-Atomraketen an der ukrainisch-russischen Grenze. Und so, wie damals 1962 die Sowjets, musste Russland reagieren. Damals – als Reaktion und nicht als Aggression – gegen die Stationierung von US-Atomraketen in Italien und der Türkei die sowjetische Antwort in Kuba. Das aber verschwieg der Westen beflissentlich. Kein Land auf dieser Welt kann es ohne Gegenwehr zulassen,… Mehr
„Die Identität des russischen Ex-Offiziellen blieb ungenannt.“ Vielleicht war auch gar keiner dabei….