Die EU-Kommission baut ihre Finanzierung von sogenannten Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) aus und will so angeblich „Desinformation“ bekämpfen. Daneben sollen Kultur und Medien in Zukunft besonders von EU-Mitteln profitieren, auch um EU-Werte wie „Demokratie“ und „Equality“ zu bewerben.
picture alliance / NurPhoto | Jonathan Raa
Die EU-Kommission ist heftig am Integrieren. Da alles mit allem zu tun hat, muss alles mit allem verbunden werden. Schon im letzten Juni transpirierte aus dem Berlaymont-Bau, in dem Ursula von der Leyen eine Arbeitswohnung besitzt, der Plan zur Vereinigung von zwei bis drei bestehenden Fördertöpfen, samt einem vierten, der eine wichtige Zuständigkeit abgeben soll. Die EU-Kommission will stärker gegen Desinformation vorgehen und dazu Kulturschaffende und Medien mit Fördergeldern versorgen. Die entsprechenden Haushaltsposten werden von rund vier Milliarden Euro (2021-2027) auf 8,58 Milliarden Euro (2028-2034) mehr als verdoppelt. Wenn man den ursprünglichen EU-Werte-Fördertopf betrachtet, dann geht es sogar um eine Versechsfachung der ursprünglichen 1,5 Milliarden.
Im Mehrjahresbudget für den Zeitraum 2028 bis 2034 ist ein neues Programm vorgesehen, in dem mehrere bestehende EU-Fördertöpfe zusammengefasst werden sollen. Unter dem Namen „AgoraEU“ sollen ab 2028 die bisherigen Töpfe CERV („Citizens, Equality, Rights and Values“, 1,5 Mrd. Euro) und „Kreatives Europa“ zusammengefasst werden. CERV diente bisher der „Förderung und dem Schutz der Rechte und Unionswerte“, also eine Art Staatsbürgerkunde via NGOs auf EU-Ebene. Das CERV-Programm bildet sozusagen den Grundstock der EU-Finanzierung von angeblich unabhängigen „NGOs“ und wird nun zu CERV+ aufgeblasen: Mit dem Präfix „Democracy“ wird darauf hingewiesen, dass das Förderprogramm Teil des neuen Demokratie-Schutzschildes von Ursula von der Leyen ist.
Der Topf „Kreatives Europa“ (2,44 Mrd. Euro, 2021–2027) zerfiel schon bisher in verschiedene Bereiche und kümmerte sich um „Kultur, die Kultur- und Kreativwirtschaft und die audiovisuellen Medien“. Die EU hat vor, in diesem Bereich zumal von Kultur und Medien kräftig und intransparent zu investieren, um Werbung für die eigenen Ziele und Politik zu machen. Auf dem Plan stehen damit eine EU-genehme Kultur und ebensolche Medien als Lautsprecher der Kommissionspolitik.
EU verbreitet ideologisches Verständnis von Werten
Auch die Kombination mit dem CERV-Demokratie-Topf kündet von nichts Gutem, wenn man die ideologische Schlagseite praktisch aller EU-Konzepte und Vorhaben bedenkt. Denn „Demokratie“, „Gleichstellung“, „Rechte und Werte“ bedeuten im EU-Rahmen natürlich jeweils nur das Verständnis der EU-Kommission von diesen Begriffen.
So soll ja auch der Digital Services Act (DSA) nur die EU-Vorstellung von ‚akkurater‘ und ‚gemeinwohlorientierter‘ Information im Netz durchsetzen, während der Artificial Intelligence Act (die EU-KI-Verordnung) eine Fortschrittsvision der europäischen Gesellschaften als Richtschnur der künstlich erschaffbaren Welten etabliert. KI-Programme sollen demnach Anti-Vorurteils-Techniken benutzen, damit ja keine Bevölkerungsgruppe von KI diskriminiert wird. Vielmehr soll auch im Reich der künstlichen erschaffenen KI-Welten „Diversity, equality, inclusion“ (DEI) gelten. Das ist Kreativität, die durch das Nadelöhr der politischen Korrektheit gefiltert wurde.
Und nun sind also die europäischen Medien und die Kultur im Allgemeineren dran. Beide sollen der Demokratie-Botschaft und jenen so wolkenhaften wie spitzfingrigen „Unionswerten“ angeglichen und untertan gemacht werden. Das geht natürlich am besten mit Geld. Zu dem Förderbereich könnte irgendwann auch eine nennenswerte Film- und Videospielwirtschaft gehören, die man gerne im EU-Raum aufbauen würde.
Und ganz nebenbei geht eben auch die Zuständigkeit für die Bekämpfung von Desinformation an den neu entstehenden Super-Fördertopf „AgoraEU“ über. Bisher war Desinformation im Programm „Digitales Europa“ angesiedelt. Auch das hatte seinen Sinn aus Kommissionsperspektive: Desinformation ist ja aus der Sicht der Mächtigen allgemein ein Problem des digitalen Raums, in dem heute jeder Nutzer seine Stimme erheben kann, ob auf Facebook, X oder Instagram.
In der EU hat besonders Thierry Breton diese Auffassung vertreten – jener Ex-Kommissar für den Binnenmarkt, der inzwischen auf der US-Sanktionsliste steht. Daneben könnte man sehr wohl fragen, wie es eigentlich um die Qualität der EU-Informationspolitik steht, etwa als Ursula von der Leyen behauptete, das GPS auf ihrem Flug nach Bulgarien sei von Russland aus gestört worden. Diese Nachricht erwies sich bald als manipuliert. Auch die SMS-Nachrichten zum Pfizer-Deal mit Albert Bourla bleiben verschollen – eine sehr feine Art der Nicht-Information der Bürger.
Die wahren Förderrichtlinien: Pro-EU-Haltung als Pflicht
Auch Agora ist übrigens griechisch für „Marktplatz“. Mit freiem Markt oder Freiheit allgemeiner haben die EU-Fördervorhaben aber eher wenig zu tun. Es geht vielmehr – so ist zu befürchten – um die Befestigung von Diskursen und damit von Macht, die auch weiterhin bei der regierenden Politik und großen Medien liegen soll. Das Wortungetüm „AgoraEU“ bedeutet: Die EU will den Marktplatz der Ideen (alias, das Internet) unter ihre Kontrolle bringen.
Die „europäische Medienwirtschaft“ gilt der Kommission „als eine Hochburg der Qualität und Kreativität“. Zugleich konkurriere sie aber heute „mit globalen Online-Plattformen um die Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger“ – will sagen: Elon Musks X ist zur führenden Nachrichten-Plattform geworden. Außerdem gerät „die Integrität des Informationsraums“ angeblich durch Desinformation und „ausländische Informationsmanipulation“ in Gefahr – soll heißen: vor allem Russlands Einfluss bedroht die schon europäische Welt.
Im EU-Verordnungsentwurf heißt es dann ganz offen: „Das Programm CERV unterstützt Organisationen der Zivilgesellschaft … bei ihrer Arbeit zum Schutz und zur Förderung der Werte der Union.“ Man hat also nur im EU-Interesse zu agieren, nichts gegen die EU-Mächtigen zu posten, keine Kritik an der Kommissionspolitik zu äußern – das sind die wahren Förderrichtlinien für diese „unabhängigen NGOs“.
Der Grundgedanke bei der Vergabe von EU-Bürgersteuermitteln an NGOs wird also nicht versteckt: Die pro forma nicht-staatlichen Organisationen sind nur dann förderwürdig, wenn sie entweder grundsätzlich mit der EU-Politik identische Ziele vertreten oder dies in einem konkreten Projekt tun. Geförderte „NGOs“ sind mithin nur Ausstülpungen des EU-Apparats, Greifarme, die unabhängig wirken sollen, es aber nicht sind oder auch nur sein dürfen. Das verbieten die EU-Förderrichtlinien. Ein konkretes Ziel der Kommission ist daneben auch die „Entmystifizierung“ der EU, wie der italienische Journalist Thomas Fazi herausfand und in der Berliner Zeitung berichtet wird.
Lautes Sich-Wundern – wie auf tagesschau.de – über „EU-Kommissionsmitarbeiter“, die sich „bis ins Detail mit Aktivisten abgestimmt“ haben, ist damit vollkommen unangebracht.
Das waren noch nicht alle Töpfe
Neben CERV und dem neuen AgoraEU gibt es freilich noch weitere EU-Programme, durch die auch „NGOs“ gefördert werden, etwa Erasmus+, das Programm für Hochschulaustausch. Oder das Forschungs- und Innovationsförderprogramm „Horizon Europe“ oder auch das „Instrument für Nachbarschaftsentwicklung und internationale Zusammenarbeit“ (NDICI), durch das Gelder auch in die EU-Nachbarn geleitet werden können, etwa auf den Westbalkan. Angeblich will man mit „Horizon Europe“ den Klimawandel angehen („tackle climate change“). Die Recherche der Fraktion Patrioten für Europa (PfE) hat ergeben, dass auch aus diesem Großtopf in maßgeblicher Weise Pseudo-NGOs finanziert werden.
Daneben geht ein Teil dieses Topfes an Universitäten und andere Forschungseinrichtungen, die ebenso gut national und transparent finanziert werden könnten. Insgesamt haben die Patrioten Fördermittel für Pseudo-NGOs in der Höhe von 17 Milliarden Euro gefunden. Diese Summe soll offenbar geschlagen werden – alles für die „Demokratie“, alles für „Rechte und Werte“, aber immer gemäß dem Verständnis der EU-Institutionen.




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[„>Werter Matthias, Nicolaidis, das BLAU WEISSE BILD mit dieser ANGESTELLTEN FIGUR der EU™ (Handelsmarke) NGO ist eine private kommerzielle satanische-zionistische FIRMENGRUPPE die besessen ist i.A der CHABAB LUBAWITSCH-CLAN und kooperierenden NGO’s = NAEU+-BRICS solll BLAUWEISS-ROTHE UNOisches GREATERJISREL dann werden unter deren Fa,FLAGGE NWO……unter dieser BLAU-WEISS-ROTHEN DIKTATUR gibt es weder „Demokratie“ noch „Gleichheit, noch Gerechtigkeit“, geschweige denn „Freiheit Recht und Ordnung“ Menschen, Menschenrechte, Meinungsfreiheit, existieren in deren GESCHÄFTSGEBAREN nicht. Es gelten eiskalte GESCHÄFTSORDNUNGSPUNKTE in GESCHÄFTSBEDINGUNGEN die sie „GESETZE“ und „VORSCHRIFTEN“ nennen, die von SACHBEARBEITUNGS-PERSONAL und JURISTEN, vor geschrieben wurden von eingeschworenen Kreisen, damit deren Besessenheit an MACHT, KONTROLLE und die GESCHÄFTE… Mehr
Das „E“ in DEI steht nicht für „Equality“, es steht für „Equity“. „Equity“ ist das Gegenteil von „Equality“. „Equality“ bedeutet alle gleich zu behandeln, „Equity“ bedeutet ausgesuchte „Minderheiten“ zu privilegieren. „Equity“ steht für Quoten nach Geschlecht und Hautfarbe, Vorzugsbehandlung von „Minderheiten“, umgekehrte Diskriminierung („reverse discrimination“, also die Diskriminierung von Menschen weißer Hautfarbe, Männern und Heterosexuellen als Wiedergutmachung für passend ausgesuchte Sünden der Vergangenheit. Das geht bis hin zu der Forderungen von „Reparationen“ an Schwarze, zu leisten von „Weißen“, die tatsächlich in einigen U.S.-Staaten diskutiert werden. Also nicht „Equity“ mit „Equality“ verwechseln. Zu „Equality“: Es gibt durchaus Situationen in denen Ungleichbehandlung… Mehr
„EU-Kommission will Medien und Kultur im Kampf gegen „Desinformation“ einspannen.
Nennen wir das Kind beim Namen, diese ungewählte EU-Kommission will vielmehr die 4. Gewalt beseitigen und die verbriefte Meinungsfreiheit der Europäer beenden.
Die EU ist eine waschechte Diktatur, ohne wenn und aber und ich hoffe, ich darf noch erleben wie sich die europäische Bevölkerung gegen dieses Monstrum erhebt!
Anstatt Agora-EU wüßte ich einen besseren Namen.
Die allumfassende „Europäische Vettern- und Günstlingswirtschafts-Kommission“.
Natürlich unter der Gottkaiserin uvdl, die sich mit Bestechungsgeldern („Förderungen“) ihre Schergen (NGO´s) heranzüchtet.
Wann findet die offizielle „Krönung“ statt? Ich frage für einen Freund.
Die sollten sich beeilen. Auf dem o.g. Bild sieht uschi nicht mehr ganz so fit aus. Die Häschen-Augen sind glutrot.
Hier hat vermutlich der Fehlerteufel oder die automatische Rechtschreibprüfung zugeschlagen. Es muss wohl eher heißen:
„Die EU-Kommission ist heftig am Intrigieren.“
Dabei sind doch „Kulturschaffende“ und Medien gefühlt bereits am Anschlag eingebunden gegen die angebliche „Desinformation“ – früher besser als Meinungsfreiheit bekannt.
Ich bin immer wieder erleichtert, dass „Flinten-Uschi“, deren Antlitz auf dieser Seite eindeutig zu häufig zu sehen ist, schon im 68.Lebensjahr steht.
Warum verrate ich nicht, höre aber genussvoll „The End“ von den Doors.
17 Mrd. lassen erkennen , wieviele Zeitgenossen es doch gibt , die sich fuer Agitpropaganda , Denunziation und schnoeden Verrat entwirbeln und verwurmen lassen , wenn nur die Kasse stimmt , von einer EU , die das nach eigener Selbstdarstellung doch gar nicht noetig hat ( finde den Widerspruch ) . Die EU ist dermassen fertig , korrupt , ehrlos , untreu und erbarmungswuerdig , dass es zum Himmel schreit , ein Moloch der Abgreifer , der sich immer haerterer Mittel bedienen muss , um sich vor den Buergern schuetzen zu koennen .
Aber Gleichschaltung darf man das nicht nennen. Es sei denn, man ist so einsam, dass man sich wirklich über jeden Besuch auch zur Unzeit freut …
Ich empfehle der EU-Kommission einfach sich selbst aufzulösen, da nicht demokratisch gewählt, das wäre gleichzeitig ein Meilenstein auf dem Weg zur Bekämpfung von Desinformation und Koruption.
Ich wünschte mir ich würde von UvdL nichts mehr sehen und hören. Mir wäre sehr viel Ärger und Aufregung erspart. Aber das wäre wohl nur der Fall, wenn es sie nicht mehr gabe. Zumindes nicht in einer öffentlichen Funktion.
Irrsinn überall. Elite und Experten überwiegend eher zum Verachten als Achtung zu haben? Diese selbsternannte neuerliche „Feudalherrschaf“ führt nmicht nur Deutschland immer mehr hin zu Schrecklichem, in den Ruin.