Erst ließ Deutschland Hunderttausende Syrer einreisen, versorgte sie jahrelang und ließ viele trotz Wegfall des Fluchtgrundes bleiben. Nun soll ausgerechnet noch mehr Steuergeld helfen, sie zur freiwilligen Ausreise zu bewegen. Soll es bald eine Pauschalprämie in Höhe von 8.000 Euro für jeden Rückkehrer geben?
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Deutschland entdeckt die Rückführung. Allerdings nicht als Durchsetzung von Recht, sondern als weiteres Förderprogramm. Nach Informationen des Focus prüft das Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt derzeit eine neue Rückkehrprämie für Syrer in Höhe von 8000 Euro. Bislang erhalten Rückkehrer im Schnitt etwa 1000 Euro als Unterstützung für einen Neuanfang in Syrien. Nun soll offenbar ein Pauschalbetrag her, einfacher zu verwalten, großzügiger auszuzahlen, politisch leichter zu verkaufen.
Damit schließt sich ein Kreis, der viel über die deutsche Migrationspolitik sagt. Erst wurde die unkontrollierte Einreise von Syrern möglich gemacht. Dann wurden sie in Deutschland voll versorgt. Hunderttausende konnten bleiben, viele mit befristeten Aufenthaltstiteln, auch auf Grundlage von subsidiärem Schutz. Und nun, nachdem der Bürgerkrieg in Syrien mit dem Sturz Baschar al-Assads im Dezember 2024 als beendet gilt, soll der Steuerzahler noch einmal zahlen: diesmal dafür, dass ein Teil derer freiwillig wieder geht, deren Schutzgrund nach Auffassung von Bundeskanzler Friedrich Merz nicht mehr besteht.
Über 900.000 Syrer ohne deutschen Pass leben derzeit in Deutschland. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sind es insgesamt 974.000. Davon leben 518.000 von staatlicher Unterstützung, das entspricht 54,9 Prozent. 685.000 sind im erwerbsfähigen Alter. Lediglich 236.000 gehen einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nach, also noch nicht einmal ein Drittel der erwerbsfähigen Syrer. Mehr als 500.000 verfügen über einen befristeten Aufenthaltstitel auf Grundlage subsidiären Schutzes oder Flüchtlingsschutzes.
Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas behauptete kürzlich, es gebe keine Einwanderung in die deutschen Sozialsysteme. Da die Brandmauerpolitik und ihre Medien gebetsmühlenartig darauf hinweisen, das Bürgergeld sei kein Magnet für Einwanderung und deshalb natürlich auch kein Grund, in Deutschland zu bleiben, kann es am Bürgergeld also nicht liegen. Dann bleibt als Erklärung nur ein erstaunlicher Zufall: Ein Staat, der großzügig aufnimmt, dauerhaft versorgt, Aufenthalte verstetigt und Rückkehr kaum erzwingt, erlebt, dass viele bleiben. Und jetzt soll der Staat noch einmal zahlen, damit wenigstens ein Teil freiwillig wieder geht.
Der Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Hans-Eckhard Sommer, hatte im Spiegel bereits erklärt, die bisherige Unterstützung reiche seines Erachtens nicht aus: „Über die Höhe sollte man sprechen.“ Genau das tut die Bundesregierung nun. Aus 1000 Euro könnten 8000 Euro werden. Der Unterschied ist nicht nur haushaltspolitisch erheblich, sondern auch symbolisch: Wer bleibt, kostet den Sozialstaat dauerhaft. Wer geht, bekommt eine Prämie. Wer nie hätte dauerhaft bleiben sollen, wird am Ende erneut mit Steuergeld aus dem System herausgekauft.
Der Konstanzer Asylrechtler Daniel Thym hält attraktivere Rückkehrprämien zwar für einen „sinnvollen Baustein“, warnt aber zugleich: „Geld alleine ist kein Heilsbringer!“ Er fordert eine Mischung aus „Zuckerbrot und Peitsche“: Neben Anreizen brauche es Drohungen wie laufende Widerrufsverfahren von Schutztiteln und erste Abschiebeflüge. Genau dort liegt der Kern des Problems. Ohne glaubwürdige Abschiebung wird jede Rückkehrprämie zur Einladung, auf den nächsten höheren Betrag zu warten. Zudem lohnt es sich demnächst für Syrer, einzureisen, nur um zurückzukehren und die Prämie abzugreifen – vielleicht sogar mehrfach.
Kritik kommt von den Grünen, allerdings aus einer anderen Richtung. Max Lucks nennt es „völlig abenteuerlich“, über erhöhte Rückführungsprämien für Syrien zu spekulieren, während dort Islamisten herrschten und das BAMF die desolate Lage im Land weitgehend ausblende. Zugleich wirft er der Bundesregierung vor, Integrationsleistungen zu kürzen und Steuergeld für „ideologiegetriebene Politik“ zu verpulvern. Damit bleibt die grüne Linie klar: Rückkehr möglichst nicht, Abschiebung erst recht nicht, Integration weiterfinanzieren.
Doch die eigentliche Zumutung liegt tiefer. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte bereits im vergangenen November, es gebe nach dem Ende des Bürgerkriegs „keinerlei Gründe mehr für Asyl in Deutschland“. Wenn dieser Satz ernst gemeint ist, dann muss er Folgen haben: Widerrufsverfahren, Rückführungen, Abschiebungen bei Ausreisepflicht. Wer stattdessen vor allem über höhere Ausreiseprämien spricht, sendet ein anderes Signal. Nicht der Rechtsstatus entscheidet, sondern die politische Bequemlichkeit.
Al-Scharaa will in Wahrheit „eine Art Kreislauf für die Syrer aufbauen, die hier sind, sodass sie nach Syrien zurückkehren können und auch das Land wieder aufbauen können, aber dass die, die hierbleiben wollen, natürlich auch weiterhin hier arbeiten können“, so das Protokoll des Kanzleramts nach dem Besuch des syrischen Präsidenten in Berlin. Al-Scharaa legt also Wert darauf, dass alle, die „hierbleiben wollen“, das auch können.
Der Staat hat jahrelang die Einreise ermöglicht, die Versorgung organisiert und den Aufenthalt verstetigt. Nun bezahlt er für die Rückkehr, während zugleich offenbleibt, ob Rückkehr überhaupt politisch gewollt ist. Genau so sieht eine Migrationspolitik aus, die ihre eigenen Folgen nicht mehr beherrscht.

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Ich möchte nicht mit Syrern, Afghanen und Irakern zusammenleben und schon gar nicht für deren Lebensunterhalt aufkommen. So klar und deutlich muss die Bevölkerung sich ausdrücken!
Ich lach mich schief: „8.000 Euro“ – das braucht die AFD nur auf ihre Wahlplakate drucken, dann stellen die einen Ministerpräsident nach dem anderen, und bei wahrscheinlich vorgezogenen Neuwahlen dann den nächsten Kanzler!
Woher soll das Geld genommen werden? Wahrscheinlich langfristig von einem Lastenausgleichsgesetz sobald die Überschuldung uns ins Genick fällt.
Wie gesagt: es fehlt nicht am „können“. Nein: es fehlt am „wollen“.
„Gehen“ tut das auch anders, als mit 8.000 Euro verschenken, soviel steht fest.
Das versteht doch ein vernünftiger und normaler Mensch nicht mehr: Asylgrund = Assad entfallen, Reisetourismus und nun noch 8000€ geschenkt … unsere Politiker sind nur noch „gaga“ – gut das ich diese Sorte seit 2015 nicht mehr wähle, das gebietet die Selbstachtung!
Einfach toll! Der syrische Mustafa, der heute mit 8000 Euro nach Syrien ausreist, steht morgen als Mohamed ohne Personaldokumente wieder auf der Matte. Das Flugticket nach DE ist ja in der „Ausreiseprämie“ mehrfach enthalten, und er weiß, dass es in Deuschland mit „verlorenen Dokumenten“ gut funktioniert, und zur Sicherheit hat er ja auch das Wort „ASYL“ gelernt. Was steht da der nächsten 8000 Euro Prämie entgegen?
Die Ausreiseprämie geschieht klar aus innenpolitischen Gründen. Es darf schon was kosten, wenn die Grünen auf ihr Migrationshobby verzichten sollen. Ab 20.000 € wird es für sie zum echten Dilemma.
Am Verstand unserer Politiker kann man nur noch zweifeln und verzweifeln. Kein einziger Syrer hätte aufgenommen werden müssen. Alle sind über sichere Drittstaaten hier angekommen. Man hat sie fürstlich versorgt, was sie den Steuerzahler mit dem ersten Platz in der Ausländerkriminalitätsstatistik danken. Integrierbar sind die meisten ohnehin nicht. Die Heimreise ist längst fällig und sollte auch nicht noch mit großen Geldsummen, sondern mit der Streichung jeglicher Unterstützung beschleunigt werden. Die Geldgabe wird bei der Realitätsferne unserer Politiker sicher wieder so schlampig und naiv gestaltet werden, dass wir im Handumdrehen weitere Millionen Syrer im Land haben und Milliarden dafür aufbringen müssen.… Mehr
Das ist ein Witz, in den USA sitze ich sofort in Haft, wenn mein Aufenthaltsrecht um einen Tag überzogen wurde und hier wird Menschen, die kein Bleiberecht haben, das Geld hinterher geworfen, damit sie nicht weiter unser Sozialsystem schröpfen (gibts laut Frau Bas gar nicht).
Da will wohl Jemand noch so richtig auf die Ka… hauen, bevor das Signal auf nimmer wiedersehen gestellt wird.
Bei 14 Millionen Ausländern insgesamt entspricht das einem Jahr Verteidigungshaushalt. Also ich wäre dafür!
Da soll noch einer behaupten, das alles passiert ohne Steuerung.