Finanzquellen der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

Verschlossen über die eigene Finanzierung zeigte sich die DUH der Süddeutsche Zeitung. Aber es ist wohl nur eine Zeitfrage, bis jemand gegen die DUH klagt wg. Aufhebung der Gemeinnützigkeit. Vorbild: Urteil des Bundesfinanzgerichtshofs in Sachen Freimaurer.

© Steffi Loos/Getty Images
Aktivisten der Deutschen Umwelthilfe demonstrieren in Berlin gegen die Emissionen von Diesel-Fahrzeugen

Auch die hessischen Steuerzahler leisten ihren Beitrag zur finanziellen Unterstützung der dubiosen Deutschen Umwelthilfe DUH. Das kam in einer Kleinen Anfrage an die Hessische Landesregierung heraus. Der FDP-Abgeordnete Jürgen Lenders wollte wissen, ob die Hessische Landesregierung Aufträge an die Deutsche Umwelthilfe vergeben hat.

Ergebnis: Die grünen Minister Hessens haben dem Abmahnverein DUH Gelder in Höhe von 145.000 Euro ohne Ausschreibung zugeschanzt, so schreibt die hessische FDP. Die »Gegenleistung« der DUH: ein »Faktenpapier« zur geplanten Suedlink-Stromtrasse.

Das Hessische Wirtschaftsministerium begründet das Geschenk an die DUH: Die DUH sei »im Zusammenhang mit dem Thema ›Durchführung von Bürgerdialogen zum Netzausbau, insbesondere Suedlink, in Hessen‹ tätig gewesen. Gesucht wurde dafür ein »qualifizierter Partner«, der »ad hoc beratend und operativ in diesem schwierigen Themenfeld tätig werden konnte«. Die DUH habe ja auch schon vom grünen Minister in Schleswig-Holstein für das gleiche Thema Aufträge bekommen.

Legal ist noch lange nicht legitim
Öko-Kommerz: Beispiel „Deutsche Umwelthilfe“
In Hessen läuft es gut für die Abmahner, seitdem der grüne Al-Wazir Wirtschaftsminister in Wiesbaden ist. Von der grünen Umweltministerin Priska Hinz, die laut DUH übrigens einen fetten 500er Mercedes als Dienstwagen fährt, gab es rund 50.000 Euro für tolle Tips für ein grüneres Geisenheim. Zusammen mit der Hochschule Geisenheim rückten die DUH-Spezialisten für Innenstadtgestaltung dafür Bäume in Betonkübeln in die Innenstadt. Vielleicht um davon abzulenken, dass die Stadtverordnetenversammlung beschloss, den Wald im schönen Rheingau für Windanlagen abzuholzen.

In der Aufgabenbeschreibung hören sich die Tätigkeitsmerkmale lustiger an: »Mehr biologische Vielfalt in der Stadt: Grünstrukturen und ihre Funktionen im Siedlungsbereich – unter besonderer Berücksichtigung der Bedingungen und Handlungserfordernisse hessischer Kommunen mit konkreten Anregungen für die kommunale Praxis«. Der Chef der kleinen 273-Mann Truppe, Jürgen Resch, Vielflieger und Umweltprediger, verklagt nicht nur reihenweise Städte, sondern unterhält sich auch schon mal angelegentlich über Baumaschinen und deren Emissionen.

FDP-Politiker Lenders wollte nämlich weiter in seiner parlamentarischen Anfrage wissen, ob »Staatsminister Tarek Al-Wazir Gespräche mit Vertretern der Deutschen Umwelthilfe geführt und falls ja mit wem und mit welchem Inhalt?«

DUH
Deutsche Umwelthilfe (DUH) - Klage gegen Stuttgart
Die Antwort der Landesregierung: »Herr Staatsminister Al-Wazir und Herr Staatssekretär Samson haben am 03.07.2014 ein etwa einstündiges Gespräch mit Herrn R., dem Geschäftsführer der DUH, geführt. Inhalte des Gesprächs waren die Emissionsminderung bei Baumaschinen, die Ergebnisse der Umfrage der DUH 2014 zum Thema Dienstwagen, die Luftreinhaltesituation in Hessen und die Klage der DUH gegen die Stadt Offenbach, die Unterstützung durch Hessen bei der schnellen Einführung der Nachrüstförderung, Umwelttaxis, der Dialogprozess in Hessen zum Netzausbau und das Verwaltungs-streitverfahren DUH ./. Land Hessen.«

»Am 09.04.2015 fand ein ebenfalls ca. einstündiges Kennenlerngespräch von Herrn Staatsminister Al-Wazir mit dem zu diesem Zeitpunkt neu eingesetzten Geschäftsführer der DUH Herrn M.-K. statt. Inhalte dieses Gesprächs waren die Vorstellung des Bürgerdialogs Netzausbau, die Umsetzung des Nationalen Aktionsprogramms Energieeffizienz, die energetische Gebäudesanierung und Initiativen hierzu in Hessen sowie die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes und die Vorstellungen Hessens hierzu.

Zudem hat Herr Staatsminister Al-Wazir am 22.09.2016 an dem Strategischen Energiedialog der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema »Industriestandort und Energiewende« in den Räumen der DUH in Berlin teilgenommen.«

Surfen auf der Ökowelle
Öko-Abzocker-Komplex DUH
Später weist das hessische Wirtschaftsministerium Vorwürfe von Parteienfilz bei der Vergabe von internen Fortbildungsveranstaltungen zurück. Al-Wazir hat »Fortbildungsveranstaltungen« an einen Ableger der grünen Böll-Stiftung vergeben, bei denen seine Ministerialen Grünlichtbestrahlungen über sich ergehen lassen mussten. Es sei eine »Leitungsklausur zu Leadership und Vielfalt« gewesen sowie vier Seminare für das Verfassen von politischen Reden vergeben worden. Aber grüner Filz? Von wegen. »Ausschlaggebend für die Auswahl sei die Fokussierung des Anbieters auf die Themen des Ministeriums und Fragen des Öffentlichen Dienstes gewesen«, stellte ein Sprecher des Ministeriums klar. Zudem habe die Akademie Kenntnisse des politischen Geschehens.

Soweit also alles im grünen Filzbereich. Die DUH darf auf tatkräftige Hilfe ihrer grünen Kumpels in den Regierungsapparaten vertrauen.

Ziemlich verschlossen, was Auskünfte über die eigene Finanzierung angeht, zeigt sich die DUH. Das stellte gerade die Süddeutsche Zeitung fest. Die wollte »enthüllen«, wie sich die DUH finanziert. Sie listet einen Teil der Spenderfirmen auf: Wer bei C&A einkauft, unterstützt gleichzeitig die DUH, denn die C&A Stiftung bezahlt mit neben öffentlichen Mitteln. Weitere Gelder kommen von der Telekom, Rapunzel Naturkost und Gelsenwasser, an deren Spitze auch die ehemalige grüne Parteichefin Gunda Röstel sitzt.

Nach Kaderorganisation riecht, wie sich die DUH abschottet. »Wer die Deutsche Umwelthilfe als Mitglied unterstützen will«, so schreibt die SZ schon mit einem leicht bewundernden Unterton, »wird übrigens eingehend überprüft. ›Die DUH könnte ansonsten leicht unterlaufen und lahmgelegt werden‹, fürchtet Resch.«

Es ist wohl eher so, dass das Geschäftsmodell zu öffentlich werden könnte. Wir warten, wann ein Gendermensch*in, gegen DUH klagt wg. Aufhebung der Gemeinnützigkeit. Vorbild könnte ein Urteil sein, dass der Bundesfinanzgerichtshof gerade in Sachen Freimaurer gesprochen hat.


Holger Douglas ist Wissenschafts- und Technikjournalist – Themenfelder, die er auch als Produzent von Dokumentarfilmen bearbeitet. Seine DVD Pflanzen – Geheimnisvolle Netzwerke ist auch in unserem Shop erhältlich: www.tichyseinblick.shop

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Kommentare ( 16 )

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Die amerikanischen Sponsoren u.a. Ford Foundation hat das Handelsblatt schon mal aufgedeckt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Das sehe ich nicht ganz so. Die direkte Subventionierung funktioniert derzeit nur, da kein Mensch (Bürger) wirklich weiß, wer wieviel aus den öffentlichen Mitteln bekommt. Es fehlt lediglich eine politische Kraft in diesem Land (mir egal wie die Partei heißt…!), welche mit entsprechenden parlamentarischen Rechten ausgestattet entsprechande Auskünfte erfolgreich beantragt, um den gesamten Komplex überhaupt erst einmal aufzuklären. Der nächste Schritt wäre dann, diese zu zerschlagen (was eine Währungs- oder Wirtschaftskrise allerdings ebenso erledigen würde).
Ab September sehe ich eine Möglichkeit wenigstens erst einmal zur möglichen Aufklärung.

Zum Glück gibt es eine Partei, die sich nicht an der Hexenjagd auf den Diesel und an dem Wahnsinn mit Namen Energiewende beteiligt, sondern im Gegenteil sehr vernünftige Positionen vertritt.

Wer – um Gottes willen – wählt so was ?….
Exakt diese Frage stelle ich mir bereits seit über 30 Jahren, mit dem Beginn meines Eintritts in die Berufswelt. Allerdings hätte ich es seinerzeit, als junger Elektroingenieur, noch nicht für möglich gehalten, dass ein ganzes Land, mitsamt seinen politischen „Eliten“ innerhalb nur einer Generation derart verblöden kann.

Umwelt-Gender-Diversity-Flüchtling-Boykott-Teilhabe-Zensur: Die von den Machthabern gewinnbringend ausgestatteten Deputate, das Zerstörungswerk gegen Land und Leute voranzubringen. Diese Protagonisten der geistigen Großkrise, sind wiederum eingebunden in ein wesentlich größeres Werk, das krakenhaft von den westlichen Gesellschaften Besitz ergriffen hat. Die sogenannten ‚Think-Tanks‘, Nachrichtenagenturen/MSM und ‚Foundations‘. Unter dem Deckmäntelchen ‚Umwelt‘, wird die De-Industrialisierung des Westens, also die Delegitimierung und Dämonisierung der Wirtschaft vorangetrieben. Schneeflöckchengerecht aufbereitet. Die von den Machthabern gewünschte Abwickung der westlichen Zivilisation, verläuft analog rückabwickelnd zu ihrem zivilisatorischen Erscheinen. Was zuletzt hinzukam, wird zuerst abgewickelt. Und so weiter. Am dessen Ende steht der globale, feudale Absolutismus einer sehr kleinen supranationalen Herrscherschicht,… Mehr

Die haben sich gerade per Deep State gegen Trump in Position gebracht. Erdogan ist zwar derzeit vollständig aus den ÖR verschwunden; ich habe aber den Verdacht, das er trotz größter Anfeindungen der westlichen; hier insbesondere der Deutschen Presse, auf dem richtigen Weg ist, den Deep State in der Türkei vollständig auszuhebeln. Danach sollte er Donald einige Tips geben.

…gabe es bei der DUH nicht auch seit Jahren kräftige Spenden von Seiten Toyota…vermutlich zur unvoreingenommenen Bewertung der deutschen Diesel-Motoren?

http://www.focus.de/auto/news/abgas-skandal/abgas-skandal-warum-nimmt-die-deutsche-umwelthilfe-geld-von-toyota_id_5599154.html

Ich lerne zweierlei daraus:
1. Vereine mit ursprünglich sinnvollen und gemeinnützigen Zielen – degenerieren mit der Zeit und entwickeln parasitäre Züge. Auch der Urvater „Greenpeace“ erliegt der Gefahr nur noch Veranstalter spektakulärer Stunts bis zu clownesken Aktionen zu werden.
2. Diese Vereine entstanden einerseits aufgrund originär neuer Erkenntnisse und Entwicklungen, andererseits durch erkennbar defizitäre Erfüllung der Aufgaben staatlicher Organisationen oder damit beauftragter Stellen. Beispiel – Verkehrsministerium, Verbraucherschutzministerium und Gesundheitsministerium.
3. Darf der einmalig verliehene Status der Gemeinnützigkeit Ewigkeitscharakter haben?

Lesen Sie hier https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Baake
und betrachten Sie die hohen Vernetzungsgrade der Aktivisten, um die
Politik, für die Ziele einer Lobby im Hintergrund, zu beeinflussen.

Es wird in der Tat Zeit diversen NGOs auf die Finger zu sehen. Sie gerieren sich a priori als gemeinnützig und können davon ausgehen, wer das Schild „Wir sind die Guten“ vor sich her trägt muß sich keinen Fragen, zumindest seitens der Mainstreammedien, stellen. Der aufgezeigte Umstand, daß die DUH eng mit Grün verbandelt sein dürfte, kann man ja als halbwegs abgebrühter Zyniker noch hinnehmen, aber daß im Zusammenhang mit dem auffälligen Engagement in der Dieselfrage zuweilen der Name des Toyota-Konzerns fällt, der mit seinen Dieseln offenbar wenig Glück hatte, könnte schon zu weiteren Fragen anregen. Oder gehört das wiederum… Mehr

Die DUH finanziert sich zu einem nicht geringen Teil aus Abmahntätigkeit. Vor allem Autohäuser können ein Lied davon singen, denn diese werden wegen Verletzung von Werbevorschriften von der DUH abgemahnt und zur Abgabe von Unterlassungserklärungen aufgefordert. Wenn sich die Autohäuser später im Dschungel der gesetzlichen Regelungen verirren, schlägt die DUH richtig zu und fordert Vertragsstrafen über tausende Euro für jeden Verstoß ein. Dass die DUH überhaupt abmahnen darf, ohne Wettbewerber zu sein, ist dem Gesetzgeber zu „danken“.

Da stellt sich mir die Frage, darf ein gemeinnütziger Verein, der mit
rund 38 % (Wiki) aus Steuergeldern finanziert wird,sich gewerbsmäßig
mit Abmahnungen beschäftigen, was sonst Rechtsanwälten vorbehalten
bleibt?
Und auch da, bei Urheberrechtsverletzungen nicht unumstritten ist.

Transparency – übernehmen Sie!

Oder doch besser gleich Cobra?

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