Die CDU steckt in der Krise. Merz verliert weiter an Rückhalt. Die Basis rebelliert. Ministerpräsidenten gehen auf Distanz. Doch das eigentliche Problem bleibt: Wie befreit sich die Union aus der Koalition mit der SPD und vom tiefen Mief der Merkel-Ära? Ist es für eine Kehrtwende nicht ohnehin zu spät?
picture alliance / dts-Agentur
Im Grunde wissen es alle, nur Amthor und Warken und Hoppermann nicht, aber sieht man von Merzens Mandarinen ab, dann doch alle, dass es nur die Ratlosigkeit in der CDU ist, die Merz noch im Kanzleramt hält, denn von Merz hält kaum jemand noch etwas in der CDU. Er hat alle enttäuscht: diejenigen, die von Merz die Entmerkelianisierung der Partei ersehnt haben, diejenigen, die gehofft haben, mit Merz einen geräuschlosen Kurswechsel hinzubekommen, ohne dass der Name Merkel fällt, so als habe es Merkel nie gegeben, und die, die wiederum sich wünschten, dass Vernunft in die Wirtschafts-, Sozial- und Migrationspolitik einzieht, auch jene, die Merz beim Wort nahmen, dass es mit „links“ und mit Schulden vorbei sei, weil der Staat mit dem Geld, das er einnimmt, zurechtkommen müsse – all jene sehen sich bitter getäuscht. Hinter Merz steht nur noch Dennis Radtke von der CDA, ein früherer SPD-Mann, und die große Frage: Was dann?
Gebannt wie das Kaninchen vor der Schlange starren sie auf den Niedergang, den sie weder fassen noch aufhalten können. Niedergang bei den Sonntagsfragen, den Beliebtheits- und Kompetenzwerten des Kanzlers, Niedergang bei den Landtagswahlen, die CDU aus dem Schweriner Landtag rausgewählt, Niedergang in der öffentlichen Darstellung wie zuletzt beim Versuch byzantinischer Panegyrik in einer ZDF-Doku.
In der Not scheint die einzige Bewegung in der Partei von der Basis und nun auch von den Ministerpräsidenten auszugehen. Ein als Unterstützungsschreiben geplanter Brief der Ministerpräsidenten mit CDU-Parteibuch geriet schließlich zu einer Distanzierung.
Interessant ist der Nord-Süd-Bruch in der CDU. Während sich der grüne Günther in Kiel einbunkert, bricht Wüst zu einer Reise in die Türkei auf, um das 65. Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens zu feiern und dem ehemaligen Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, İlkay Gündoğan, einen Preis für Toleranz und Versöhnung zwischen den Kulturen zu verleihen. Der wendige Wüst geht nach Ankara, um sich dort den Wählerzuspruch der Deutschtürken in Deutschland zu sichern. Ob das von durchschlagendem Erfolg gekrönt sein wird, darf allerdings bezweifelt werden.
Die Ministerpräsidenten der Südländer, Voigt, Rhein, Schnieder und Baden-Württembergs Vize Hagel verlangen ein Sparpaket und drohen, im Bundesrat Steuererhöhungen wie die Zuckersteuer und die allzu geringe Entlastung bei der Einkommensteuer zu stoppen. In einer Kaminrunde in Berlin, wie Bild berichtet, haben die Ministerpräsidenten der Südländer über ein „Agenda-Programm von Bund und Ländern“ gesprochen. Das Wort Agenda erinnert nicht zufällig an die Agenda 2010 von Gerhard Schröder. Bild zitiert einen aus der Runde, der zu Bild sagte: „Der Kanzler muss sich entscheiden: Spielt er bei uns – oder mit Klingbeil.“ Bis Weihnachten hat Merz anscheinend noch Frist für seine Entscheidung.
Allerdings müsste der Bundeskanzler einer Minderheitsregierung standhaft sein, denn von dem Tag an werden die Rotgrünen steuerfinanziert Aufmarsch für Aufmarsch organisieren und mit allen Mitteln um die Macht kämpfen – und zwar auch auf der Straße. Die Regierung müsste dann den NGOs den Geldhahn abdrehen, aber das müsste sie ohnehin, wenn in Deutschland wieder ein politischer Diskurs, der seines Namens würdig ist, entstehen soll.
Aber es wird zu heftigen Auseinandersetzungen kommen, denn die Rotgrünen sind nicht an der Demokratie interessiert, sondern nur an der Macht.






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Die Kehrtwende hätte in den Oppositionsjahren erfolgen müssen. Die CDU hätte sich entscheiden müssen: Wollen wir Schwarz oder Linksgrün sein? Offenbar dachte man, ohne irgendeine Festlegung könne man je nach politischer Lage überall mitmischen und immer „oben schwimmen“. Aber die gewollte(?) Profillosigkeit zahlt sich nicht aus und ist m.E. einer der Gründe, warum der CDU gerade alles um die Ohren fliegt. Wäre diese Partei für mich nicht seit Merkels „Wir schaffen das!“ ohnehin absolut unwählbar, so wäre sie es jetzt nach Merz‘ Wortbrüchen. Vor der Wahl nach Rechts blinken und direkt nach der Wahl nach Links abbiegen – das kommt… Mehr
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Thema Nr. 1 – Artikel Nr.387 !
Es werden wohl nur die Faulgase der inneren Auflösung sein, die in der Merkel-CDU noch Bewegung vortäuschen.
Was soll sich denn da auch noch mit Verstand gesteuert ändern, wenn man bereits frei von Verstand und voller Lügen in den politischen Abgrund der Nutzlosigkeit stürzt.
Wenn das „Führungspersonal“ schon Amthor-Niveau hat, liegt das Neuwählerpotenzial bei erfrischend ehrlichen 0 Prozent.
Die Berechnungem vom natürlichen + geboosterten Abgang des Stimmviehs sowie der Wählerflucht über die merkelsche, antidemokratische Brandmauer garantieren den verdienten, linearen Abgang bis Mai 2028 (4,8% Resterampe).
sie rebellieren und gehen auf Distanz ja. Aber sie haben kein Ziel, kein Kurs, sind zerstrittenen. Ein Kanzlerwechsel bringt daher gar nichts, im Gegenteil. Füsse stillhalten und abwarten wäre insgesamt die bessere Strategie für die Partei ( und vielleicht sogar für das Land).Alle anderen Parteien kennen ihr Ziel, klar links oder rechts, aber die CDU steht vor der Spaltung. Und warum? Weil Merkel die Partei für kurzfristige Erfolge nach links gerückt hat.
Selenski hat er NICHT enttäuscht. Und nur das allein zählt !
Sicherlich nicht transatlantisch mit den gleichen Chefs da drüben. Wichtigere Frage: Wie befreit sich Schland davon? Die Woke Union kann gerne ganz untergehen.