Dem Umfrage-Durchschnitt mehrerer Institute nach kämen die Staatsparteien auf 47,8 Prozent, weil die Grünen nun über fünf Prozenz gemessen werden. Ob es dabei nach der Urnenwahl bleibt, die am Wahlsonntag stattfindet im großen Unterschied zur Briefwahl seit Anfang August, kann kein Institut seriös ermitteln.
IMAGO / Karina Hessland
Nach den Zahlen des Institute-Durchschnitts für Sachsen-Anhalt kämen CDU, Die Linke, SPD und Grüne zusammen auf 47,8 Prozent gegen die AfD mit 42,1. Das Rennen wäre gelaufen. Ob es bei diesen Zahlen nach der Urnenwahl bleibt, die am Wahlsonntag stattfindet im großen Unterschied zur Briefwahl seit Anfang August, kann kein Institut seriös ermitteln, weil Befragte in einem so großen Umfang wie noch nie nicht die Wahrheit sagen, weil sie befürchten, ihre Antworten könnten mit ihrer Identität gespeichert werden.

Trotz der Fragezeichen hinter den Umfrageergebnissen können die Zuwächse bei SPD und Grünen durchaus Folgen professioneller Kampagnen sein, die leisten, was die beiden Parteien selbst nicht können. Campact hat in riesige Beträge für Wahlhilfe eingesetzt, um SPD und Grüne in den Landtag zu hieven (die Frage ist nach wie vor unbeantwortet, ob eine professionelle Briefwahl-Aktion für die CDU bei der Bundestagswahl 2005 in Nordrhein-Westfalen Gerhard Schröder die Kanzlerschaft gekostet hat).
Die Initiative „Taktisch Wählen 2026“ in Sachsen-Anhalt betreibt die Berliner Kampagnen- und Kommunikationsagentur The Goodforces GmbH (auch „The Goodforces“). Die Kampagne präsentiert sich selbst als überparteilich und von jungen Menschen aus Sachsen-Anhalt und aus dem Team ähnlicher Aktionen wie 2024 in Thüringen, Sachsen und Brandenburg. Sie seien Personen aus verschiedenen Parteien und parteilose Engagierte. Ziel seien taktische Empfehlungen – per PLZ-Tool für Erst- und Zweitstimme – zu geben, damit SPD und Grüne die Fünf-Prozent-Hürde schaffen und damit eine absolute Mehrheit der AfD verhindertn. FDP und BSW würden bewusst nicht empfohlen, weil sie keine klare „Brandmauer“ zur AfD einhiellten. Die Initaiative organisiert gibt Haustürwahlkampf mit Ehrenamtlichen – bezahlte? und von wem? – aus dem gesamten Bundesgebiet, Flyer und Online-Mobilisierung. Die Website meldet hohe Reichweite – über 250.000 Aufrufe und über 100.000 Tool-Empfehlungen.
Ist das eine aus der Initiative?
Bewegungen zwischen den Staatsparteien sind für den Wahlausgang irrelevant, aber können Indizien für die Wirkung der Zweitstimmen-Kampagnen sein, die andere als sie selbst für SPD und Grüne führen.
Mit seiner aktuellen Warnung vor dem „Wutbürger“ wird Merz niemand zur CDU locken.
— ColdJack (@TheColdJack) August 31, 2026
Bei allen Wahlen war zu beobachten, wer AfD wählt, tut das fast immer mit Erst- und Zweitstimme, macht also kein Stimmen-Splitting. Trifft die Zweitstimmen-Prognose für die AfD um die 42 Prozent zu, erringen AfD-Kandidaten alle 41 Direktmandate. In der Bundestagswahl 2025 erhielten AfD-Kandidaten in allen acht Wahlkreisen das Direktmandat. Stünden der AfD nach dem Zweitstimmenergebnis nur 39 Sitze zu, erhöhte sich die Sitze des Landtags auf 87, weil die zwei Überhangmandate durch vier Ausgleichsmandate den anderen Parteien zugeteilt werden müssten.
Der kritische Bürger kann am Wahlnachmittag dem Briefwahlausschuss und am Abend dem Geschehen im Wahlkreisausschuss auf die Finger schauen. Beim Bericht des Wahlleiters und der Beschlussfassung im Wahlkreisausschuss über das Wahlkreisergebnis Tage nach dem Zähltag können Bürger dabei sein, aber keinen Einblick in die Wahlniederschriften und hoch interessanteren Anlagen nehmen.
In Sachsen-Anhalt bleibt wie in anderen einzelnen Bundesländern ein Auskunfts- oder Einsichtsrecht nach dem Landesinformationsfreiheitsgesetz. Das hat mit dem Wahlverfahren nichts zu tun und muss gesondert beantragt werden. Präzedenzfälle gibt es keine. Aber vielleicht ändert sich das ja nach dieser Wahl.
Nur noch sechs Tage bis zu Zähltag in Sachsen-Anhalt: Machen Sie mit bei der Wahlwette?



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Nehmen wir mal die hochgelobten Schweizer Volksentscheide.
Der bürger kann / muss sich entscheiden zwischen „Ja“ und „Nein“, also für ein „Für“ und „Wider“ bei einem konkreten Problem.
Das 2-Parteien-System der USA erzwingt ähnliche Entscheidungen.
Für Deutschland stellt sich die Frage:
„weiter so“ oder „auf keinen Fall weiter so“.
Das deutsche Wahlsystem im Vielparteienstaat kann darauf keine befriedigende Antwort geben.
Sachsen-Anhalts Demokratie sind die „AOK-Shopper“ (Rentner).
Ca. 36 Prozent der Wahlberechtigten im Land sind biologisch im Endspurt angekommen. Was für ein System-Wunder, dass die politischen Untoten von SPD und Union in Umfragen zusammen auf ca. 30 Prozent kommen. Hier wählt eine übermächtige, starrsinnige, lernresistente Generation von gestern egoistisch die Ruinen-Politiker von gestern. Das Ergebnis ist pure, bösartige Gerontokratie: Wer die eigene Zukunft gar nicht mehr erleben muss, sichert sich eiskalt das Geld der Jugendlichen-Zukunft. Eine Wählerschaft auf der Zielgeraden zum Friedhof blockiert egoistisch jeden Fortschritt und begräbt die Zukunft der Jugend im Rollator-Tempo❗
Wer an Umfragen glaubt, der trägt auch Jogginghosen.
Die AfD wird erleichert aufatmen, wenn sie nicht reagieren muss. Und sie wird diesen Umstand für künftige Wahlen zu nutzen wissen. In Regierungsverantwortung kann die AfD nur verlieren.
„Dem Umfrage-Durchschnitt mehrerer Institute nach kämen die Staatsparteien auf 47,8 Prozent, weil die Grünen nun über fünf Prozenz gemessen werden. Ob es dabei nach der Urnenwahl bleibt, die am Wahlsonntag stattfindet im großen Unterschied zur Briefwahl seit Anfang August, kann kein Institut seriös ermitteln.“ Werter Herr Goergen, die Frage, ob die Grünen über 5% kommen, stellt sich m.E. nicht. Weil genau das längst beschlossenen Sache ist. Egal, wieviele Stimmen die am Ende bekommen. Was wiederum die Frage nach der 5%-Hürde aufwirft. Diese ist m.E. viel zu niedrig, weil Splitterparteien letztlich die „große Richtung“ vermasseln können – egal, um welche Richtung… Mehr
Genau so funktioniert „Unsere Demokratie“. Die Grünen werden dank der Briefwahl über die 5-Prozent-Marke gehievt und schon kann das Altparteien-Kartell weiterregieren und ihre zerstörerische Kraft neu entfesseln.
Es wäre gut, wenn die AFD nicht die absolute Mehrheit erreicht.
Dann muss die CDU die Maske fallen lassen, dass sie seit Merkel eine links-grüne Partei ist.
Das würde die CDU pulverisieren und Neuwahlen erzwingen, weil auch die letzten konservativen Unionwähler sich von ihr abwenden würden.
In den Umfragen zum Ministerpräsident fürt Herr Schulze, bei der Frage wer dir nächste Regierung führen soll führt die CDU. Die Mehrheit der Menschen in SA wünscht sich Schulze als MP. Ob es eine nun gefällt oder nicht. Das sollte auch die AFD anerkennen.