Lebenslänglich für Todesfahrer von Magdeburg

Sechs Menschen hat Taleb A. im Jahr 2024 auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt totgefahren. Mehr als 300 weitere wurden bei dem Attentat verletzt. Jetzt ist das Urteil da: lange Haft – aber noch keine Sicherungsverwahrung.

picture alliance/dpa | Peter Gercke
Verurteilter Todesfahrer vom Magdeburg Weihnachtsmarkt im Gerichtssaal, 02.06.2026

Taleb A. muss für mindestens 20 Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Magdeburg hat den 51-jährigen Mann aus Saudi-Arabien am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt. Da das Gericht auch die „besondere Schwere der Schuld“ feststellte, kann der Attentäter nun frühestens nach 20 Jahren auf Bewährung wieder freigelassen werden.

Die Kammer folgte weitgehend dem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft. Trotzdem wirft das Urteil eine entscheidende Frage auf: Denn trotz Feststellung der besonderen Schwere der Schuld wurde die – sich in solchen Fällen an die reguläre Haftzeit anschließende – Sicherungsverwahrung lediglich vorbehalten, statt sie direkt und unumstößlich anzuordnen.

Terror auf dem Rettungsweg

Am Abend des 20. Dezember 2024 hatte Taleb A. einen Pkw über einen Rettungsweg gezielt auf den gut besuchten Magdeburger Weihnachtsmarkt gesteuert. Mit hoher Geschwindigkeit raste er durch die Menschenmenge. Sechs Menschen tötete er, 323 weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Noch heute leiden Überlebende unter dem Trauma.

Mammutverfahren

Der Prozess hatte einzigartige Dimensionen. Mehr als 100 Zeugen und acht Sachverständige wurden gehört. Mehr als 200 Geschädigte traten mit 40 Anwälten als Nebenkläger auf. Um das Verfahren mit mehr als 40 Verhandlungstagen und einem riesigen Medieninteresse logistisch zu bewältigen, ließ das Land Sachsen-Anhalt ein temporäres Gerichtsgebäude errichten. Die Kosten dafür gingen in die Millionen.

Urteil mit fadem Beigeschmack

So verständlich das Urteil beim Haftmaß ist, so irritierend bleibt der Umstand, dass die anschließende Sicherungsverwahrung zum Schutz der Allgemeinheit nur vorbehalten wurde.

Es bleibt der Eindruck eines unvollständigen, nicht wirklich konsequenten Urteils – und einer deutschen Justiz, die sich immer weiter vom Rechtsempfinden der Bürger entfernt.

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Kommentare ( 62 )

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Der Person
42 Minuten her

In 20 Jahren gibt es in Deutschland einen (syrischen) Bundeskalifen. Der wird seinen sunnitischen Glaubensbruder dann begnadigen und zum Verkehrsminister ernennen. Der Iran hat mit all dem nichts zu tun.

Rosalinde
55 Minuten her

Das hier religiöser Fanatismus, vielleicht gepaart mit Hass auf Menschen mit anderer Hautfarbe und Aussehen (Weiße) ist zumindest mir klar. Denn in ihren Heimatländern machen die das nicht.

Karl Renschu
1 Stunde her

Sicherungsverwahrung hätte er bekommen, wenn die Richter davon auszugehen hätten, dass in 20 Jahren hier noch Weihnachtsmärkte oder Autos (außer für Politiker) zu finden wären.

Es besteht in deren Weltsicht schlicht keine Möglichkeit der Wiederholung.

Siggi
1 Stunde her

Jetzt wollen die uns noch verkaufen, dass dieser Penner rechtsextrem und islamfeindlich ist. Welch ein perverser Versuch, diese islamistische Tat anderen in die Schuhe schieben zu wollen.

Das müssen wir ändern, schnellstmöglich!

Die Sachen-Anhalt Wahl sollte zum Initial gegen diese Vernichtungspolitik der Altparteien werden.

Bitte helft mit und wählt die AfD, sonst war es das mit uns Deutschen.

Diogenes
1 Stunde her

Ein Wahnsinniger wird milde behandelt, – vermutlich weil er kein deutscher „Rechter“ ist!

Kassandra
1 Stunde her
Antworten an  Diogenes

Da er nicht als „wahnsinnig“ eingeschätzt wurde, konnte er verurteilt werden.
Was aber wird ihn getrieben haben? Suren?

Michael Theren
1 Stunde her

der Irre von Halle hat diverse „Probleme“ mit den Mithäftlingen, es gibt also auch für den Irren-„Arzt“ Hoffnung….

Last edited 1 Stunde her by Michael Theren
Kassandra
49 Minuten her
Antworten an  Michael Theren

Kindermörder mögen die nicht. Und dann auch noch welche von weiter her.

Fui Fujicato
1 Stunde her

Wieso werden hier wieder Millionenbeträge für einen absolut überflüssigen rechtsstaatlichen Prozess + dessen Durchführung verschleudert statt diesen Unmenschen islamischen Glaubens mit einem Viehtransport in sein Heimatland zu expedieren ???
Dort sollten die dortigen Behörden nach dem dort geltenden Recht über sein Schicksal bestimmen !!!

Brauer
1 Stunde her

Riad einfach, wäre am günstigsten.

Kassandra
47 Minuten her
Antworten an  Brauer

Vielleicht holen sie ihn sogar ab?
Der den Lehrer Samuel Paty enthauptete wurde im Sarg dort von denen, die ihn als Bruder erkennen, mit Jubel empfangen und in aller Feierlichkeit zu Grabe getragen!

Peter Gramm
1 Stunde her

Der Typ hat mehrere Menschen umgebracht. Wozu eigentlich der ganze Justizklamauk mit hunderten Zeugen und anderem Gedöns. Kostet alles ein irrsinniges Geld. Der Typ hat sich zu erklären, sonst nichts. Dann ab in den Knast und fort mit solchen Kreaturen. Man darf ja nicht vergessen. Er hat viele Länder durchreist um bei uns dann Schutz vor „Verfolgung“ zu erbitten und zu erhalten um dann bei passender Gelegenheit Leute umzubringen. Aus religiösem Wahn oder anderen neuralen Verformungen. Eine grüne Oberindianerin kotzte sich im Bundestag ja mal aus dass sich Deutschland verändern würde und sie sich darauf freuen würde. Solchen Leuten ist… Mehr

Kassandra
45 Minuten her
Antworten an  Peter Gramm

Da lob ich mir so manchen Rundfunkrat aus der Fremde, der sich ähnlich einschlich und nun halt verbal versucht, uns, seine Kostenzahler, auf die eine oder andere Art in den Senkel zu stellen – wiewohl Gerichte mitspielen.

maps
1 Stunde her

Offensichtlich will man in der Justiz, dass hinterher weitere Menschen Opfer werden. Und was ist mit den eigentlichen Tätern in der Politik, Verwaltung, Justiz und Polizei, die diese Tat erst ermöglich haben?? Diese werden natürlich wie immer nicht zu Rechenschaft gezogen. Wieder hatte niemand Schuld, obwohl die vorsätzlichen Versäumnisse offenkundig sind. Aber das kennen wir alles aus dem 3R und der DDR. Es ist nur noch ein widerliches System.