Evelyn Zupke meint, den Ostdeutschen „Demokratie“ beibringen zu müssen. Doch Nachhilfe in Demokratie scheint sie selbst zu benötigen. Ihre Aufgabe ist nicht, sich in die aktuellen politischen Auseinandersetzungen oder in den demokratischen Wettbewerb, schon gar nicht unter Missbrauch ihres Amtes und der Opfer der SED-Diktatur einzumischen. Ihr Rücktritt wäre angebracht.
picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Gestern bestätigte der Deutsche Bundestag Evelyn Zupke im Amt der Bundesbeauftragten für die Opfer der SED-Diktatur. Nun könnte man schon die Frage stellen, ob es überhaupt dieses Amtes in dem ohnehin schon ausufernden Kommissarswesen der Bundesrepublik bedarf und ob man nicht im Sinne der Einsparungen die Beauftragten streicht von A wie Antidiskriminierung bis T wie Tierschutz. Es würde doch genügen, wenn die Abgeordneten und die Ministerien einfach ihrer Arbeit nachgingen. In diesem Fall kommt noch hinzu, dass ein exzellent arbeitendes Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv und eine vorbildlich arbeitende Stiftung Aufarbeitung existieren – zudem haben Historiker wie Hubertus Knabe, Helmut Müller-Enbergs oder Jens Gieseke, um nur drei zu nennen, eine hervorragende Forschung und Aufarbeitung geleistet und leisten sie weiterhin.
Ausgesprochen problematisch wird es hingegen, wenn sich die Bundesbeauftragte Zupke öffentlich zu politischen Wertungen aufschwingt und parteipolitisch tätig wird, was schon dadurch geschieht, dass sie gegen einige politische Parteien Stellung bezieht. Zu den Grundpfeilern der Demokratie zählt die Neutralität des Staates und seiner Institutionen. Wenn jedoch Zupke diese Neutralität missachtet, handelt sie selbst gegen die Demokratie, deren Wert sie vermitteln will. Es wäre also notwendig, Frau Zupke nicht nur über den Wert, sondern vor allem über das Wesen der Demokratie aufzuklären – und in den Inhalt des Beutelsbacher Konsens einzuführen, der Indoktrination verbietet.
Evelyn Zupke hat dem RedaktionsNetzwerk Deutschland gegenüber geäußert, dass sie die „Wählerinnen und Wähler in Ostdeutschland über den Wert der Demokratie aufklären und Parteien entgegentreten“ will, „die den Unterschied zur SED-Diktatur verwischen“. Ob Zupke, die Soziale Arbeit studiert hat, zu historischen Einschätzungen dieser Tragweite befähigt ist, sei dahingestellt, dass sie aber die Ostdeutschen diskriminiert, wenn sie glaubt, dass sie den Ostdeutschen „Demokratie“ beibringen müsse, dürfte außer Frage stehen. Es ist schon schlimm, wenn Westdeutsche vermeinen, die Ostdeutschen in Sachen Demokratie belehren zu müssen, so hübsch von oben herab, doch schlimmer wird es, wenn Ostdeutsche ihnen in diesem suspekten Geschäft eifrig zu Diensten eilen. Nachhilfe in Demokratie scheint Evelyn Zupke zu benötigen, weil sie erstens das Prinzip der Neutralität verletzt und zweitens es zur Demokratie gehört, dass man die Partei wählen kann, die man will, dass es nicht weniger demokratisch ist, die AfD oder das BSW zu wählen als die Grünen oder die SPD. Auch steht es der Bundesbeauftragten nicht zu, den politischen Diskurs zu bewerten.
Wörtlich sagte laut RND die gestern vom Bundestag gewählte Demokratie-Lehrerin für Ostdeutschland: „Aus Umfragen wissen wir, dass mehr als die Hälfte der Menschen in Ostdeutschland unzufrieden ist und glaubt, nicht in einer Demokratie zu leben.“ Und weiter: „Ich sehe es deshalb als Teil meiner Aufgabe an, den Unterschied zwischen der SED-Diktatur damals und der Demokratie heute sehr deutlich aufzuzeigen. Das gilt auch für die kommenden Wahlen.“ Zupke fügte hinzu: „Wir leben nicht in einer Diktatur, wir leben in einer Demokratie – trotz aller Probleme, über die man sprechen muss. Ich beziehe das auf die AfD, aber auch auf das BSW oder die Linke, die solche Tendenzen immer schon hatte oder noch hat. Es geht in alle extremistischen Richtungen. Bei den Wahlen reden wir natürlich hauptsächlich über die AfD.“ Kann Zupke erklären, weshalb das BSW oder die AfD extremistisch sein sollen, die Grünen aber nicht? Will Zupke die Wahlen beeinflussen? In den Wahlkampf gar eingreifen?
Den Satz Zupkes lese man noch einmal langsam und in Ruhe: „Bei den Wahlen reden wir natürlich hauptsächlich über die AfD.“ Na, wenn das nicht schon den Charme eines demokratischen Blocks hat? Hübsch, wie Zupke den Eindruck selbst erzeugt, dem sie entgegentreten möchte.
Es ist nicht Zupkes Amt, sich in die aktuellen politischen Auseinandersetzungen oder in den demokratischen Wettbewerb und schon gar nicht unter Missbrauch ihres Amtes und der Opfer der SED-Diktatur einzumischen. Dadurch dementiert sie ihr Anliegen und fördert selbst undemokratisches Verhalten in der Demokratie.
Ihre Äußerungen zeigen, dass sie dem Amt offensichtlich nicht gewachsen ist, weder fachlich, noch politisch. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, Indoktrination, Agitation und Propaganda zu betreiben oder gegen einzelne Parteien zu Felde zu ziehen, noch darin, den Bürgern Ostdeutschlands „den Unterschied zwischen der SED-Diktatur damals und der Demokratie heute sehr deutlich aufzuzeigen“. Das wissen sie selbst und benötigen daher keine Belehrung. Ihre Aufgabe besteht darin, erstens die Aufarbeitung der Verbrechen der SED-Diktatur zu unterstützen und zweitens vor allem den Opfern der SED-Diktatur zu ihrem Recht zu verhelfen. Da sie offensichtlich die Aufgabe ihres Amtes missversteht, wäre ein Rücktritt angebracht.
Ostdeutsche sind keine Klippschüler in Sachen Demokratie, die einen Erzieher benötigen.


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An irgendeiner Stelle in ihrem Leben muss diese Tante falsch abgebogen sein. Ausweislich ihrer Wikipedia-Bio hat sie zu DDR-Zeiten eigentlich mitbekommen, was Unterdrückung und Dissenz bedeuten. Haben ihr die Grünen den Kopf vernebelt? Auf jeden Fall lasse ich mir auch von dieser Dame nicht die Demokratie erklären und Denkverbote verpassen. Im Übrigen kann sie eigentlich weg.
Warum hat dieses Land noch keine „Bundesbeauftragte für die Opfer der Corona-Diktatur“?
Halt! Nein! Falsch! Dafür tagt ja die Enquete-Kommission. Da können viel mehr „Spezln“ tagen und tagen und….. gefährliche Fragen von unliebsamen „Experten“ abwürgen. So geht „Opferschutz“ heute.
He he, die Akteure der DDR Diktatur haben auch immer behauptet es seine keine Diktatur. Mich würde extremst interessieren was monatlich die Gute für ihre Kommissariat-Stelle erhält und was sie seit 1991 zu dieser „Demokratie“ und Gesellschaft wertschöpfendes beigetragen hat? Aber die wichtigste Frage ist: Warum schafft man so eine Stelle mit so einem Titel 35 Jahre nach dem Zusammenbruch dieses Regimes währendessen die Opfer über diese Zeit zum großteil schon verstorben oder mangels ausreichender Lebenszeit ohne jegliche Chance auf Gerechtigkeit sind? Dieser Akt ist auf soviel Art und Weisen perfinde das einem die angemessenen Worte fehlen. Falsch! Man darf… Mehr
Es erinnert einfach nur noch an die DDR…
Es reicht sich diese Tante anzuschauen. Aus welchem Grund sehen rechte Mädels eigentlich immer besser aus?
Als ehemalige Bürgerrechtlerin sollte man nicht die gleichen perfiden Methoden anwenden, die man doch selbst angeprangert hat.
Es ist unredlich, Opfer eines Regimes zu instrumentalisieren und kritische Stimmen zum Zustand der derzeitigen Demokratie mit dem Argument quasi totzuschlagen, dass nur eine ehemalige DDR als Maßstab gelten darf.
Ein typisch verqueres Demokratieverständnis, das im besten Fall aus tiefem Hass gegen die frühere Heimat DDR resultiert.
Diese Dame Zupke scheint die ideale Verkoerperung Unserer Demokratie zu sein. Glueckwunsch an den Deutschen Bundestag!
Und was ist mit den Opfern des mauerfalls
Leider wurde die DDR-Vergangenheit nie aufgearbeitet. Wie in der DDR-Diktatur die Bürger bespitzelt, die Meinungsfreiheit unterdrückt und der Staat zur Beute der Partei gemacht wurde hätte Schulstoff, Gegenstand von Zeitungsartikeln etc. sein müssen, auch Parallelen zum vorangegangenen Nationalsozialismus, z.B. bezüglich Polizeistaatsmethoden und mangelnder Unabhängigkeit der Justiz sollten da aufgezeigt werden, um deutlich zu machen wie autoritäre Regime operieren. Die Aufarbeitung der deutschen Geschichte ist erbärmlich. Die DDR-Vergangenheit wurde komplett unter den Tisch gekehrt, der Nationalsozialismus wurde auf ein paar Symbole und Namen reduziert. Eine wirkliche Aufarbeitung die den Menschen die Methoden autoritärer Regime aufzeigt ist gar nicht gewünscht, denn dieser… Mehr
Die „Ostdeutschen“ haben es für sich sehr wohl aufgearbeitet, sie haben 1990 bewusst ein großes Wohlstandsopfer gebracht um in die erhoffte Freiheit des Westens von 1990 zu gelangen. Mit dem Einigungsvertrag haben sie die westdeutsche Benachteiligungskröte geschluckt im erhofften Tausch gegen gute Demokratie und Aufstiegschancen. Aber sie erhielten im Tausch ein mangelhaftes Produkt, welches sich heute kollektivistisch-ökosozialistisch enttarnt. Dies erkennend wählen viele (noch zu wenige) „Ostdeutsche“ immer weniger die Blockparteien – das ist gute Geschichtsaufarbeitung, die Ostdeutschen führen heute die Debatte, die sie 1990 im Rausch der Einheit übersprungen haben – die Frage, in was für einer Gesellschaft sie wirklich… Mehr
Sie tut es in einem Maße dessen sie sich überhaupt nicht bewusst sind.
Bärbel Boley hat ja wohl ausdrücklich geschildert, wie es weitergehen wird und sie hatte in Allem Recht.
Warum müssen denn alle linksgrünen Minister-, Beauftragt-, Staatssekretär-, Abgeordnet- etc. -Innen ausnahmslos alt, hässlich und überwiegend rettungslos übergewichtig sein? Mir fällt aktuell keine einzige ein, von der man sich nicht mit Grausen abwenden müßte: Bas, KGE, Esken, Hubig, Warken, Prien, Roth, Künast, etc. – und jetzt noch Evelyn Zupke… Ich meine, die „männlichen“ Widerparts wie Dario Schramm, Felix Banaczak, Omnid Nouripour und ähnliche würde ich auch nicht unbedingt in die Kategorie „Adonis“ einordnen, aber bei den „Damen“ fällt’s eben besonders auf. Kein Vergleich zu den Damen der „Schwefelpartei“… Wenn man dann noch berücksichtigt, daß die Absenz jeglichen Intellekts nochmal auf… Mehr
Von Natur aus nicht begünstigt, bohrt unablässig der Gedanke, jemand müsse Schuld am Zustand sein. Infolgedessen versucht man die eigenen Unzulänglichkeiten dadurch zu kompensieren, dass man sich versucht in eine Position zu bringen, bei der einem andere zuhören müssen – besser noch, man kann andere Menschen gängeln und schikanieren. Schöne Menschen werden häufiger angesprochen, mit intelligenten Menschen unterhält man sich gern und länger. Trifft beides nicht zu, welkt man eben so vor sich hin und wird verbittert.
Ich muss Ihnen recht geben. Es fällt schwer, bei dem Anblick so vieler Damen aus der linksgrünen Ecke nicht ins Persönliche abzugleiten. Verklemmtheit, Lustfeindlichkeit und Fanatismus spiegeln sich nur allzu oft in den Gesichtern dieser „Frauen“. Frauen in Anführungszeichen, weil man ja nicht ganz genau weiß, ob sie das wirklich sind oder einem der 73 Alternativgeschlechtern angehören. Vielleicht wissen sie es selbst nicht und reagieren deshalb so verbiestert. Nee, wirklich: vom ästhetischen Standpunkt aus kann man wirklich nicht links wählen…
Aber vielleicht lesen die sich ja als Frauen-
Wer zur Hölle ist Dario Schramm?