Erhielte die AfD in Sachsen-Anhalt die Regierungsmehrheit, hätte sie objektiv keine Chance auf gute Arbeit. Ihr bliebe nur, den bundespolitisch verursachten Niedergang zu verantworten. Erzielte sie keine Mehrheit, wäre sie im Vorteil abzuwarten, wie die CDU entscheidet. Kooperierte sie mit Links, wäre die CDU dem Ende noch näher.
picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert
Die neue Umfrage von Infratest Dimap für den mdr, die Mitteldeutsche Zeitung und Volksstimme ist sensationell, wenn auch wenig überraschend. Die Sonntagsfrage ergab folgendes Ergebnis: 41 Prozent der Wähler würden der AfD ihre Stimme geben, das sind 2 Prozentpunkte mehr als im letzten Sachsen-Anhalt-Trend von Infratest Dimap, der im September 2025 erhoben wurde. Nur noch 26 Prozent würden sich für die CDU entscheiden, wieder 1 Prozentpunkt weniger als noch im September, 12 Prozent der Linken, ebenfalls 1 Punkt weniger und 7 Prozent unverändert der SPD. BSW und Grüne wären mit jeweils 4 Prozent nicht mehr im Landtag vertreten, die FDP fällt unter Sonstiges.
Könnten die Wähler in Sachsen-Anhalt den Ministerpräsidenten direkt wählen, läge der Ministerpräsident Sven Schulze knapp vor dem Spitzenkandidaten von der AfD Ulrich Siegmund, 36 Prozent würden Schulze wählen, 32 Prozent Siegmund, allerdings sind 32 Prozent unentschlossen. Die Frage, welche Partei nach der Wahl die Landesregierung in Sachsen-Anhalt führen sollte, beantworteten die Befragten ebenfalls unentschieden, denn 44 Prozent wünschten, dass die CDU die Landesregierung führen sollte, 43 Prozent die AfD. Vergleicht man das mit der letzten Umfrage im September 2025 sind das 3 Prozentpunkte für die CDU weniger, aber 6 Prozentpunkte für die AfD mehr. Hinzu kommt, dass 31 Prozent der Befragten der AfD die Kompetenz, die Probleme zu lösen, zutrauen, der CDU nur noch 18 Prozent. Das korrespondiert mit der großen Unzufriedenheit mit der Arbeit der schwarz-rot-gelben Landesregierung, denn 62 Prozent sind mit ihrer Arbeit unzufrieden und nur 33 Prozent sind mit der Regierungsarbeit zufrieden.
Wenn man nun schon seit mehreren Legislaturperioden Sachsen-Anhalt regiert, die Wirtschaft im Sinkflug ist, das mittdeutsche Chemiedreieck wankt, wenn 82 Prozent der Befragten die wirtschaftliche Situation des Bundeslandes als „weniger gut/schlecht“ einschätzen, dann stellt es schon einen Witz in der Landschaft dar, vor denen, die noch nie regiert haben, damit zu warnen, dass sie eine wirtschaftliche Katastrophe anrichten würden, wenn man selbst mitverantwortlich für den wirtschaftlichen Niedergang erstens als Landesregierung und zweitens als CDU ist. Herr Schulze im Glashaus hat sich für Mühlsteine entschieden. Zwar kann die Landesregierung nicht allzu viel für den wirtschaftlichen Niedergang, weil er auf einer falschen Energie- und Wirtschaftspolitik, die eben vom Bund verantwortet wird, beruht. Doch eine nicht geringe Schuld trifft die CDU, die seit Merkel grüne Wirtschafts- und Energiepolitik quacksalbert.
Den Bundeskanzler und CDU-Vorsitzenden Merz muss Schulze im Wahlkampf fürchten, anstatt, dass er auf ihn hoffen darf. Der unbeliebteste Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik ist für Sven Schulze ein Klotz am Bein. Denkbar, also dass es für die CDU noch zwei, drei Prozentpunkte heruntergeht, denkbar, dass die Linke noch einen Prozentpunkt an die Grünen verliert, die dann wieder im Landtag wären. Das BSW wird es wohl nicht in den Landtag schaffen, nach dem Verrat von Thüringen, wo das BSW mit der CDU und der SPD regiert, und nach Crumbachs miesem Spiel in Brandenburg traut man dem BSW nicht mehr.
Im Falle einer AfD-Regierung bleibt der AfD nur, den Niedergang zu verantworten – und zu dem noch den Beweis zu erbringen, dass sie es eben doch nicht kann. Völlig unabhängig, ob die AfD in Sachsen-Anhalt regierungsfähig ist oder nicht, besitzt sie keine Chance, gute Regierungsarbeit zu leisten. Jedenfalls nicht im Augenblick. Ihr bester Wahlhelfer ist Friedrich Merz – und so häufig, wie er in letzter Zeit gesagt hat, dass es keine Neuwahlen gäbe, weiß man nicht, wie lange Merz noch Bundeskanzler ist und wie die Lage im Herbst ausschaut.
Sollte die AfD nicht die Regierungsmehrheit bekommen, dann gerät sie in die vorteilhafte Lage, abzuwarten, was die CDU unternimmt. Sven Schulze oder wer auch immer aus der CDU muss sich dann für eine wie auch immer geartete Kooperation (Koalition, Duldung, verschämte Duldung, verhüllte Tolerierung) entscheiden, entweder mit der AfD oder mit dem SED-Kartell aus Linke, Grüne und SPD. Letzteres würde die CDU vollends zur Blockpartei machen, was zum Siechtum der CDU in Sachsen-Anhalt führen würde, denn die CDU hätte sich damit als linke Partei bestätigt. Die CDU könnte noch so viele Spitzfindigkeiten präsentieren, der Unvereinbarkeitsbeschluss wäre vollständig gefallen, was für links gilt, muss auch für rechts gelten.
Doch bis zum Herbst kann noch viel geschehen, wird noch viel Wasser den Bach hinabfließen, und nicht den Bach hinauf, wie einst ein Habeck in seiner wunderlichen Naturbetrachtung vermeinte. Eine Politik, die auf Wunderglauben beruht, ist in der Realität zum Scheitern verurteilt.



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26 % für die Schwarzen noch immer macht mich fassungslos, aber diese Wohlstandsverwahrlosten werden schon noch aufwachen wohin ihre Dummheit an der Wahlurne führt. Nur eine absolute Mehrheit für die AfD führt hoffentlich zu einer Wende zum Guten.
Das kontinuierliche Wachstum der Blauen ist auch deshalb besonders erfreulich, weil zu befürchten stand, dass die „konservative Wende“ WELTWEIT durch die abartige Kriegspolitik des D. Trump massiv Schaden nehmen könnte. Deshalb ein Riesenlob v.a. für den Tino in der AfD!!!
Das ist ja fast schon so wie bei den klimapropheten.
Können Sie denn einen genauso engagierten Kommentar aufweisen zu den mutmaßlich 40.000 getöteten und gefolterten Iranern?
Das völkerrecht ist übrigens für die Völker, nicht für deren Diktatoren. Vielleicht ist Ihnen ja auch eigentlich beides egal, aber über Trump kann man sich eben herrlich aufregen.
„Mutmaßlich“ trifft’s ansatzweise, und natürlich wäre ich nicht minder engagiert, wenn ich solchen Horrormeldungen Glauben schenken würde!! Aber zu oft wurden und werden solche Meldungen kreiert, um geopolitische Interessen zu verschleiern und Aggressionen zu rechtfertigen!!
Und das ist beim Iran seit 1979 eine reine Mutmaßung? All die öffentlich an den Kran geknüpften? Die weltweit Millionen Exil Iraner sind alle gekauft? Von den USA? Natürlich geht es auch um das Ringen gegen China. Die Geschichte hat ja potentiell nur KollateralNUTZEN, wenn es nicht entgleist – für die USA. Muss man alles nicht gut finden. Die Huties haben übrigens vom Iran organisiert auch auf Schiffe geschossen, da gab es kaum Reaktionen. Immer wieder: Die Dummen in dem Spiel erkennt man daran, dass sie stets am meisten bezahlen für Gas, Öl und Strom. Die sich seit geraumer Zeit… Mehr
Nicht nur in Sachsen-Anhalt gewinnt die AfD – das hier gefunden heute bei GMX: „Der neue ARD-‚Deutschlandtrend‘ markiert einen Wendepunkt: Die AfD zieht erstmals an allen anderen Parteien vorbei. Die Bundesregierung verliert weiter an Rückhalt (…) Einen neuen Tiefstand erreichte die Zufriedenheit mit der Bundesregierung. Mit der vor einem Jahr mit 40 Prozent Zufriedenheit gestarteten schwarz-roten Koalition sind nun laut Deutschlandtrend nur noch 13 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden (…) Im seit 1997 erhobenen ‚Deutschlandtrend‘ ist das der schlechteste Wert, den eine Regierung zwölf Monate nach Amtsantritt je erreicht hat.“ Na also, geht doch!! Und die stärkste Partei… Mehr
Man hört allerdings weniger vom Parteiverbot in letzter Zeit.
Die die Übernahme der Regierung in einem durchaus großen Flächenland wäre ein wichtiges Signal und, wenn das dann früher oder später unvermeidlich kommt, eine wichtige Ergänzung einer Koalitionsregierung mit der AfD im Bund. Aber dafür wird sich die CDU spalten müssen, wie damals vor ihrem Untergang die italienische Christdemokratie. Dafür ist der Schmerz der Bevölkerung noch nicht groß genug.
Nun ja. Zumindest den Rundfunkstaatsvertrag könnte Siegmund kündigen und schon allein das wäre es wert. Außerdem sind die (AfD-)Wähler jetzt auch nicht soo blöd. Die werden sehr genau registrieren, wenn die Bundespolitik oder gar die Beamtenkaste eine demokratisch gewählte AfD-Landesregierung blockiert. Ich würde sowieso an Stelle der AfD erst einmal vor Regierungsantritt sämtliche in den letzten 12 Jahren eigestellten Landesbeamten in der Verwaltung entlassen, bzw. in einen „Beamtenarbeitsdienst (BAD)“ überführen. Dort werden sie dann zum Straßenbau eingesetzt. Wer sich weigert dem Dienstherrn zu gehorchen, liefert den perfekten Grund für eine fristlose Entlassung unter Verlust sämtlicher Pensionsansprüche.
Ja, das wäre ein wichtiges Signal!
Ihr Ernst? Mir tun schon jetzt die Autofahrer leid, die über von Verwaltungsbeamten gebauten Straßen fahren müssen. Keine Angst, diese Beamten werden sich sehr schnell einrichten, wenn ein Regierungswechsel ins Haus steht. Alles Opportunisten. Beamte in höheren Positionen können zudem ohne weiteres in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden, siehe Hans Georg Maaßen, der ehemalige Verfassungsschutzpräsident von Angela Merkel.
Ist ja auch von den Altparteien/SED 2.0 so beabsichtigt … man fährt den Karren in den Dreck und gibt dann mit Hilfe der Staatsmedien der AfD die Schuld, wenn diese in Regierungsverantwortung … hoffe ein paar dieser Putschisten landet irgendwann im Knast … ich hätte hier eine Liste 😉
Letztlich ist das alles das Ergebnis der Staatskunst der Angela Merkel, sie hat wissentlich, vorsätzlich, fahrlässig oder egoistisch, je nach Deutung, genau solche Zustände herbeigeführt, dass jede Regierung, ob im Bund oder den Ländern, aufgrund der von ihr verursachten gewaltigen Schäden nur scheitern kann. Ich habe noch zu Merkels Zeiten geschrieben, daß es nach ihr keine stabilen Regierungen mehr geben wird, zu groß ist das Desaster, welches sie angerichtet hat. Es ist genauso gekommen. Und das Faszinosum dabei ist, dass sich fast alle im öffentlichen Raum über diese sechzehnjährige Staatsverelendung einig sind, aber keiner innerhalb des System Medien es wagt,… Mehr
Ja, da ist was wahres dran.
Der Bund entscheidet. Erst wenn da eine klare Merheit für einen Politikwechsel und Neuwahlen greifbar sind, machen konservative (nicht cdu) Landesregierungen Sinn, die dann die Agenda vom Bund fortsetzen werden.
Leider, ist das so bei der überwältigenden Merheit der kurzsichtigen, teil/ard- gebildeten Bevölkerungsmasse so und nicht anders möglich. Das es langwierig und schwierig, mit Rückschlägen u Querschüssen der Etablierten nur langsam Ervolge bri gen kann,wird von gaanz Vielen nicht eingesehen u.akzeptiert. Das im Osten die Aufklärung und Denkweise mer konservativ ist, spielt keine Rolle. Die Masse von 3/4 der Deutschen lebt westelbisch.
Was für eine komische Wahlempfehlung von Herrn Mai! Leute wählt bloß nicht die AfD , denn sie könnte die Regierung übernehmen und da sie angeblich nicht regieren kann, müßte sie Verantwortung für den weiteren Niedergang von Sachsen-Anhalt übernehmen, was ihr schadet. Während, wenn die CDU weiter regiert, würde das der AfD nutzen und ihr bei folgenden Wahlen mehr Stimmen bringen als sie jetzt einzufahren sich anschickt. Und dann Herr Mai? Eine ähnliche Empfehlung die AfD nicht zu wählen? Wie gesagt, reichlich komisch.
36% würden Schulze wählen, 32% Siegmund, 26% die CDU und 41% die AfD, diese Zahlen sagen schon alles. Ein Grossteil der Linken und Grünen würde lieber einen CDU-Ministerpräsident wählen, als dieses Amt einem AfD-Mann zu überlassen, da sie genau wissen das die Fortführung ihrer Politik nur mit der Brandmauer möglich sein wird. 67% der Wähler erwarten einen rechtskonservativen Kurs und kriegen die selbe linksgrüne Sozialistenscheisse, welche sie vor dem Fall der Mauer hatten. Mit Sozialisten gibt es keinen Konsens, wann begreifen dies die CDU-Wähler endlich. Die AfD vertritt Positionen die in der vor-Merkel-Zeit noch CDU Positionen waren. Kohls Vermächtnis ist… Mehr