Starmer, der erste der drei Möchtegern-Musketiere, wurde von seiner Partei entfernt – Wann geht Merz?

Keir Starmer tritt auf Druck der eigenen Partei zurück. Friedrich Merz erreicht Rekordwerte der Unbeliebtheit – und die CDU würde, fragte man sie nur, erklären, man habe „vollstes Vertrauen“ in ihn. Ob das so bleibt, wenn die Unbeliebtheitswerte weiter steigen?

picture alliance / Photoshot | -

Nachdem Donald Trump seinen Rücktritt schon vorweggenommen hatte, bestätigte Keir Starmer vor Parteivertretern von Labour, dass Labour entschieden habe, er solle zurücktreten, und er werde, da es der ausdrückliche Wunsch der Partei sei, diesem Wunsch seiner Partei selbstverständlich Folge leisten.

Die Nachrichtenagentur dts fragte deshalb den Regierungssprecher Stefan Kornelius, ob der Kanzler den Rücktritt Starmers, der wegen der schlechten Umfragezahlen und auf Druck der eigenen Abgeordneten erfolgt, zum Anlass nehme, über seine eigenen Beliebtheitswerte zu reflektieren. Der Regierungssprecher antwortete auf diese einfache Frage mit einem klaren und geraden „Nein“.

Die Frage war aber an die falsche Adresse gerichtet. Dts hätte die Partei fragen sollen, dann wäre die Antwort sinngemäß zwar nicht anders ausgefallen, zwischen den Zeilen aber vermutlich doch. Was könnten Sprecher oder Mitglieder der CDU auf diese Frage geantwortet haben?

Zunächst hätten sie nicht mit einem Wort geantwortet. Wahrscheinlich hätten sie gesagt, dass Merz ihr vollstes Vertrauen habe, absolut hervorragende Arbeit leiste und dass sie voll und gänzlich hinter ihm stünden. Bedenkt man die übertrieben gesteigerten Adverbien, zu denen sich die Antwortenden vermutlich genötigt fühlen würden, um ja jeden Zweifel zu zerstreuen, dass sie eventuell nicht so denken könnten, heißt das, dass sie vermutlich genau das Gegenteil dessen, was sie sagen, denken.

Die nächste Frage an den Regierungssprecher hätte lauten können: Wann ist Merz’ Unbeliebtheit groß genug für seinen Rücktritt?

Im gemittelten Ergebnis aller Umfrageinstitute ist die Unbeliebtheit von Merz bereits auf 78 Prozent geklettert. Forsa und Infratest dimap kamen sogar auf Werte von 84 Prozent beziehungsweise 84,3 Prozent.

Aber das hat Merz ja schon erkannt: Die Deutschen meckern eben gerne und würden alles negativ sehen. Aber Negatives als negativ zu erkennen, wäre ja eigentlich schon wieder positiv.

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Kommentare ( 30 )

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RauerMan
4 Minuten her

Die Frage der Unbeliebtheit betrifft sowohl Merz als auch die CDU.
Söder warnt vor der AfD.
Die Wählerschaft sieht das aber ganz anders, nämlich, daß auch die CSU Deutschland schadet.
Mithin, alle Unions-Verantwortlichen und eine einstmals sehr wählbare Union haben durch ihre „Leistungen“ verspielt.

Jatoh
9 Minuten her

Beliebtheitswerte im Volk sind sicher kein Rücktrittsgrund für Politiker.

Sohn
14 Minuten her

Merz klebt bombenfest auf seinem Kanzlerstuhl. Er wird sich hüten, die Vertrauensfrage zu stellen und mit einem konstruktiven Mißtrauensvotum ist auch nicht zu rechnen. Ich wäre nicht überrascht, wenn er uns bis zum Ende der Legislaturperiode beglücken würde. Welch grausames Schicksal aus Wählersicht.

Dundee
14 Minuten her

Bis zur Sommerpause wird Merz noch durchhalten. Damit ist er dann gleich zwei Monate weiter. Weil Merz in diesen zwei Monaten logischerweise in keinen Fettnapf treten kann wie sonst täglich, wirkt dieser Urlaub für Merz Kanzlerschaft wie ein Booster.
Ich prophezeie, die kellertiefen Beliebtheitswerte für Merz werden durch die Sommerpause steigen. Während seine Unternehmer, die er regelmäßig beleidigt und die Arbeinehmer der Unternehmen, die Merz als männliche Variante von Marie Antoinette verachtet, brav für ihn weiter arbeiten und immer höher steigende Steuern und Abgaben zahlen.

Merz ist eklatant dumm. Doch sein Volk ist noch dümmer.

rolandino
15 Minuten her

„Keir Starmer tritt auf Druck der eigenen Partei zurück. Friedrich Merz erreicht Rekordwerte der Unbeliebtheit – und die CDU würde, fragte man sie nur, erklären, man habe „vollstes Vertrauen“ in ihn“.

Deswegen gehört auch die CDU weg.

Montesquieu
26 Minuten her

Es ist kein Problem von Einzelpersonen. Vielmehr sind die Einzelpersonen Symptome des Problems.

pcn
28 Minuten her

Merz führt Deutschland mitten in einen Krieg mit Russland. Danach wird aus Deutschland und den Kriegswahnsinnigen in Berlin nicht mehr viel übrig bleiben. Kein Regierungsbunker halten die Waffen aus, die Moskau zur Verfügung hat. Da braucht es noch nicht einmal einen Nuklearsprengsatz. Wieviele von den Menschen bei einem solchen Krieg überleben werden, die diese der fürchterlichste Parteien zur Vernichtung Deutschlands gewählt haben und überleben werden…bleibt ungewiss.

Britsch
5 Minuten her
Antworten an  pcn

Geutschland führt eigentlich schon Krieg gegen Russland als einer der Europäischen kriegstreiber, die den Krieg der Ukraine gegen Russkland bezahlen.
Die alle Friedensbemühungen bisher Torpeduiert haben.

Klaus Kabel
31 Minuten her

Da warens nur noch zwei.

Kontra
31 Minuten her

Wann geht Merz? Besser jetzt als gleich!

karlotto
32 Minuten her

Starmer geht , die City of London bleibt.