Deutschlands Bundespräsident hintertreibt die Außenpolitik von Friedrich Merz und greift die USA öffentlich massiv an. In einem Akt der Selbstermächtigung überschreitet Frank-Walter Steinmeier alle Grenzen seines Amtes.
picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
„Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen.“ So spricht der Bundespräsident in seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin.
Mit erhobenem Zeigefinger legt Frank-Walter Steinmeier nach: Der Krieg gegen das iranische Mullah-Regime sei „völkerrechtswidrig“.
Das 70-jährige Staatsoberhaupt mischt sich damit in die aktuelle Außenpolitik der Bundesregierung ein. Grundgesetzwidrig, übrigens – denn unsere Verfassung verpflichtet jeden Bundespräsidenten ausdrücklich zur politischen Zurückhaltung. Steinmeier ist weder Bundeskanzler noch Außenminister. Er ist auch kein außenpolitischer Kommentator im Ruhestand.
Aber er führt sich auf, als sei er all das gleichzeitig.
Der mit großer Sicherheit und völlig zu recht meistkritisierte Bundespräsident in der deutschen Geschichte fällt vom Schloss Bellevue aus der Bundesregierung öffentlich in den Rücken. Steinmeier macht Außenpolitik ohne Mandat.
Der Architekt des Scheiterns schulmeistert die Gegenwart
Besonders pikant ist sein Ausfall im Lichte seiner eigenen außenpolitischen Vergangenheit.
Zweimal (2005 bis 2009 und 2013 bis 2017) war der Mann selbst Bundesaußenminister. In dieser Zeit fiel er vor allem mit seiner Schmuse-Politik gegen über dem Mullah-Regime in Teheran auf. Das war zweifellos eine der schlimmsten Fehleinschätzungen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Libanon, Gaza, Jemen, Syrien – überall hat Teheran seine Finger im Spiel. Überall war die Methode dieselbe: brutale Gewalt.
Sein Scheitern – und damit sein eigenes Totalversagen – will Steinmeier bis heute nicht eingestehen. „Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des Iran“, sagt er nun. Das liegt irgendwo auf halbem Weg zwischen komplettem Realitätsverlust und blanker politischer Lüge.
Statt Selbstkritik gibt es im Hause Steinmeier Schuldzuweisungen: an US-Präsident Donald Trump, denn der habe das Abkommen „scheitern lassen“. Das ist schlicht ein Märchen, das es dem Bundespräsidenten erspart, die eigene Verantwortung zu benennen.
Entsetzliche Doppelmoral
Was für ein Charakter der Bundespräsident ist, erkennt man auch daran, worüber er in seiner Rede schweigt:
- kein Wort über die systematische Aufrüstung des Iran,
- kein Wort über die Finanzierung des internationalen Terrors,
- kein Wort über die brutale Niederschlagung von Protesten, bei der Zehntausende friedliche Demonstranten auf offener Straße massakriert wurden.
Stattdessen stürzt sich der Jurist und Bürokrat Steinmeier, Überraschung, auf das „Völkerrecht“. Dabei argumentiert das Staatsoberhaupt sogar gegen die Grünen. Deren prominenter Vertreter Anton Hofreiter, immerhin Vorsitzender des Europa-Ausschusses im Bundestag, hält die US-Angriffe auf den Iran zwar für „völkerrechtswidrig fragwürdig“, doch auch für „menschlich, in meinen Augen, nachvollziehbar“.
Man dürfe nicht vergessen, dass es sich um ein „extrem verbrecherisches Regime“ handle, sagte Hofreiter kürzlich in einem TV-Interview: „Ob so ein Regime noch in irgendeiner Form legitim ist oder vom Völkerrecht geschützt ist, Stichwort: ‚Responsibility to Protect‘ (Verantwortung zum Schutz, Red.), das kann man durchaus auch diskutieren.“
Aber nicht mit Frank-Walter Steinmeier.
Der GröDaZ – der größte Diplomat aller Zeiten
Wo er schon dabei ist, seine Kompetenzen zu überscheiten, marschiert der Bundespräsident einfach gleich noch weiter.
Der erste Mann im Staate stellt also Putins Angriffskrieg und die demokratische Wahlentscheidung von ein paar hundert Millionen US-Bürgern in den USA rhetorisch auf eine Stufe.
Das Grundgesetz weist dem Bundespräsidenten eine klare Rolle zu: Er soll integrieren, moderieren, repräsentieren. Er soll nicht polarisieren, nicht dirigieren, nicht intervenieren. Steinmeier akzeptiert diese Grenze nicht. Anderen wedelt er ständig mit dem „Völkerrecht“ vor der Nase herum – aber er selbst ignoriert das Grundgesetz.
Seine Äußerungen zum Iran-Krieg sind keine persönliche Meinung. Sie sind ein direkter Angriff auf die außenpolitische Linie der Bundesregierung. Es ist eine Anmaßung und eine beispiellose Selbstermächtigung.
Das Staatsoberhaupt will sich nicht mehr auf seine Rolle beschränken, sondern aktiv Politik machen. Er ist ein Präsident, der redet, als wäre er noch Außenminister.
Die gute Nachricht ist: Frank-Walter Steinmeier ist schon lange nicht mehr deutscher Außenminister. Die schlechte Nachricht ist: Noch bis 30. Januar 2027 ist er Bundespräsident.




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Immer wieder erstaunlich, dass sich dieser Minderleister-Oberbeamter mit ihm nicht gebührenden „Meinungen“ quasi aus dem Off engagiert. Nur in seinen Kernaufgaben, Repräsentant ALLER Bürger zu sein und zumindest die krass verfassungswidrigen Gesetze etwa das unsägliche Heizungsgesetz zu stoppen, da ist er, wie eigentlich alle in seiner Partei, einfach nur Totalversager. Immerhin sieht man an ihm, dass der BPräs-Posten als weitere Parteiversorgungseinrichtung abgeschafft gehört! Und das nicht hilfreiche Kartellamt kann gleich ebenfalls ersatzlos dichtgemacht werden, wie auch das Zwangspropaganda-GEZ-TV. Dann kann man sich trotz des Weltsozialamtsstatus die MwSt-Erhöhung sparen!
Dem Mullahfreund würde ein Atomarsenal in Teheran sicher nichts ausmachen!
Überhaupt kann er mit der Islamisierung sehr gut leben, solange der Mindestabstand von Schloss Bellevue gewahrt bleibt und er in einer gepanzerten Limousine chauffiert wird.
Eines muß man der Person lassen:
Die Diskussion, ob das D.-schland überhaupt eines Bundespräsidenten benötigt, die gewinnt zunehmend an Schwung.
Der Mann ist ein gutes Argument für die Abschaffung dieses teuren und nicht sehr sinnvollen Amtes. Aber außer ein paar unverbesserlichen Alt-Kommunisten in SPD und Medien dürfte das Urteil über ihn inzwischen einhellig nur noch „so mittel“ sein.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich hier wegen meiner Meinung über Steinmeier wegmoderiert wurde. Doch alles, was ich damals schrieb ist auf diesen Menschen zutreffend. Wenn er wenigstens nur schlecht wäre, aber er ist eine gefährliche Person, für unser Land und für die Welt. Es ärgert mich maßlos, dass diese Person unser Repräsentant sein soll und es ärgert mich schon jetzt, dass dieser antidemokratische Ideologe vermutlich noch jahrzehnte durch unsere Steuergelder mit einem „Ruhegehalt“ ausgestattet wird. Den Gauck zieht man auch immer wieder auf die ÖRR-Bühne und außer Hetze kommt aus dessen Mund auch nichts heraus. Wenn… Mehr
Wenn einer als Musterbeispiel dafür dienen kann, daß das Amt des Bundespräsidenten nicht nur nicht gebraucht wird, sondern sogar schädlich ist, dann ist es dieser Steinmeier.
Ich behaupte, die Bundesversammlung wird schon zeitgerecht eine „Vertragsverlängerung “ für Herrn Steinmeier beschließen. Immer nach dem bekannten Motto einer Frau .“ Jetzt ist er schon mal da !“ Die Diskussionen um den Fortbestandes und die Notwendigkeit des Erhalts solch eines Amtes werden nicht enden und sind durchaus berechtigt.
Auch ein blindes Huhn findet mal einen Korn. Chrupalla hat übrigens Steinmeiers Einlassungen zum völkerrechtswridigen Angriff auf den Iran lobend hervorgehoben. Vielleicht wird sich der Bundespräses nun vehement von seiner eigenen Meinung distanzieren
Da ist wohl ein Rücktritt fällig – oder eine Amtsanklage nach dem noch nie angewandten Art. 61 GG.
Dieses Instrument haben die Väter des Grundgesetzes interessanterweise für kein anderes Verfassungsorgan vorgesehen. Als ob sie einen Steinmeier geahnt hätten…
Irre ist einzig die versuchte Reinwaschung des US-israelischen Angriffs auf ein Land, das keinerlei Aggressionen nach außen zeigte.