Der Wasserstandspegel in der sinkenden Chefetage Bundeskanzleramt steht bei Oberkante Unterlippe. Kaum wird immer lauter über den Austausch von Senkblei Merz’ gesprochen, jault sein direktes Umfeld von „Zündelei“ und vom „Betreiben des Geschäfts der AfD“. Merz und sein Umfeld sind am Ende der Sackgasse.
picture alliance / dts-Agentur
Im Kanzleramt herrscht offenbar Alarmstufe beleidigte Hofgesellschaft. Kaum wird ausgesprochen, was in der Union längst als Gedanke herumliegt, reagiert das Umfeld von Friedrich Merz mit der üblichen Mischung aus Empörung, Drohung und Demokratiepathos, nur dieses Mal drei Spuren schriller als sonst. Ein Kanzlertausch sei „naiv“, heißt es. Die Debatte zeuge von „gefährlicher Lust an der Zündelei“. Wer über Personal rede, „quatsche“ bloß, statt sich mit Einkommensteuer oder Pflegereform zu beschäftigen.
Dann erzählt doch mal, wie genau macht ihr das denn in der Union, außer Beitragszahler immer noch stärker zu belasten und gleichzeitig für die Gesundheitsversorgung an Nichtbeitragszahler wie Zugewanderte umzuverteilen? Also die einen de facto zu bestehlen und für die Empfänger dieses Diebstahls die Tore immer weiter zu öffnen? Ausgerechnet der Apparat um Friedrich Merz sollte nach den eigenen „Glanzleistungen“ in diesen Bereichen ganz, ganz dringend die Klappe halten.
Es wäre brüllend komisch, wenn es nicht so tragisch wäre. Jahrelang wurde den Bürgern ein Kanzlerdarsteller verkauft, der angeblich alles könne, sobald man ihn nur lasse. Merz, der Wirtschaftsmann. Merz, der Migrationswender. Merz, der Gegenentwurf zur Ampel. Merz, der Mann, der Deutschland wieder auf Kurs bringen werde. Übrig geblieben ist die größte politische Mogelpackung seit Angela Merkel: viel Pose, gar keine Richtung außer runter vom Dreimeterbrett, und rückwärts beim Olympioniken-Rudern. Koalition mit der SPD, Rückzüge bei zentralen Versprechen und eine Union, die in Umfragen jetzt wöchentlich weiter ausblutet.
Wir bei Tichys Einblick haben Merz seit Jahren als das beschrieben, was er ist: eine gigantische Mogelpackung. Als jemanden, der seine Mutter über Bord werfen würde, wenn es ihm politisch nützt. Catch me if you can – das ist meine persönliche Meinung über Merz. Jemand, der sich für eine nicht ganz vernichtende Schlagzeile in einem linken Medium sämtliche Glieder abhackt, wobei Glieder hier sinnbildlich für das eigene konservative Lager und die Wählerschaft steht. Schon auf dem Weg ins Kanzleramt hatte er Leute lieber über die Planken geschickt, anstatt sie einzubinden. Wobei er sich bei einem süffisanten Lächeln sicherlich für den größeren Machtpolitiker gehalten hat als Angela Merkel.
All das haben wir beschrieben. Wofür wir ebenso gescholten wurden wie für unsere jahrelange Kritik an Merkel. Wir waren da rückblickend betrachtet aber immer noch zu freundlich, denn all das hat Friedrich Merz binnen kürzester Zeit selbst bestätigt und sogar uns härteste Kritiker noch einmal deutlich in den schlimmsten Annahmen übertroffen. Selbst für Dauerskeptiker wie uns hat Merz die Fortsetzung von Merkels Zerstörungswerk noch einmal fulminant outperfomed.
Auch seine bald zahllosen Wortmeldungen, die an – pardon – kontinuierlichen Sprachdurchfall erinnern, hat ihm niemand in den Mund gelegt. Er sprach sie selbst mehr als bereitwillig aus, so, wie sie eben aus ihm raus dachten. In jedes Mikrofon, das ihm unter die Nase gehalten wurde. Alle seine Taten und Untätigkeiten lieferte er selbst.
Inzwischen ist diese Erkenntnis auch bei der Joe-Biden-ist-topfit-Medienfraktion durchgeschlagen, wo man Merz lange mit der Presselupe polierte. Table.Media titelte: „Ende der Koalition? Warum ein Personenwechsel wahrscheinlicher wäre als eine Auflösung des Parlaments“. t-online schrieb über Hendrik Wüst als „Kandidat für die Merz-Nachfolge“. Die Frankfurter Rundschau meldete eine „Merz-Regierung im freien Fall“ und verwies darauf, dass sich laut INSA-Blitzumfrage 49 Prozent ein vorzeitiges Ende von Schwarz-Rot wünschen. Selbst harmlose Zwischenrufe klingen inzwischen wie Nachrufe auf einen Kanzler der zweiten Wahl, dessen Autorität nach einem Jahr komplett erodiert ist.
Und nun kommt aus Merz’ direkter Umgebung der Vorwurf, wer über einen Kanzlertausch spreche, „betreibe das Geschäft der AfD“. Nein, nein, lieber Merz-Hofstaat. Keiner betreibt das Geschäft der AfD besser als eure Partei, die mit Merz, Wüst und einem nach Links schielenden Günther jetzt unaufhörlich in den Abgrund fährt. Selbst, wenn man Merz austauscht, stehen alle Zeichen weiter auf Absturz. Warum? Weil die Politik nicht geändert wird, der bisherige Verrat zu groß und es zur Kehrtwende des Tankers mitsamt seiner treuen Merkel-Apologeten viel zu spät ist.
Diese Geschäft-der-AfD-betreiben-Formel ist der allerletzte abgenutzte, abgeschrubbte, abgewetzte, völlig kaputter Nagel eines Milieus, das jede Selbstkorrektur zur Staatsgefährdung erklärt, sobald die eigene Versorgungslinie berührt wird. Die AfD braucht wirklich gar kein Geschäft mehr zu betreiben, solange die Union ihr die Kundschaft mit beiden Händen und beiden Beinen zutreibt. Merz versprach die Wende und hat mit der Wende dieser versprochenen Wende noch tiefer in die Arme von rotgrüner Politik geführt. Er wollte führen lässt sich willig und freudig grinsend wie in einem SM-Studio am Nietenhalsband durch die SPD-Manage führen. Er wollte die Mitte retten und hat sie zusammen mit seinen Komplizen in CDU und CSU verraten und verkauft.
Besonders lächerlich ist der Ton aus dem Kanzleramt. „Wüste Spekulation“ (geriatrische Namens-Gags aus dem letzten Jahrtausend), „Unkenntnis der Verfassung“, „Stabilität im Bundestag gefährdet“, „Weltkrisen“. So klingt ein jämmerliches Vorzimmer, das merkt, dass draußen schlecht über den kleinen Hausherrn gesprochen wird. Wer auf Kritik an politischem Versagen mit Verfassungsbelehrung antwortet, hat gar kein politisches Argument mehr. Die Verfassung kennt den Kanzlerwechsel. Die politische Realität kennt ihn ebenfalls. Nur das Merz-Umfeld tut so, als sei der Kanzlerstuhl ein sakrales Erbstück aus dem Sauerland. Naja, irgendwie auch nachvollziehbar. Da können die Alarmglocken schon mal schrillen, wenn die politische Restlaufzeit nur noch auf Sicht geht. Vielleicht kommen einige sehr Wendige auch unter einem eingewechselten Ersatzspieler Wüst nochmal dran. Aber der hat ja auch einen eigenen Kreis, den er mitbefördern will. Diejenigen, die keine Übernahme in diesen Tross erwarten, kreischen jetzt besonders laut.
Noch schöner ist der Hinweis, es sei einfacher, über Personal zu reden, als über Einkommensteuer oder Pflegereform. Ja, gewiss. Nur hängt beides am Personal. Ein Kanzler, der Reformen nicht durchsetzt, ist kein Opfer unernster Kommentatoren. Er IST das Problem. Wer beim Regieren schon nach dem Startschuss verschwindet, darf sich nicht wundern, wenn andere den Fahrerwechsel an ihm vorbei sprechen. Politik ist kein betreutes Planspiel für enttäuschte Merz-Anhänger, die nach jeder Pleite erklären, die eigentliche Debatte müsse jetzt aber bitte viel sachlicher geführt werden. Merz selbst hat das Problem geschaffen. Bei Merz sieht man vor allem die Angst vor dem nächsten Bruch, der nächsten Umfrage, dem nächsten Satz aus München, Düsseldorf oder der Fraktion.
Die Empörung aus dem Merz-Umfeld verrät noch einmal mehr über seine Lage als jede Umfrage. Dort fürchtet man offenbar nicht die Spekulation, sondern deren Plausibilität. Denn natürlich wird über Namen gesprochen. Natürlich sehen viele in der Union, dass das Senkblei Merz die Partei mit nach unten zieht. Natürlich denkt ein Machtapparat über Alternativen nach, wenn der eigene Versagens-Kanzler zum Totalschaden für alle wird. Nur soll der Bürger das nicht erfahren, und die Medien sollen es bitte als gefährliche Unreife behandeln. Naaaaah, der Zug ist abgefahren. Die Allerletzten, die sagen, dass der nackte Kanzler noch irgendwas anhat ist sein allerengster Kreis, der weniger um Merz und mehr um seine eigenen Pfründe bangt.
Merz wurde nicht durch böse Gerüchte entzaubert. Er hat sich selbst entzaubert. Seine Umgebung kann nun weiter mit großen Worten wedeln: Weltkrisen, Verfassung, politische Mitte, Stabilität. Das alles klingt staatstragend und ist doch nur Besitzstandswahrung. Wer von Autorität spricht, sollte noch welche haben.
Die letzten Stunden auf dem Oberdeck der Titanic laufen. Die wenigen Rettungsboote sind wohl schon weg und jetzt kommen die letzten Rufe, bevor auch diese ganz aufhören.

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Solche Debatten, einmal angestoßen, lassen sic nicht mehr einfangen. Sobald konkrete Namen genannt werden, ist es um den Amtsinhaber geschehen.
Kohl hatte noch das Format, das Komplott der Süßmuth, Späth, Geißler zu zerschlagen.
Merz ist nur ein Gernegroß. Er dürfte auch keine nennenswerte Hausmacht besitzen.
Er ist immer noch gerne groß und er war schon immer ein Scheinriese. Als Kanzler war er dann ganz nahe an uns rangekommen und entpuppte sich als Rumpelstilzchen. Wir warten nun auf seine letzte Nummer – das Verschwinden
Bei aller Freude über den Sturz dieses Unsympathen, angesichts des Wahlverhaltens der BRD Bürger wird danach noch mehr Rot und noch mehr Grün kommen. Ach hätten wir doch eine Bevölkerung wie in Italien!
Merz* Abgang dürfte nur noch eine Frage von Tagen sein. Er gibt sich „kämpferisch“ und phantasiert von einem „neuen Aufbruch…
Möglicherweise bekommt er gar nicht mehr mit, was sich da zusammenbraut
Er wirkte ja schon bisher etwas „neben der Spur“
Er tanzt auf seinem letzten Bierdeckel den letzten Tango in Paris.
Glaubt die CDU ernsthaft, man könne mit diesem unsäglichen Wüst, der noch links-grüner und autoritärer blinkt als der Rest, irgend etwas länger als 2 Jahre für den Kanzlerwahlverein retten? Wüst, der als Hardcore-Corona Maßnahmenumsetzer sein tiefes Demokratieverständnis bereits hinreichend bewiesen hat, im eigenen Bundesland Kraftwerke sprengen und Tagebaue absaufen lässt, gerade in NRW ein Gesetz vorbereitet, dass die Nutzung des Waldes durch Radfahrer einschränken soll und der die größte Oppositionspartei pauschal als Faschisten bezeichnet, dieser links-grüne Wüst soll der CDU wieder ein konservatives Image verpassen? Gelächter in der Südkurve! Wüst steht für alles, was in der einst konservativen CDU seit… Mehr
Wüst geht es nicht um Rettung. Er möchte, wie Merz, einfach Kanzler werden.
Jetzt rächt es sich, daß der Kanzleramtsanbau nicht fertig ist.
Auf diesem waren zwei Hubschrauberstartplätze vorgesehen. Bisher hat das Kanzleramt keinen.
Wenn die Staats- und Parteiführung jetzt evakuieren muß wie z.B. damals in Bukarest oder Saigon, müßte sie erst zu Fuß zur 800 m entfernten Berliner US-Botschaft und dort um einen Hubschrauber bitten.
Sonst bleibt ihr nur das unterirdische Tunnelsystem mit dem Fluchtausgang in der Adele-Schreiber-Krieger-Straße 1.
Erinnert ein wenig an den Flug vo Rudolf Heß 1941 nach England zwecks Friedensabkommen…
Die ihn damals haben auflaufen lassen, in ihrer grenzenlosen Selbstgerechtigkeit und ihrem Haß, bekommen gerade im Moment mal eine inländische Rechnung serviert. Die Bestellung haben sie selbst aufgegeben Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!
CDU und ihre Führungskader. Nicht meine Worte aber ein Zitat aus dem Buch „Game Over“ von Heiko Schöning, Seite 50. “ Friedrich Merz zieht für den Weltfinanzkonzern BlackRock die Fäden in Deutschland. Ursula von der Leyen ist die Tochter eines überführten Staatsterroristen, der ein Loch in ein Gefängnis bomben ließ und ausgedachte Terroristen beschuldigte, Stichwort:“Celler Loch“. Leyen, geb. Albrecht, wurde auf den Europa-Steuersitz platziert. Ursula von der Leyens Zitat an den nie demokratisch gewählten Bill Gates sagt viel:“Thank you for leadership Bill.“ Zitat Ende. Ist der Ruf erst ruiniert………
Das große Problem in diesem Land ist die Stamm-Wählerschaft von CDU und CSU. Wie sagte mein mittlerweile 80 jähriger Schwiegervater beim hoffnungslosen Versuch ihn mit den Problemen in diesem Land zu konfrontieren: „Das im Internet ist doch alles Lug und Betrug. Ich schaue den ganzen Tag Nachrichten und da wurde das nicht einmal erwähnt“. Wer sich die Bevölkerungsverteilung nach Altersklassen in Deutschland anschaut, weiß warum Merz mit ein paar markigen Worten Kanzler werden konnte, oder warum die AFD vor wichtigen Wahlen jedesmal mehrere Prozentpunkte verliert.
Genau das ist der Sinn der GEZ-Geldeintreibermaschinerie für die damit gekaufte und noch zusätzlich gepäppelte ÖRR-Wahrheitsverbiegungsmaschine, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahrzehnt um Jahrzehnt, zugunsten der Einheitsfront des Parteiendiktats für MagerQuark mit Seifengeschmack, nur Dünnschiss erzeugend, gegen Land und Volk! Der Volksempfänger mit realer Mattscheibe, keine Ironie, als perfekter Regierungslautsprecher zur Manipulation und Sedierung mit videoakustischer Volksverblödung, sozusagen am laufenden Band! Felix Germania! Ob Deiner besinnungslosen Mitläufer und nutzlosen Regenten!
Ja, aber auch das hat Pinocchio vergeigt. Mit der Androhung, die Rente unter 48% fallen zu lassen, hat er seine treuste (Ü60) Wählerschaft vergrault.
Um des Himmels Willen – ja keinen Wüst oder einen anderen linkssozialistischen in der CDU Fahne verkleideten Anwärter aufs Kanzleramt. In diesem Land ist die Lage zu desaströs als das mit immer neuen Sandkastenspielen oder politischem Monopoli mal ausprobiert werden kann wer den Kanzler könnte . Das ist doch wie in einen Anfängerkochkurs . Und linksgrün hatten dieses Land nun zur Genüge . Unter linksgrün kam uns die Energie abhanden ,die Lebenshaltung wurde inflationär ,die Migration erreichte eine ungeahnte fatale Höhe ,die Sicherheit in diesem Lande ist unglaublich schlecht ,die stabilen Energieerzeuger wurden unter blödsinnigem Beifall gesprengt ,bzw. abgeschafft. Und… Mehr
Wüst ist super. Das treibt die Unions-Wähler, mit dem Nachbrenner beschleunigt, zur AfD.
So ganz nebenbei fragt man sich, welche Vorstellung die Verantwortlichen in der CDU eigentlich von den AfD-Abgeordneten haben. Halten sie die für noch bescheuerter als sich selbst?