British Medical Journal (bmj): wir brauchen Daten über Impfstoffe

Pfizer will erst im Mai 2025 Anfragen nach Studiendaten zu den Covid-19-Impfstoffen beantworten. In der britischen Fachzeitschrift the bmj wird jetzt die Forderung laut: Die Daten sollten vollständig und sofort für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

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»Die Fehler der letzten Pandemie werden nun wiederholt. Das Gedächtnis ist kurz.« Denn trotz der weltweiten Anwendung von Covid-19-»Impfstoffen« gebe es keine veröffentlichten Daten über Erfolg oder Gefahr. Die anonymisierten Teilnehmerdaten, die den Studien für diese neuen Produkte zugrunde liegen, seien Ärzten, Forschern und der Öffentlichkeit nach wie vor nicht zugänglich. Doch dies sei moralisch nicht vertretbar, besonders, da es jetzt um wichtige Eingriffe in die öffentliche Gesundheit gehe.

Zu diesem Schluss kommen Peter Doshi, Fiona Godlee und Kamran Abbasi in ihrem Editorial der renommierten britischen Zeitschrift the bmj, früher British Medical Journal, das seit 1840 wöchentlich über Medizinthemen informiert.

Sie fordern: Die Daten zu den Covid-19-»Impfstoffen« sowie über die Behandlungsverfahren sollten vollständig und sofort für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Peter Doshi, bmj-Mitherausgeber, und Fiona Goodlee, bis Dezember 2021 langjährige Chefredakteurin des bmj, erinnern an den Tamiflu-Skandal. Denn das aktuelle Vorgehen ähnelt dem vor zehn Jahren.

Damals verpulverten Regierungen in aller Welt Milliardenbeträge für die Bevorratung von antiviralen Grippemitteln. Die konnten jedoch nachweislich nicht das Risiko von Komplikationen, Krankenhauseinweisungen oder Todesfällen verringern. Die meisten Studien, die die Zulassung und die staatliche Bevorratung von Oseltamivir (Tamiflu) untermauerten, wurden damals vom Hersteller gesponsert; die meisten waren unveröffentlicht, die veröffentlichten wurden von Autoren verfasst, die vom Hersteller bezahlt wurden, die als Hauptautoren aufgeführten Personen hatten keinen Zugang zu den Rohdaten, und Wissenschaftlern, die für eine unabhängige Analyse Zugang zu den Daten beantragten, wurde der Zugang verweigert.

Dasselbe Spiel verlaufe heute wieder. Es wurde zwar das Jahrzehnt von Transparenz und offenen Daten eingeläutet, so die bmj-Autoren, jedoch mauern alle »Impfstoff«-Hersteller bei der Veröffentlichung ihrer Daten. Moderna betonte, dass die Daten »möglicherweise … mit der Veröffentlichung der endgültigen Studienergebnisse im Jahr 2022 zur Verfügung stehen«. Die Datensätze würden »auf Anfrage und vorbehaltlich der Überprüfung nach Abschluss der Studie« zur Verfügung gestellt, die voraussichtlich am 27. Oktober 2022 abgeschlossen sein werde.

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Ab 31. Dezember 2021 hätte auch AstraZeneca Daten aus mehreren seiner großen Phase-III-Studien herausgeben können. Doch auch AstraZeneca mauert: Auf der Website heißt es: »Die Fristen variieren je nach Anfrage und können bis zu einem Jahr nach der vollständigen Einreichung der Anfrage dauern«.

»Wir haben zwar Veröffentlichungen, aber keinen Zugang zu den zugrundeliegenden Daten.« Dies sei besorgniserregend für Studienteilnehmer, Forscher, Kliniker, Zeitschriftenredakteure, politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit, so das bmj. Sie könnten sich kein fundiertes Urteil erlauben.

Vermutlich gibt auch die FDA, die US Food and Drug Administration, die von allen Regulierungsbehörden die meisten Rohdaten erhält, diese nicht von sich aus frei.
Nach einem Antrag auf Informationsfreiheit für die »Impfstoffdaten« von Pfizer bot die FDA lediglich an, 500 Seiten pro Monat freizugeben. Das würde Jahrzehnte dauern. Jetzt lehnte ein Richter den Vorschlag der FDA ab und ordnete an, dass die Daten in einem Umfang von 55.000 Seiten pro Monat freigegeben werden. Die Daten sollen auf der Website der antragstellenden Organisation (phmpt.org) zugänglich gemacht werden.

Das bmj: »Pharmakonzerne erzielen enorme Gewinne, ohne dass ihre wissenschaftlichen Behauptungen von unabhängiger Seite angemessen geprüft werden. Die Aufgabe der Regulierungsbehörden besteht nicht darin, nach der Pfeife reicher globaler Konzerne zu tanzen und sie weiter zu bereichern, sondern die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Wir brauchen vollständige Datentransparenz für alle Studien, wir brauchen sie im öffentlichen Interesse, und wir brauchen sie jetzt.«

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Das sei wichtig für Vertrauen. Doch da ist für die Pharmaindustrie kaum mehr etwas zu gewinnen. Sie genießt das geringste Vertrauen aller Unternehmenszweige. Das ist nicht weiter verwunderlich. Denn mindestens drei der vielen Unternehmen, so weist das bmj hin, die Covid-19-»Impfstoffe« herstellen, haben in der Vergangenheit straf- und zivilrechtliche Vergleiche geschlossen und dabei Milliarden von Dollar bezahlt. Ein Unternehmen hat sich sogar des Betrugs schuldig bekannt.

Und die wollen unkontrolliert neuartige gentechnische »Impfstoffe« an Milliarden von Menschen verimpfen. Sie übernehmen noch nicht einmal mehr eine Haftung für ihre Produkte, sie wissen sicherlich, warum.
Immerhin – so das bmj – habe die Covid-Pandemie viele neue Pharmamilliardäre hervorgebracht, und die »Impfstoffe«-Hersteller verkünden Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe.

Denn die entscheidende Covid-»Impfstoff«-Studie von Pfizer wurde von dem Unternehmen finanziert und von Pfizer-Mitarbeitern konzipiert, durchgeführt, analysiert und verfasst. Das Unternehmen und die Auftragsforschungsinstitute, die die Studie durchgeführt haben, sind im Besitz aller Daten.

Aber Pfizer will erst im Mai 2025 (!) Anfragen nach Studiendaten zu beantworten.

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Kommentare ( 49 )

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49 Comments
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Soeren Haeberle
3 Monate her

Weitere „Impfstoffdaten“ der Defense Medical Surveillance System (DMSS)-LINK pdf.
Zitat:Am Montag präsentierte der Anwalt von Ohio, Thomas Renz, während der fünfstündigen Anhörung von Senator Ron Johnson zu einer „COVID-19: Zweitmeinung“, der Kunden vertritt, die gegen die Impfstoffmandate klagen, medizinische Abrechnungsdaten des Verteidigungsministeriums aus der Defense Medical Epidemiology Database (DMED), die ein schockierend beunruhigendes Bild der Gesundheit unserer Servicemitglieder im Jahr 2021 zeichnen.“

https://queged.wordpress.com/2022/01/28/usa-whistleblower-veroffentlichen-medizinische-daten-des-verteidigungsministeriums-die-eine-debatte-uber-die-sicherheit-von-impfstoffen-entfachen/

https://rumble.com/vt7riq-attorney-thomas-renz-reveals-what-multiple-dod-whistleblowers-have-provided.html

https://conservativemodern.com/whistleblowers-share-dod-medical-data-that-blows-vaccine-safety-debate-wide-open/

Soeren Haeberle
3 Monate her

Weitere Punkte zum Verbinden bezüglich „Impfstoffdaten“::
Spanische Forscher entdecken Graphenoxide in den Covid Impfstoffen

Inbrain-neuroelectronics

Merck und IN BRAIN Neuroelectronics entwickeln gemeinsam die nächste Generation bioelektronischer Therapien

„Unsere Graphen-Gehirn-Schnittstellen sind in der Lage, mit einer noch nie dagewesenen Auflösung zu lesen, therapiespezifische Biomarker zu erkennen und hochfokale adaptive Neuromodule auszulösen zur verbesserung der Ergebnisse in personalisierten neurologischen Therapien.“

Ralf Poehling
4 Monate her

Zitat:“Das bmj: »Pharmakonzerne erzielen enorme Gewinne, ohne dass ihre wissenschaftlichen Behauptungen von unabhängiger Seite angemessen geprüft werden. Die Aufgabe der Regulierungsbehörden besteht nicht darin, nach der Pfeife reicher globaler Konzerne zu tanzen und sie weiter zu bereichern, sondern die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Wir brauchen vollständige Datentransparenz für alle Studien, wir brauchen sie im öffentlichen Interesse, und wir brauchen sie jetzt.«“

Genau das.

Judith Panther
4 Monate her

“ … Sie übernehmen noch nicht einmal mehr eine Haftung für ihre Produkte …“ Schlimmer: Wir wissen noch nicht einmal, was genau in den Impfampullen drin ist. Wird schlicht nicht überprüft, jedenfalls nicht von den dafür Verantwortlichen, aber glücklicherweise von einer Gruppe Verantwortungsvoller: https://uncutnews.ch/dr-wodarg-dr-yeadon-u-a-bestaetigen-toxische-impfstoffchargen-nach-bestimmten-mustern/ https://uncutnews.ch/100-der-todesfaelle-durch-covid-impfstoffe-wurden-nach-offiziellen-angaben-der-regierung-durch-nur-5-der-produzierten-chargen-verursacht-hier-die-antwort-von-dr-mike-yeadon-dazu/ Und wer als Geimpfter wissen will, ob er sich jetzt um seine Gesundheit Sorgen machen muß, der kann hier die Chargennummer eingeben. https://www.howbadismybatch.com/. Wenn sie dort nicht aufgeführt wird dann war´s wahrscheinlich ein Placebo. Dieser größte Skandal, dieses größte Menschheitsverbrechen ever interessiert aber anscheinend noch nicht einmal die freien, mutigeren Medien und DAS wundert mich… Mehr

Last edited 4 Monate her by Judith Panther
Aufgewachter
4 Monate her

Man sollte diese Vorgehensweise auf die Steuererklärungen der Bürger übertragen, wir geben einen Zettel ab auf dem steht was wir glauben melden zu wollen und die relevanten Angaben bekommt das Finanzamt „hmm“ so in 20XX.

Stuttgarterin
4 Monate her

Und auch diese Wahrheit interessiert weder die Politik noch die etablierten Medien. Nicht einmal das breite Volk. Man will nicht wissen! Sonst wüsste man, dass das bisherige Vorgehen alles andere als astrein ist.

Regina Lange
4 Monate her

Deutsche Politiker brauchen keine Daten und schon gar keine die ihr Handeln in Frage stellen. Deutsche Politiker halten sich selber für hochintelligent, allwissend und alternativlos. Da kommt der Dunning-Kruger-Effekt zum Vorschein. Eine psychologische Erkrankung der Politiker reihenweise anheimfallen.

Rene Meyer
4 Monate her

Wir erleben den größten Skandal seit dem Ende des 2. Weltkriegs! Und er weitet sich von Tag zu Tag weiter aus.

F. Hoffmann
4 Monate her

Hallo Herr Douglas, wie wäre es wenn Sie (oder Tichys) bei Peter Doshi mal wegen eines Interviews anfragen würden. Ich habe in deutschsprachigen Medien noch nichts dergleichen gelesen. Wäre zumindest eine Anfrage wert.

J. Werner
4 Monate her

1.Die Milliardenprofite mit diesen Impfstoffen sollten von den Pharmafirmen in die Haushalte der Länder zurückfließen .2.Bei Nichtveröffentlichung der gesamten Studienergebnisse und Zugänglichkeit für Fachzeitschriften und Wissenschaft innerhalb des 1.Quartals sollten umgehend Strafzahlungen angedroht werden.3. Bei eklatanten Fälschungen, Betrug und Falschaussagensollten hohe Strafen ausgesprochen werden. 4.Das Geld sollte den Angehörigen oder Betroffenen von Impfnebenwirkungen zustehen.