Zwölf Männer belästigen Frauen – wer eingreift, wird krankenhausreif geprügelt

Zwölf Männer belästigen Frauen in einer Berliner S-Bahn. Ein 39-Jähriger greift ein und endet mit Gesichtsfrakturen im Krankenhaus. Wird Claudia Roth weinen, "weil da so viel Schmerz war"? Und wann dürfen wir Saskia Esken, Lisa Paus, Luisa Neubauer, HateAid und Co mit betretenen Gesichtern auf einer Demo gegen physische Gewalt erwarten?

picture alliance / Rainer Keuenhof

Donnerstagabend, gegen 19.30 Uhr, S46 Richtung Berlin, Höhe Bahnhof Wildau: Eine Überzahl von zwölf Männern belästigt zwei junge Frauen. Ein 39-Jähriger Mann fordert die Gruppe auf, damit aufzuhören. Daraufhin schlagen mehrere aus der Gruppe auf ihn ein. Der Mann steigt später am Treptower Park aus, ruft erst von zu Hause den Notruf, erleidet Gesichtsfrakturen und muss ins Krankenhaus. Die Bundespolizei sicherte Videoaufnahmen und ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Die belästigten Frauen und weitere Zeugen werden gesucht. Zu den Angreifern machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben.

Das ist der Zustand dieses Landes in einer einzigen Szene. Frauen werden in einem Zug bedrängt, ein Mann tut noch, was einmal als selbstverständlich galt, und wird dafür krankenhausreif geprügelt. Genau so sieht ein Staat aus, der seine Bürger mit Phrasen über Haltung, Respekt und Zivilcourage volllabert, sie im Ernstfall aber schutzlos stehenlässt. Und falls Täter mal gefasst werden, setzt man sie kurze Zeit später eh wieder auf freien Fuß oder belegt sie mit einer Larifari-Du-Du-Du Strafe. Die Lehre aus solchen Fällen ist für jeden normal denkenden Menschen brutal einfach: Nicht der Täter trägt das größte Risiko, sondern derjenige, der noch Anstand zeigt.

Jetzt wäre wieder einmal DIE Gelegenheit für das ganze linke und grüne losschreiende Frauenmilieu, das sonst bei jedem ideologisch passenden Anlass hysterisch kreischt, heult, moralisiert und mit hochgerecktem Zeigefinger durchs Land zieht wie im Spiegel-Fernandes-HateAid-Plot. Jetzt müssten sie auf allen Kanälen toben. Genau jetzt müssten sie von patriarchaler kulturfremder, ganz konkreter frauenfeindlicher Gewalt, von Schutzräumen, von strukturellem Versagen, von Bedrohung reden. Jetzt müsste Claudia Roth weinen, „weil da so viel Schmerz war“. Tut sie aber nicht. Hier müßte Max Raabe das „Blut in die Füße rutschen“. Tut es aber nicht. Saskia Esken ein Schild hochhalten. Luisa Neubauer mit großer Betroffenheitsgeste in ein Mikro sprechen. Aber sie tun es alle nicht. Wieder und wieder nicht. Sie halten wieder brüllend laut ihre Klappen. Und sie tun das, weil reale Belästigung realer Frauen sie genau dann nicht interessiert, wenn der Fall politisch falsch riecht und ihre Lieblingsklientel in den Fokus rückt. Zur Hölle sollen sie fahren.

Diese politische Frauenkulisse ist genau dann immer nicht da, um Frauen korrekt zu schützen. Sie ist da, um Machtkämpfe zu führen, Sprachregelungen und Zensurmaßnahmen durchzusetzen und jedes Thema nur dann aufzublasen, wenn es ins eigene Weltbild passt. Wird eine Frau im Zug von einer Männergruppe bedrängt, wird ein Mädchen im Jugendzentrum wie in Neukölln vergewaltigt, dann wird es ganz schnell unerfreulich für das gepflegte Märchen von der richtigen Empörung zur richtigen Zeit gegen die richtigen Gegner. Dann verschwinden die sonst so unerschrockenen Kämpferinnen für Respekt und Sicherheit plötzlich hinter ihren Parteikalkülen und ihrem ideologischen Dreck. Da gibt es keine einzige Träne. Nein, da werden Taten wie die in Neukölln von grünen Weibern gedeckt und vertuscht, die Täter geschützt. Da sind die vielbeschworenen Frauenrechte weniger wert als Dreck.

Und genau deshalb ist dieser Fall mehr als eine Polizeimeldung. Er ist die Anklage gegen ein ganzes Milieu, das dieses Land erst mit seiner Verharmlosung, seiner offenen Grenzendummheit, seiner Feigheit vor der Wirklichkeit und seinem hysterischen Wegreden unsicherer gemacht hat und danach nicht einmal mehr den Anstand besitzt, den Mund aufzumachen, wenn Frauen und ihnen helfende Männer die Folgen am eigenen Leib spüren. Sie haben die Lage mit angerichtet. Sie haben Warnungen diffamiert. Sie haben jeden niedergebrüllt, der die Dinge beim Namen nannte. Und wenn dann wieder Frauen belästigt und Männer krankenhausreif geprügelt werden, fällt ihnen nichts ein. Kein Protest. Keine Tränen. Keine Solidarität. Nur Schweigen. Nur Wegsehen. Nur die übliche erbärmliche Flucht aus der Wirklichkeit.

Der 39-Jährige in dieser S-Bahn hat mehr Rückgrat gezeigt als dieses ganze feministische Apparatschik-Milieu zusammen. Er hat gehandelt. Die anderen, die sich sonst als moralische Generalinspektion der Republik aufführen, liefern wieder das, was sie immer liefern, sobald es ernst wird: nichts. Gar nichts. Kein Mut, keine Ehrlichkeit, kein Schutz für Frauen, keine Konsequenz. Nur ein Haufen verlogener Phrasenmaschinen, die dieses Land mit ruinieren und dann verstummen, sobald die eigene Mitverantwortung in voller Hässlichkeit sichtbar wird.

Am Ende bleibt der Befund, den diese Leute mit jedem solchen Fall neu bestätigen: Sie kämpfen nicht für Frauen. Sie kämpfen für ihr Narrativ. Und wo die Wirklichkeit dieses Narrativ zertrümmert, da kneifen sie, da schweigen sie, da halten sie brüllend laut ihre Klappen. Genau deshalb ist dieses Milieu nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Elends.

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Kommentare ( 67 )

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Metric
7 Tage her

Zum Fall Neukölln: Feministinnen sind jetzt explizit gegen Anzeige bei Vergewaltigung, wenn die Täter aus einem gewissen Milieu stammen:
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/vergewaltigung-in-neukoellner-jugendclub-sozialarbeiter-sind-gegen-anzeige-bei-der-polizei-li.10029011

Haba Orwell
7 Tage her
Antworten an  Metric

> „… Vereine machen sich Sorgen, dass der Fall rassistisch instrumentalisiert wird – und wollen mehr Fördergeld. …“

Das ist natürlich die ultimative Reaktion auf alle Probleme (Sarkasmus). Dem Länderausgleich sei gedankt hat Berlin noch massiv Geld anderer Leute.

Medea
7 Tage her
Antworten an  Metric

Oder sie wissen, dass die Täter bald wüssten, wo ihr Haus wohnt. Oder so.

Lotus
6 Tage her

„Zur Hölle sollen sie [das ganze linke und grüne Frauenmilieu] fahren.“

Volle Zustimmung. Und bitte die männlichen Komplizen mitnehmen. Ich, „alter“ weißer Mann, der sich nie irgendetwas hat zuschulden kommen lassen, habe es unendlich satt, mich von diesen Schnepfen beleidigen und mit Pauschalurteilen überziehen zu lassen.

Niklot
7 Tage her

Den ganz vielen Schmerrz hatte ja der Mann, nicht Claudia Roth. Warum sollte sie da weinen?

Der einschreitende Mann hat ja gehöriges Glück. Wären es zehn 13-Jährige, hätten sie ihn ins Koma geprügelt, noch ein bisschen älter, gleich ganz erschlagen oder erstochen. Vielleicht hat ihn auch die Videoüberwachung gerettet.

weihnachtsmann_frau_lein
7 Tage her

Bravo, Frau Taxidis.
Ohne ihren artikel auch nur um ein „mü“ (griechische buchstaben sind hier vermutlich nicht verfügbar) entwerten zu wollen: das traurige an den von Ihnen so deutich aufgezeigten wahrheiten ist: diejenigen, die hier lesen, wissen das bereits. Und die anderen, die schlafschafe, die räääächts-phobiker, lesen hier leider nicht.
Das positive am traurigen sachverhalt: die beiden frauen und der eingreifer sind hoffentlich drei afd-wähler mehr.

Martin Muehl
7 Tage her

Ich war mal in einer ähnlichen Situation. Ich habe zuerst die drei Mädels gefragt, ob sie zusammengehören, und als sie verneinten, habe ich eingegriffen.

Martin Muehl
7 Tage her

Ich war mal in einer ähnlichen Situation. Ich habe erst die drei Mädels, welche aufs übelste beleidigt wurden, also ich habe sie zuerst gefragt, ob sie zusammengehören, und, als sie verneinten, danach habe ich eingegriffen.

LetzterEuropaer
7 Tage her

Nur Weicheier und Versager machen einen Kniefall vor den feuchten Träumen von grün-linksversifften „Feministinnen“. Echte Männer ziehen einfach ihren Weg durch und geben das auch so an ihre Söhne weiter.

Deutsche Demokratische Bundesrepublik
7 Tage her

Ich habe die Bilder noch ganz genau im Kopf, als ab 2015 besonders Frauen in unendlicher Naivität mit Transparenten wie „Refugees welcome“, „Kein Mensch ist illegal“, „Wir haben Platz“, „Liebe Muslime, laSSt uns mit diesen Deutschen nicht allein“ und ähnlichem Schwachsinn die Ankunft der Fremden begeistert bejubelt haben… Ich habe damals gewarnt und wurde übelst angegangen. Tut mir leid, ich kann heute kein Mitleid empfinden.

Teiresias
7 Tage her

Die Belästigungen sind als Machtdemonstration gegen einheimische Männer gemeint, nicht als ungeschickte Flirtversuche oder ähnliches.

Deutsche begreifen das nicht.
Wer da als Deutscher „eingreift“, stellt – aus migrantisch-patriarchalischer Sicht völlig logisch – die Machtfrage und wird zusammengeschlagen.

Frauen demonstrieren derweil gegen das Patriarchat des weissen Mannes, das sich ihrer Meinung nach in virtuellen Vergewaltigungen, dem sog. „Gender-pay-gap“ oder der angeblichen „gläsernen Decke“ äußert.
Ausserdem ist die AfD voll N**i und Multikulti total super.

Offenbar wollen die Frauen das so.
Wer da als Mann eingreift, hat die Prügel irgendwie auch verdient.

Last edited 7 Tage her by Teiresias
Franz Schroeder
7 Tage her

Eine Demo gegen Rechts wäre hier jetzt mehr als angebracht.
Wo sind die Omas gegen Rechts ?
Eine Dokusendung im ZDF, welche über die Unverschämtheit des Unholds berichtet, der sich erdreistet sich in die Angelegenheiten von 12 Schutzsuchenden einmischt ist hier oberstes Gebot.
Natürlich ist eine Anzeige wegen Volksverhetzung unumgänglich. Denn was fällt dem Typen eigentlich ein, sich in das Leben von „Zwölf“ Traumadarstellern einzu mischen.

Dr.KoVo
7 Tage her
Antworten an  Franz Schroeder

Es ist nur noch mit Sarkasmus zu ertragen. Wir sind ein verrotteten Land.

PaulKehl
7 Tage her

Wer hier meine Kommentare liest, kennt meine Meinung zum Stalinismus und zum mit ihm verwandten Mohammedanertum. Aber diese Geschichte ist zu rund. Mehrere Mohammedaner sollen zwei Frauen angegangen sein. Und alle sind verschwunden? Die Videoaufnahmen der S-Bahn sind natürlich auch verschwunden. Das war eine ganz normale Klopperei unter „Soffjett-Deutschen“